
@Crocusé:
Radioaktives Material als Muniton zu verschießen, würde ich mit Sicherheit nicht als rationale Sicherheitsmaßnahme betrachten.
Dennoch Sei hier daruf hingewiesen, dass es sich hierbei nicht um Pu sondern um besonders hartes und schweres Uran für Panzerbrechende Munition handelte. Zudem enthält z.B. das deutsche Trinkwasser von Natur aus in vielen Bundesländern mehr als 10g/m³ Uran. Die obersten 33cm Boden enthalten 1.5t/km² Uran. Ich will die Amerikaner hier nicht verteidigen, dennoch halte ich es für wahrscheinlicher, dass andere Krebserregende Chemikalien aus den Kampfstoffen und abgebrannten Raffinerien Auslöser sein könnten.
@Rabe:
Es gibt 75 verschiedene Schwermetalle, mit teils völlig verschiedenen chemischen Eigenschaften. Das einzige was diese Stoffgruppe gemein hat, steht direkt im Namen. Ihre Argumente sind voller verdrehter Halbwahrheiten, und gehen nie auf Gegenargumente ein! Nach der Zündung einer mit Plutonium bestückten dirty bomb muss man die gleichen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, wie nach der Zündung einer mit Arsen oder Blausäure bestückten Bombe. Eine mit radioaktivem Caesium oder Strontium, oder Jod bestückte Waffe wäre gefährlicher als eine Pu-Bombe. Was haben diese aber mit Kernenergie zu tun?

Eine 'schmutzige' Bombe ist miliärisch völlig nutzlos, ich glaube kaum, daß irgendjemand sich in irgendeiner regulären Armee der Welt ernsthaft damit beschäftigt hat. Denn was nutzt es, wenn der Gegner 20 Jahre später an Krebs erkrankt ? Damit kann man keinen Krieg gewinnen, ja nochnichtmal besonderen Angst und Schrecken verbreiten, in einem Krieg gibt es viel unmittelbarere Möglichkeiten zu sterben...Für Terroristen ist eine schmutzige Bombe auf Plutoniumbasis allerdings sehr attraktiv und da stellt sich auch gleich die Frage inwieweit deutsche Lagerstätten eigentlich gegen den Zugriff von motivierten Terrorkomandos geschützt sind. Wenn sie nämlich eine schmutzige Bombe z.B. über dem Graumraum Berlin zünden, dann müsste man das Gebiet für Jahrzehnte räumen. Plutonium würde ins Grundwasser gelangen und von dort aus in den Nahrungskreislauf, wie es auch bei anderen Schwermetallen längst passiert und auch nachweisbar ist. Selbst wenn es da einige unbelehrbare wie Sie geben sollte, denen die erhöhte Krebsgefahr egal ist, der Großteil der Bevölkerung würde (vernünftigerweise) sofort die Flucht ergreifen wollen mit dramatischen wirtschaftlichen Konsquenzen. Solche eine Terrordrohung wäre ale sehr effektiv !

zeigen ganz deutlich dass die US-Armee "das aufgegeben" hat. Denn jetzt ist der strahlende AKW-Abfall verschossen und liegt in Staub und Partikelform im IRAK. Steckt in Boden und Getreide Müll und strahlt schön vor sich hin... Wir können daher also die ansteigenden Krebsraten dort in Statistiken (soweit sie denn veröffentlicht werden und nicht von einem findigen Minister unterdrückt werden) mitverfolgen...
Moritz Petersen (Mo1234) schrieb:
Die US-Armee hat in den 60ern versucht eine "Infrastruktur schonende" Waffe herzustellen die auf Pu-Feinstaub basieren sollte. Das Projekt wurde aufgegeben, weil vorgefertigter Feinstaub verklumpt, und Versuche, durch konventionelle Explosionen in einer "dirty Bomb", Feinstaub herzustellen gescheitert sind. Diesem Feinstaub ist man also nur nach der Explosion einer Atombombe (hier wird das Pu verdampft), oder bei der unmittelbaren ungeschützten Arbeit an einer Fräse ausgesetzt.
"Faktor 20 !!"
diesen Faktor habe ich in der Rechnung unten berücksichtigt (ein Fehler: ich meinte nicht Strahlungsleistung sondern Strahlungsintensität). Allerdings geht man bei der Berechnung zur Vergleichbarkeit der Schädigungswirkung von eine

Keiner sagt, dass Atomkraft absolut sicher ist. Denn soetwas wie absolute Sicherheit gibt es nicht.
Es ist einfach Heuchelei bei der Kernenergie auf absolute Sicherheit zu pochen, während man bei anderen Energiequellen und Industrien, sich aus gutem Grund mit rationalem Risikomanagement zufrieden gibt. Außer in der Kernenergie werden nirgendwo "Größter Anzunehmende Unfall" Szenarien berücksichtigt, sodass das Kürzel "GAU" schon zum Synonym eines Atomunfalls geworden ist. Man denke nur an einen GAU bei der Wasserkraft, es könnten Millionen Menschen sterben, und Billionenschäden entstehen! Welcher Staudamm hat noch einen zweiten Sicherheitsstaudamm? Man denke an einen GAU in der Chemischen Industrie, der Photovoltaikindustrie, der Trinkwasserversorgung, bei der Impfstoffproduktion, oder bei der Erforschung von Krankheitserregern.
Wieso ist die Endlagerung von Atommüll ein "ungelöstes" Problem, aber die Endlagerung von Giftmüll eine Routineangelegenheit? Wieso ist etwas, das tausende Jahre strahlt, gefährlicher als etwas, das für IMMER giftig bleiben wird?
Man mus eine rationale Risikobewertung durchführen, und rationale Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Irrationale "was wäre wenn" Spielereien führen zu nichts!

"Systematischer Fehler"
Daher habe ich auch "... wider Erwarten ..." geschrieben. Mir ist es absolut schleierhaft, wie nicht wasserlösliches und nicht Feinstaub bildendes Plutoniumoxid aus mehreren Hundert Meter Tiefe in die Nahrung oder gar die Luft gelangen soll. Die nächst Frage ist dann, wie es von der Nahrung in den Körper glangen soll.
Es gibt nun die Möglichkeit Plutoniumoxid-Feinstaub einzuatmen. Hier stellt sich aber die Frage, wie ein solcher Feinstaub gebildet werden kann. Die US-Armee hat in den 60ern versucht eine "Infrastruktur schonende" Waffe herzustellen die auf Pu-Feinstaub basieren sollte. Das Projekt wurde aufgegeben, weil vorgefertigter Feinstaub verklumpt, und Versuche, durch konventionelle Explosionen in einer "dirty Bomb", Feinstaub herzustellen gescheitert sind. Diesem Feinstaub ist man also nur nach der Explosion einer Atombombe (hier wird das Pu verdampft), oder bei der unmittelbaren ungeschützten Arbeit an einer Fräse ausgesetzt.
"Faktor 20 !!"
diesen Faktor habe ich in der Rechnung unten berücksichtigt (ein Fehler: ich meinte nicht Strahlungsleistung sondern Strahlungsintensität). Allerdings geht man bei der Berechnung zur Vergleichbarkeit der Schädigungswirkung von einer Vollkörperdosis aus.

Zitat Bundesamt für Strahlenschutz: "Alphastrahlung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Reichweite der Teilchen sehr gering (wenige mm bis cm in Luft), die biologische Wirkung deutlich über der anderer Strahlenarten liegt, z. B. etwa um den Faktor 20 über der von Röntgenstrahlung " . Faktor 20 !!

Zitat Bundesamt für Strahlenschutz (von deren Webseite) "Am gefährlichsten wirkt Plutonium bei Inhalation, d. h. dem Einatmen. In Abhängigkeit von der Löslichkeit der eingeatmeten Plutoniumverbindung verbleibt das Plutonium unterschiedlich lang in der Lunge. Die Verweilzeit in der Lunge ist von vielen physikalischen, chemischen und biologischen Faktoren abhängig und kann zwischen etwa 100 und 10.000 Tagen betragen. Nach Absorption in der Lunge verteilt sich Plutonium im Körper und wird im Wesentlichen in den Knochen, der Leber und den Lymphknoten im Atemtrakt angereichert...Nach Resorption von Plutonium über den Magen-Darm-Trakt wird Plutonium im Körper verteilt und dort vorrangig in Knochen und in der Leber konzentriert. Im Blut aufgenommenes Plutonium wird zu etwa 50% im Knochen, zu 30% in der Leber und etwa 20% in anderen Geweben eingelagert. Die Verweilzeit von inkorporiertem Plutonium im Knochen beträgt etwa 50 bis 100 Jahre und in der Leber 20 bis 40 Jahre"

welches klein genug ist, um die Darmwand zu durchdringen, dann wird dies ein Gewebevolumen von maximal 0,003 mm³ ve mit einer Masse von 0.0000000000000003 kg verstrahlen.
Genau das, erklärt dann auch schnell das Problem der neuzeitlichen "Darmkrebshäufungen"...
Danke wir wollen kein Plutonium essen!
Lieber sparen wir Strom... damit wir vom AKW wegkommen!

sie diskutieren hier über Physik und die Kreisläufe in einem Reaktorkern der absolut einwandfrei läuft. Wenn Atomkraft so sicher und ungefährlich wäre (ebenso deren Abfall) gäbe es diese Diskussion gar nicht.
Wie ich in einem anderen Kommentar schon gesagt habe, wir wissen zu wenig. Sicherlich haben wir kluge Wissenschaftler und Experten, die auf Grundlage IHRES Wissenstandes Aussagen treffen können. Ich glaube niemand kann wirklich behaupten, das von der Kernspaltung keine Gefahr ausgeht. Tschnerobyl hat die UDSSR vernichtet (wirtschaftlich) und wenn man nicht jetzt bald anfängt den 2. Mantel zu bauen der weitere 50 jahre hält bevor das Material soweit abgekühlt ist das man es bergen und abtransportieren kann wird die Strahlung wieder nach Außen dringen. Das unter normalen bedingen Nichts passiert ist klar. Aber kennen sie alle möglichen Störfälle? Es reicht ein kleiner Komet von der Größe einer Faust (sofern er nicht verglüht) um jede uns bekannte Wand zu durchschlagen (ohne Vorwarnung). Mutter Natur hat noch viele Geheimnisse und wir wissen noch nicht alles um sagen zu können die Kernspaltung ist sicher und ungefährlich. Ich arbeite ind er IT und was glauben sie was da so alles passiert was man vorher nie erahnt hat.

Staubkoerner metallischen Plutoniums oxidieren in der Atmosphaere unverzueglich und Pu Oxide werden vom Koerper nicht aufgenommen, sondern nach ein paar Stunden mit anderen Speiseresten aeaeaehhm. Demzufolge sind die Modelle die einen Einbau des Pu im Koerper unterstellen oekologisch.
Plutonium wird in einer Vielzahl von Isotopenzusammensetzungen hergestellt.
Das sehr reine Bombenplutonium, hergestellt in dafuer ausgelegten Reaktoren, das ohne groessere Vorkehrungen verarbeitet werden kann.
Reaktorplutonium aus hochabgebrannten Brennstaeben das wesentlich radioaktiver ist und nur unter Vorkehrungen verarbeitet werden kann und
Pu 238, mit der hoechsten Radiotoxitaet, das in besonderen Reaktoren aus Np237 erbruetet wird und zum Beispiel fuer Isotopenbatterien von Herzschrittmachern eingesetzt wurde, wird?
Vandale

In der Luft kommt die Alphastrahlung 10 cm weit, im Gewebe gerade einmal 40 μm. Wenn man nun wieder Erwarten ein Plutoniumstaubkorn essen sollte, welches klein genug ist, um die Darmwand zu durchdringen, dann wird dies ein Gewebevolumen von maximal 0,003 mm³ ve mit einer Masse von 0.0000000000000003 kg verstrahlen. Wenn man allerdeings einen anderen Gammastrahler mit der gleichen Strahlungsleistung verschluckt, wird der Ganze Körper verstrahlt. Nach der (eher pessimistischen) linearen Hypothese bedeutet dies, dass Ein 75kg schwerer Mensch von einem Alphastrahler nur 8/100000000000000000 des Schadens durch einen Gammastrahler erhält.

Plutonium wird in nahezu allen umweltfreundlichen Kernkraftwerken erbruetet und zumeist auch wiederum gespalten. In Leichtwasserreaktoren wird Pu in Form von MOX Brennelementen kommerziell genutzt. 1g Pu239 hat die Energie von 0.955MWd, oder 3to Kohle. In einem Schnellen Brueter Der Schnelle Brueter zeichnet sich durch eine sehr hohe Energiedichte und moegliche hohe Abbraende aus. Er laesst sich, da drucklos, in beliebig grossen Einheiten bauen. In grossen Einheiten wird die Komplexitaet des 3-fach Kreislaufs und Metallkuehlung durch die Groessendegression ueberkompensiert. Strom laesst sich in grossen Einheiten warscheinlich zu konkurrenzlos guenstigen Preisen herstellen.
Mehr oder minder kommerziell genutzte Brueter gibt es derzeit nur in Russland BN600 und BN800 (im Bau). In Indien wird gerade ein kleiner kommerzieller Brueter Prototyp gebaut. 4 Weitere Bueter diesen Typs sind geplant. Die jungen Industrienationen sind dabei die Entwicklung neuer Reaktoren wiederaufzunehmen und werden der Entwicklung umweltfreundlicher KKW kuenftig neue Impulse verleihen.
Artikel zum Thema - Trummler anklicken - Homepage
Vandale

Hallo Herr Rabe,
ich hatte Ihnen sicherlich schon 5- mal zum Thema Alphastrahlen und Plutonium geantwortet. Ich hatte ihnen vorgeschlagen Ihre bahnbrechenden Erkenntnisse in einer Fachzeitschrift zu veroeffentlichen um zum Nobelpreis nominiert zu werden. Anbieten wuere sich hierzu die Zeitschrift: Der Strahlenschuetzer.
Sie werden doch sicherlich nicht einfach irgendwelche oekologischen Greenpeace oder BUND Erkenntnisse repetieren??
Vandale

Es geht in der Diskussion natürlich nur um die Menge Plutonium welche entsorgt werden muss, also potentiell wieder als Schwermetall ihren Weg in den Nahrungskreislauf finden könnte und beim Menschen dann tödlichen Krebs auslöst. Was schom im Reaktor umgewandelt wird interessiert nicht, genauso wenig wie all die anderen Transurane deren Halbwertzeit so klein ist, daß sie kein Langzeitproblem darstellen.

Herr Petersen, grade WEIL Plutonium ein Alphastrahler ist, ist es so gefährlich. Alphastrahler wirken nur auf sehr kurze Entfernung (max 10 cm), aber dort leider besonders intensiv. Winzigste Mengen von Plutonium, z.B. über die Nahrungskette aufgenommen beschießen ihre Körperzellen mit Helium4 Atomkernen und lösen so wesentlich effektiver Krebs aus als es mit elektromagnetischer Strahlung (z.B. Röntgenstrahlung) der Fall wäre. Für Alphastrahlung wird (Stahlenwichtungsfaktor) der 20fache Schädigungswert verglichen mit Gamma- oder Betastrahlung angenommen.

Jeder, JEDER, JEDER Reaktor spaltet Plutonium. Ungefähr 60% des erbrüteten Pu wird in Leichtwasserreaktoren gleich vor Ort gespaltet. Um genau zu sein wird schon heute ungefär 40% der Spaltenergie auf der Basis von gespaltetem Plutonium erzeugt. Informieren sie sich mal endlich, die entsprechende Physik kann man überall nachlesen.

Brutreaktoren funktionieren. Tatsächlich waren die ersten funktionierenden Kernkraftwerke mit Brutreaktoren bestückt.
"tödlichsten und gefährlichsten Stoffe der Welt, Plutonium"
Der schlechte Ruf von Plutonium rührt hauptsächlich daher, dass es der billigste Rohstoff für Atombomben ist. Verglichen mit den meisten anderen radioaktiven und krebserregenden Stoffen ist Plutonium keinesfalls einer der tödlichsten Stoffe der Welt. Solange es keiner Neutronenstrahlung ausgesetzt ist, ist Pu ein Alphastrahler. Alphastrahlen können die (tote) Oberhaut nicht durchdringen. Einer der Schnelltest der Inspektoren der IAEA um Festzustellen, ob es sich um Pu handelt , besteht darin, den Brocken in die Hand zu nehmen und zu fühlen ob er warm ist. Plutoniumoxid (Es wird nur als Oxid gelagert) ist nicht wasserlöslich und neigt auf Grund seiner hohen Oberflächenspannung, bei Zerbrechen nicht zur Bildung von Staub.
Warum ist der ebenfalls krebserregende Giftmüll, welcher nach der Produktion von Photovoltaikzellen in Endlager gesteckt wird, Politisch kein Thema? Er ist gröstenteils wasserlöslich, erbgutschädigend, fällt in 1000fach größeren Mengen an (pro produzierte Energiemenge), und wird NIE verschwinden, auch nicht nach einer Million Jahren.

Ja und wem haben wir den Stop/Abriss des schnellen Brüters zu verdanken? Genau den gleichen Pseudogebildeten, die seitdem schreien wir haben "soviel" Atommüll...
Das ist die gleiche Klientel die seit Beginn der Menscheit Unfug treibt. Das selbst definierte Bildungsbürgertum, zwar klüger/gebildeter als der gemiedene Prolet für den man aus reinem Gutmenschentum beschlossen hat das Denken und Handeln zu übernehmen, aber für wirkliche Geistesleistungen hat es eben noch nie gereicht.
Aber zuggebenermassen war es die goldrichtige Strategie aus Sicht der Ideologen. Erst in den siebziger Jahren (Ur)Ängste schüren, Experten niederbrüllen und beleidigen, so die Lufthoheit sprich Meinungshoheit gewinnen. Dann über sogenannte Akademiker sprich Lehrer (ich meine nicht Gymnasiallehrer!)die Volksverblödung vorantreiben(Bei den meisten Lehrern hat es nämlich nur für die pädagogische Hochschule gereicht(war ziemlich das gleiche wie heute ein Bachelor,sie sind eben nicht Akademiker im klassischen Sinne) So eine "Volksbewegung schaffen, und dann erst die "Weiterentwicklung" Der Technik sabotieren/stoppen(clever!) um so die Müllthematik und das KKW Alter plaziern zu können. Hut ab!Hätte Lehrmeister Lenin nicht besser machen können.

Plutonium kann nur theoretisch in Brutreaktoren wiederverwendet werden. Selbst in Frankreich, das gänzlich unverdächtig für irgendwelche Anti-Atom Ideologie ist, gibt es keinen einzigen kommerziellen Brutreaktor. Wer vom Brutreaktor träumt könnte auch gleich die grenzenlose Energieversorgung mittels Kernfussion ausrufen, noch so ein schöner Traum.... Die schlichte Tatsache im Jahr 2009 ist, daß einer der tödlichsten und gefährlichsten Stoffe der Welt, Plutonium, einfach irgendwo unter die Erde geschafft wird und man hofft, daß es dort für die nächsten 20-30 tausend Jahre sicher lagert. Das schon winzigste (und mit herkömmlichen Geräten gar nicht messbare!) Mengen ausreichen einen Mensch dem Tod durch Krebs auszuliefern wird dann einfach ignoriert. Ein Gift dessen tötliche Wirkung nicht sofort, sondern erst viele Jahre nach der Vergiftung auftritt scheint Menschen wenig Angst zu machen. Dafür wurde der Mensch vermutlich genetisch nicht geschaffen, weil er als Urmensch viel unmittelbarere Gefahren zu überstehen hatte und er vor Dingen die man nicht hören, sehen oder schmecken kann und die nicht sofort negative Wirkung zeigen leider keine Emotionen entwickelt.

"bei wieviel tausende jahre liegt die halbwertszeit, wo radioaktives material zerfällt?"
Das ist sehr unterschiedlich. Die gute Nachricht ist: Was stark strahlt ist schnell weg, und was lange da bleibt strahlt nicht stark. Die besonders gefährlichen Bestandteile von Hochradioaktivem Atommüll (u.a. radioaktives Jod 131) sind innerhalb von wenigen Wochen weg. Weitere Stoffe wie Caesium 137 oder Strontium 85 sind in spätestens 800 Jahren verschwunden. Der Teil des deutschen Atommülls, der für die "tausende Jahre Gefahr" steht, ist Plutonium 239 mit 24000 Jahren und Plutonium 240 mit 6500 Jahren Halbwertszeit. Diese sind aber eigendlich kein Müll, sondern könnten nach Wiederaufbereitung als Brennstoff verwendet werden. Zudem ist Plutoniumoxid nicht wasserlöslich. Die Bestandteile mit noch längeren Halbwertszeiten strahlen nicht stärker als das ursprüngliche Uranerz.
Die Studie mit der 5fach erhöhten Leukaemie Häufigkeit, auf die Sie sich beziehen, liefert andere Ergebnisse, als dutzende andere Studien zum gleichen Thema und hat mangels einer Kontrollgruppe keine Aussagekraft. Die Werte die als Basis der "normalen" Leukaemie Häufigkeit herangezogen wurden, stammen aus einer andern Studie mit anderer Methodik.

"unmöglich, dass der reaktor mal explodiert?"
Ich weis nicht was Sie genau meinen, aber eine Nuclearexplosion ist prinzipiell unmöglich. Falls Sie eine solche "Explosion", wie bei Tschernobyl meinen: Hier ist der Kessel aufgrund eine zu hohen Dampfdrucks geplatzt, Anschließend hat sich Wasserstoff aus dem Inneren des Reaktors mit der Luft in der Maschinenhalle vermischt, entzündet und verpufft, wordurch das Dach eingestürzt ist.
Bei allen westlichen Kernkraftwerken ist die Hülle des Reaktorkerns darauf ausgelegt, dem Dampfdruck standzuhalten, selbst wenn sämmtliches Wasser im Kern verdampft und um weitere 200° überhitzt wird. Sollte der Druck dennoch weiter steigen gibt es Überdruckventile die ein Platzen verhindern sollen. Außerhalb des Kerns sind mehrere Räume und die wichtigsten Maschinen, und außerhalb dieser Räume befindet sich noch die dicke Betonkuppel, die dafür ausgelegt wurde alle für Industrieunfälle typischen Explosionen zu wiederstehen. Bunkerbrechende Waffen können zwar durchdringen, aber zufällige Explosionen von irgenwelchen Brennbaren Materialien oder Gasen sollte es standhalten.
Soviel zur Explosion

Die Tatsache, daß KKWs große monolithische Saurier sind macht die Stromversorgung unsicher. Denn der Fall Krümmel zeigt, daß diese jederzeit und ohne vorherige Ankündigung plötzlich vom Netz gehen können. Soviel Last auf einen Schlag aber können dann andere Kraftwerke nicht ausgleichen. Windkraftanlagen und Solarkraftwerke stehen örtlich verteilt und geben pro Anlage wesentlich weniger Energie ab. Da der Wind und die Sonne aber nicht plötzlich überall im Land innerhalb von Millisekunden ausfallen (wie es bei Krümmel passiert ist) sind Windkraft und Sonnenanlagen wesentlich besser für eine sichere Energieversorgung geeignet. Man stelle sich vor Deutschland setzt voll auf Atomstrom und es gibt einen Störfall welcher eine Abschaltung und aufwendige Überprüfung sämtlicher Kraftwerke notwendig macht, so wie bei Krümmel jetzt geschehen. Das wäre dann wirklich der GAU für die Energieversorgung, für den Fall sollte man sich schonmal Kerzen kaufen...

...sollten sich einmal darüber Gedanken machen, wo denn der sogenannte "Ökostrom", den sie so stolz beziehen, eigentlich technisch/physikalisch herkommt. Wer sich in der Elektrotechnik ein klein wenig auskennt, der weiß, daß elektrischer Strom grundsätzlich auf der Strecke mit dem geringsten elektrischen Widerstand fließt bzw. die kürzeste Entfernung zwischen "Quelle" und "Verbraucher" nimmt. Das ist ein physikalisches Gesetz und kann nicht durch Subventionen, Anwälte o.ä. geändert werden. Wenn man dann auch noch auf die Landkarte des Wohnortes schaut und vergleicht, wo sich die meist stillstehenden Windmühlen befinden und das nächste AKW oder Kohlekw steht, dann verfliegt der Stolz/die Euphorie in der Regel sehr schnell. Das war zumindest in meinem Bekanntenkreis so...

In einem Stromnetz muss zu jedem Augenblick die Strommenge eingespeist werden die entnommen wird. Hierzu gibt es Grundlastkraftwerke wie die umweltfreundlichen Kernkraftwerke die das ganze Jahr ueber konstant einspeisen. Es gibt Mittellastkraftwerke die den Schwankungen des taeglichen Bedarfs folgen (Kohle) und Spitzenlastkraftwerke, z.B. Gasturbinen, die Spitzen abdecken. Um den Ausfall eines grossen Kraftwerks zu kompensieren muessen Reservekapazitaeten befeuert vorgehalten werden. Man kann sich leicht vorstellen das die Einspeisung von Wind u. Sonnenstrom die den Zufaellen des Wetters folgt ein derartiges System fast regelmaessig herausfordert. Wenn man sich vorstellt das das "Kruemmelmonster" abgeschaltet wird und noch mehr umweltschaedliche Windmuehlen und Solarzellen die Stromversorgung uebernehmen dann wird eine stabile Stromversorgung nicht mehr moeglich sein. Deshalb findet man in vielen Medien die positiv dargestellte Vision vom "Intelligenten Netz". In diesem wird der Verbrauch der aktuellen Erzeugung angepasst. Im intelligenten Netz machen Sie neue Bekanntschaften wenn der Aufzug gerade mangels Strom steht. Die Hausfrau nutzt das aufgetaute Bio Fleisch nach dem Stromausfall zu einem Oekoschmaus.
Vandale

da möchte man schon wissen "was läuft" um mögliche Verkettungen von unglücklichen Umständen frühzeitig verhindern zu können...
Ein Trafobrand oder Kurzschluß in der Nähe des AKW's ist ein nicht zu unterschätzendes Ereignis im nahen Umfeld eines sehr sensiblen Bereiches. Dazu kommt, dass Trafobrände einen schönen Rückschluß auf die zu Aufschaltzeitpunkt nicht beherrschbare Situation widerspiegeln und solche Spielereien haben im Umfeld eines AKW's nichts zu suchen!
Strom & Spannung kann man nicht für sich alleine betrachten, auch das Thema Phasen-Synchronisierung spielt bei Wechselstrom eine Rolle. Es stimmten schlichtwegs die Bediinungen nicht. Eben V-Murks(t)
Ihr gekürzter Beitrag:
Anhand der leider nur rudimentär vorhandenen technischen Erläuterungen (und entsprechender Einordnung der sicherheitstechnischen Konsequenzen) dieses Vorfalls frage ich mich jedoch, ob dieser Vorfall überhaupt die nukleare Sicherheit auch nur am Rande tangiert hat, oder ob es sich nicht vielmehr um ein reines "Spannungsproblem" gehandelt hat, wie es auch durch andere Anlagen und menschliches Versagen entstehen kann, aber herzlich wenig mit Atomenergie zu tun (ausser dass der betroffene Transformator zufällig zu einem Atomkraftwerk gehört).

schon alleine hinsichtlich des absoluten "Humorfaktors"
zu merken... kann bei Bedarf - mit Kindern - durchaus für großes Gelächter sorgen!

ich denke, dass der stromausfall das geringere übel ist. unmöglich, dass der reaktor mal explodiert? na das darf nicht passieren und ist höchst unwarscheinlich erzählt man uns. bei wieviel tausende jahre liegt die halbwertszeit, wo radioaktives material zerfällt? schon jetzt rosten und lecken die fässer mit radioaktiven abfällen. was ist, wenn die bergwerke einstürzen zu drohen? im umkreis von 50 km um kernkraftwerken in deutschland ist die leukemierate 5 mal höher bei kindern. die atomstromlobby sagt aber, dass ein zusammenhang nicht feststellbar ist. für wie blöd halten die uns? ich habe auf ökostrom umgestellt und unterstütze somit kein zweites tschernobyl.

Was bitte schön ist "Stromspannung"? Kann es sein das der Autor sich nicht sicher war was er meinte, oder wollte er es nur ein wenig dramatischer gestalten? Wenn aber, wie er schrieb, die Spannung einbrach, dann brach auch einfach nur die Spannung ein! Und wenn man es dann noch ganz deutlich haben will, biete sich der Terminus Elektrische Spannung an. Im Übrigen, gerade weil es mir wieder durch die Berichterstattung zu den damaligen Stromausfällen in Erinnerung kam, EVUs übertragen in ihren Leitungen weder Spannung noch Strom, sondern einzig Energie, um genau zu sein elektrische Energie. Spannung und Strom sind in diesem Zusammenhang lediglich Eigenschaften der zu übertragenen Energie. Sie kaufen ja schließlich auch nicht flüssig oder weiß im Supermarkt, sondern Milch!

Es gab schon früher Notabschaltungen in diversen Kraftwerken.
Ist das Stromnetz der Belastung nichtmehr gewachsen, oder ist lediglich die Berichterstattung anders? Falls ersteres: Was sind die Ursachen für die Belastungen des Netzes? Windenergie, schlechte Wartung, mangelnde Investitionen oder andere Bedarfsprofile?

da wird natürlich dem Dümmsten klar, warum das bei "Krümmel" nicht funktioniert ...

@ Herrn Diesing:
Während ein solcher Spannungsabfall bei Atomkraftwerken nur gelegentlich auftritt (genauso oft wie bei Kohlekraftwerken und überall sonst wo es Transformatoren gibt, auch Windkraftanlagen - überall wo Strom ins Netz eingespeist wird!) liefern Windanlagen bis zu 75% der Zeit null Strom. Das ist der Unterschied. Vergleichen Sie doch bitte nicht Äpfel mit Birnen.
@ Herrn Abels: Ja, das kommt mir auch so vor. Viel Tamtam um nichts. Auch damals, bei dem ersten "Unglück" der "Katastrophenserie" in Krümmel war der Transformatorenbrand nicht einmal im eigentlichen Kraftwerk!! Das hatte damals wie heute nichts mit der Kernenergie zu tun.

Da hat sich Vattenfall mal wieder nicht mit Ruhm bekleckert. Eigentlich ist ja nur ein Trafo kaputt, nix besonderes und schon gar nicht was Atomares. Aber die Tatsache, dass es bei so einem Allerweltsschaden nicht einmal gelingt, den Meiler störungsfrei abzuschalten, ist schon mehr als peinlich. Dass Vattenfall dann noch nicht mal in der Lage ist als erster Bescheid zu sagen, ist schlicht Unfähigkeit.
Und dass ein Trafo einen Kurzschluss hat, nachdem 2 Jahre vorher der baugleiche, zur gleichen Zeit eingebaute benachbarte Kollege mit viel Rauich den gleichen Fehler hat, naja, das halten nur ganz hartgesottene Lobbyisten für reinen Zufall.
Vattenfalls "Wir haben ihn aber doch ausgiebig überprüft!" macht die Sache eigentlich nur noch schlimmer.
Die Anti-Atomkraft-Bewegung ist bei solch einem Dilettantismus beinahe überflüssig.
Ganz ehrlich, bei einem dreifach erhöhten Leukämierisiko und solchen Nachrichten, wer kann den Anwohnern von Krümmel die Hysterie verdenken?
Ich würde jedenfalls wegziehen.

Störfall mit Strahlung , dann sind die Tranparente hochaltenen Demostranten vor dem Kraftwerk nicht ganz dicht , oder keine strahlung aber behauptung solcher dann setzen die selben in meinen Augen jede Glaubwürdikeit aufs Spiel . Ein Kurzschluss im Transformator hat wohl einen Kurzschluss im Hirn bei unserem Profilierungssüchtigen Umweltguru ausgelöst .

Der Pannenreaktor ist ganz offensichtlich von Leuten gebaut worden, die viel Sesamstrasse gesehen haben, weshalb bis heute das Krümmel-Monster seinen Spass an elektrischen Kurzschlüssen hat. Man sollte alles stillegen und verschrotten. In Schweden wird es ja wohl noch irgendein Bergwerk für den ganzen Atommüll geben, oder?

Ich gebe zu, ich bin technischer Total-Laie. Anhand der leider nur rudimentär vorhandenen technischen Erläuterungen (und entsprechender Einordnung der sicherheitstechnischen Konsequenzen) dieses Vorfalls frage ich mich jedoch, ob dieser Vorfall überhaupt die nukleare Sicherheit auch nur am Rande tangiert hat, oder ob es sich nicht vielmehr um ein reines "Spannungsproblem" gehandelt hat, wie es auch durch andere Anlagen und menschliches Versagen entstehen kann, aber herzlich wenig mit Atomenergie zu tun (ausser dass der betroffene Transformator zufällig zu einem Atomkraftwerk gehört).
Als vor gar nicht allzu langer Zeit in halb Europa der Strom ausgefallen war, hat auch niemand gesagt, wir müssten die Hochspannungsnetze abschaffen.
Vielleicht habe ich ja nur keine Ahnung, aber dann würde ich mich freuen, wenn man mich (und vermutlich auch andere) einmal aufklären könnte, anstatt sofort wieder in Wahlkampfgetöse zu verfallen...

Auf welchem Brettergymnasium hat dieser Blödman von Redaktör sein Abi gemacht?
"Stromspannung" gibts im Kindergarten, aber nicht in der Elektrotechnik.
Also, ihr Armleuter änder das.

kommen inzwischen der Infrastruktur zu Gute. Jetzt können die Hamburger also nur noch beten, dass Vattenfall nicht zu einem Rundum-Konjukturpaket ausholt!