Interview

Pofalla: Kruzifixe in allen Schulen

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla tritt im Interview mit der F.A.S. dafür ein, Kruzifixe in allen Schulen anzubringen: „Als Partei, die das Christliche im Namen trägt, wollen wir, dass das Bekenntnis zum Christentum im öffentlichen Raum erhalten bleibt“. Außerdem: Pofalla über „Leitkultur“ und Kurt Beck.

Lesermeinungen zum Beitrag

09. September 2007 14:02

Cruzifixleitkultur

M.G. Nemo (MGNemo)

das ist ja ein richtiger bildungspolitiker, der pofalla. garnicht glatt, o.ä. ist ihm bekannt, dass ein großteil der deutschen nichts mit dem christentum am hut hat und dass es der mehrheit vollkommen gleich ist, was das C in cds/csu bedeutet? lassen sie die kirche im dorf herr pofalla, oder sie werden von ihrer eigenen partei nicht lange tragbar sein.

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09. September 2007 13:02

Patriotismus

Chr. Nöhles (Noehles)

Es wäre schon viel gewonnen, wenn deutscher Patriotismus von der CDU bzw. allen demokratischen Parteien besetzt würde.
Das lange Zeit in Mode befindliche D-Bashing führender Politiker aller Parteien im Bundestag hat den Patriotismus nur rechtsextremen und faschistischen Organisationen überlassen, die heraus Nationalismus machen. Eine Steilvorlage für diese Rattenfänger.

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09. September 2007 13:01

Was will Herr Profalla sagen?

Peter Brändle (sisaso)

Ja, was möchte der Herr Generalsekretär mit seiner Forderung nach Kreuzen in Klassenzimmern der Öffentlichkeit eigentlich mitteilen?

Vielleicht, dass er sich als Generalsekretär um Urteile des Bundesverfassungsgerichts nicht zu kümmern braucht?!
Vielleicht aber auch, dass man mit solchen Forderungen Debatten um das Kopftuchverbot von Lehrerinnen ad absurdum führen kann?!
Oder vielleicht am wahrscheinlichsten, dass man versuchen kann, sein fehlendes Charisma mit anwägigen Äußerungen zu kaschieren?!

Jedenfalls ist es ein nicht ernst zu nehmender Beitrag, den er sich hätte sparen können!

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09. September 2007 12:58

Religionsfreiheit oder Staatsreligion ??

Walter Wasilewski (wwasilewski)

Recht in Deutschland ist ?
Nur was der der politischen, religiösen Überzeugung der CDU/CSU dient?
Dann Amen
Walter Wasilewski

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09. September 2007 12:52

POF ALLA

Ziad Yousef (ziadyousef)

Nur zur Information:

Ich weiss nicht woher POF herkommt, aber ALLA bdeutet GOTT!
Es kann sein, dass die Vorfahren des Herrn POFALLA aus einem arabischen Kulturkreis herkommen!?

Auf jeden Fall leben 6 meiner Kinder in Deutschland. Sie kennen nichts anders als Deuschland und deutsche Kultur. Was sie nicht wissen, ist, dass das eine "deutsche" Leitkultur ist!

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09. September 2007 12:37

Kruzifixe und eine betont säkulare Haltung?

Thomas Würtz (BambergerReiter)

Vielen Aussagen von Herrn Pofalla kann man beipflichten und die Kritik an der Abtreibungspraxis steht im Einklang mit den christlichen Werten, auf die er sich beruft.

Problematisch ist aber die Haltung, Kruzifixe extrem offensiv in den öffentlichen Raum stellen zu wollen und damit einen politischen Weg zu suchen, der abnehmenden Glaubenspraxis und rückläufigen Bedeutung des Christentums in der Gesellschaft, die auch ich bedauern möchte, gleichsam politisch entgegenzuwirken. Hier handelt es sich um Instrumentalisierung eines religiösen Symbols für politische Profilschärfung, wie es zur Zeit sowohl in islamischen Gesellschaften als auch bei manchen Muslimen, die im Westen leben, üblich geworden ist.

Geradezu erschreckend wird die rein politisierende Haltung, wenn man Herrn Pofollas Antwort auf die Frage nach dem Kirchgang hinzuzieht. Nicht einmal ein Minimum an Bereitschaft über den gelebten Glauben zu sprechen findet sich dort nur der übliche Reflex, Glaube sei Privatsache. Das ist in der säkularen Gesellschaft Kosens, wenn es auch bedauerlich ist, dass viele von denen, die einen Glauben haben oder zumindest bekunden, nicht mehr darüber sprechen wollen. Aber wozu dann eine Kruzifixpflicht in der Öffentlichkeit?

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09. September 2007 12:28

Staatskirche ??

Walter Wasilewski (wwasilewski)

Das ist eine Herausforderung der anderen Religionen!
Dann müssen sie den anderen Religionsgemeinschaften ebenfalls das Recht geben ihre Symbole anzuzeigen und das Kopftuchverbot ist passè
Weimarer Verfassung Artikel 137 ist Bestandteil des GG und geltendes Recht!
[Religionsgesellschaften]
(1) Es besteht keine Staatskirche.
(2) Die Freiheit der Vereinigung zu Religionsgesellschaften wird gewährleistet. Der Zusammenschluß von Religionsgesellschaften innerhalb des Reichsgebiets unterliegt keinen Beschränkungen.
(3) Jede Religionsgesellschaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbständig innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes. Sie verleiht ihre Ämter ohne Mitwirkung des Staates oder der bürgerlichen Gemeinde.
(4) Religionsgesellschaften erwerben die Rechtsfähigkeit nach den allgemeinen Vorschriften des bürgerlichen Rechtes.
(5) Die Religionsgesellschaften bleiben Körperschaften des öffentlichen Rechtes, soweit sie solche bisher waren. Anderen Religionsgesellschaften sind auf ihren Antrag gleiche Rechte zu gewähren, wenn sie durch ihre Verfassung und die Zahl ihrer Mitglieder die Gewähr der Dauer bieten. Schließen sich mehrere derartige öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaften zu einem Verb

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09. September 2007 12:17

Was genau ist eine Leitkultur?

Ziad Yousef (ziadyousef)


Reicht es nicht das klare Bekenntnis zum Grundgesetz?
Müssen wir alle wie Herrn Pofalla sein (heisst Pof-"alla" in arabisch "Gott" vielleicht auch heisst das ganze Abdalla?!)?
Ich weiss es nicht genau, was Herrn Pof alla will.

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09. September 2007 12:11

Profalla als U-Boot des Islam?

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)


Intelligent und dann auch noch Jurist, weiß Profalla, daß er mit dem Kruzifix auch Halbmond und Kopftuch befördert.
Das Bundeverfassungsgericht wird`s erzwingen.

Wenn es so ist, dann doch lieber neutrale öffentliche Gebäude und das Glaubenssymbol unter dem Hemd und nicht drüber - Goldkettchen hin oder her.

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09. September 2007 12:11

Verfassungswidrige Frechheit!

Ernst-Michael Oberdieck (emobil)

Pofallas Vorschläge, in jeder öffentlich-rechtlichen Schule und jedem öffentlichen Raum Kruzifixe ist eindeutig verfassungswidrig! Es gibt unzweifelhaft im GG eine Trennung von Staat und Kirche und ein Ausschluss jeglichen Glaubens- und Bekenntniszwangs.
Wenn Herr Pofalla sich zu seinen christlichen Grundsätzen bekennen und dies nach außen vorzeigen will, ist das seine Angelegenheit. Eine Ausweitung seines fundamentalistischen Bekenntnisdrangs würde mit Sicherheit auf energischen Widerstand stoßen.
Wenn in der Schule meiner Kinder zwangsweise christliche Symbole angebracht würden, dann würde ich dagegen unverzüglich klagen - ebenso natürlich wie das Anbringen anderer weltanschaulicher Abzeichen!

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09. September 2007 12:06

Das Kruzifix bleibt besser daheim, Herr Pofalla!

David Eckner (david_eckner)

Es hat sehr lange gedauert, bis es zu einer Trennung von Staat und Religion kam. Es hat darüber hinaus sehr lange gedauert, bis es zu einer noch viel wichtigeren Trennung von Religion und Bildung kam.
Glücklicherweise hat der erste Senat des BVerfG am 16.5.95 (BVerfGE 93,1) die "Kruzifix-Problematik" (zum. für den Landesgesetzgeber) unter der Berücksichtigung von Art. 4 I, 140 GG i.V.m. Art. 137 I WRV entschieden - und zwar "für" eine multikulturelle, globalisierte Gesellschaft.
Die Neutralitätspflicht der Schulen und Bildungseinrichtungen ist eine unabdingbare, sogar originäre Eigenschaft der Demokratie des 21. Jhrh. Ein Rückfall in eine erneute Debatte über Religionsfreiheit (angetrieben durch die CDU) und über das Machtwort der Karlsruher Richter ist schlicht unnötig - für Deutschland gar bedauerlich!
Pofalla zeigt in seinem Interview schließlich, dass es nicht eine Frage der Deutschen (religiösen) Identität und Leitkultur - auch historisch nicht - ist, sondern vielmehr eine Frage der politischen Positionierung der CDU. Das mag möglicherweise der Fehler sein.

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09. September 2007 11:57

Je weniger christliches Profil, desto mehr christliche Symbolik

M. Ali (Ali77)

Bravo, Herr Pofalle will eine Leitkultur in Deutschland. Er definiert sie durch das Bekenntnis zum deutschen Grundgesetzt. Das ist hervorragend und beinhaltet auch eine Trennung von Staat und Kirche.
Im nächsten Atemzug will er das Bekenntnis zum Christentum "im öffentlichen Raum".....wie bitte??

Herr Pofalla, ich verstehe nicht. Nein, Entschuldigung, ich verstehe wirklich nicht, was Sie hier sagen.

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09. September 2007 11:30

Nicht im Mittelalter

Martin H. Lang (langfurter)

Das Kreuz in den Schulen? Dann müsste man konesequent sein und das Kreuz in jede öffentliche Einrichtung hängen. Deutschland ist ein Land, in dem Religion und Staat getrennt wurden, und so soll es auch bleiben. Meinungs- und Religionsfreiheit sind hohe Güter und der Staat hat sich bei beiden nicht einzumischen, schon garnicht bei Kindern und Jugendlichen, die selbstsändig ihre Meinungen bilden - wo zu auch Religion gehört. Das Kreuz ist das Symbol einer Religionsgemeinschaft, dann müssten auch Davids Stern, die Mondsichel und andere Zeichen daneben hängen. Religion ist wichtig, aber jeder Mensch muss seinen eigenen Weg zu Gott finden, und auch nur dann, wenn er möchte. Der Ethikunterricht ist übrigends die beste Alternative zu allem anderen, was ein Religionsunterricht sein könnte.

Merkwürdig, dass die das Kreuz in den Schulen haben möchten, die Angst davor haben, dass sich im Mittleren Osten wieder ein muslimischer Religionsstaat bildet. Was wäre denn dann Deutschland?

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09. September 2007 11:18

Rechristianisierung

Marc Müller (Krzyzak)

Ich habe es von Anfang an gewußt: Die Moslems sind für die Kirchen nur die dummen Bauern gewesen, die den Weg für die Rückkehr des Glaubens und damit den Weg zur Rechristianisierung bereiten mußten. Sie haben in den Augen der Kirchen vorgefühlt, wie weit man Religion wieder politisieren kann und die christlichen Kirchen springen jetzt auf den fahrenden Zug auf und führen das Angefangene zur absoluten Vollendung.
Der Islam war wohl nur eine kurze Episode in Deutschland.

Danke ihr Steigbügelhalter des politischen Katholizismus und Protestantismus. Ich freue mich schon, wenn das Christentum wieder mehr zu sagen hat in der Politik.
Religion ist Privatsache und hat in der Politik nichts verloren.

Marc Müller

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09. September 2007 11:08

Wir praktizieren Religionsfreiheit....

Karl-Heinz Lieblich (khlieblich)


''Die CDU schlägt vor, in allen öffentlichen Gebäuden Kreuze aufzuhängen.''

Meine Meinung, warum denn nicht?!

Allesdings müssen diejenigen, welche voll hinter diesem Vorschlag stehen, dann auch die Grundsätze der Religion, welche sie unterstützen wollen, beachten (u. a. die ''10 Gebote'' sind gemeint).

Ansonsten wäre es ''Gotteslästerung''.

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