Hier trinkt der Polizist nicht, sondern inspiziert eine illegale Schnapsbrennerei in Nordchina.

Gelage im Dienst

Chinesische Beamte trinken sich zu Tode

Jährlich vertrinken chinesische Parteikader auf Staatsbanketten Milliardenbeträge. Es gibt zwar keinen Zwang zum hemmungslosen Suff, doch Abstinenz ist gesellschaftlich geächtet. Binnen weniger Monate haben sich drei Provinzpolitiker zu Tode getrunken. Von Till Fähnders

Lesermeinungen zum Beitrag

09. November 2009 21:04

Gan bei

Meike Nederveld (MeikeN)

干杯in Hanzi.
Bei diesem Ausdruck könnte man natürlich vermuten, es handle sich um einen trockenen Becher, was aber wenig Sinn machen würde, da der Becher ja voll ist. Betrachten wir aber das erste Wort genauer, finden wir heraus, dass es auch als Verb funktioniert. Trocknen-Becher also. (In modernem Chinesisch wäre ein trockener Becher schon eher ein 干的杯)
Die Chinesische Syntax diktiert uns Subjekt-Prädikat-Objekt (wie wir das auch bei uns kennen), nur dass das Subjekt oft implizit ist, und so je nach Situation ein anderes sein kann. "Wo gan bei" wäre "Ich trockne meinen Becher", "Ni gan bei" wäre "Du trocknest deinen becher" (genauso wie im Deutschen auch als Befehl oder aufforderung zu verstehen).
In diesem speziellen Fall ist es wohl eher ein "Zanmen gan bei": "Lasst uns die Becher trocknen".
Der trockene Becher ist also vielmehr ein "Leert die Gläser!"

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09. November 2009 20:19

Wie gut, daß die Arbeiter in den Chip-Fabriken es nicht genauso machen.

Hans Meier (HansMeier555)

... aber für die russische Wirtschaft sehe ich schwarz, hat sie doch ihr letztes Alleinstellungsmerkmal verloren.

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09. November 2009 19:20

Politiker, die sich ins Koma (und weiter) saufen...

Klaus-Peter Menzing (theblueyonder)

...das wäre ja mit einer gehörigen Portion Zynismus mal ideal für Deutschland. Diese Spesenritter würden sich quasi selbst dezimieren und das bekäme unserer Staatskasse ganz gut. Aber nichts für ungut, der Wirtschaftsmanager aus Deutschland, der auch in einer Korporation sitzt, scheint nach dem Bericht mit seiner Trinkfestigkeit prädestiniert zu sein, in China zu verhandeln... Andererseits: Gekochte Hühnerfüße, Schlangenlende und Nachtigallenmilzen und was die im Reich der Mitte noch so verdrücken - da schreit ein westlicher Magen förmlich nach einem Schnaps, wenn schon Roulette mit dem eigenen Nahrungsmittelverständnis gespielt wird und das Essen nicht wieder Luft braucht... Wer Humor an diesem Posting findet, darf ihn behalten. Getreu dem Motto: In China ist eine Flasche Reisschnaps umgefallen...

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