Die Häme kommt, weil für jeden normal denkenden Menschen die Sachlage immer klar war, und wenn man dann trotzdem eine solche juristische Scharade vollführt und alle Register zieht, stößt das manchem böse auf. Denn Integrität und Ehrlichkeit sind nunmal etwas anderes.
Was hat Claudia Pechstein Frau Simeoni getan, dass sie mit so viel Schadenfreude das Urteil des CAS gegen sie feiert? Sie beklatscht, dass "der Glanz um den einstigen Sportstar erloschen" sei. Zum ersten Zitat: warum so viel Häme? Hört man da Neid? Hätte Frau Simeoni früher selbst mal ein wenig mehr trainieren sollen?
"Ihr Arbeitsplatz bei der Bundespolizei steht in Frage, zudem sitzt sie auf Verfahrenskosten von angeblich 250.000 Euro" – das wird wohl so sein, aber dieses stille "Recht so!" zwischen den Zeilen? Wer dopt, soll um seine Existenz fürchten müssen und sie im Zweifelsfall auch verlieren, d'accord. Aber ISU und CAS maßen sich an, die Existenz einer Sportlerin zu vernichten, von der sie lediglich vermuten, dass sie gedopt hat, weil sie ein Blutbild vorgefunden haben, dass sie nicht erklären können.
Und ein letztes: "ihr Renommee als Repräsentantin deutscher Spitzenleistung dahin" sei. Wenn Sie sich da mal nicht zu früh freuen. M.E. wird umgekehrt ein Schuh draus: die Reputation der Sportgerichtsbarkeit hat gelitten. Wir werden sehen, wer Recht behält.
gilt für Pechstein nicht. Das wurde heute klarsgestellt. Es gab einenn neuen Dopingtest, dieser ergab, dass ihr Blutbild eine Struktur aufweist, die den Einsatz von Dopingmitteln wahrscheinlich macht. Mehr nicht, keine Beweise, lediglich Vermutungen waren ausreichend um dieser Sportlerin die Karriere zu zerstören. Ungeachtet der Tatsache, dass sie in in 100ten vorherigen Dopingtests negativ war und das sie eine Anomalie des Blutbildes gutachterlich nachgewiesen hat, welche jedoch nicht mehr zum Verfahren zugelassen wurden. Im Übrigen, wenn sie schuldig wäre hätte sie wohl kaum einen solchen Aufwand betrieben, sondern sich die gewaltigen Anwalts und Prozeßkosten gespart und die Strafe einfach abgesessen, sowie 99% aller Dopingverdächtigten.
Den harschen Ton in diesem Artikel, sowie ernsthaft den Ausschluss aus der Polizei zu verlangen finde ich angesichts der Fakten sehr unangemessen.
Mein Beileid für Frau Pechstein.
Klar ist der Sport nicht mehr das, was er einmal war und immer wieder vorgibt noch zu sein.
Aber heute ist ein großer Tag für den Sport. Endlich ist der Weg frei für Sperren aufgrund von Dopingnachweis - ohne den positiven Dopingtest- .
Denn diesen positiven Dopingtest zu erhalten ist die berühmte Stecknadel im Heuhaufen zu finden. Anhand der Werte des Blutprofils kann man aber die dopenden Sportler finden und es ihnen beweisen.
Nun muss nur noch der staatliche Arbeitgeber von Frau Pechstein so konsequent sein und die Dame aus dem Beamtenverhältnis entlassen.
Frau Simeoni dieses Urteil ist kein düsteres Ende für Pechstein, sondern vorallem eines für den Sport und die Dopingbekämpfung. Jetzt wird es sämtlichen Verbänden möglich unliebsame Sportler aufgrund von Indizien zu Sperren. Es wird diesen Verbänden sogar gestattet Protokolle verschwinden zu lassen. Ob Frau Pechstein gedopt hat oder nicht, werden wir nun wohl kaum erfahren. Nur wissen wir jetzt, daß die Unschuldsvermutung nicht mehr gilt.