
...Zitat: "Wem das zu riskant ist, sollte sich in ein unberührtes Entwicklungsland zurückziehen."
Wo wohnen Sie denn? In Sichtweite eines KKWs?
Außerdem ist Ihr Spruch völliger Nonsens. Seit Tschernobyl weiß jeder Pilzsammler, dass ein Störfall die gesamte Welt betrifft.

Wann darf Gabriel endlich nach Hause? Ab wann darf er seinen Ofen mit Holzstückchen füttern? Ich schenke ihm gerne eine Schachtel Zündhölzer, die ja leider nicht mehr dem Staatsmonopol unterliegen. Damals waren die Zündhölzer noch wirklich sicher. Seit der Abschaffung des staatlichen Zündholzmonopols müssen sich die Minister um eine neue Behörde bemühen. das hat uns wirklich noch gefehlt: Eine Bundesaufsicht für Atomkraftwerke. Da kann die SPD ihr Modell der zweigeteilten Bankenaufsicht zum Vorbild nehmen und gleich zwei getrennte Behörden schaffen, auf denen Gabriel dann seine bis dahin hoffentlich abgewählten GenossInnen unterbringen kann.

a) Gibt es Atommüllendlager ? Nein, denn die dafür zuständigen Behörden konnten sich aus parteipolitischen Gründen auf keine einigen. --- b) Kosten der Endlagerung ? Ist per Gesetz Angelegenheit der öffentlichen Hand --- c) Für den Abriss stillgelegter KKW hat der Betreiber Rückstellungen von 5 Mrd. pro KKW bereitgestellt, bzgl. Entsorgung siehe a) und b) --- d) Satte Gewinne: Seltsame Frage. Natürlich streicht der Produzent und Erzeuger von Strom Erlöse wie bei jedem anderem Wirtschaftsgut selber ein. --- e) Kontaminierung beim Uranbergbau: In D gibt es keinen Uranabbau, die Regelungen in Ländern, in denen er betrieben wird, müßte man für jedes Land einzeln auflisten. ---- f) Leukämie-Rate bei Kindern: Das ist eine uralte, an den Haaren herbeigezogene Behauptung von Ärtzen, die von KKW-Gegnern bezahlt werden. In den 80ern würde dies vom KKW Brunsbüttel nachgesagt und nur wenig später wiederlegt (es handelte sich um einen vererbten Gendefekt eines weitverzweigten Familienclans). --- g) Antwort auf die letzte Frage: Das Risiko, in einer Industriegesellschaft durch Altlasten jeglicher Art zu Schaden zu kommen, kann niemals ausgeschlossen werden. Wem das zu riskant ist, sollte sich in ein unberührtes Entwicklungsland zurückziehen.

Hier ein Paar Gegenfragen.
Wie laut lacht man in China über den Deutschen Atomausstieg?
Wo kommt der Strom aus Ihrer Steckdose her?
Was ist Kernenergie?
Wie alt ist die Technologie, die heute in AKWs benutzt wird?
Wenn es stimmt, dass man in der Nähe eines AKWs erhöhtes Krebsrisiko hat (was nicht bewiesen ist, aber doch irgendwie naheliegend), würden Sie als verantwortungsvoller Vater dann mit ihren Kindern da hinziehen?
Wie wollen Sie den steigenden Energiebedarf der unkontrolliert wachsenden Menschheit decken, wenn demnächst auch Öl und Gas knapp werden? Wenn man mal ganz realo-mässig davon ausgeht, dass (i) die Menschheit Energie benötigt, die (ii) nicht auf Bäumen wächst, und dass (iii) das Universum leider kein Lilalauneland ist in dem sich Fuchs und Reh Gute nacht sagen und Milch in Bächen fliesst, wie genau stellen Sie sich dann die Energieversorgung der Zukunft vor, in der übrigens (iv) wahrscheinlich ca. 10 Milliarden Menschen (ca 2050) leben werden, Tendenz steigend, und manch einer gerne auch sein Auto (!!) mit Strom füttern möchte?
AKWs und Kernergie bringen Probleme mit sich, aber Probleme sind dazu da gelöst zu werden. Das wir Deutsche, Land der Dichter und Denker, aus dieser Technologie aussteigen ist absurd!

Wer übernimmt die Verantwortung für die erhöhte Leukämie-Rate bei Kindern in näherer Umgebung von Atomkraftwerken?
Die, die diese Legende perpetuieren.
Wer garantiert, dass künftige Generationen nicht mit unserem Atommüll in Kontakt kommen?
Einige 1000 m Gestein. Wohingegen sicher ist, dass künftige Generationen noch sehr mit anderen Folgen unseres Lebensstils zu kämpfen haben werden. Beispielhaft sei die Endlagerung von CO2 in der Atmosphäre genannt.

Herr Fürll, sehr erfreulich, dass Sie Fragen stellen - im Gegensatz zu vielen, die aus falschen Gewissen heraus kritisieren.
Gibt es ein Atommüllendlager?
Ja. In Deutschland Schacht Konrad für die 90% der Abfälle, die vernachlässigbare Wärmeentwicklung haben. Das für die übrigen 10% ist politisch blockiert.
Wer kommt für die Kosten der Atommüllendlagerung auf?
Die Erzeuger.
Wer übernimmt die Kosten für das Abwracken der Atomkraftwerke und die damit verbundene Entsorgung der kontaminierten Teile?
Dito: die Kraftwerksbetreiber.
Wer streicht die satten Gewinne des vermeintlich umweltfreundlich produzierten Atomstroms ein?
Die Aktionäre. Der Markt sorgt allerdings dafür, dass die Renditen nicht höher sind als bei anderen Anlagen vergleichbaren Risikos.
Wer übernimmt die Verantwortung für die Kontaminierung der Umwelt in der Umgebung der Uran-Abbauanlagen?
Kann man ähnlich für jede Art der Rohstoffgewinnung fragen - nur dass es bei Uran um vergleichbar geringe Mengen geht.
Wer übernimmt die Verantwortung für die erhöhte Leukämie-Rate bei Kindern in näherer Umgebung von Atomkraftwerken?
Fortsetzung folgt.

Gibt es ein Atommüllendlager?
Wer kommt für die Kosten der Atommüllendlagerung auf?
Wer übernimmt die Kosten für das Abwracken der Atomkraftwerke und die damit verbundene Entsorgung der kontaminierten Teile?
Wer streicht die satten Gewinne des vermeintlich umweltfreundlich produzierten Atomstroms ein?
Wer übernimmt die Verantwortung für die Kontaminierung der Umwelt in der Umgebung der Uran-Abbauanlagen?
Wer übernimmt die Verantwortung für die erhöhte Leukämie-Rate bei Kindern in näherer Umgebung von Atomkraftwerken?
Wer garantiert, dass künftige Generationen nicht mit unserem Atommüll in Kontakt kommen?

reißt ja auch nicht gleich alle Kabel aus der Wand, wenn es einen Kurzschluss gibt. Nichts anderes ist es hier. Letztlich ist es nur ein Wahlkampfgetöse übelster, sprich unsachlicher Art von dem Minister. Asse und Morsleben sind zudem Vorgänge die in eine Zeit hineinspielen wo dieser Lehrer, sorry, Fraktionvorsitzender und Ministerpräsident von Niedersachsen war. Aus dieser Zeit sind mir keine kritischen Worte hierzu dieses Herrn bekannt. ich unterdrückte an dieser Stelle das Wort Lehrer. Ich habe zu Lehrern in der Politik eigentlich eine gute Beziehung gehabt, ich meine hier im speziellen `Django aus Fulda´, vielen besser bekannt unter dem Namen Alfred Dregger.

Ein Kurzschluß in einem Transformator! Das ist natürlich ein Störfall von der grusseligen Sorte! Hat aber auch überhaupt nichts damit zu tun, ob der Strom aus Atom, Kohle oder aus einem Wurmloch gewonnen wird. Das ist nichts anderes als billiger Aktionismus! Politische bedingte Panikmache! Das ist der eigentliche Störfall! Wenn Gabriel ein paar Liter Kühlwasser über den Kopf bis in die Stiefel gefossen wäre, dann hätte man diesen Aufschrei verstanden, aber dass! Fazit, ein Schuß ins Knie, ein leicht zu durchschauendes Schauspiel, wie damals, als er mit Knut durch das Gehege gelatscht ist. Das ist der ganze Garbiel!
There is no business like show business!

Schön, sich hier mit ein paar Leuten einig zu wissen ... man könnte sich glatt fragen, was den Herrn Bundesumweltminister bloß reitet, sich mal wieder fachlich zu qualifizieren ... aber wenn man in die Foren anderer Zeitungen schaut, sieht man, dass seine Stimmungsmache bestens funktioniert und durch keinen sachlichen Hinweis zu bremsen ist.

In Ihrem Bericht heißt es: "Gabriel will nach dem Störfall die Elektronik in allen deutschen Atommeilern untersuchen lassen." - Was will er denn da untersuchen lassen? Immerhin hat die Elektronik einwandfrei funktioniert und dafür gesorgt, daß das Kraftwerk nach dem Ausfall einer nachgeschalteten Maschine - des Transformators nämlich - abschaltete. Soviel zur "Fachkompetenz" des verantwortlichen Ministers.
Dabei drängt sich die Frage auf, was eigentlich hinter diesem dummen, vorlauten Geschwätz steckt, das jetzt aus Berlin und Kiel zu hören ist? - Entweder sind die Verantwortlichen in den Ministerien so hoffnungslos verblödet, daß sie tatsächlich nicht wissen, was sie da für einen Quatsch ablassen, oder aber sie wollen auf diese dummdreiste Tour vollkommen grundlos einer (scheinbar?) bildungsunfähigen Öffentlichkeit Angst vor einer klaglos funktionierenden Technologie einjagen.
Eines von beiden muß es auf alle Fälle sein. Ich weiß nun nicht, was schlimmer ist.

Man fragt sich, was Herrn Gabriel so aufregt, wenn ein Kraftwerk bei einem Kurzschluß im Transformator abschaltet, denn genau dies würde jeder normale Mensch erwarten. Eine neue Atomverwaltungsbürokratie könnte solche Kurzschlüsse nicht verhindern, sondern höchstens qualifizierte Ingenieure vor Ort.
Stromabschaltungen sollten in Deutschland öfter vorkommen, damit es auch Herrn Gabriel dämmert, wie wichtig Kraftwerke aller Art sind.
h.wenzl

Derzeit wird die Atomaufsicht von den Laendern wargenommen. Der Bund ist den Laendern gegenueber weisungsbefugt. Dies fuehrt dann zu allerlei politischen Spielen. Das Interessanteste ist das ein Herr Gabriel als Landesminister fuer Asse zustaendig war und dieses jetzt als Bundesminister medienwirksam skandalisiert. Eine einheitliche Atomaufsicht waere eigentlich erstrebenswert. Es haette auch den Vorteil das dann nicht verschiedene Laender jeweils qualifiziertes Personal vorhalten muessen.
In der Realitaet ist der Leiter der Atomaufsicht in Deutschland, gem. Wikipedia Landschaftsbauingenieur???. Neben dieser sicherlich hilfreichen Qualifikation bringt er einen unerschuetterlichen Oekofundalismus als Qualifikation ein. Dieser hat natuerlich seine Weggefaehrten, mit aehnlichen Qualifikationen im Ministerium untergebracht. Weisungen werden z.B. vom Verwaltungsgericht als zu unbestimmt zurueckgewiesen. Die derzeitige Struktur ermoeglicht es in der Realitaet ein wenig Kompetenz in ein paar Bundeslaendern zu erhalten.
Vandale

Der in Asse eingelagerte Atommuell entstammt zum groessten Teil staatlichen Einrichtungen wie dem Kernforschungszentrum in Karlsruhe und Juelich. Waehrend seiner Zeit als Landesminister hat Gabriel nichts dagegen getan das dieses alte Bergwerk verfaellt und dann wie andere Giftmuelldeponien auch irgendwann ein Endlager werden. Uebrigens die in Asse eingelagerte Menge an Radioaktivitaet ist in etwa so gross wie die einst mit dem Kali Salz entnommene Radioaktivitaet.
Wieso Herr Gabriel jetzt die Betreiber von kommerziellen Kernkraftwerken finanziell in Anspruch nehmen moechte ist allenfalls durch den Wahlkampf in einer oekologisierten Bevoelkerung zu erklaeren.
Vandale

Liebe FAZ, Ihr seid doch sonst so sprachbewusst - warum macht auch Ihr diesen Sprachmissbrauch mit ? Es gibt eine ganz klare, international vereinbarte Definition von Störfall, und diese lächerliche Panne im nichtnuklearen Bereich der Anlage ist weit davon entfernt.

... dass es die Themen Kernkraft und Klimawandel gibt. Sonst hätten unsere ebenso unfähigen wie fantasielosen Politiker nichts, um sich zu profilieren.

Nachdem ihm sogar eigene Parteigenossen vorgeworfen hatten, nach jedem Stöckchen zu schnappen, das im Fluß an ihm vorbeitreibt, war es still um ihn geworden, da er wohl selber eingesehen hatte, daß seine Argumentationskette gegen Kernkraft, die von den Ministerialbürokraten aus der rot-grünen Regierung geliefert wurde, besorgniserregende und unübersehbare Wissenslücken aufwiesen. Zu Recht muß er befürchten, daß er keine Chance hat, seinen Posten in einer Regierung mit SPD-Beteiligung zu behalten, wenn er es nicht schafft, ins Rampenlicht der Öffentlichkeit mit markigen Forderungen aufzufallen. Ich habe da eine Idee, wie er für noch mehr Aufmerksamkeit sorgen könnte: Er läuft, wie Bätzing nach Brüssel, beschwatzt den dafür zuständigen Kommissar bzw. Kommissionsausschuss, seiner Kampagne zur Sicherung seines Postens mit Worten oder Taten Schützenhilfe zu leisten.