Alptraum aller Eltern mit Verstand und Verantwortungsgefühl: Dicke Kinder stopfen gedankenlos Kartoffelchips in sich hinein.

Glosse

Dick und doof

Als wir Kinder waren, verbrachten wir den Sommer immer in Spanien, unserem Mutterland, und der Höhepunkt jeden Tages war die tägliche Tüte Kartoffelchips im Schwimmbad. Heute ist alles anders. Von Jakob Strobel y Serra

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Juli 2009 08:52

@Herrn Meyer

Christian Samstag (chrison)

Sie haben Recht, in Leserbriefen, Blogs und am Stammtisch kann man sowas natürlich sagen, aber die FAZ und ähnliche Medien werden nicht solche wahren Worte finden. Klartext ist selten geworden, von Politikern kann man es auch nicht erwarten. Tut es doch mal einer (JU-Chef Mißfelder) ist das Geschrei groß.
Dass der Begriff "Unterschicht" nicht nach Herkunft etc. unterscheidet stimmt, ich musste es gerade heute morgen im Linienbus erfahren.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. Juli 2009 08:00

@Simon..

Marco Vogt (VogtNuernberg)

Ich schrieb ja schon, was ich denke und dass man es Eltern von dünnen Kindern nicht leicht macht, aber Ihnen muss ich widersprechen....
"Es gibt nahezu keinen Fruchtsaft, der nicht mit Zucker durchsetzt ist."
Und das ist auch gut so, denn hätte er keinen Fruchtzucker mehr, weil man ihn entzogen hätte, wäre es kein Saft mehr.
Schon mal 100% APfelsaft ohne Zucker getrunken? SO was künstliches will ich nicht.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. Juli 2009 22:35

der dickenhass

J. Visp (Fass4)

feiert wieder fröhlich urständ. ich kann die angehörigen der "unterschicht" nur dazu beglückwünschen, daß sie ihre bäuche im freibad herzeigen, da ich mich meines bauches derart schäme, daß ich so einen ort gar nicht erst aufsuchen würde. was die entwicklung dieses kameraden angeht, so zeigen fotos, daß ich - ursprünglich nicht dick zur welt gekommen - von meiner, in ihren stebungen frustrierten (wollte unter den nazis lehrerin
werden, danach balletttänzerin, heiratete dann einen ungeliebten mann als versorgungsehe ) abhängigen und depressiven, aus einem handwerkerhaushalt stammenden mutter, schon im alter von einem jahr ziemlich vollgestopft wurde. sport machte mir wegen der damit verbundenen narzistischen kränkungen auch keinen spaß. später im erwachsenenalter war ich am schlanksten, als es sich mal ergab, daß ich einige monate, im rahmen eines praktikums stundenlang im Op haken halten mußte (was mich körperlich anstrengte, aber nicht überforderte ) und danach viele treppen rennen mußte und dabei literweise wasser
(aufs haus) trank. leider ergab sich aufgrund kultureller und menschlicher dissonanzen
keine weitere tätigkeit in diesem bereich, so daß ich mit 40, wieder fast 25kg schwerer, auf das erlösende ende warte.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. Juli 2009 21:28

je mehr desto besser...

maik mann (oppo)

alles, sofort und immer - das Streben nach diesem (paradiesischem) Zustand gestalltet sich auf gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Seite immer komplexer; die subjektive Wahrnehmung eigenen Tuns wird durch die allgegenwaertige Informationsflut -und der damit verbundenen Vergleichbarkeit- permanent unterbewertet. Was liegt da naeher, als sich wenigstens mit leicht Erreichbarem zu belohnen. Das Wunderbare (Paradisische) wird im Artikel ja ausfuehrlich geschildert. Er resultiert aber nicht aus dem Genuss sondern aus dem Erreichen eines ersehnten Ziels.
Ein weiterer Aspekt in Bezug auf die Ernaehrungsgewonheiten ist fuer mich, dass der Einfluss der Muetter in diesem Thema unterschaetzt wird. Ja-ja ich weiss Gleichberechtigung und moderne Maenner und Aufgabenteilung und so weiter - ich bin Vater zweier Kinder. Waehre meine Frau und ich (nach Feierabend) nicht taeglich im Bestreben unseren Kindern durch aktive Freizeitgestalltung und massvolle Ernaehrung VORZULEBEN, was sie zu belastbaren, froehlichen und ansehnlichen Zeitgenossen machen koennte, die Kinder haetten schlechte Karten.
Ausserdem: Dumm frisst nicht VIEL, Dumm frisst nur ungesund.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. Juli 2009 20:52

Das eigentliche Problem ...

Frank Geiser (geiser123)

... ist nicht das kein gesundes Essen zur Verfuegung steht, sonder das dieses erst mal zubereitet werden muss. In der heutigen Zeit ist es nun mal leider so das immer mehr Muetter Vollzeit arbeiten um mit ihren Familien ueber die Runden zu kommen. Viel Zeit alte Rezepte aufzuarbeiten bleibt da nicht mehr. Auch muss man mal sehen das der Einfluss der Medien auf die Zielgruppe Kind sich seit der 80er Freibadzeit verzehnfacht hat. Man kann ja nicht mehr eine Minute fernsehen ohne nicht von Werbebloecken erschlagen zu werden. Unsere gesamte Gesellschaft wird konstant von immer bunteren, lauteren und agressiveren Werbeaktionen behaemmert, irgendwann brechen halt die Daemme und der Apfel bleibt zugunsten der Milka liegen. Wir zahlen dann spaeter drauf wenn die Haelfte der Bevoelkerung an Diabetes leidet, was dann wieder der Pharmaindustrie zugute kommt. Es ist schon traurig.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. Juli 2009 19:19

@Sonnabend

Rene Meyer (matrix1329)

Wieso aus Gründen von PC? Der Herr Anschütz hat doch seine richtige Meinung geschrieben - der Begriff "Unterschicht", wenn auch ein bißchen dem Jargon des dritten Reichs entlehnt (ein Substitut für "asozial"), unterscheidet schließlich nicht zwischen Herkunft oder sonstwas.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. Juli 2009 17:45

Neben-Fazit

Harry Hain (zx10)

Die Lebensmittel, vor allem Abteilung "Genüsse", sind viel zu billig.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. Juli 2009 17:13

Langsam zweifle ich, was schlimmer ist,

Andreas Blenke (HerrBlinker)

die grassierende Fettleibigkeit oder der Dammbruch des Rassismus in den Kommentaren. Interessant, wie trefflich und präzise ein jeder immer wieder über die Unzulänglichkeiten der anderen Auskunft zu geben vermag. Schön, daß wenigstens Sie alle gute Menschen sind.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. Juli 2009 15:38

@Herrn Anschütz

Christian Samstag (chrison)

Noch besser als der wirklich gute Artikel ist Ihr Kommentar. Vielen Dank!
Leider kann aus Gründen der Political Correctness die Wahrheit in dieser Form nicht geschrieben werden. Jedenfalls nicht von Medien wie FAZ und Co. Für ein Satiremagazin fehlt ihren Ausführungen (zum Glück oder leider?!) die Überhöhung also schlichtweg die Satire, denn: GENAUSO IST ES!!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. Juli 2009 14:52

Meine Güte

Craig Cmehil (ccmehil)

So ist es. Wenn man Chips als Grundnahrungsmittel ansieht, dann sieht einen bald keiner mehr an.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. Juli 2009 13:42

Nicht nur die Kinder sind Schuld!

Thomas Simon (Champloo)

Der Artikel lässt einen glauben, dass es die Kinder sind, die für ihre Fettleibigkeit schuld sind. Natürlich sind es ihre eigenen Wurstfinger, die die Chips in den Mund schieben.
Aber es sind die Eltern, die bei der Erziehung Fehler machen. Wenn die (jetzt) Alten früher so gesund gelebt haben, warum sorgen sie nicht dafür, dass ihre eigenen Kinder ebenso aufwachsen?
Ich (knackige 20 J.) wurde da anders erzogen. Meine Eltern gaben mir gesundes Essen und motivierten mich dazu, Sport zu treiben.
SO müssten es die Eltern, die jetzt ihre Kinder mästen und ihnen einen Gameboy schenken, anstatt sie zum Fussball zu schicken, machen.
Stattdessen gibt es in den meisten Familien abends aufgewärmte Tiefkühlkost um 21 Uhr, sodass der Körper das Essen nicht wirklich verarbeiten kann.
Nicht zuletzt sind auch die Medien schuld. Durch die Werbung werden die Kinder verblendet - Zuckerwasser hier, Fastfood dort, und hinterher Zucker, vermischt mit Geschmackstoffen und in bunten Tüten verpackt.
Hinzu kommt die Nahrungsmittelindustrie, die sich einen Dreck darum schert, ob das, was sie verkaufen, gut ist für die Konsumenten.
Es gibt nahezu keinen Fruchtsaft, der nicht mit Zucker durchsetzt ist. Tiefkühlfressalien sind sowieso Mist.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. Juli 2009 12:09

Danke!

Markus Müller (Luke23)

Endlich sagt es mal jemand! Ich will später auch keine doofen, fetten Kinder. Meine werden auch vernünftig erzogen und lernen schon im Kindesalter, was gesunde Ernährung ist. Nicht zu fassen, was uns die Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit vieler Unterschichten-Eltern heute schon kostet. Wobei es nicht nur sie sind, die solche Eigenschaften an den Tag legen, aber vorrangig. Wir zahlen wir uns dumm und dusselig für ihre mangelhaften Ess/Lebensgewohnheiten mit garantiert früher oder später auftretender Diabetes, Haltungsschäden, Zahnproblemen, Plattfüßen, Bluthochdruck, Herzproblemen, Gicht, usw, usw. Dazu noch die Überalterung der Gesellschaft. Das hält kein Gesundheitssystem lange aus! Bringt unseren Kindern endlich in allen Schulen bei, wie sie sich zu ernähren haben! Zu Hause lernen sie es nicht mehr. Sie können nichts dafür, dass sie denken, jeden Abend eine Tüte Chips plus Cola und Snickers sei normal, wenn die Alten es vormachen. Vom Rauchen und täglichen Bierkonsum wollen wir hier mal gar nicht reden.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. Juli 2009 12:02

Anschütz...

Marco Vogt (VogtNuernberg)

Noch schlimmer ist es, wenn Sie ein kleines Kind haben, ein Mädchen wir wir, das ganz normal ernährt wird, ohne die zuckerhaltigen, geschmacksverstärkten Bebevita Säfte oder Breis, sondern mit selbstgemachten Gemüse- und Obstbreis, mit wenig Fleisch.
Da liegt sie dann auf der P40-BMI-Percentill-Kurve, ist schlank, aber durchaus normal ernährt und Bekannte und Verwandte haben ständig "Mitleid" und stecken Schokolade, Bonbons und dergleichen zu, das arme Mädchen muss doch wachsen.
Wenn ich da an meine Kindheit denke, dann muss ich wohl schwerst unterernährt gewesen sein, denn die P40-Kurve habe ich nicht geschafft, nur die P30-Kurve.
Es wird Eltern mit dünnen Kindern nicht gerade leicht gemacht.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. Juli 2009 23:34

Schön, daß das mal jemand sagt.

Stefan Pohl (friedrich_leipzig)

Unsere »Führungsriege« denkt ja lieber darüber nach, untergewichtige Models vom Laufsteg zu verbannen, um »Zeichen zu setzen« gegen Untergewicht, während Europa tatsächlich drastisch verfettet. Wenn es schon um die Signalwirkung falscher Vorbilder geht, wäre sicher mehr gewonnen, übergewichtige Politiker(innen) nicht mehr vor die Kamera zu lassen als die paar schmalen Models. Mehr Bätzing und weniger Roth, mehr Stoiber und weniger Gabriel, mehr Merz und weniger Merkel im Blick — das wäre doch mal ein Gewinn für Deutschland. Leider ist die europäische Politik über Cäsars Adipositaphilie nicht herausgekommen: »Laßt wohlbeleibte Männer um mich sein, mit glatten Köpfen und die nachts gut schlafen. Der Cassius dort hat einen hohlen Blick. Er denkt zu viel. Die Leute sind gefährlich!«

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. Juli 2009 22:15

schnaufend, kurzatmig, pleite

Christoph Anschütz (Anschuetz)

das ist erstaunlich, während eine dezente Leibesfülle mal ein Zeichen für Wohlstand war, schaut her, hier gibt es Gutes zu essen, ist es heute ein Zeichen für dick und doof, meist gepaart mit überstrapazierten Haarspitzen, durchlöcherten Körperteilen aller Art und eingebrannten Eigentumsnachweisen über dem Becken. Dazu Handy, Schlappen, kurze Hosen, kurze Ärmel sowieso, gerne auch mal Leggings, pink selbstverständlich. Bauch frei tragen aber nicht bauchfrei sein. Und alle krank, die Gene sind schuld, die Veranlagung, die Umwelt. Mollig und Rubens wird umdefiniert zum doppelten des Normalgewichts. Und gutes Essen ist ja so teuer, da muss man sich mit Zigaretten trösten und Bier. Und Fahrräder erst, noch teurer, noch viel teurer als die Alus tiefer+breiter mit dem Subwoofer samt 6-fach Wechsler. Ne, für Laufschuhe ist kein Geld da, der neue Flat muss abgezahlt werden. Kann nicht mehr laufen, muss zum Arzt, Krankengymnastik auf Schein, Kur auch. Wo ist der nächste Laden mit Futter? Warum ist das so, warum haben alle "Verständnis" statt Klartext zu reden, was soll denn bloß aus den kaum zehnjährigen Tönnchen werden, die sich das bei den dicken doofen Alten abschauen?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
08. Juli 2009 21:17

Dick und doof

Benedikt Neikes (Bene8)

Geiler bericht. Musste echt lachen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 15 von 16 Lesermeinungen
1 | 2 VorZum Ende blättern
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche