Angst vor Inflation

Fünf Prozent können's schon werden

Im Kampf gegen die Krise drucken die Notenbanken Geld wie nie. Die Staaten verschulden sich immens. Das schürt die Furcht vor der großen Geldentwertung. Noch ist beim Einkauf nichts zu spüren. Die Preise sinken sogar. Das könnte sich schnell ändern. Von Patrick Bernau

Lesermeinungen zum Beitrag

07. Juli 2009 23:14

Wo ist denn das Geld?

hami yildiz (hamiyildiz)

das ist doch pures Geschwätz der "Spezialisten".
Sie reden vom Aufschwung in fünf bis zehn Jahren, ja wo waren sie denn , diese Herrschaften?
Warum konnten Sie vor fünf bis zehn jahren nicht hellsehen und uns vor den heutigen Tagen warnen?
Am besten macht jeder seine eigenen Gedanken und lässt sich von diesen Windmachern nicht verrückt machen.

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07. Juli 2009 21:38

Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast (Teil 2)

Andreas Seidl (ASeidl)

Angesichts der auf dem Kopf stehenden Weltschuldenpyramide, die in keinster Weise den realen Wirtschaftsleistungen und Sachwerten entspricht erleben wir jetzt eine Kontraktion des Schuldenbergs durch Kreditausfälle und restriktiverer Vergabe. Letzteres ist positiv da die leichtfertige Kreditvergabe uns letztendlich in die Situation gebracht hat, was im Übrigen auch der großen Depressien der 1930 vorausging, als die US-Banken großzügigst Kredite an das vom ersten Weltkrieg geschwächte Europa vergaben. Damals wie heute waren die Hauptgewinner in der Zeit der Kreditblase die Banken, im speziellen an der Wall Street. Nur heute versuchen die Staaten den Run auf die Banken zu verhindern, indem sie Privatschulden zu Staatsschulden machen. Angesichts der im ersten Teil auszugsweise dargestellten Schuldenpyramide ein aussichtsloses Vorgehen, zudem das Prinzip Wohlfahrtsstaat eine strukturelle Schuldenausweitung erfordert. Der Staat muß sich früher oder später entschulden, entweder schleichend über Inflation oder schlagartig mit einer Währungsreform. Ersteres dürfte das angestrebte Szenario sein zweiteres wird Realität, wenn Steinbrück seine Schulden nicht mehr refinanziert bekommt und keine Bank und kein IWF mehr einen Notkredit vergibt.

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07. Juli 2009 21:19

Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast

Andreas Seidl (ASeidl)

Das gilt auch für die Inflationsrate, die politisch gewollt schöngerechnet wird. Mittlerweile gebe ich nicht mehr viel auf das Geschwätz der Wirtschafts-pseudo-wissenschaftler, die mangelndes Wissen durch Überzeugung und Zeitgeist, und besseres Wissen durch political corectness ersetzen um ihre Forschungsgelder weiter zu bekommen. Der gesunde Menschenverstand sagt doch was anderes, nämlich daß wirkliches Wachstum nur entstehen kann wenn Überschüsse erwirtschaftet werden. Alle Kulturen der Geschichte begründeten auf Überschußproduktion ihren Aufstieg. Die Wirtschaftspseudowissenschaften machen uns weis, daß man mit staatlichem deficit spending und reichlicher Kreditwirtschaft Wachstum erzeugen kann, was ein Trugschluß ist, denn irgendwann ist Zahltag. In den USA müssen für 1 $ BIP 6 $ Schulden erzeugt werden! Hier ein paar Zahlen (Quelle silberjunge.de) In Billionen USD Derivate Welt: 650, Anleihen 83,5 US Schulden 53, Bankanleihen Welt 42, Aktienkapitalisierung Welt 36, US Wirtschaftsleistung 14, Währungsreserven 6,8, USD Bargeldumlauf 0,9, Zentralbankgoldreserven 0,9. Peer Steinbrück muß bis nächstes Jahr über 600 Mrd € Schulden aufnehmen um Banken, Haushalt und Altschulden zu finanzieren.

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07. Juli 2009 13:34

Entwicklung nicht voraussehbar

Marvin Parsons (mapar)

Niemand weiß was kommt. Relativ sicher ist jedoch, daß bei durch die Krise Verängstigten geschürte Hypes wie das um Gold und Silber die darauf Hereinfallenden schädigen wird. Die Sache ist viel komplexer als auf den einschlägigen "Goldseiten" dargestellt, wo revisionistische und antisemitische Reflexe sowie das Ohnmachtsgefühl der Zukurzgekommenen geschickt ausgenutzt werden. Dort wird schon seit Beginn der Finanzkrise als sicher dargestellt, daß der Goldpreis in allernächster Zeit explodieren müsse. Dabei bewegt er sich seit langem seitwärts, in Euro sogar fallend, und das nahe historischen Höchstständen. Eine recht zuverlässige Anlegerregel sagt, daß das Platzen einer Spekulationsblase kurz bevorsteht, wenn man Lieschen Müller von vielen Seiten vermittelt, mit einem bestimmten Investment könne man ganz sicher nichts falsch machen, so wie vor einem Jahr beim Ölpreis von 150 viele glaubten, der werde nie wieder fallen. Was bleibt? Diversifizieren. Aktien, Immobilien, Rohstoffe, Renten; in jedem denkbaren Szenario wird wenigstens ein Teil davon das Vermögen sichern.

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06. Juli 2009 22:52

Inflation ist besser als Stagflation

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Angesichts der gegenwärtigen Arbeitslosenziffern ist an Inflation in absehbarer Zeit überhaupt nicht zu denken. Vorerst fallen die Preise bei stagnierender Wirtschaft, in anderen Worten, wir befinden uns in der wesentlich gefährlicheren Stagflation.

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06. Juli 2009 22:25

Adé, blühende Landschaften!

norbert doerre (ndoerre)

Auch unter der Regierung Helmut Kohls haben sich die Staatsschulden aus Vermessenheit sprunghaft vermehrt, mit der Folge, daß die linke, Rot-Grüne Regierung dies zum Anlaß nahm, Deutschland noch weiter in den Schuldensog zu treiben. Die jetzige Bundesregierung aber hat Deutschland vom Export- zum Schuldenweltmeister gemacht; man schafft sich Distanz zur vernachlässigten Heimat und nennt sie "diese Republik". Helmut Kohl warnte seinerzeit davor, den Euro zu einer politischen Währung verkommen zu lassen, weil wir Deutschen mit 70% den größten Anteil zu seiner Stabilität beitragen mußten. Jetzt werden die schlimmsten Befürchtungen Helmut Kohls wahr, und die harte Schuldenfront des weichen Euro wird zur Grabplatte Europas. Man vertraut offenbar darauf, daß Deutschland auch zukünftig mit Schulden bezahlt, zum Wohle aller - Anderen. Der Euro verliert seinen Nimbus als Leitwährung verkommt zu einer politischen Inflationswährung, die Helmut Kohl stets verhindern wollte. Das Bundesverfassungsgericht hat diesem unverantwortlichen und von höchster Einfalt zeugenden Treiben unserer Politiker zwar jüngst vorsichtige Flatterband-Grenzen gesetzt, doch werden diese nur auf dem Papier wirken, dessen Wert mit dem des Euro synchron geht.

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06. Juli 2009 21:45

Inflation nutzt weder der Wirtschaft noch dem Staat, auch wenn Straubhaar so ...

Sophia Orti (rum)

... einen Unsinn glaubt. Inflation dient nur einigen Schmarotzern, die für Straubhaar und manche Interessenvertreter "die Wirtschaft" ist.

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06. Juli 2009 19:36

Zusammenfassung

Stefan Dannfald (dpf_dd)

Fazit: Es ist alles möglich. Inflation mit Aufschwung, Inflation ohne Aufschwung oder eben eine moderate oder gar keine Inflation! Danke an die Ökonomen für die präzisen Aussagen! ;)

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06. Juli 2009 19:35

Früher - Höher - Härter

Peter Kronenberger (Peter-Kronenberger)

Eine Hoch- oder Hyperinflation ist meiner Meinung nach unvermeidlich. Die demokratorischen Populisten werden auch weiterhin Dutzendweise Milliarden ausgeben, um Sozialsysteme zu erhalten, die schon lange bankrott sind, und immer neue Millionen von Arbeitslosen in den Genuß von kompfortablen Alimenten zu bringen. Sie werden immer neue Behörden erfinden, um ihre Parteisoldaten in Amt und Würden zu bringen, und immer neue Belastungen für die Wirtschaft ersinnen à conto soziale Gerechtigkeit. Sie werden dafür Milliarden ausgeben, die sie nicht haben, und vom Kapitalmarkt nehmen, der es ihnen derzeit willig anbietet, womit die für die private Wirtschaft zur Verfügung stehende Geldmenge weiter abnimmt, was zu weiteren Zusammenbrüchen von Großunternehmen führen wird. Die FED und die Bank of England haben schon begonnen, Staatspapiere zu kaufen - mit frisch "gedrucktem" Geld; für den Fachmann ist das nichts anderes, als die Münzverschlechterung der Kipper- und Wipperzeit zu Beginn des 30-jährigen Krieges. Irgendwann werden es auch die Anleger merken, daß ihr Geld nicht mehr sicher ist, und in Sachwerte flüchten - schon heute ist kaum noch physisches Gold auf dem Markt zu haben - und dann geht die Inflationsspirale erst richtig los.

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06. Juli 2009 19:29

Ich wünschte...

Alfons Crocusé (ALCR)

wir hätten wieder einen Goldstandard und selbiges nicht ausgelagert in FortKnox!

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06. Juli 2009 18:09

Das ist doch alles Kaffeesatz lesen

Michael Menzel (Galenos)

und der Artikel überhaupt nicht hilfreich. Da kann man sich ja irgend eine Entwicklung heraussuchen, von ganz schlimm bis erfreulich und glimpflich.
Die Aussagen der Auguren und dieses Artikels sind so verläßlich wie die Vorhersagen im September 2008 - es sind eben die selben Leute, die sich jetzt wieder im Wahrsagen üben.
Schlimmsten falls reden die Klug...... eine Entwicklung herbei, die bestimmten Lobbyisten nützlich sind auf Kosten aller.

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06. Juli 2009 18:05

Alles Kredit - oder was?

Herbert Wolkenspalter (wisper)

Wir sollten ein System haben, wo frisch umlaufendes Geld nicht aus Krediten stammt, wir nicht auf Kredit investieren, nicht auf Kredit leben und nicht auf Kredit dafür sorgen, dass das System nicht zusammenbricht, weil die ständig zu kumulierende Kredit- und Zinslast nolens volens dazu führt.

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06. Juli 2009 17:16

Interesse an Inflation

Chris Heidrich (Rockwilder1979)

Staaten haben sicher Interesse an einer Inflation .... so wird es einfacher, die Schulden zu bezahlen

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