Bundesligavermarktung

„Für diese Marktregulierung ist das Kartellamt nicht zuständig“

Kartellrechtsforscher kritisieren, die Behörde habe einerseits der DFL zu detaillierte Vorgaben geliefert, andererseits aber Bereiche der Zentralvermarktung gebilligt, die den Fans keine Vorteile brächten. Wichtige Fragen seien allerdings offen geblieben. Von Melanie Amann

Lesermeinungen zum Beitrag

28. Juli 2008 15:29

@ Paul Rabe (heidepaul)

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Lieber heidepaul! Thema verfehlt - richtig! Aber SIE hatten hier die Meinung 'aus dem Ärmel geschüttelt', , dass der ÖRR "free-TV" ist - deswegen war ich so frei, diese Plattform zu nutzen IHNEN 'diesen Zahn zu ziehen'(resp. ziehen zu wollen). Desweiteren MUSS die Frage gestellt werden (dürfen) ob das Engagement in diesen finanzintensiven Sparten nicht gerade die Zwangsgsbühren hochtreibt?!!?! Achtete dagegen eine Behörde darauf, solche 'volksrelevanten' Übertragungen jedem zugänglich zu machen, reichte es aus, diese einem unverschlüsselt zu empfangene Sender zuzuteilen. Unabhängig ob ÖRR oder Privat-TV.

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26. Juli 2008 11:10

nicht im Rundfunkstaatsvertrag gedeckt

Franz Holzinger (franzholz)

Wenn ich mir den Rundfunkstaatsvertrag durchlese (www.lfk.de), dann sehe ich die Entscheidung des Kartellamts nicht gedeckt. Die deutsche Bundesliga fällt nämlich nicht unter den Punkt I § 4 (2) Fussball Großereignis. Ich sehe somit keinerlei Beauftragung von ARD und ZDF, das live oder in Kurzfassung senden zu müssen. Es ist sehr zu hinterfragen, wie die Kartellrechtshüter dazu kommen, dass die Bundesliga am frühen Abend in einem freien Fernsehsender zusammenfassend gesendet werden müsse. In welchem Gesetz wäre das festgeschrieben? Aber andererseits könnte der DFL sich den freien Fernsehsender nun aussuchen, der am meisten dafür zu bezahlen bereit ist. Es sollte auch ausreichen, diese Zusammenfassung im Internet zu zeigen, weil dieses heutzutage von mehr als 2/3 der Bevölkerung abgerufen werden kann.

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25. Juli 2008 16:32

Herrn Steuben - Thema verfehlt

Paul Rabe (heidelpaul)

Es geht hier NICHT um die Frage ob unserer Gesellschaft gebührenfinanzierte öffentlich rechtliche Medien benötigt sondern um, siehe Titel, "Bundesligavermarktung". Bei der Betrachtung dieses speziellen Themas sollte man die Randbedingungen so nehmen wie sie nunmal faktisch sind, also davon ausgehen, daß die Gebühren an ARD und ZDF vom Zuschauer unabhängig vom Fußball bezahlt werden müssen. Würde man dies in Frage stellen könnte man auch jede belibige andere Randbedingung in Frage stellen und völlig den Faden verlieren. Oder wäre es sinnvoll dieses Thema erstmal mit einem grundsätzlichen Diskurs über die Sinnhaftigkeit von Profifußball zu beginnen ? Oder über die Frage ob man überhaupt Privateigentum benötigt ? Auch damit würde man über das Ziel hinausschießen, die Randbedingung 'Privateigentum' sollte man genauso wie die Randbedingung 'öffentlich, rechtliche Medien' akzeptieren.

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25. Juli 2008 11:50

@ Paul Rabe (heidepaul)

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Lieber heidepaul! Sehen Sie: DAS ist bereits der Effekt der diktatorisch zwangseingezogenen 'Gebühr'. Sie scheinen sich schon SO daran gewöhnt zu haben - sie akzeptiert zu haben -, dass sie die dafür erbrachten Leistungen als mildtätige Heilsgabe betrachten. Stellen Sie sich doch einmal vor, alle, die Flüssigkeit zu sich nehmen, müssten per staatlichem Zwangsinkasso auch eine Alkohlsteuer zahlen. Denn sie KÖNNTEN ja Alkohl konsumieren. Alle dann mit der Alkoholsteuer finanzierten Boxkämpfe, Eierläufe, Squaredances (z.B.) fänden Sie dann auch gut, weil sie ja für das Publikum ein Geschenk wären - sie Steuer muss ja sowieso entrichtet werden? Ihre Ansicht (nicht nur zu diesem Thema) erscheint mir sehr obskur und dubios... Fazit: ARD und ZDF sind keine 'free-TV-Sender'! Sie sind sogar sehr teuer für das, was sie versprechen (Niveau, Bildungsfernsehen, Grundversorgung= Relikt aus den 50ern) im Verhältnis zu dem was sie liefern (Lindenstraße, Tour de EPO, Verbotene Liebe, Marienhof...) Das zeigt, dass ÖRR und Private sich inhaltlich die Hand reichen können. ÖRR kosten aber zwangsmäßig meine Gebühen, die man bei sorgfältigerer Auswahl stark kürzen könnte; Private kosten mich nur 'Werbe-Nerven' - davon habe ich aber mehr als Geld...

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25. Juli 2008 11:00

Wie man's macht...

Nathalie Neumann (NathiNeu)

Das war ja klar, daß sich zu der Kartellamtsentscheidung rasch unterschiedliche Juristenmeinungen finden. Das wäre auch passiert, hätte das Amt die DFL-Pläne durchgewunken. Es ist doch schon einmal versucht worden, die freiempfangbare Bundesliga-Berichterstattung in den Abend zu verlegen, um den Abonnementverkauf der Live-Berichte anzukurbeln. Das ist mißlungen, der Verbraucher wollte das nicht. Das Angebot im Pay-TV muß eben so attraktiv sein, daß der Zuschauer die Mehrkosten trotz Alternative im Free-TV tragen will. Wenn Sirius drei Milliarden Euro an die DFL zahlen will, muß Sirius die plus Produktionskosten plus Gewinnmarge wieder einfahren. Das geht nicht mit Angeboten zu ein paar Mark. Leute, die sich das nicht leisten können oder wollen, würden ausgeschlossen; das kann weder im Sinne der Fußballvereine noch der werbetreibenden Industrie liegen.

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25. Juli 2008 10:31

ARD ist Free-TV

Paul Rabe (heidelpaul)

...weil wir die Gebühren sowieso bezahlen MÜSSEN, auch wenn wir keine Minute Fernsehen gucken. Die zusätzlichen Kosten die uns entstehen, wenn die ARD ein bestimmtes Programm ausstrahlt sind also NULL. Der Fußball wäre also 'free', wir würden nicht weniger bezahlen wenn wir ihn nicht angeboten bekämen (oder glaubt jemand, daß die Gebühren dann sinken würden ? wohl kaum....)

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24. Juli 2008 23:50

Die Motivation des Kartellamtes

Jürgen Zwiebel (Konspirant)

ist wahrscheinlich Amtshilfe für die öffentlich-rechtlichen. Die müssten dann nämlich mit dem vielen Geld etwas hochwertiges erschaffen, gar noch mit ähnlichem Unterhaltungswert wie Fußball. Damit sind die doch völlig überfordert.

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24. Juli 2008 21:40

ARD/ZDF sind kein FreeTV!!!

Andreas Spengler (a.spengler)

Oder habe ich was verpasst und die Rundfunkgebühren wurden über Nacht abgeschafft? Kann sich eigentlich niemand vorstellen, dass vielleicht nicht jeder Gebührenzahler die Bundesliga mitfinanzieren will?

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