Wollte den größten Rummelplatz Deutschlands bauen: Norbert Witte

Im Kino: „Achterbahn“

Das Mögliche ist immer zu wenig

Von Loopings und Kapriolen: Peter Dörfler dokumentiert das Leben der Schaustellerfamilie Witte unter dem in diesem Fall tatsächlich sinnigen Titel „Achterbahn“. Der Film ist Versuch, das Schicksal zumindest im Rückblick zu bannen. Von Bert Rebhandl

Lesermeinungen zum Beitrag

02. Juli 2009 18:07

Jedem Gangster und Schwerbrecher seinen Platz auf der Leinwand?

Christoph Anschütz (Anschuetz)

Muss das sein? Tote, Schwerverletzte, Drogenschmuggel, Parteibuchbetrügerein und zig Millionen Schulden hat er hinterlassen. War da wirklich mal eine "großarte Existenz", sind persönliche "Trümmer" wirklich die richtigen Umschreibungen? Oder ist das nicht die ganz normale Karriere vom Kleinganoven zum Schwerkriminellen, der auf Kosten anderer Größeres will? Das Abräumen der Fahrwerke, Insolvenzbetrug, als "Unverfrorenheit", wie die FAZ schreibt, abzutun würde sicher ganz anders beleuchtet werden, wenn die Druckermaschinen der FAZ auf diese Art abgebaut und verduften würden. Der verklärende und mächtig beschönigende Blick auf eine reichlich brutale Vergangenheit hat sein tradiertes Plätzchen gefunden. Mehr als nur peinlich.

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