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Tarifkonflikt im Öffentlichen Dienst

Verdi-Chef spricht sich für Streiks aus

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst haben die Schlichter insgesamt sechs Prozent mehr Einkommen und längere Arbeitszeiten im Westen vorgeschlagen. Verdi-Chef Bsirske ist unzufrieden. Nun drohen Streiks. Von Henrike Roßbach

Lesermeinungen zum Beitrag

04. April 2008 12:22

@ Bade II Teil

Lars Gereke (Der_kleine_Amrumer)

Und ein ganz starkes Argument ist es, wenn man wie Sie sagt, es hat sich viel getan in den letzten 15 Jahren beim Ö-Dienst. Gut Herr Bade, glaub ich Ihnen jetzt mal,jetzt leistet der Ö-Dienst wirklich was...
Und mit welchen Argumenten haben dann Bsirskes Vorgänger ähnlich weltfremde ja sogar unverschämte Forderungen artikuliert und dummerweise auch durchgesetzt? Ich sage nur Wulf-Matthies ja ist glaub ich keine 15 Jahre her...
Auch bestätigt das nur, dass also die ersten 50 jahre der BRD anscheinend nicht besonders viel geleistet wurde im Ö-Dienst...Wofür gab es dann z.B. die Zusatzversorgung/Rente?Nehmen Sie doch ehem. Ö-Dienst Mitarbeitern was weg, die ja nach Ihrer eigenen Argumentation im Gegensatz zu Ihnen was bekommen (haben), ohne es so schwer zu haben wie die heutigen Ö-Dienst-Mitarbeiter, aber bitte nicht mir (über höhere Steuern+Abgaben).
Sie haben recht,dass der Ö-Dienst sich bewegt/verändert/verbessert hat,aber nicht so das man solche Forderungen begründen könnte. Statt note 6/5 hat der Ö-Dienst jetzt eine 3 bis 4,tut also "endlich genau" das was er soll,der Öffentlichkeit "dienen".Eine Mehrleistung ist das nicht,das ist gerade mal "Vertragserfüllung"!Wo bleiben die Beispiele für Behördenschliessungen/Entlassungen?

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04. April 2008 11:59

@ Bade

Lars Gereke (Der_kleine_Amrumer)

Sehr geehrter Herr Bade,
ich habe nie bestritten,dass man den Ö-Dienst nicht mit der "freien" Wirtschaft vergleichen, kann.Das war nicht ich sondern der Herr Bsirske !!Der forderte(stellvertretend) 8% Prozent Erhöhung mit dem nicht richtigen Argument (siehe Ihre eigene Darlegung), dass es auch in der "freien" W. grosse Gehaltssteigerungen gab!Mal ganz abgesehen davon,dass es neben grossen Erhöhungen (relativ im Vergleich zu Vorjahren) in der freien W. eben auch letztes und dieses Jahr Nullrunden,manchmal Kürzungen und sogar Entlassungen gab,man könnte sich ja auch mit denen vergleichen oder?Und deshalb wäre ein prinzipieller Inflationsausgleich legetim und angemessen!Also ca. 4-5%, nicht mehr aber auch nicht weniger!Übrigens, in meiner Region gibt es keine Behörden, die mal aufhaben,wenn ein "normaler" Arbeitnehmer Zeit hat,einen Behördengang zu erledigen, den er i.d.R. nicht freiwillig macht,sondern weil sich das eine Behörde ausdenkt!Ich muss mir Urlaub nehmen dafür!Müssen Sie sich Urlaub nehmen,um einzukaufen?Zu tanken?Ihr Auto in die Werkstatt zu bringen/Abzuholen?Und wenn am Samstag keiner zu Ihnen in die Behörde kommt,dann ist diese wohl (zumindest Samstags) überflüssig,und wer darf das zahlen?

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03. April 2008 19:25

Argumentation nicht nachvollziehbar

Christian Dolle (ChrD)

Sehr geehrter Herr Gereke,

sie argumentieren falsch. Ich versuche es kurz zu erklären.
Der ÖD kann nicht einfach mit der Wirtschaft verglichen werden, da er nicht wie die Wirtschaft gewinnorientiert ist und auch nicht sein darf. Ziel der Wirtschaft ist Gewinn, der ÖD hat als Ziel die Aufgabenerfüllung.
Gebühren dürfen z.B. nur so gestaltet werden, dass Kostendeckung erreicht wird, meist aber weit darunter.
Was der ÖD zusätzlich erwirtschaftet hat, kann in Zahlen nicht gemessen werden. Enormer Personalabbau, mehr Gesetzte und Regelungen bei annähernd gleichbleibender (eher verbesserter) Qualität öffentlicher Dienstleistungen ist das, was zusätzlich erwirtschaftet wurde.
Als Beispiel: ein Personalausweis kostet i.d.R. 15,00 €. Kostendeckend wäre eine Gebühr von etwa 90 €. Ein Unternehmen wäre bei solcher Preisgestaltung pleite! Das ist der Unterschied!
Und das Weiterbildung im ÖD nur in geringem Maßstab stattfindet ist doch nicht die Schuld der Beschäftigten, sondern die Schuld der Chefetage.

Außerdem tut sich im ÖD eine Menge. Wer hätte z.B. vor 15 Jahren gedacht, dass man heute in einem Bürgerbüro von 8-18 Uhr und samstags ein und aus gehen zu kann. Und dies wird von den Bürgern nicht mal angenommen.

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03. April 2008 11:17

@ Bade Teil II

Lars Gereke (Der_kleine_Amrumer)

Ja da wird es schon schwirig, die Frage zu beantworten oder?Wenn BMW schlechte, hässliche od. zu teure Autos baut werden sie nicht mehr gekauft. Folge Entlassungen, wenn BMW viel verkauft ist die Folge Einstellungen, Gehaltserhöhungen/Prämien. Jeder Mitarbeiter hat also im Rahmen seiner Möglichkeiten den Erfolg und das Risiko (nicht zu verwechseln mit Berufsrisiko). Tja und wie ist es im Ö-Dienst?Warum fordert der ö-Dienst nicht 30 % mehr? im Durchschnitt sind die Gehälter der Bundesliga-Profis in den letzten 2 jahren um 30 Prozent gestiegen!!Warum sind sie nicht Fussball-Profi? Ist das gerecht? der Kann Fussball, Sie nicht, so was aber auch...

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03. April 2008 11:10

@Bade Teil I

Lars Gereke (Der_kleine_Amrumer)

Sehr geehrter Herr Bade,was ist denn unter "Gerechtigkeit" zu verstehen?DIE GERECHTIGKEIT gibt nun mal nicht.Sie wird auch zu gern dem "GLEICHMACHEN" zur Tarnung vorgesetzt.Wenn die Qualifikationen im Ö-Dienst in der "freien" Wirtschaft nicht gefragt sind, tja dann hat man wohl leider etwas "gelernt" was nicht (mehr) gebraucht wird. Das ist in der "freien" Wirtschaft ja mal ganz was neues, wenn das passiert spätestens dann sind sie arbeitslos.Übrigens:Wieso angeblich nicht gebraucht?Staatsanwälte sind Volljuristen,Rechtspfleger haben juristisches Fachwissen,Busfahrer haben Führerschein Klasse 2+Beförderungserlaubnis,Krankenschwestern/Hebammen könn(t)en auch in Privatkliniken arbeiten od. sich selbständig machen usw..Ich warte übrigens noch auf konkrete Beispiele von "Massen"-Entlassungen z.B. weil ein Baudezernat, ein Einwohnermeldeamt geschlossen wird etc. Und auch noch mal, sie erzählen der breiten Mehrheit in der freien Wirtschaft bez. Preissteigerungen und Überstunden nichts neues,und mein Chef hat kein Mitleid, wenn ich auf BMW zeige, und sage ich will auch 2 Monatsgehälter Zusatzprämie (Die haben die bei BMW nämlich zusätzlich erwirtschaftet) Und was hat der Ö-dienst ZUSÄTZLICH erwirtschaftet?

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31. März 2008 19:54

@ Gereke

D. Bade (biker1963)

Sehr geehrter Herr Gereke,
Jeder arbeitende Mensch hat ein Recht auf gerechte Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung. Inflationsausgleich hätten wir in den letzten Jahren gern bekommen, tatsächlich ist mein Einkommen um rd.12% gekürzt worden! Jede Gehaltserhöhung kostet den Bürger Geld, da auch die Wirtschaft Personalmehrkosten auf die Preise umlegt. Insoweit ist mir die Hysterie nicht begreiflich die jedesmal aufkommt, wenn der ö.D. Forderungen aufstellt. Mir ist der Unterschied zwischen Stellenabbau und Entlassungen (die es auch bei uns im Tarifbereich gibt!) bekannt. „Ihr habt doch einen sicheren Arbeitsplatz“ ist teilweise falsch & kann nicht bedeuten, dass die Bezahlung von der wirtschaftlichen Entwicklung gänzlich abgekoppelt wird. DAS wäre unfair & dumm, da unterbezahlte Beschäftigte auf Dauer schlechte Arbeit abliefern, die nicht im Sinne des Bürgers sein kann. Auch bei uns gibt es Überstunden, es fehlt vielfach das Personal so dass man mehr arbeitet, ohne die Zeit abbauen zu können. Ihr Vorschlag, sich was Neues zu suchen scheitert i.d.R. daran, dass die Fachausbildung außerhalb der Verwaltung keinem Berufsbild entspricht und somit keine Chance besteht zu wechseln. Mancher Kollege hätte das sonst mittlerweile getan!

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31. März 2008 17:12

Der ÖD ist besser als sein Ruf!!!1

Christian Dolle (ChrD)

So kann man das nicht stehen lassen!
Der öffentliche Dienst der BRD ist im internationalen Vergleich (was die Wirtschaft ja immer gern tut - Benchmarking mit dem Ausland) einer der leistungsfähigsten, pro Einwohner vergleichsweise günstig und das ganze bei einer sehr hohen Regelungsdichte.
Und schlagen sie sich das Märchen vom sicheren Arbeitsplatz aus dem Kopf. Es ist - wie gesagt- ein Märchen. Kann ihnen spontan 10 Bekannte nennen, die im ÖD tätig waren und jetzt auf der Straße stehen.
Wir müssen uns entscheiden, ob wir alles privatisieren wollen oder nicht. Viele Privatisierungen brachten Qualitätseinbruch und Preissteigerungen. Also nicht immer auf dem ÖD rumhacken, er ist viel besser als sein Ruf!!!!!
Und das bestätigen aktuelle Studien auch. Der ÖD in seiner Gesamtheit ist unbeliebt, wg. Klischees. Aber fragt man konkret nach den letzten Behördenkontakten nach, ist das Bild viel besser.

Der Kompromiss ist gelungen und wird hoffentlich auch auf uns Beamte übertragen.
Viel Erfolg wünsche ich den Beschäftigten im Einzelhandel und im Sicherheitsgewerbe, dass bei ihnen auch ein guter Abschluss herauskommen möge.

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30. März 2008 20:31

@ Bade

Lars Gereke (Der_kleine_Amrumer)

Sehr geehrter Bade,
niemand, auch ich nicht stellt den Ö Dienst als ganzes in Frage ! Wozu auch !
Es geht nur darum, dass ein "Vergleich" im Sinne von " wenn die was kriegen" will ich auch was, nun mal generell bei Lohnfragen nicht sinnvoll geschweige denn fair ist. Und Bierske vergleicht nun mal den O Dienst mit der "freien" Wirtschaft, und das geht nun mal nicht !Inflationsausgleich gerne, (bekomme auch (wenn überhaupt mal) nicht mehr) aber 8 Prozent sind genauso weltfremd und eine Frechheit wie 100% zu fordern. Und Bitte verwechseln Sie nicht das nicht nachbesetzen von Stellen mit einer ENTLASSUNGSMASSAHME !! Das ist ein kleiner Unterschied! Oder können Sie sich vorstellen, dass Morgen Ihre Behörde geschlossen ist, weil kein Geld mehr da ist? Nein, eben sehen Sie...
Übrigens arbeite ich z.B. seit über 15 Jahren mit einer 40 Stundenwoche lt. Vertrag. Die Realität sieht so aus, das gearbeitet wird, bis es fertig( 40-60Std.) ist. Und das ist ok, wenn es mir nicht mehr so gefällt such ich mir was neues ! Kann jeder im Ö-Dienst ja auch mal probieren...
MfG
Lars Gereke

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29. März 2008 10:24

Wir sind das Volk !!

Dietmar Fleige (dbfly)

Kern des Tarifkonfliktes ist doch schon lange kein Ringen mehr um mehr Prozente sondern das austragen eines gesellschaftlichen Konfiktes, den die Politiker zu verantworten haben. Es ist doch leider Fakt, dass sich die Damen und Herren der Parlamente selbst bedienen, wenn es um Ihre Diäten geht und dem gemeinen Volk immer mehr Steuern (bspw. die Mehrwertsteuer) und ständig Lohnverzicht zumuten. So auch jetzt wieder. Und dabei schrecken sie auch nicht vor sog. Taschenspielertricks zurück, indem sie der Öffentlichkeit hohe prozentuale Abschlüsse vorgauckeln und in Wahrheit durch Arbeitszeitverlängerung, zeitl. Verzögerungen oder ausklammern bestimmter Lohngruppen die Hälfte gleich wieder einkassieren. Unterm Strich wird dann nicht einmal die Inflationsrate ausgeglichen, obwohl der Staat über die Steuern auch hier kräftig mitkassiert. Die Aussagen der Politiker wie auch die von Frau Merkel, der Aufschwung müsse endlich auch beim "kleinen Mann" ankommen wird so ad absurdum geführt.
Es ist daher richtig, dass sich Verdi dieses falsche Spiel nicht mitspielt und den offensichtlich von langer Hand vorbereiteten Schlichterspruch, oder sollte man vom Plan B des Herrn Schäuble sprechen ?, in aller Schärfe zurückweist.

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28. März 2008 23:06

das Problem ist die Öffentlichkeit

Christian Dolle (ChrD)

Es ist schon traurig, welche Kommentare ich hier lesen musste.
Ich bin Regierungsinspektoranwärter, studiere also zur Zeit an einer FH. Ich verdiene in dieser Zeit Geld und bin daher zufrieden.
Doch danach kommt (falls es Stellen gibt) A9, als dann 24-jähriger netto 1700 € abzügl. Krankenversicherung und Altersvorsorge.
Ist das zuviel für einen Absolventen einer Fachhochschule, der vier Jahre studiert hat und verschiedene Praktika absolviert hat? Ich glaube nicht.
Ich habe schon in der freien Wirtschaft und in Verwaltungen gearbeitet. In vielen Bereichen ist kein Unterschied bezügl. der Arbeitsbelastung feststellbar.
Herr Schäuble kann aber die Öffentlichkeit hinter sich scharen und das ist sein Trumpf. Denn wer kennt nicht die Sprüche: faul, verdienen ohne Ende, sicherer Arbeitsplatz usw.
Beamte in Baden-Württemberg bekommen kein Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld gekürzt und auf alle 12 Monate verteilt... bei den Beschäftigten sieht es nicht besser aus.
Und das bei 41 Std. bzw. 39 Std. für Beschäftigte.
Da finde ich es unverschämt, wenn Metaller mit 35-Stunden Woche zu Zurückhaltung aufrufen und das Angebot als gut ansehen.

Ich hoffe, dass der Streik richhtig weh tut.
Öffentl. Dienste sind mehr wert!

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28. März 2008 20:17

Werter Herr Gereke!

D. Bade (biker1963)

Das „Produkt“ des ö.D. basiert auf den Entscheidungen der Politiker, also bitte ggf. dort beschweren. Viele dieser Produkte sind erforderlich für das Funktionieren der Gesellschaft, auch wenn man nicht alle liebt. Niemand zahlt gern für einen neuen Ausweis, die Genehmigung eines Bauprojekts etc die der ö.D. als „Output“ hat – aber ist das mit den Produkten der freien Wirtschaft anders? Wer zahlt gern für den Handwerker, der für ein verstopftes Rohr oder eine verschlossene Tür ein paar hundert Euro nimmt? Wer freut sich über die Kontogebühren bei der Bank, die hohen Energierechnungen oder die ständig teurer werdenden Autos? Auch äußere und innere Sicherheit lassen sich nur schwer mit einem „Geldwert“ hinterlegen, sollen deswegen Polizei, Grenzschutz, Bundeswehr oder Zoll abgeschafft werden? „Messbare“ oder „geldwerte“ Produkte/Produktion sind nicht allein wertbestimmend. Betriebsbedingte Kündigungen gibt’s auch im ö.D. und wer selber in einer Behörde arbeitet weiß, dass durch den jahrelangem Personalabbau (Bund: jährlich 2.5%) die Arbeit nun wirklich nicht weniger wird – dafür dürfen „wir“ (ich bin Beamter) dann für immer weniger Geld deutlich länger arbeiten (41 Std). Wer über den ö.D. meckert, sollte mal dort arbeiten...

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28. März 2008 14:58

@Herrn Binsack "Arbeitsplatzsicherheit ein Märchen"

Lars Gereke (Der_kleine_Amrumer)

Na Herr Binsack,dann erzählen Sie doch mal,wieviele Mitarbeiter im ö-Dienst irgendwo in der Republik entlassen wurden,weil sie zu teuer wurden,da sich das Produkt, das der sogenannte öffentliche Dienst herstellt (nämlich Dienstleistungen) nicht entsprechend verkauft.Diese Dienstleistungen will nämlich entweder keiner haben, oder zumindest nicht mehr dafür bezahlen (Und hiermit sind NICHT Polizisten (i.d.R. Beamte) +Feuerwehrmänner gemeint).Und wer zwingt denn Menschen im "ö-Dienst" zu arbeiten,wenn dort so schlecht bezahlt wird der Arbeitsplatz auch nicht sicherer ist als in der "freien" Wirtschaft?Die hätten sich ja auch bei SIEMENS/BenQ, bei der Deutschen Bank, bei BMW, Airbus, Opel, bewerben können um dann dort "reich" zu werden...nur Dumm das dort Mitarbeiter auch mal entlassen werden. Und mal abgesehen davon:Wenn ein Angestellter in der fr. Wirtschaft produktiver/besser wird bzw. arbeitet,bekommt er mehr Lohn(mal mehr,mal weniger,mal früher,mal später),weil sein Unternehmen mehr verkauft bzw. weniger Kosten pro Stück hat. Und wie sieht es beim Bademeister im Schwimmbad aus?Schwimmt er schneller?Retter er mehr?Nein,also max. Inflationsausgleich!
Mehr berufl. Risiko&Leistung, mehr Geld, so einfach ist das )

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27. März 2008 18:43

Den Öffentlichen Dienst sich nicht mehr leisten?

Herold Binsack (Devin08)

Ein guter Vorschlag, Herr Rieger, dem kann ich mich unumwunden anschließen, zumal es völlig ausreicht, dass ich mich alle 7 – 8 Jahre mit der Frage rumquäle, ob ich wieder Pest oder Cholera wählen soll! Übrigens bin ich im Öffentlichen Dienst, kein Beamter, und aktiver ehrenamtlicher Funktionär der Gewerkschaft ver.di, und ich fiebere dem Streik entgegen! Und ich stimme dem zu, der da weiter unter erklärt hat, dass man ab einem Beamtensalär A12 + gut versorgt sei! - aber für wen trifft das zu? Mit den unteren Gehältern im gehobenen Dienst (A9 +) – und dies erst Recht bei einem Angestellten – reicht es schon lange nicht mehr. Und was die Einkommen des mittleren Dienstes angehen, da kann man nur staunen, dass die Leute überhaupt noch leben. Das geht vermutlich nur dort, wo das als Zubrot für die Familie eingefahren wird. Und von wegen - sicherer Arbeitsplatz: das ist ein Märchen von vor über mehr als 20 Jahren! Und wer den öffentlichen Dienst „sich nicht mehr leisten kann“, der möchte wahrscheinlich Verhältnisse wie sie in der 3. Welt vorzufinden sind. Dort hungern die Angestellten wirklich, es sei denn, sie überleben durch massive Korruption! – Wollen wir das?

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27. März 2008 17:59

Herrn Rutz Antwort

Alexander Rutz (AlexRutz)

Sehr geehrter Herr Rieger,
Sie haben schon Recht. Mich ärgern weniger die verhandelten sechs Prozent, eher rege ich mich darüber auf, dass Herr Bsirske noch mehr haben will.
6% sind vor allem für die unteren Gehaltsgruppen viel Geld. Und die haben es sich auch verdient. Aber nach einem Schlichterspruch nicht damit zufrieden zu sein sondern noch mehr zu fordern finde ich dreist. Denn die öffentlichen Haushalte müssen nun mal von den Steuerzahlern finanziert werden. Und je höher die Kosten desto höher die Steuern.
Hier sollte Herr Bsirske, ein studierter Betriebswirt nach meinem Kenntnisstand, mal anfangen nach zu rechnen. Ich weiß, er will wiedergewählt werden und den Gewerkschaften laufen die Mitglieder weg. Aber dies auf Kosten der Allgemeinheit auszutragen finde ich nun nicht in Ordnung.

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27. März 2008 17:13

schlichtungsergebnis ist eine farce, "angebot" viel zu niedrig

Hans Mast (hans781)

es war klar, dass es die strategie der öff. arbeitgeber war die regulären verhandlungen scheitern zu lassen um dann in der schlichtung unter mithilfe des herrn spät ein "angbot" zu erhalten, dass genau ihren zielen und wünschen entspricht. die sind
- weiterhin lohndumping im öd
(lieber soll noch hartzIV als aufstockung gezahlt werden !!)
- minusrunde trotz rekordsteuereinnahmen
bei der erhöhung ihrer Diäten von 9,4 % (linear) waren die politiker nicht so zimperlich und langsam.
das gerede von 8% ist lächerlich. Die lineare erhöhnung ist nominal sowieso nur 6%, die einmalzahlungen kann man sich schenken, da sie später nichts bringen.
aufs jahr gerechnet verbleiben unter einbeziehung der erhöhung der arbeitszeiterhöhnung und der inflation ein -2,9% in 2008 und -4,3% in 2009. danke schön für gar nichts würde ich an stelle eines angestellten im öd sagen.

ein streik wäre absolut gerechtfertigt bis 8% linear für 1 Jahr gezahlt werden.





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