Die christlichen Werte unserer Gesellschaft haben Napoleon überlebt, sie werden auch die Kritiker Pofallas überleben.
Wir sind nicht entmündigt. Sie sind nicht Erziehungsberechtigter. Sie sind Verterter –derer die sie gewählt haben. Nicht „Interessenvertreter“ Vertreter der Bewohner eines Wahlkreises.
Wir sind nicht im Altenheim. Es mag in ihrer Partei üblich sein- EINER - gibt den Ton an alle stimmen ein.
Nein wir-das Volk- bestimmt. Das zu respektieren und zu verwirklichen, dafür werden Sie und die Abgeordneten bezahlt. Vom Steuerzahler-dem Volk.
Wenn Ihnen das nicht paßt geben Sie bitte ihr Mandat ab.Wir wollen nicht zurück in die Vergangenheit, wir wollen Demokratie verwirklichen.
Walter Wasilewski
Ein Kruzifix besteht aus einem Kreuz und einer Darstellung des gekreuzigten Jesus. Diese Symbol ist in vielen evangelischen Kirchen nicht zu finden. Es bleibt abzuwarten, wie der Vorschlag Kruzifixe in den Schulen aufzuhängen, in evangelischen Gegenden aufgenommen wird. R.Müller
Gerade weil Deutschland säkular ist, kommt man um eine Rückbesinnung auf das, was die Werte unserer Gesellschaft geprägt hat, nicht umhin. Im Abendland sind dies nun einmal die Werte, die - durch die Säkularisaton geläutert - unser Menschenbild prägen. Werte sind dem Menschen immanent gegeben. Das Individuum, das sich frei von allen Zwängen, Werte beliebig zulegt, gibt es nicht. Fragt man nach dem Woher der Werte, so findet man sich im Ringen nach der Bestimmung und der Herkunft der Moral und des Menschen wieder. Das ist nun aber genau der Bereich in dem jede bessere Religion verwurzelt ist.
Ein rein rationaler Diskurs führt hier in die Irre. Erwähnt seien nur die Vielzahl der Ersatzreligionen, der Ideologien des 19. und 20 Jahrhunderts, die Wert für sich reklamierten und Tod und Verderben für Abermillionen mit sich brachten. All diesen Ideologien war der Bezug auf eine rationale Zweckbestimmung des Menschen zu eigen.
Der religiös denkende Mensch weiss, dass all seinem Streben nach Erkenntnis, nach Wahrheit und Sinn im Leben immer mit Zweifel und Irren verbunden ist. Religion bietet hier mehr Freiraum als der alltägliche Diskurs über Werte in unseren Medien, der in den Moden der Zeit versackt.
Was hat Religion in öffentlichen Gebäuden, die für Anhänger von allen weltanschaulichen Vorstellungen eingerichtet worden sind, eigentlich zu suchen?
Die Religionen sind aus dem Zeitgeist längst vergangener Epochen hervorgegangen, wovon heutzutage doch nicht allzu viel Inhalt befürwortet werden kann, ohne dass es sehr, sehr peinlich wird.
Unser Staat muss in religiösen und weltanschaulichen Fragen neutral sein. Wenn dies nicht sichergestellt wird, ist die Lunte für schwere Konflikte gelegt.
Die Geschichte der christlichen Religion(en) ist doch voll von Ungeheuerlichkeiten: Kreuzzüge, Inquisition, 30-jähriger und etliche weitere Kriege ...
Dies weiß doch auch der Herr Profalla. Wenn er den christlichen Teil der Bevölkerung so massiv bevorzugen will, hat er keine Kompetenz für politische Arbeit in Deutschland.
Solche Äußerungen halten mich dann doch immer wieder davon ab die CDU zu wählen. Wir leben im 21. Jahrhundert!
Ich akzeptiere den Glauben jedes Menschen, stehe selbst aber sehr kritisch jeder Religion gegenüber. Jeder der glaubt, er hätte einen Gott - egal welchen - an seiner Seite, bringt nichts Gutes hervor, siehe George W. Bush oder Al-Kaida. Ich gebe jedoch zu, dass dies nicht direkt hierher gehört.
Zum Thema: Ein Kruzifix in öffentlichen Gebäuden, die nun einmal Einrichtungen des Staates sind, können wohl kaum den Laizismus repräsentieren, der in Deutschland nunmal existiert. Hinge morgen ein Kruzifix in meinem Klassenzimmer, so würde ich es sofort abhängen und bekäme dazu mit Sicherheit auch die Zustimmung seitens der Lehrer und Schüler.
Ansonsten kann ich Herrn Oberdieck und vor allem seinem Verweis auf das Grundgesetz, nur beipflichten.
Und der nächste Schritt ist die Abschaffung der Demokratie, Deutschland wird wieder zu einem christlichen Kaiserreich ausgerufen und Papst Benedikt wird deutscher Kaiser!
Ich glaube in Deutschland gibt es irgendetwas, wie Trennung von Kirche und Staat und außerdem würden Kruzifixe in Schulen zu einer Staatskirche führen. Angenommen, es würden wirklich überall gekreuzigte Jesuse und Kreuze von den Wänden der Schulen baumeln, müssten dann nur noch christliche Schüler in die Schule, was ist mit Atheisten, Juden, Moslems, Buddhisten und Hinduisten, dürfen die dann nicht mehr in die Schule. Ich als Atheist, könnte es mit meinen Gewissen nicht mehr vereinbaren, in die Schule zu gehen oder meine Kinder dort hinzuschicken!
Inhaltlich kann ich Herrn Pofalla durchaus zustimmen. Europa steht auf einem christlichen Fundament und auch unser Mütter und Väter des Grundgesetzes hatten mit Sicherheit die christlichen Werte im Hinterkopf. Also wäre auch ein offenes Bekenntnis zu diesen Wurzeln richtig.
Eine andere Sache fällt mir aber sehr unangenehm auf. Der Kern des Interviews ist doch eine Mehr an öffentlichem Raum für die christliche Religion. Auf die Gretchenfrage antwortet Herr Pofalla aber sehr ausweichend. Das passt doch hinten und vorne nicht. Entweder soll über Religion in der Öffentlichkeit wieder mehr gesprochen werden oder nicht. Da hat Herr Pofalla kolossal versäumt, politische Statur zu zeigen. Authentisch für das einzustehen, was er gerade proklamiert!
Im Moment sind die Parteien voll von solchen Gestalten. Seit die beiden rot-grünen Machos abgetreten sind, gibt es keine Typen mehr. Schade.
Die Äußerungen von Herrn Pofalla ist beängstigend. Er hört sich wie ein deutscher Taliban Führer. Als ob die Religionen nicht genug Leid über die Meschheit gebracht hätte.
ist noch viel zu milde.
Wer´s mit dem Denken nicht so hat, der wird eben konservativ (mit Ausnahmen).
Die Forderungen u. a. nach dem Kruzifix in öffentlchen Gebäuden kann ich nur unterstützen! Auch die anderen genannten konservativen Forderungen sind sehr richtig. Nur, die CDU ist nicht die Partei die soetwas durchsetzen wird. Machen wir uns nichts vor, es geht mal wieder darum, vor den anstehenden Landtagswahlen, nach konservativen Wählern ausschau zu halten. Die werden die CDU aber nicht mehr wählen, die Zeiten sind vorbei.
Es hat sich inzwischen herumgesprochen, das man für starke Forderungen auch ein starkes Personal braucht.
"Wir werden uns im neuen Grundsatzprogramm für eine Leitkultur in Deutschland, für Patriotismus, für den starken Staat in der inneren Sicherheit aussprechen."
Nationalismus und der starke Staat klingt für mich überhaupt nicht gut und vor allem auch wenig christlich. Das kann so nur eine Politik der Ausgrenzung werden und das brauchen wir hier nicht. In diesem Land begegnet man überall dem latenten Rassismus und Sexismus . Der ideale Nährboden für rechtsradikales Gedankengut. Der Islam wird schon jetzt jeden Tag als Feind dargestellt. Länder werden wirtschaftlich ausgeschlachtet und unsere Regierung beteiligt sich aktiv an Kriegen. Daher brauchen wir mehr innere Sicherheit und Überwachung und höhere Mauern die uns vor den Flüchtlingen schützen. Außer der Elite, die gerne einwandern darf, da es hierzulande keine mehr gibt. Und dann redet Herr Pofalla von christlichen Werten....
Aber zu den Kruzifixen:
Ich denke mal jedem Schüler ist das relativ egal, ob irgendwo ein Kreuz an der Wand hängt. Im übrigen braucht man nicht religiös zu sein um menschlich und sozial zu denken.
Profalla beweist Mut!
Nachdem der NDR die reife, kluge und sehr schöne Frau Eva Herman wegen des Lobes einiger Bestandteile der Familienpolitik aus dem Dritten Reich, das vor 62 Jahren in Schutt und Asche unterging, in die Wüste geschickt hat, wird klar, das Vergangenes für einige wenige, ewig Gestrigen, nicht wirklich vergangen sein muss.
Und so ist der Herr Profalla davor zu warnen, dies Ansinnen, Kreuze in den Schulklassen aufzuhängen, weiter zu verfolgen. Denn mit dem Christentum verbinden sich immerhin auch die Gräueltaten der Inquisition!
Und um das auszudehnen, denn ein gewisser Zeitrahmen spielt offensichtlich keine Rolle, hängen dem Christentum auch die barbarischen Kreuzzüge an.
Wenn das der NDR liest!!!! Armer Herr Profaller, bleibt einem dann nur noch zu sagen!