Anti-Atom-Aktion von Bündnis 90/Die Grünen vor dem Vattenfall-Kundencenter in Hamburg

Vattenfalls Störfall-Fazit

„Krümmel ist sicher“

Nach der Schelte wegen des erneuten Zwischenfalls im Atomkraftwerk Krümmel geht Betreiber Vattenfall in die Offensive. In einer Pressekonferenz zeigte man sich zwar zerknirscht und räumte Fehler ein. Die Botschaft des Konzerns aber war eindeutig: „Krümmel ist sicher.“

Lesermeinungen zum Beitrag

11. Juli 2009 10:31

Kernkraft ist die sicherste Art Strom zu erzeugen

Horst Trummler (Vandale6906)

Aufgrund des extremen Aufsehens das die Kernenergie in den mueden Industrielaendern geniesst wurden die Sicherheitsaufwendungen auf ein Niveau gebracht das durch das Riskopotential nicht gerechtfertigt ist.
Die Genehmigungsunterlagen fuer ein US Kernkraftwerk betragen mehr als 200.000 Seiten. Woechentlich muss das KKW Kruemmel Meldungen in der Groessenordnung von 80.000 Seiten an die Behoerden liefern.
In den jungen Industrielaendern wird diese Sicherheitskultur zu Recht in Frage gestellt. Im Internet kann man einen Briefwechsel zwischen der Atombehoerde Indiens und dem Generalunternehmer fuer den Bau des dortigen Schnellen Brueters und von 4 Folgebrueterkraftwerken finden. In diesem Schriftwechsel wird vom Unternehmer eine agressive Kostensenkung gefordert. Es wird betont das das Kraftwerk weder von Flugzeugen ueberflogen wird, noch von Erdbeben bedroht ist.
Die Risiken von Energieerzeugungsanlagen sollten nach den gleichen Masstaeben bewertet werden. Wenn man hierbei die Erkenntnis gewinnt das man die Sicherheitsmassnahmen von Kernkraftwerken abspecken kann und das Risiko von Solarzellen auf Hausdaechern untragbar ist dann muessen halt die oekoreligioesen Solarzellen auf Hausdaechern verboten werden.
Vandale

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10. Juli 2009 01:39

@ Volker Jost

Daniel J Hahn (137)

Es ist unerheblich, ober der Kraftwerksleiter anwesend ist oder nicht. Die Reaktorfahrer und der Schichtleiter sind hervorragend ausgebildet und jederzeit, durch intensives Training auf den Simulator, den Reaktor sicher zu fahren. Über die automatischen, redundanten Sicherheitssysteme einens KKW will ich hier nichts mehr sagen, das kann alles nachgelesen werden, wenn man will.
Aber einen Frage sei dennoch gestellt: Wem nützt eigentlich der Ausstieg aus der Nutzung der Kerntechnik in Deutschland? Seit Rot-Grün regierte schossen die Ökostromfirmen, vom warmen Regen der Steuer- und Energiegebührenzahler verwöhnt, nur so aus dem Boden. Übrigens ist die Art und Weise der Finanzierung des Ökostroms in Deutschland über die garantierte Einspeisevergütung hochgradig asozial. Schließlich können davon nur Haus- und Grundbesitzer, also Vermögende, profitieren, während die Mieter die Zeche zahlen müssen. Als die Industrie ihre Pläne für eine Solarthermiekraftwerk in der Sahara präsentierte, schrie der Antiatomkraftvorkämpfer und Solarzellendenker Scheer von der SPD in Hessen zum Wirtschaftsfachmann für Ypsilanti erklärt, unversehnes auf. Könnte es sein daß es solchen Leuten nicht um das Gemeinwohl sondern nur um ihre eigene Tasche geht?

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10. Juli 2009 00:39

Der Bereitschaftshabende

Carlos Auerberg (Carlos79)

Tach Herr Jost,
der Bereitschaftshabende ist für die Beherrschung eines Störfalles nicht notwendig, da in deutschen Kernkraftwerken mehrere Ingenieure rund um die Uhr das Kraftwerk vor Ort betreuen müssen. Der Bereitschaftshabende ist vor allem für die Kommunikation mit den Behörden zuständig und , also keine Panik.
Schöne Grüße, Carlos

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09. Juli 2009 22:09

Wir haben alle im Griff

Volker Jost (vjost)

@ otto schwein und frank geiser:
Bitte erst den ganzen Artikel lesen, bevor man unquaifizierte Statements abgibt. Ich zitiere aus dem FAZ-Artikel:
Die Tatsache, dass im Gefolge der Abschaltung auch noch Hinweise auf mindestens ein kaputtes Brennelement gefunden wurden, das nur wenige Tage vorher bei der Inbetriebnahme nicht aufgefallen war - auch das ist aus Sicht des Konzerns kein Grund zur Aufregung. Der Stillstand gebe jetzt Gelegenheit, nach dem defekten Element zu fahnden.
Ratlos ließ die beiden selbstbewussten Manager eigentlich nur, dass der zugesagte Einbau eines zusätzlichen Überwachungssystem versäumt wurde. Dafür musste inzwischen der Kraftwerksleiter gehen. Aber auch hier gab sich Züfle recht nachsichtig. Auch dieses sei nur „für den Betrieb wichtig, aber nicht für die Sicherheit“. Dass man den Einbau zugesagt habe, beruhe auf „so einer Art Freiwilligkeit“.
Zitat Ende
Läuft also alles bestens, und es gibt keinerlei Probleme in Krümmel.
Und wenn doch mal was schief geht, ist der Betriebsleiter ja schon in einer Stunde im Kraftwerk und kann den Leuten sagen, was zu tun ist, um den GAU in den Griff zu bekommen. Wenn wir alles so reichlich hätten wie Zeit bei der Kernschmelze.

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09. Juli 2009 20:13

Atom-Kraftwerk

Arnim v. Busse (arnim11)

Alle Wahlen wieder - kommt der Stör-Fall - cui bono !?

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09. Juli 2009 20:02

Kein Störfall

otto schwein (Otto49)

Ist zwar blöd für Vattenfall, wenn so ein Trafo einen Kurzen hat und die Anlage steht, kostet ne Menge Geld. Nur ein Sicherheitsproblem ist das nicht, schließlich hat die Anlage genau das getan, was übrigens auch jedes andere Kraftwerk tun würde, sich abgeschaltet.

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09. Juli 2009 19:22

Das kennen wir doch ...

Ulrich Stauf (DH7XU)

Gab es nicht einmal jemanden, der meinte: "Die Rente ist sicher" ? ? ?

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09. Juli 2009 19:20

Ein Kurzschluss im Transformator ...

Frank Geiser (geiser123)

... ist selten, aber durchaus keine unbekannte Sache in der Welt der E-Technik. Daraus abzuleiten das ein Atomkraftwerk unsicher ist ist absoluter Schwachsinn. Es ist unglaublich wieviel Staub hier aufgwewirbelt wird, die Industrie und die Vernunft wird mehr durch die schlechte Presse geschaedigt als durch diesen Vorfall.

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09. Juli 2009 18:32

Die Bürger wissen genau: Wir wollen keinen GAU

Konstantin Schneider (bundesboy)

Es ist immer dasselbe. Mit Wortgirlanden wird die Sicherheit beschworen, die jederzeit gewährleistet war und weshalb niemand sich nun über Gebühr aufregen solle. So hofft man aus der peinlichen Situation herauszukommen, die ein Störfall nun einmal deshalb ist, weil sich die Atom-Lobby heimlich still und leise einen Unterstützerkreis aus sogenannten integren Leuten, wie dem Ex-Superminister Clement oder aber der Bundeskanzlerin höchstselbst zugelegt hat, der seinerseits in schwere Erklärungsnot gerät, zumal wenn Wahlen anstehen. Krümmel ist alles andere als sicher, sondern ein grosser Pannenreaktor, in den viel zuviel Geld investiert wurde. Man wird den Verlust nicht dadurch abwenden können, indem man sich kindisch dieser Einsicht zu entziehen versucht.

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