Quiz-Shows, Verbotene Liebe etc. mit Qualität gemein? Nix. Und was davon wird halbwegs durch Werbung gegenfinanziert? Fussball und die Soaps.
Es bedarf einer restriktiven Definition des Wortes Grundversorgung und auf die sollen sich die ÖR gefälligst dann auch beschränken.
Sie glauben also, daß nach Abschaffung der GEZ-Gebühr sowohl ÖR wie PR an Qualität und Niveau gewinnen?
Haben Sie den geringsten Schimmer davon, wie sich allein die deutsche Kulturlandschaft verändern würde, wenn man dem ÖR den Geldhahn zudreht? Und zwar nicht nur im TV und Radio, sondern landauf landab in den Konzertsälen, Theatern, Museen, Ausstellungen, Veranstaltungen usw. usf.? Ob man den sogenannten Kulturbetrieb nun goutiert oder nicht? Nun, dann nehmen Sie Anschauungsunterricht und glotzen PR.
Ich bitte um Entschuldigung für den Tonfall, aber ich krieg dann auch schon mal die Wut, wenn ich dieses ahnungs- bis hirnlose ÖR-Bashing lese. Mein Trost: muß und wird ja nicht repräsentativ sein.
Wo in Deutschland gibt es noch ein Presseorgan, das seine Themen frei und unabhängig wählen kann? Die Zeitungen können wir an einer Hand abzählen. Dementsprechend stehen sie auch finanziell mit dem Rücken zur Wand. Oder glauben wir, sie bekämen noch eine Werbe-Annonce von denen, über die sie kritisch berichten müssten?
Die anderen schreiben und thematisieren genau das, was ihre Klientel gerne hört und denkt. Dafür gibt es seitenweise Image- und Produktwerbung, mit deren "Gebühren" es sich gut leben lässt. Diese Blätter sind in höchstem Masse von ihren Geldgebern abhängig und nicht die "Öffentlich-Rechtlichen" wie sie uns weismachen wollen.
Deshalb begrüsse ich, dass die "Öffentlich-Rechtlichen" alle Möglichkeiten nutzt, um neue Geschäftsfelder zu erschliessen. Ich zahle gerne Gebühren dafür, dass ich nicht manipuliert werde, sondern über alle Sachverhalte umfassend und nicht einseitig oder sogar falsch informiert werde.
Mit welchem Recht kann eine Organisation eine Internetseite ins Netz stellen und dafür Zwangsgebühren bei den Besitzern von PCs eintreiben, unabhängig davon, ob sich letztere überhaupt die Beiträge nutzen?
Wenn dies geltendes Recht sein sollte, dann ist es in der Tat geltendes Unrecht.
Hat ein normaler Bürger die Möglichkeit, eine informative Internetseite zu unterhalten und dafür von allen PC-Besitzern eine Zwangsgebühr zu erheben?
Bislang wurden solche Streitfragen garnicht erst vom Bundesverfassungsgericht angenommen, weil auch die Verfassungsrichter nicht vom Himmel fallen, sondern genauso als Vertreter der politischen Parteien im Propotz gewählt sind wie die Mitarbeiter bei ARD und ZDF. Den Parteien geht es darum, ihre Funktionäre nicht von Mitgliedsbeiträgen bezahlen zu müssen, sondern sie in Anstalten des Ö.R. bürgerfinanziert unterzubringen.
Was das Verfassungsgericht, die Politiker und die Ö.R. Sendeanstalten miteinander gemein haben, ist, daß sie allesamt vom Geld der Steuerzahler leben und arbeitsteilig voneinander profitieren. Sie bilden ein Kartell gegen die Bürger, indem sie zweifelhafte Sendeinformation als Feigenblatt benutzen. Sie tun es nicht, sondern erzeugen nur Kosten.
ist ein Parkplatz für ausgemusterte Politiker und zugleich Sprachrohr der Parteien.
Also wer wirklich glaubt, dass sich der Staat dieses Instrument nehmen läßt ist auf dem Holzweg.
Diese Geldvernichtungsmaschiene sollte stark rediziert werden.
Beste Lösung, die öffentlich rechtlichen Programme nur noch verschlüsselt senden. Wer sie sehen will, soll dann auch zahlen.
Wer dies nicht will, spart das Geld.
Ich finde, dass es im Internet gerade wegen der Freiheit, alles, auch Unsinniges und Unseriöses zu machen, Fixpunkte geben muss. an denen man sich (auch unsere Kinder, wenn sie im Auftrag der Schule recherchieren), orientieren kann.
Warum sollen da ARD und ZDF fehlen? Hier ist (positive) Konkurrenz nur gut. Hat die FAZ soviel Angst vor Konkurrenz? Das passt doch auch sonst nicht in die Philosophie der Zeitung.
Die Wut kommt daher, daß sich Anstalten und die Menschen dahinter der Konkurrenz entziehen und sich fürstlich alimentieren lassen.
Das Argument, die Privaten seien qualitativ schlecht, ist hinterlistig. Denn, wie bereits anderswo geschrieben, gibt es heute für Qualität, die Geld kostet, keinen Markt, da das Geld, das die Bürger bereit sind auszugeben, bereits zwangsabgeschöpft und ARD/ZDF/etc. geschenkt wird. So bleibt nur die Nische "Free TV".
Erst wenn die Zwangsabgabe fällt, wird Qualität einkehren. Daß die alteingesessenen Sender davor Angst haben, ist verständlich. Die Zuschauer sollten sich davon nicht anstecken lassen.
TF
Der Hass auf die ÖR wird sicherlich zu einem beträchtlichen Teil durch die Methoden der GEZ hervorgerufen: Die GEZ-Juristen interpretieren den Rundfunkstaatsvertrag unter dem Aspekt der eigenen Gewinnmaximierung. Freiberufliche Geldeintreiber schleichen dann durch Wohn- und Gewerbegebiete, um Bürgern und Unternehmen ihr Geld abzupressen.
- Eine Familie, die ihrem Kind ein Studium finanzieren will und keine Universität am Ort hat, muss nicht nur die Miete für die Studentenbude aufbringen, sondern auch noch die GEZ-Gebühren. Selbst wenn der Student kein Radio und keinen Fernseher hat: Ohne Computer kommt man nicht durchs Studium, und ein Computer kostet GEZ-Gebühr.
- Ein Lehrling, der bei seinen Eltern wohnt, muss von seinem Lehrlingsgehalt GEZ-Gebühr bezahlen, auch wenn er gar keinen Fernseher hat. Wenn auch noch die Oma mit einer kleinen Rente mit im Haus wohnt, kassiert die GEZ für den einzelnen Fernseher im Wohnzimmer dreifach Gebühr.
- Wer seinen Job verliert und versucht, als Selbständiger im heimischen Büro wieder auf die Beine zu kommen, muss auf einmal für jedes einzelne Gerät incl. PC in Wohnung und Auto die volle Gebühr entrichten. Da bleibt vom Existenzgründerzuschuss kaum etwas übrig.
Na habt Ihr es noch nicht begriffen? Das ist keine (GEZ) Abgabe für die Rundfunkanstallten, die können sich mit der vielen Werbung schon selbst finanzieren, es ist einfach eine Informationssteuer. Und die Sportschau kann ich gucken, weil ich Toyota fahre und Krombacher saufe, was früher mal den Regenwald gerettet hat, das Geld brauchen die jetzt aber für die ARD, weil der Sportschau die Übertragungsrechte so teuer geworden sind. Und die Nachrichten die sonnst noch kommen, sind sowieso alle von AFP, CNN, CIA usw. Der alte Spruch: Ist nicht Deine Baustelle, sonnst hätte man dich bereits angerufen, gilt noch immer. Gestern brachte der WDR eine Wiederholung
von der Regenflut von 2005 in meiner Stadt. Ich lief ans Fenster, die Sonne schien. War doch klar, die sitzen in Köln ohne Personal und der Computer hatte Regen vorraus gesagt und den passenden Beitrag selbstständig ausgewählt. Oder war es die 1-Euro-Kraft? Aber die gibts doch nur in den neuen Bundesländern, oder?
Ich hoffe (glaube es aber nicht), daß die FAZ-Redakteure nun endlich besser begreifen, weshalb immer mehr Menschen sich von der staatlichen Bevormundung, die nur ein Vorwand zum Geldeintreiben darstellt, angewidert abwenden.
Der ÖR (und dere Staat) haben nur den Fehler begangen, die sonst so devoten Medien anzugreifen. Hätte man eine beliebige andere Gruppe schikaniert, wäre die selbstgerechte Empörung wohl ausgeblieben.
Erst jetzt, wo der sonst so gelobte Staat in die Privatinteressen der FAZ eingreift (zum aller natürlich!), vernimmt man statt der üblichen Lobarien auf staatliches Handeln (berechtigte) Kritik.
So freue ich mich über das taktische Mißgeschick des ÖR/Staates, freue mich über die Zwickmühle, in der sich die sonst so staatsgeile Medienlandschaft befindet und ärgere mich über die zig anderen, ignorierten und unerwünschten staatlichen Eingriffe.
Ich bin auch der Meinung, daß diese ÖR-Selbstbedienungsläden samt der GEZ-Mafia Züge eines totalitären Systems tragen und in einer Demokratie nichts zu suchen haben.
Aber: Viele Jahre war sehr selten etwas wirklich kritisches über das ÖR-System zu lesen. Der seit langem schwelende Unmut in der Bevölkerung über diese unverschämten und gierigen Abkassierer und Schnüffler fand kaum Resonanz in den Zeitungen. Müssen erst eigene Interessen bedroht werden, umd sich kritisch mit diesem System zu beschäftigen?
Auch in der FAZ, der wahrscheinlich besten Zeitung des Landes, liest man beispielsweise zur angeblichen "Klimakatastrophe" fast nur exakt den gleichen, unreflektierten Unsinn wie woanders auch... als hätte man den Journalisten das Hirn weggepustet, wie es neulich im Technik-und-Motor-Teil, aber leider nur dort so treffend hieß. Es ist schon traurig, daß sogar der Spiegel weitaus kritischer mit der neuen Klimareligion umzugehen wagt als die FAZ. Dazu noch das unterwürfige Einknicken bei der "Rechtschreibreform"...
Die Argumentation des Artikels ist an sich schlüssig, doch würde durch wirklich kritischen Journalismus statt "political correctness" das Verständnis der Leser für die Nöte der Presse erhöhen.
...auch wenn die "20 Uhr Eichung" nicht immer nach meinem Geschmack ist.
Ich verstehe die Aufregung nicht. Warum sollten sie nicht auch im Internet eine Marke setzen. Es wird seit 10 Jahren die dazugehörige Digitaltechnik eingeführt und auch im Internet liegt die Wahrheit irgendwo zwischen den Zeilen.
Gut das eine Zeile mehr dazu kommt!
Der FAZ-Leser Bertold Jäger beanstandet in diesem FAZ-Artikel "nachweislich falsche Informationen", erbringt aber leider den behaupteten Nachweis nicht. Auch seine Mutmaßung, wie groß die Angst sein muß, wenn die FAZ mit "solchen Bandagen" kämpft, geht völlig fehl. Seine Wahrnehmung der Veröffentlichung einer bloßen Meinung - hier die der FAZ - als bandagierten Kampf ist für mich nicht nachvollziehbar. Zumal ganz offensichtlich gleichzeitig der tatsächliche hart bandagierte Kampf von ARD und ZDF mittels Zwangsgebühren und GEZ-Inkasso nicht gesehen wird. Es sind doch die ÖR, die sich mit GEZ und staatlicher Gewalt bewaffnen und nicht die FAZ.
Bedauerlicherweise ist es immer noch so, dass weite Teile des sog. "Bildungs"bürgertum (was immer man unter Bildung verstehen mag), den öffentlich-rechtlichen Sendern Seriosität und Professionalität zuschreiben und sie deshalb nutzen. Bei genauerer Betrachtung erweist sich aber genau das als Trugschluss. Die Reportagen und die Nachrichtensendungen bzw. der Polittalk bei den Öffentlich-Rechtlichen ist nicht nur tendenziös, sondern auch unprofessionell und journalistisch schlecht gemacht. ARD und ZDF machen einfach ihre journalistische Arbeit nicht gut, setzen den Zuschauer irgendeinem verquasteten "Polit"talk aus und besitzen die Anmaßung, von Grundversorgung zu sprechen. Dass das die deutsche Bevölkerung so lange "hinnimmt" spricht nicht unbedingt von kritischem Bewusstsein in diesem Land. Ich denke, der Ausspruch von Günther Jauch über "Gremien voller Gremlins" bei seiner Ablehnung des Christiansen-Talks spricht Bände. Manchmal meint man, die deutsche Öffentlichkeit hätte Angst, man würde Ihnen Ihre schöne, bequeme Gemeinschaftsmeinung nehmen, wenn man von den öffentlich-rechtlichen Sendern fordert, sich mit anderen messen lassen zu müssen. Ich persönlich habe meinen Fernseher vorerst abgeschafft.