
Vielen Dank für Ihren Hinweis, daß "Lahm´s" englisch ist. Ärgerlich, daß mir sowas passiert.
Was die strukturelle Krise der Bayern anlangt, ist Folgendes zu sagen:
Zum ersten kann die Krise sehr wohl strukturell sein, ohne daß den Manager die Hauptschuld trifft. Zum zweiten habe ich nie behauptet, daß Herr Hoeneß nicht mitschuldig an der Krise ist (Die Entlassung Magaths halte ich im Übrigen für einen seiner größten Fehler). Im Hinblick auf das Wort Krise sollte man übrigens einmal beachten, daß man in Bezug auf den FC Bayern schon von einer Krise sprechen kann, wenn er nicht jedes Jahr Meister wird. Dem steht nicht entgegen, daß Herr Hoeneß über die Jahre hinweg der beste - oder zumindest einer der besten - Fußballmanager Europas ist.
Den Unterschied zwischen "verstehbar" und "verständlich" will ich Ihnen an Folgendem Beispiel erklären: Es ist für mich verstehbar, daß ein Pädophiler lieber kleine Jungs berührt als attraktive Frauen. Verständlich ist mir dies allerdings nicht.

Bemerkenswert, wo Hoeness sein Interview gibt: In der ZEIT, deren gelegentliche Versuche von Fußballjournalismus sich gerne durch eine bewundernswerte Mischung von kühner Meinungsfreude und bizarrer Ahnungslosigkeit hervortun. In FAZ und SZ wäre er wohl nicht so leicht davongekommen...
Zur Sache sellbst: Man hätte ihn ja mal spaßeshalber fragen können, wie er denn nach all seinen Einkäufen seine persönliche Bayern-Wunschelf - angenommen, alle sind fit - aufstellen würde. Das Gestotter hätte ich lesen mögen.
Lahm hat einfach Recht: Natürlich muss jede gute Mannschaft mehrere System beherrschen, aber es geht hier nicht um Details wie 4-3-3 oder flache Raute. Es geht um die grundlegende Spiel- und Vereinsphilosophie. Und da trägt das Bayern-Prinzip der Resultats-Fixierung (in Deutschland irgendwie erfolgreich - und damit automatisch auch in Europa) nicht mehr, auch, weil die Bundesliga im europäischen Vergleich sportlich zurückgefallen ist. Eine Entscheidung könnte sein, für beide Levels unterschiedliche Spielsysteme zu entwickeln. Oder aber, sich auf Europa zu konzentrieren, wie das z.B. Liverpool recht erfolgreich praktiziert hat. Egal wie - bislang ist eine Strategie nicht recht zu erkennen.

ich muss ihnen ausnahmlos zustimmen !!!!!!!
perfekte anlyse.
genau das hat auch die bundesliga insgesamt schwach gemacht und nicht nach vorne. entwicklung hat es kaum gegeben. erstrecht nicht bei den bayern.
aber diese entwicklung will kaum jemand verstehen. aber sie ist ein fakt!

Wenn man U. Hoeneß einen Rat geben darf, dann den, sich zum Mitarbeiter Lahm nicht in dieser Art und öffentlich zu äußern. UH sollte seinen Grundsatz befolgen, dies intern zu regeln; der öffentliche Schlagabtausch schadet dem Verein und beiden Persönlichkeiten.
Läge Lahm 90% falsch, was wären die letzten 10%?
Eines ist deutlich, Bayern München hat offensichtlich ein internes Problem, das man in der Vereinsführung wohl strategisches Defizit nennt, während die Spieler dies als Orientierungslosigkeit empfinden.

Schön und gut, aber welche Philosophie denn nach zuletzt 4 Trainern in 2 Jahren. Die Philosophie-Klinsmann wurde ja regelrecht abgewürgt (Aussage Rummenigge: Klinsmann war ein Fehler). Andere Trainer in der Zeit: Hitzfeld ("Stichwort Mathematik"), Heynckes, Magath, usw. Mir scheint es, de Philosophie bestimmt der Vorstand und zwar rein nach Erfolg. Nicht dass dies falsch sei, man muss sich dann aber auch dazu öffentlich bekennen, und nicht dauernd den Trainer wechseln. Oder ist man vielleicht auf der Suche nach dem Trainer, der die Philosophie des Vorstands spricht und lebt? Dann ist van Gaal sicherlich auch nicht der Richtige, da er eine eigene Meinung hat. Vielleicht sollte sich der Vorstand vielleicht wieder selbst auf die Trainerbank setzen. Der Kaiser wird's schon richten. Irgendwann wird es schon, Schau'n mer 'mal.

Also, wer das Interview liess, dem muss auffallen, das vielleicht doch Mr Gill versucht sein koennte, Spieler zu beeinflussen. Eigentlich, wenn wir Trochowskis Kommentare lesen oder von Rensing Sachen horen oder wie Lahm, ist es so, dass deren Aussagen sportpolitisch motiviert sind. So, komme ich auf die Schulden zu sprechen, wer sich fur den englischen Fussball interessiert, dem wird im vergangenen Sommer aufgefallen sein, das der Liverpool FC fast kaputt gegangen ware, weil ur-plotzlich das Geld des amerikanische Spekulantentums ausging 500 Mio Minus und sie den Finanzierungsplan bei den Banken nicht mehr einhalten konnte. Nur durch Gluck und durch Interventionen durch "andere" Glaubiger ist Liverpool noch da. Bei Man Utd ist das so, das der Klub weit uber 900 Mio Pfund in der Kreide steht. Chelsea FC hat ein Saisonverlust von wieder uber 400 Mio Pfund gemacht ... Eigentlich musste es Schuldenclubs untersagt werden in irgendwelchen europaischen Wettbewerben zu starten. Seriose Klubs wie Werder Bremen zum Beispiel oder auch Ulis Bayern, betreiben regulierende Finanzpolitik und werden dafur bestraft. Die Bundesliga ist nicht verschuldet, im Vergleich zu britischen Ligen die bis zu 3.000.000.000 Milliarden Pfund Schulden haben.

...teils unrecht. Als stolzer Bayern Hasser fällt es mir schwer Herrn Hoeneß auch nur ansatzweise Recht geben zu müssen, doch was seine Beurteilung der englischen und spanischen Mannschaften angeht, hat er einfach nur Recht. Würden dort auch nur ansatzweise die gleichen Lizenzbestimmungen gelt wie in der Bundesliga würden nach Arsenal, Liverpool, ManU, Chelsea oder Real Madrid kein Hahn mehr krähen. Diese Vereine arbeiten wirtschaftlich absolut unsolide und sind nach kaufmännischen Gesichtspunkten überschuldet. Unrecht hat Herr Hoeneß allerdings mit der eigenen Einkaufspolitik. Die war in den letzten 20 Jahren fast ausschließlich darauf ausgerichtet die Konkurrenz zu schwächen und nur selten sich selbst zu verstärken. Klose, Ribery und Robben bilden dabei Ausnahmen.

Was für eine Aussage - 90 Prozent! Wurde das etwa von findigen Mathematikern errechnet? Das Problem liegt offensichtlich nicht bei den Spielern, wohl aber bei Herrn Hoeneß selbst und den völlig verstaubten Denkprozessen und Verhaltensmustern, um so einen "Club" zu führen bzw. wie man heute mit Kritik umgeht.
Warum wählt Lahm die Öffentlichkeit? Weil er intern kein Gehör findet?
Wenn die obersten Herren locker und einsichtig wären, hätten sie die Kritik von Herrn Lahm dankend angenommen und darüber nachgedacht, ob er nicht doch recht hat. Jetzt driftet die Retourkutsche in die Verunglimpfung. Hoeneß und Co werden bald selbst Opfer ihrer Selbstherrlichkeit werden. Die Zeit für den Abschied ist gekommen - sie wissen es nur noch nicht. Nachfolger haben sie logischer Weise nicht aufgebaut, das hätte ja das Öffentlichkeitsbild verzerrt.
Die Klatsche für Herrn Lahm wird das Gegenteil von dem bewirken, was "Die da oben" sich zum Ziel gesetzt haben: Schauze halten. Die Zündschnur der Revolution glimmt. Die Detonation - wenn sie nicht vermeidbar ist - wird verheerend für den Club werden, weil man das Managementproblem nicht erkannte. Ist Herr Hoeneß nicht doch in der Zwischenzeit ein besserer Würstchenbrater geworden - man weiß es nicht.

Ja, viele der besten Clubs Europas haben Schulden. Was jedoch nur alzu häufig übersehen wird ist nicht die Frage ob ein Verein Schulden hat sondern ob er nach seinen Schuldendiensten profitabel arbeitet oder nicht! Sportliche Vereine sind längst zu Unternehmen geworden, und für ein Unternehmen ist es das selbstverständlichste der Welt Fremdkapital aufzunehmen! Oder wer würde etwa ernsthaft BMW oder RWE einen Vorwurf machen nur weil noch andere Kapitalgeber mit im Boot sitzen?!!

Ich gebe Ihnen vollkommen Recht. Der getroffene Hund bellt. Und herr Hoeneß bellt sehr laut.
Offensichtlich liegt Philipp Lahm nicht zu 90% falsch, sonder zu mindestens 90% richtig. Hoeneß hat nicht erkennt, daß nur Mannschaften mit einem Wir-Gefühl wichtige Spiele gewinnen können. Söldnertruppen mit Einzelstars können ab und zu eindrucksvolle Spiele liefern. Auf Dauer spielt man aber nicht auf Erfolg. Es könnte ja sein, daß der Teamrivale durch eine eigene Vorgabe zum Tor kommt.
Fußballmanager sollten auch Psychologen sein. Einer Truppe mit zuvielen Häuptlingen fehlen die Indianer.

wird im Alter nun doch etwas starrsinnig.....
Philipp Lahm hat in seiner Analyse recht,wobei... einen Idealzustand gibts bei keinem Club der Welt,auch nicht bei Barca.
Das Loch im zentralen offensiven Mittelfeld bleibt und Hoeneß guckt drumherum zu Robben und Ribery..das sind zwar zwei Ausnahmekönner,so sie nicht verletzt sind..aber sie sind nicht der Kit den eine Mannschaft braucht.
Was Spielerberater angeht...die Jungens könnten das meiste ohne diese Zwischenhändler und wären damit wohl besser beraten...
Lahm nun als Laufbursche hinzustelle Uli...unterste Schublade
Aber da sieht man mal wieder....der Chef darf solche Angriffe unter der Gürtellinie abschießen,was eine Moral in dieser wunderbaren Welt.

Ein Rabauke, der seine Emotionen nicht im Griff hat und teilweise bei geringsten Vorfällen völlig seine Fassung verliert. So was nennt sich dann Manager und will gar noch Präsident werden.

Offensichtlich muss Philipp Lahm genau die richtigen Schwachpunkte angesprochen haben, ansonsten sind für mich die wenig substanziierten Antworten von Hr. Hoeness nicht nachvollziehbar. Seine Argumentation ist teilweise grotesk, dagegen war das Interview in der SZ von Lahm inhaltlich so pointiert, dass Hoeness offensichtlich nur die verbale "Keule" gegen Lahm argumentativ rausholen kann. Ein Armutszeugnis ersten Ranges, Souveränität sieht anders aus. Auch der "Seitenhieb" gegenüber Trochowksi ist die unterste Schublade und weit davon entfernt überhaupt Ernst genommen zu werden. Hoeness ist gerade dabei seine letzte Reputation zu verschleudern. Auf diesem Niveau wird ihn bundesweit keiner mehr für voll nehmen.

"Getroffene Hunde bellen"! Mehr Energie muss man auf diese Nebensache nicht verschwenden, da gibt's wichtigere und spannendere Themen.

die interessanteste Frage zu Uli Hoeneß ist doch manchmal die, wieso es einem Verein wie dem FC Bayern trotz eines solchen Managements so gut geht ... man hat es versäumt, den Vertrag von Michael Balack rechtzeitig zu verlängern und so einen Betrag zwischen 30 - 40 Mio € verloren. Die Integration von Deißler ist vollkommen mißlungen und die Liste ließe sich beliebig verlängern ....alleine die Tatsache, dass andere Speiler nur verpflichtet werden, damit andere Vereine sie nicht unter Vertrag nehmen können (Schlaudraf) zeigt doch nur, dass dort Macht und Klugheit nicht immer harmonieren ...so braucht auch nicht darauf einzugehen, dass U.H. die wesentlichen Punkte von Philip Lahm gar nicht in ihrem Gehalt angeht, sondern an den verschiedenen Fragen vorbeiredet. es war halt schon immer schwierig klüger als der Chef zu sein ...

ist schon so eine sache.
Ein befreundeter Bayernfan sagt immer so schön "was haben die denn schonm mit ihren vielen millionen erreicht...chelsea...arsenal...man city...nix"
Was diese erreicht haben-sie gehören zu den 5-7 mannschaften in europa die sich extraklasse nennen dürfen und in den klub der potentiellen CL-sieger gehören.
Dummerweise kann immer nur einer gewinnen.
Noch dümmer ist das die bayern nicht in den kühnsten fantasien auch nur ansatzweise in der nähe dieser gruppe sind-selbst mit ribery und robben-wobei der erstgenannte wohl nächstes jahr die flucht ergreifen wird.
Herr Hoeneß hat nicht begriffen das es nicht reicht immer nur die Buli schwch zu kaufen um auch große Titel zu gewinnen. Seit 2 Jahren beginnt man auch außerhalb der BuLi nach Stars zu suchen..mit hohem Aufwand.
aber das heißt nunmal auch 1, 2 Jahre aufbauarbeit...siehe Man City die nächstes jahr wohl viele ärgern werden.
Nur dazu war schonmal ein Hoeneß gar nicht bereit-öffentlich zu verkünden: Wir bauen um-während der Umbauphase nur Notbetrieb-wir eröffnen im neuen Gewand. Ob es nur um Finanzen oder auch um Sport geht....keine Ahnung.

Ihr Kommentar wirft ein paar Fragen auf:
Wenn die Krise eine strukturelle ist, wieso ist der Manager dann nicht dafür verantwortlich?
Was ist der Unterschied zwischen verständlich und verstehbar?
"Natürlich daß man von Profifußballern keine rhetorischen Geniestreiche erwarten. "
...
Ich denke doch, dass ein gewisser Mut dazugehört eine Meinung zu äußern mit der man direkt seine Vorgesetzten und sein berufliches Umfeld kritisiert. Auf jeden Fall mehr Mut als dazu gehört hier auf Lukas Podolski herum zu hacken.
P.S.: Das ist Englisch: "Lahm´s"

warum dann so eine hohe Geldstrafe nötigt vom FCB. Was passieren kann, sieht man bei Torwart Enke. Warum muss sich Hoeneß so bei der Presse so gewaltig in Positionierung stellen und war dann auch noch vor der Presse verärgert. Warum konnte er nicht es gnauso sagen wie es der Kapitän der Mannschaft gesagt hatte, habe heute keine Presse gelesen! Was im Fussball wichtig ist, ist das man durch Spiel Spass und Spannung erleben darf. Alles andere ist Abzogerei und blenderei, es geht um Geld um Rum und Macht. Letzendlich ist das eine andere Art der Form von Gier! Bitte Herr Uli Hoeneß wenn Ihnen das Stadion im Magen liegt muss es nicht jeder Wissen müssen. Seine Aussage zu Müller war auch nicht gerade hilfreich! Und dieser Müller hätte am Samtag gespielt wenn es nicht schon am Mittwoch wäre!

Es ist immer wieder verwunderlich, dass Menschen die, wie Hr. Hoeneß, gerne austeilen, so wenig sachliche Kritik vertragen, ob die Form die Hr. Lahm nutzte die richtie war, ist diskutabel. Aber man sollte mit dem Nimbus des "erfolgreichsten" Managers durchaus brechen, da dies doch seit ca. 8-9 Jahren kaum mehr der Fall ist. Schaut man sich die Fehleinkäufe und die Transferüberschüsse, bzw. die -verluste an, die sich in diesem Zeitraum summierten, bleibt zumindest nicht mehr viel übrig. Gleiches gilt für die chaotische Trainerpolitik (Trappatoni, Rehhagel, Trappatoni, Hitzfeld, Magath....)
und so nebenbei sollte man sich anschauen wie weit Arsenal die letzten Jahre in der CL kam und wie weit Bayern, ein wenig doof ist natürlich, dass der FCB nicht jedes Jahr dabei sein konnte.

Da hat einer komplett die Bodenhaftung und den Realitätssinn verloren. Es wird Zeit, dass Hoeneß in der Nachfolge zu Beckenbauer nur noch den Grüß-Gott-August gibt. Ernst nehmen kann man den Mann nicht mehr. Er droht nur noch, erhebt nicht substantiierte Anschuldigungen gegen Dritte und es fehlen ihm komplett die Mittel zur Durchsetzung seiner Gemütsausbrüche. Bayern München hat womöglich einen wirtschaftlichen Aufschwung unter Hoeneß erleben dürfen, sportlich befindet man sich bestenfalls auf einem gleichbleibenden, unbefriedigenden, zumindest den lauthals verkündeten Ansprüchen entsprechenden, Niveau. Internationale Spitzenklasse sieht anders aus, nationale Klasse definiert sich auch nicht mehr unbedingt über Bayern. Hoeneß hätte sich aus dem sportlichen Bereich schon lange raushalten und seine ganze Kraft der wirtschaftlichen Konsolidierung widmen müssen. So wird Bayern länger brauchen, um zu alter Stärke zurück zu finden. Für die Bundesliga ist es letztlich nur positiv und führt zu einem hoch interessanten Wettbewerb. Insofern sollten alle Fußballfans Danke an Hoeneß sagen. Bundeslige war noch nie so spannend wie in den letzten Jahren, seit Bayern keine Dominanz mehr zeigt.

... am Ende der persönlichen Schaffensperiode mit einem derartigen Entwicklungskorridor verabschiedet zu werden. Das Problem bei Bayern München sind die Herren Beckenbauer, Rummenigge und Hoeneß. Da hat sich viel Gutsherrenart eingeschlichen und die phantastische, im Sinne von irrige, Bewertung der Konkurrenz sowohl in Budesliga als auch in UEFA-Wettbewerben.

So gerne ich den FC Bayern (national) auch verlieren und dabei Hoeneß´ hochrotes Gesicht sehe, so unumstößlich ist in meinen Augen, daß er der beste Fußball-Manager Europas ist. Die Krise des FC Bayern halte ich im Übrigen für eine strukturelle.
Hoeneß´ Verärgerung über Lahm´s Berater kann ich sehr gut verstehen. Zudem ist es für mich zwar verstehbar, jedoch nicht verständlich, warum sich heutzutage nahezu jeder Spieler mit einem Berater schmückt. Äußerst lachhaft ist, daß die Masse der heutigen gutverdienenden Fußballprofis ohne ihren Berater gerade mal einen Longdrink in der Disco bestellen kann. Natürlich daß man von Profifußballern keine rhetorischen Geniestreiche erwarten. Daß allerdings Hohlköpfe wie Lukas Podolski, die statt einigermaßen vernünftigen Sätzen nur Grunzlaute von sich geben, zu Vorbildern unserer Kinder hochstilisiert werden, gibt mir sehr zu Denken.
Im Übrigen finde ich Lahm´s Äußerungen keineswegs besonders mutig. Die Geldstrafe hat er bei seinem nicht ganz so niedrigen Gehalt gerne in Kauf genommen. Irgendwelche schlimmeren Konsequenzen hatte er ebenfalls nicht zu befürchten. Da seine Kritik dem Inhalt nach vermutlich nicht ganz falsch war, durfte er sich auch des Rückhalts der Fans sicher sein.

Ist Arsène Wenger, der angebl. seit Jahren so erfolglose Trainer nicht auch als Wunschkandidat bei Hr. Hoeneß auf der Liste aufgetaucht, aber wegen bestehender Verträge wieder hinten runtergefallen?
Hat der FCB nicht letzte Saison gegen die Superphilosophie eine schmerzvolle Klatsche einstecken müssen. Und ist das System - Nachwuchs, aktuelle Mannschaft, Spielsystem - nicht eigentlich das, was der FCB auch gerne hätte. Zu ergründe bliebe dann noch, ob der BLUTJUNGE Guardiola, der in seiner 1. (!!) Saison das Triple schaffte, das System spielte, das die Spieler ermöglichten, oder anders herum. Und 400 Mio. Erfolg sind immer besser als mind. 30 Mio (Gomez) auf der Bank.
ManU ist einer der intern. Topvereine. Eine Adresse, an der sich der FCB gemessen sehen will. Jetzt auf einmal ein Rohrkrepierer?
Der von Ph. Lahm eingeschlagene Weg zeigt, dass es aktuell die einzige Möglichkeit ist, beim FCB etwas zu verändern. Selbst der Kaiser mußte Hr. Lahm beipflichten.
Die aktuelle Situation von Hr. Hoeneß zeigt, dass auch er den optimale Zeitpunkt verpasst hat, das Feld zu räumen. Das Bild, was er und sein Verein aktuell abliefern, ist nur ein Schatten früheren Ruhmes.