Rüsselsheim wird Standort der Europa-Zentrale von GM

Entscheidung in Detroit

GM verlegt Europazentrale nach Rüsselsheim

Überraschung in Rüsselsheim: Der Opel-Mutterkonzern General Motors verlegt seine Europa-Zentrale von Zürich an den Standort des deutschen Opel-Stammwerks. Damit wolle man die Marke Opel und den Standort stärken, so das Unternehmen. In Rüsselsheim ist die Freude groß.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. November 2009 19:15

Deutsche Autofabriken in den USA

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

@ klaus winkel:
Wie unterscheidet sich Ihre Argumentation gegen GM von der Steuersituation der Firmen BMW in North Carolina, VW in Tennessee und Daimler in Alabama?

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15. November 2009 12:37

2004: Gewinn multinationaler US-Unternehmen 700 Mrd. USD / US-Steuern nur 16 Mrd

Klaus Winkel (Farben)

( Quelle der Zahlen : Weisses Haus )
Die Verlagerung der Europa-Zentrale aus der Schweiz heraus steht vor dem Hintergrund gesetzgeberischer Bemühungen der Obama-Administration.
Die seit den achtziger Jahren etablierte Möglichkeit für US-Unternehmen, Gewinne steuerschonend offshore zu "lagern", wird von T. Geithner zunehmend zurückgeschnitten.
Auf der anderen Seite macht sich auch die deutsche Seite daran, allerlei nützliche Gewinnverrechnungen mit der Schweiz zu erschweren.
Ohnehin herrscht aktuell im Umgang mit der Schweiz eine Faustpfandproblematik, so dass der Wegzug eher als Votum gegen die Eidgenossen zu verstehen ist, denn als Liebeserklärung an Deutschland.
Dazu tritt die GM-notorische Eigenschaft als Subventionsstaubsauger - wie es sich ja für ein Unternehmen gehört, dass selbst nach (!) der Insolvenz mit 49 Milliarden an Verbindlichkeiten dasteht.
Die Schweiz als reiner pro forma Standort ist da eher unergiebig.
Die Steuernomaden ziehen weiter.

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15. November 2009 12:19

Wer sich hier im Forum so herzhaft über GM empört...

Armin Quentmeier (thiotrix)

...sollte nicht vergessen: ohne GM wäre Opel schon vor über 80 Jahren pleite gewesen und nur noch bei wenigen Oldtimer-Freunden und Technik-Historikern ein Begriff. Keine Frage, GM hatte in den letzten 20 Jahren zahlreiche katastrophale Fehlentscheidungen getroffen und sich damit an den Rand der Pleite manövriert. Schwer vorstellbar ist allerdings, daß ein reiner Zulieferer wie Magna einen Teil des GM-Konzerns, eben Opel, hätte retten können, auch nicht mit vielen Milliarden Euro aus dem Steuersäckel. Das Grundproblem sind nun mal die Überkapazitäten im Automobilbau – mindestens 25 % aller Werke sind überflüssig – und daran hätte weder der Magna-Deal noch die Umwandlung der Adam Opel GmbH in eine Aktiengesellschaft etwas ändern können!

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15. November 2009 09:11

Opel baut nach Franz super Autos,

Max Mahlheim (Akkin)

also sollen die mal die super Autos verkaufen Gewinne einfahren, ordentlich wirtschaften und Bereiche die nicht laufen eben schließen. Opel sollte in GM umbenannt werden und die Autos sollten weltweit vertrieben werden.
Warum sollte Opel geld vom Staat bekommen, sehe da überhaupt keine Notwendigkeit, VW, BMW und Mercedes hätten das gleiche Anrecht Gelder zu bekommen.
Ach in Bezug auf die Amerikaner kann ich nur sagen, ich halte von den Amerikanern nicht so viel wie der eine Leser hier im Betrag schrieb. Auch Dank der Amerikaner konnte ich einen Teil meines Lebens in einer Diktatur leben, ich habe den Amerikanern nicht zu danken, die haben Thüringen an die Russen verklingelt.

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15. November 2009 05:18

Den Unkenrufern zum Trotze einmal prinzipiell:

Sönke Peters (soenkepeters)

Es ist von GM bisher niemals die Rede gewesen, dem deutschen Steuerzahler 4 oder mehr Milliarden aus der Tasche zu ziehen, wie es von der ehemaligen Bundesregierung für eine Übernahme durch Magna, bzw. den russischen FSB bereits vorgesehen war.
Wieso also die Aufregung?
Opel beleibt das, was es die letzten 80 Jahre mit allen Höhen und Tiefen gewesen ist: Nämlich ein bescheidener und kleiner Teil von GM. Gott sei Dank wird GM seine Entwicklungsabteilung nicht einfach einpacken und alle deutschen Werke schließen (was ich manchmal schon favorisiert hätte, im Angesicht des antiamerikanischen Getöse insbesondere der Gewerkschafter).

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14. November 2009 23:00

Ein neuer GM-Betrug ? Warum denn nicht ! Schliesslich ist das ...

Peter Slater (Wales-Rhondda)

... deutsche Staatsgeld oder besser das EU-Geld doch jetzt wieder zum Greifen nahe und nachdem wir Deutschland schon einmal betrogen haben, wird vermutlich diese (r) Verarsche ( spekulative Zeitvertreib ) wieder funktionieren. Um "DENEN" wieder das Geld aus den Taschen zu ziehen, werden wir Russelsheim als eine "temporale" Wichtigkeit einbeziehen und wenn wir "DENEN" noch ein bischen mehr Honig um den Mund schieren und sie uns dann wieder dummerweise vertrauen ... stecken wir uns das ganze Geld in unsere sehr tiefen Taschen ein und gehen in den Konkurs und schliessen die Werke, warum denn nicht, denn das klappte doch schon mal ... und lassen sie wieder im Dreck ...

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14. November 2009 20:20

Gute Zeiten - schlechte Zeiten!

Beate Naumann (hhnconsult)

Sehe die Sitzverlegung mit anderen Augen! Die Holding am Platz Zürich/Schweiz hat dort jahrelang die U-Steuern für das erfolgreiche Opel-Geschäft gezahlt.
Jetzt, wo man grössere Staatshilfen benötigt, die man dort nicht erhält, demnächst keine grossen Gewinne und damit Steuern anfallen, geht man mit dem Headquarter
nach Deutschland, wo man sich vor den Steuern in all den Jahren gedrückt hat!
Hier sind Frau Merkel, Herr Westerwelle und Herr Schäuble gefragt! Soll
GM doch die in der Schweiz entrichteten U-Steuern für Opel erst einmal bei uns
nachzahlen oder bei der Schweiz um Hilfe fragen! Es ist doch offensichtlich,
warum man gerade jetzt die Europazentrale nach Deutschland legt!
Die Steueroasenpolitik funktioniert nur in guten Zeiten! Jetzt in den schlechten
Zeiten geht man dorthin, wo die Subventionstöpfe leichter zu erreichen sind!
Wie dumm muss der BR sein, um dies nicht zu durchschauen!

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14. November 2009 19:01

In Rüsselsheim ist die Freude groß !??

Michael Menzel (Galenos)

"Timeo Danaos et dona ferentes"!
Ihr werdet euch noch wundern, was die Manöver von GM wirklich bedeuten.
Nur noch "ein kleines Weilchen" und die Opel-Beschäftigten, die Politiker im allgemeinen und die Regierung im Besonderen werden ihr blaues Wunder erleben.
GM wird sich mit Milliarden bepackt aus Europa restlos zurückziehen,- aber sie würden auch ohne Geld gehen. Nur das wollen die Träumer in Politik und bei den Opelanern nicht für möglich halten. Deswegen wird GM so viel Geld nachgeworfen werden, bis das Wunschdenken aufhört und einem ungläubigem Entsetzen weicht.

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14. November 2009 17:29

Idealistische Amerikaner - nichts gelernt!

Rüdiger Drischel (rudyguy)

Vor einigen Jahren krochen Gewerkschaftler aus Bochum in Detroit zu Kreuze um zu verhindern was Industrie-Professionals dringend empfahlen: das Werk Bochum schließen weil schlechtestes Preis-Leistungsverhältnis aller Automotive-Werke in Europa. GM CEO Wagoner ließe sich breit treten. Kaum war Wagoner geschasst, warfen dieselben Kriecher ihm lauthals Verbaldreck hinterher. Jetzt Leute wie Metall-Franz quasi noch zu belohnen heißt nichts lernen aus der Geschichte.
Kein Dankeschön für die Rettung vor dem Stalinismus, kein Danke für den Wiederaufbau mit amerikanischen Steuergeldern, kein Dankeschön für das lebensrettende und kosteneinsparende kostenlose GPS, kein Dankeschön für das Internet, kein Dankeschön für die Verteidigung von Frieden und Freiheit mit amerikanischen Leben und Geld. Der den Amerikanern unterstellte Negativ-Egoismus ist nichts als eine Projektion der eigenen unterzivilisierten Verhaltensweisen.
Die jetzt platzende Politikerblase bzgl. Unterstützung von Opel lässt aufhorchen. Warum sollte ausschließlich ein russisch gesteuertes Konsortium gefördert werden während die angelsächsischen Betreiber geschnitten werden? Gibt es heimliche Motive die wir alle noch nicht kennen?

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14. November 2009 15:31

es geht um 4 milliarden staatsgeld

Dirk Kampschäfer (dk26)

und um nichts weiter.
da sowieso fortlaufend nur verluste gebucht werden, ist es schliesslich egal, wo diese gebucht werden
und für die 4 milliarden, die magna versprochen wurden und höchstwahrscheinlich nun von GM abgegriffen werden, lohnt sich der umzug allemal, zu not auch noch etwas steuerpenuts für gross-gerau.
mutti lässt sich doch noch besser erpressen, wenn die herren franz und henderson oder andere gemeinsam vor dem frankfurter römer tränen ala schäfler vergiessen.
wenn man doch nur seine zu zahlenden steuern wenigstens zweckgebunden zahlen könnte!!

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14. November 2009 15:29

Keine Aktiengesellschaft

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Die Hoffnung des Betriebsrats auf eine Aktiengesellschaft namens Opel dürfte vergebens sein, da derzeit juristisch unmöglich. Opel gehört zu GM, was während der Dauer der Insolvenz formelles Eigentum der US-Steuerzahler und der US-Autogewerkschaft ist.

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14. November 2009 14:39

Franz heißt die Kanaille,

Peter Herbeck M.A. (peterherbeck)

nichts anderes fällt mir dazu ein. Opel in eine AG umzuwandeln dient doch nur dazu den Gewerkschaften über Anteile, die den Arbeiter zu übertragen wären, noch mehr Einfluß zuzuordnen. Die Fa. Bentley z.B. ist immer noch eine ganz normale Ltd.- zum VW-Konzern gehörend und es funktioniert Dies auch wenn in Deutschland gerne die Ltd. zu Unrecht verdammt wird.
Die Regularien einer Ltd. sind umfangreicher und klarer geregelt, siehe CompaniesAct / Companieshouse.co.uk, als es manche deutsche Wirtschafts-Politiker wahrhaben wollen bzw. besser gesagt es überhaupt verstehen. Von einem Bürger Franz ganz zu schweigen. Never mind !

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