Ostermarsch gegen den Übungsplatz

Luft-Boden-Schießplatz

Bundeswehr verzichtet auf „Bombodrom“

Die Kyritz-Ruppiner Heide soll nun doch nicht zum größten Luft-Boden-Schießplatz in Deutschland ausgebaut werden. Verteidigungsminister Jung teilte mit, dass die Bundeswehr auf weitere Rechtsmittel verzichtet. Damit geht ein 17 Jahre währender Streit zu Ende.

Lesermeinungen zum Beitrag

11. Juli 2009 00:00

Finanzielle Belastung

Christian Samstag (chrison)

Wenn ich hier die finanziellen Sorgen lese frage ich mich, was denn mit den Kosten ist, die der BW duch die Unterhaltung des Stützpunktes entstehen. Die müssen ja immens sein, wenn das Hunderte von Arbeitsplätzen für die Region bringen soll. Wenn man diese gegen die Reisekosten der Piloten rechnet, ist die Sache gar nicht mehr soooo teuer?
Die BW ist für Deutschland wichtig, vor allem als Arbeitgeber. Gerade im Osten kann ich die Forderungen der LINKEN wie "BW raus aus Afghanistan" etc. nicht verstehen. Ohne Aufgabe brauchen wir keine BW, ohne BW gehen Unmengen von Arbeitsplätzen verloren. Dann könnten wir den Ücker-Randow-Kreis gleich abschreiben, denn da gibt es nichts ausser BW und alten Menschen.
ABER: Das Vorhaben Bombodrom ist weder für die BW noch für die Region sinnvoll.

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10. Juli 2009 23:47

Frau Henning...

Christian Samstag (chrison)

Ich Vergleiche doch nicht die Seenplatte mit dem Comer See etc. Ich vergleiche nur Touristenregionen miteinander in den Ländern die in den Kommentaren vorher genannt wurden. Ausserdem ist es doch völlig egal, ob am Tegernsee mehr oder weniger Touristen sind als an der Müritz. So viel weniger werden es nicht sein, denn die meisten innerdeutschen Urlaube finden in MV statt. Für die Region(Müritznationalpark und Mecklenburger Seenplatte) ist der Tourismus die einzige Einnahmequelle da profitiert niemand von der BW.
Wo kommen denn die Tornados her, die im Bombodrom Tiefflugübungen machen? Die starten in Neubrandenburg und Rostock, aber bestimmt fliegen sie über die Urlaubsregionen im 10km Höhe und gehen erst 2km vor dem Bombodrom in den Tiefflug. Dann ist das ja alles gut.
Diese Übungen gab es früher. Genau! Was ist heute? Waren die damals auch täglich? 1700Mal im Jahr?
"Sie haben es wegen der Landesverteidigungfähigkeit der BW gelassen!" Na klar!
Sie haben es wohl eher wegen eines droheneden Atomkriegs gelassen.
Übrigens bin ich nicht gegen die BW, war selbst Soldat und Geld in den Osten bringt mir hier im Großraum Hamburg nichts. Schade was? Übrigens: Den nächsten Rechtschreibfehler können Sie behalten.

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10. Juli 2009 16:21

@ C. Sonnabend "merkwürdige Kommentare"

Irene Henning (Ganzweitvorn)

Wenn man die Bundeswehr als identisch mit den Sowjetstreitkräften sieht, könnte man die Kommentare für merkwürdig halten. Wenn man allerdings ein kleinwenig Ahnung von der Bundeswehr hat, könnte man Ihren Kommentar für merkwürdig halten. Warum sollen Tornados "... im Tiefflug über den Müritznationalpark und die Mecklenburgische Seenplatte donner... " n? Wo haben Sie denn das her? So lange die Bundeswehr dort ist, haben Sie mind. 2 Wirtschaftsfaktoren - bei einem Übungsplatz übrigens mit einem recht hohen Anteil an zivilen Stellen für die örtliche Bevölkerung. Und Ihr "Marketing-Glaube" sprengt meine kühnsten Phantasien: Vergleiche mit Tegernsee und Lago di Como. Alle Achtung! Übrigens gab es früher viele frei in der Bundesrepublik verlaufende Übungen. Da donnerten auch Flugzeuge im Tiefflugkorridor über die Gegend des Tegernsee. In Italien dagegen war es beliebt vom Kampfjet aus Urlaubern an Adria/Riviera zuzusehen. Das alles, weil die "guten" Sowjets seinerzeit in der Kyritz-Rupp. Heide den schnellen Vormarsch übten. Sie haben es u.a. dank der Landesverteidigungsfähigkeit der Bundeswehr gelassen, die heute diesbzgl. kaum ernst zu nehmen ist. Laut USA bleiben alle Staaten "lieb". Weg mit Bundeswehr - Geld in die ehem. DDR!!!

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10. Juli 2009 09:50

@merkwürdige Kommentare

Christian Samstag (chrison)

Wie bedauerlich, dass die armen Piloten nun doch nicht im Tiefflug über den Müritznationalpark und die Mecklenburgische Seenplatte donner dürfen.
Es gibt in den NATO-Ländern genügend Platz für solche Übungen, im kanadischen Niemandsland oder der texanischen Wüste zum Beispiel. Warum soll man das im dichtbesiedelten Deutschland machen und einer ganzen Region den einzigen Wirtschaftsfaktor zerstören? Über den Hamptons, Malibu, den Niagarafällen oder dem Comer See gibts es auch keine Tiefflugübungen. Ich möchte den Aufschrei erleben, wenn am Tegernsee ein Bombenabwurfplatz enstehen soll.
Den Lärm eines tieffliegenden Tornados mit Motorradlärm oder gar Kindergeschrei zu vergleichen ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten.
Aber egal, im Osten ist ja eh nix los.

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10. Juli 2009 08:48

Kostspielig

Irene Henning (Ganzweitvorn)

An den Übungserfordernissen der Bundeswehr ändert sich garnichts. Jetzt geht die kostspielige Ausbildung im Ausland weiter. Eigentlich hat die Bundeswehr jetzt Anspruch auf einen großen Batzen des Solidaritätszuschlag. Woher die Leute dort die Hoffnung nehmen, daß jetzt der Tourismus stärker blüht, ist mir schleierhaft. Die deutsche Bevölkerung nimmt ab. Warum Chinesen, Inder, Australier, Amerikaner, Afrikaner gerade in die Kyritz-Ruppiner-Heide strömen werden bedarf schon eines starken "Marketing-Glaubens". Allerdings wäre jetzt zu überprüfen, ob die Gegend schon ihre Quote an Asylanten erfüllt hat. Kriegstraumata können ja in dieser bundeswehrfreien Zone nicht aufbrechen. Sollten die Touristen ausbleiben, kann man sich wieder an die Gerichte wenden oder besser für eine deutschlandfreie neue DDR demonstrieren. Das bräuchte keine 17 Jahre, denn langsam sind die Westdeutschen es leid nur die Packesel für den nur nehmenden Osten zu sein.

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10. Juli 2009 02:20

Der deutsche Steuerzahler und zukünftige Generationen müssen blechen!

Sönke Peters (soenkepeters)

Der deutsche Steuerzahler ist mal wieder der Dumme: Nun müssen halt deutsche Bundeswehrpiloten weiterhin grundsätzlich z.B. tausende Kilometer nach Kanada transportiert, Ihr Fluggerät, die Maschinen, die Abwurfmunition etc. ebenfalls komplett nach Winnipeg verbracht werden, um alles das wirkungsvoll zu üben, was für den Erhalt der bundesrepublikanischen Freiheit und Bürgerrechte unabdingbar ist; wobei dies doch auch alles für Bruchteile der Kosten vor Ort möglich ist! Glückwunsch an die Sandalen bewährten Kämpfer für die freie Heide, die mit hirnrissigen und kurzfristigen Scheinargumenten hier auf Kosten künftiger Generationen eine riesen finanzielle Last auftürmen. Dass man in der Bundesrepublik besser Einsparungen vornehmen wollte, statt Schuldenberge für spätere Generationen zu hinterlassen, ist hierbei mal wieder ad absurdum geführt bzw. in Vollendung widerlegt!

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10. Juli 2009 02:06

Finanzielle Mittel

Bernd Hofmann (turbooeko)

Natürlich werden die Nationen, in denen ab jetzt trainiert wird nur eine "geringe" Gebühr kassieren - aber der Steuerzahler hat es ja! - Und dann wundert man sich über Steuererhöhungen????? Ich gebe zu, mich mit den Bedenken (und Ängsten) der Anwohner nicht auseinandergesetzt habe, ich fände es aber Gerecht, wenn nur diejenigen den finanziellen Mehraufwand stemmten, die auch von der neugewonnenen Ruhe profitieren!

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09. Juli 2009 21:28

Danke Deutschland!

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

Soldaten in den Krieg schicken, das können wir.
In den Tod, das auch.
Dann gibt´s feierliche Trauerfeiern mit warmen, höchst patriotischen Worten.
Jetzt sogar noch `nen tollen Orden oben drauf!
Aber für eine ausreichend gute Ausrüstung und Ausbildung unserer Soldaten sorgen?
Damit soll man uns als deutsche Bevölkerung doch lieber nicht belästigen!
Arm! Armselig!
Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient, hat einmal jemand gesagt. Ein Volk hat vielleicht auch das Militär, das es verdient.
Aber: Haben unsere Soldaten wirklich diese Parlamentarier und Juristen verdient?

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09. Juli 2009 16:39

Ein lachendes u n d leider auch ein weinendes Auge ...

Ulrich Stauf (DH7XU)

Schön, dass es die Menschen in der Kyritz-Ruppiner Heide mit rechtstaatlichen Mitteln endlich geschafft haben, nicht mehr von Tieffliegern usw. belästigt zu werden. Schlecht - und zwar ganz schlecht - , dass es ganze 17 Jahre gedauert hat, bis von Seiten der politisch Verantwortlichen endlich der Bürgerwille beachtet wurde. Ist das das Wesen der "Demokratie", so mit seinen Bürgern umzuspringen?
Es ist leider alles andere, nur kein Einzelfall! Wundern wir uns also nicht über zunehmende Politikverdrossenheit, Fernbleiben von Wahlen und Anstieg politisch motivierte Straftaten!

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09. Juli 2009 15:59

Wir danken

Harry Hain (zx10)

unseren NATO-Freunden in Italien, Kanada und USA u. a. Wahrscheinlich ist es dort nicht zu laut - für die Deutschen. :-) So haben die Piloten wenigstens eine Chance zum Training. Die deutsche Bevölkerung liebt es eben leise und beschaulich - mit Benzinrasenmäher, Bohrhammer u. a. Freizeitvergnügen an den Wochenenden. Ach ja, wenn nur nicht diese lauten Motorradfahrer wären. Aber diese Krachmacher bekommen die guten Deutschen auch noch verboten. ;-) Ich denke in ein paar Generationen ist das Problem gelöst. Dann ist endgültig Ruhe um und für die Deutschen. Es gibt keine mehr. Sie sterben aus. Denn Kinder sind auch furchtbar laut. Man denke nur an bereits bestehende Lärmschutzwände um Kindergärten herum. ;-)

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09. Juli 2009 15:48

Wow!

Jonas Brauner (JonasBrauner)

"...Auch was mit dem 140 Quadratmeter großen ehemaligen sowjetischen Truppenübungsplatz..."
Welch imense Dimensionen...
Hauptsache die Ausgabe der BW steigen noch mehr!
Im Osten ist doch eh nichts los...

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09. Juli 2009 15:12

endlich...

Christian Samstag (chrison)

Nun bleibt der 'FREIE HIMMEL' und die 'FREIE HEIDE' wirklich frei. Schön zu sehen, dass sich Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen der Bürger auszahlen. Statt im Sande zu verlaufen, hat der Protest über die Jahre an Dynamik zugenommen. Ein glücklicher Tag für die ganze Region!

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09. Juli 2009 14:32

es ist geschafft

Si Lent (si_lent)

..und die 'Freie Heide' ist endlich frei!
Glückwunsch und dank all den unzähligen Menschen, die den jahrelangen, friedlichen Protest gegen die militärische Nutzung durch die Bundeswehr unterstützt haben =)

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