Tour de France

Schumacher verblüfft nicht nur die Konkurrenten

Stefan Schumacher hat das erste Einzelzeitfahren der Tour de France gewonnen und das Gelbe Trikot erobert. Damit ist der 26 Jahre alte deutsche Radprofi der nächste Führende der Tour, der trotz der Schatten der eigenen Vergangenheit durch Frankreich fährt. Von Rainer Seele, Cholet

Lesermeinungen zum Beitrag

09. Juli 2008 20:02

Doping Radsport - Fußball Euro 2008

Bernhard Berk (Berkie)

Gestatten Sie mir bitte, dass ich mich sehr stark wundere. Und zwar über die sehr differierenden Leistungen einiger Nationalmannschaften bei der Euro 2008. Nur extrem wenige der Spitzenmannschaften haben in gleichbleibender Form auf hohem Niveau gespielt. Auch, wie manche Mannschaften andere (Top-)Mannschaften an die Wand gespielt haben. Trotzdem ist von keinem einzigen positiven Dopingfall berichtet worden. Der Fußballsport ist ja wohl ein absolut leuchtendes Beispiel für medikamentenfreie Sauberkeit. Deswegen gibt es auch keine Ausraster, Kopfstöße, Nachtretende nach einem Faul etc. Oder ist diese Sauberkeit einfach darauf zurückzuführen, dass es um wesentlich mehr Geld geht, als in allen anderen Sportarten zusammen? Honi soit qui mal y pense. Im Radsport hat man jetzt (Gottseidank) eine Sportart gefunden, auf die man zur Ablenkung mit dem Finger zeigen kann. Nur versucht diese Sportart eben schon lange, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Den "Monsieur Pipi" gibt es in der Tour schon seit mehreren Jahrzehnten. Aber immer wieder sind es gebildete Pharmazeuten und Mediziner, die ein Mittel finden, das man heute noch nicht nachweisen kann. Ein einfacher Rennfahrer kann so etwas nicht.

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09. Juli 2008 08:42

@Herr Crede

J.A.H. A (JulianAy)

... wenn sie jetzt noch ihre Meinung mit ein wenig Wissen ueber den Radsport fuettern wuerden, waere es auch fast ein guter Kommentar. In welchem Mass und wieviel der Substanz ein Sportler nehmen darf, ist wiederrum genau per UCI/WADA festgelegt. So nehmen wir das Beispiel Armstrong, den man hier in Deutschland doch gerne als NEGATIVBEISPIEL verwendet, da er TOTAL VOLL so frech war und "unseren" "sauberen" Ulle mit zu besiegen. Armstrong haette Testosteron nehmen duerfen, aber er durfte dieses auch nur bis zu dem Punkt nehmen, wo es bei nicht an Hodenkrebs erkrankten Menschen eh ist. Hier lag also wenn ueberhaupt nur der Vorteil darin, dass er keine Schwankungen hatte. Das im Radsport leider viel zu viel erlaubt wurde, wie die Benutzung von Asthmasray, seh ich genau so. Zuletzt mochte ich aber noch gerne anfuegen, dass im Radsport allerdings auch auf wesentlich mehr geachtet wird, als im beliebten Fussball. Wie sagte Herr Fuentes noch so schoen ueber seine Liste, bevor sein Prozess eingestellt wurde: "Wo sind meine Fussballspieler, Tennisspieler, F1-Fahrer? Ihr wollt, dass ich aussage?" Danach war man sich einig, dass man es nicht wollte. Gruesse,

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09. Juli 2008 08:28

Rangliste

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Also führt zur Zeit "Amphetamine" vor "EPO" , dicht gefolgt von "Eigenblutbehandlung". Vielleicht sollten die schwerreichen Pharmakonzerne die Teams sponsern. Klingt doch auch lustig: "Der 26-jährige Fahrer des Teams"Glaxo-Smith-Kline" wechselt zum Team "Pfizer", nachdem er eine Absage durch einen Sprecher des "BASF-Teams" erhielt. Als Begundung erwähnte der Sprecher die Dopingprobe, bei der ein Konkurrenzmittel festgestellt wurde" ;) Mal im Ernst: nimmt noch IRGENJEMAND diese Farce ernst ? Das ist doch so, als wenn ein Betrieb wegen des Vertriebs von Gammelfleich drei Monate schließen musste, und nun mit dem Preis der deutschen Fleischerinnung gekürt wird.

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08. Juli 2008 19:25

Asthmatiker in Gelb

Max Crede (Hessekopp)

Der gute Mann hat ein Asthma-Attest, das ihm erlaubt, einige Präparate der Dopingliste zu nehmen. Er ist dabei keine Ausnahme; tatsächlich muß man feststellen, daß ein Großteil der Tourteilnehmer Asthmatiker ist. Es ist schwer vorstellbar, daß diese Krankheit leistungsfördernd ist, vielmehr drängt sich der Verdacht auf, daß dieses Leiden - falls tatsächlich vorhanden - durch die (dadurch erlaubten) Dopingpräparate weit mehr als nur kompensiert wird. Herr Armstrong durfte sich infolge seines Krebsleidens nahezu nach Belieben an Dopingpräparaten bedienen, gewann vor seiner OP jedoch keinen Blumentopf. Leistungssport wird erst dann wieder eine Chance haben, ernstgenommen zu werden, wenn niemand sich der Dopingliste bedienen darf. Keiner hätte etwas dagegen, wenn es für die ganzen Asthmatiher, Hodenkrebsler und all die anderen körperlich Eingeschränkten eine Para-"Tour de France" gäbe und niemand störte sich daran, wenn die körperlich Benachteiligten schneller als die Gesunden wären; die Rollis sind beim Marathon schließlich auch wesentlich schneller als die Fußgänger und niemanden störts. Ich wünschte mir in der Berichterstattung eine Auflistung der Dopingpräparate, welche die betreffende Sportler ganz legal zu sich nehmen dürfen.

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