
das war Ende der achziger Jahre und in den fruehen Neunzigern, da habe ich den Spiegel noch gelesen. Es war damals ein informatives und auch kontroverses Blatt, wo ich viele Anregungen erhielt mich mit Politik und anderen Themen auseinanderzusetzen. In vielen Universitaetsbibliotheken liegen noch alte Exemplare. Da kann man den Fall einer Zeitschrift mitverfolgen.

Ich hatte in der Vergangenheit häufig die Atomartikel des Spiegel betrachtet.
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Der "Atomspezialist" des Spiegel ist ein Mitarbeiter des Ökoinstituts Darmstadt. Er beherrscht den Spiegel Schreibstil. Er beherrscht die Ausdrucksweise der Kerntechnik. Gleichwohl Ex. Minister Gabriel/die SH Umweltministerin dem Ökoinstitut lukrative Aufträge zur Begutachtung des KKW Krümmel erteilt haben, hat er aus den Unterlagen usw. vermutlich sehr wenig Wissen erlangt.
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Wenn man die Aussagen des Spiegels um 180° dreht - spiegelt -, so erhält man ein sehr gutes Bild der Geschehnisse in diesem Bereich.
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Vandale

Nachdem der Spiegel dieses Jahr mehrfach versucht hat, in Artikel Guttenberg zu bekämpfen, hat er wohl jetzt aufgegeben. Hier bestätigt sich nur, was sich bei genauerem Hinsehen seit langem bei allen Spiegel-Markenprodukten zeigt - man versucht, die politisch korrekte Volks- und Kollegenmeinung zu erkennen und schreibt dann dementsprechend. Im Zweifel natürlich links, kommt ja immer gut, aber Hauptsache wir bestätigen die Meinung und Vorurteile unserer Leser. Mit Guttenberg hat das nichts zu tun und in dieser Hinsicht sind die Angriffe von Herrn Reents für die FAZ peinlich.

Im einzigen Bereich, den ich wirklich beurteilen kann, der Gesundheitspolitik, hat der Spiegel, vornehm ausgedrückt, in den letzten Jahren gelogen in einer Dimension, die schon unfassbar war. Ganz schlechte journalistische Recherche ist das eine Erklärungsmodell, ................
Wer imstande ist, die Lüge, und sei sie politisch noch so gewollt, so zu institutionalisieren, dem glaube ich auch in anderen Bereichen nichts. Das zum Spiegel.
Das Phänomen Guttenberg könnte ein anderes sein. Es könnte sich hier um einen Ausnahmepolitiker handeln, könnte wohlgemerkt. Vielleicht, weil er, noch jung, sich noch nicht ausreichend besudelt hat mit Politikerfahrungen, vielleicht aber auch, weil Intelligenz und Integrität sich hier paaren.
Nur mal angenommen, wir hätten endlich wieder einen fähigen Politiker unter uns, jemand der die Wahrheit ausspricht, die nicht immer geliebt wird (siehe Opel) und auf der anderen Seite unseren Kriegern in Afghanistan sagt: ich sehe und anerkenne Eure Situation, (Not?).
Würden wir einen solchen Politiker unterstützen oder würden wir ihn steinigen?
Um Antworten von Frau Merkel und Herrn Seehofer bitte ich ausdrücklich nicht.

1. Offensichtlich handelt es sich bei Herrn R. nur um einen "Kulturfredi" - schlimm, dass er sich zu einem kulturfremden, "ernstem" Thema äussert... .
2. Vor einem Vierteljahrhundert wäre der Verfassung des Spiegel-Artikels von der Herausgeberseite einen Monat in den Verlagskeller gesperrt worden, für eine solche Lobhudelei.
3. Man bedenke, das DE de facto im Kriegszustand ist (ich schreibe bewusst de facto, nicht de jure völkerrechtlich!). Und da entblödet sich eine an sich -immer noch- ernstzunehmende, Meinungsführerschaft reklamierende Wochenzeitschrift, egal ob "nur" online oder wie auch immer, im Stil der BUNTEN über Boris Becker oder ähnliche Leichtgewichte, des Grafen Hofberichterstatter beim tapferen, generösen Anflug in o. übers Feindesland zu sein - AUA.
4. Von meiner beissenden Kritik nehme ich den Minister ausdrücklich aus - er wäre ja blöd, sich nicht so vergöttern zu lassen... .
Merzi fürs Mitlesen! TS

die Themen aus oder ist "uns Edo" der Mann für´s Grobe, daß sie einen derartigen Artikel nötig hat?
Die FAZ kann mit solchen Artikeln, die für mich ein "über andere (Medien) Herziehen" sind, bei mir nicht punkten. Da hat die FAZ selber schon viel zu viele nichtssagende Artikel geschrieben.

sich aktiv in die Politik einzumischen und durch taktische Berichterstattung Parteien, die sie gemäß ihrer Philosophie als politische Gegner betrachtet, ein Bein zu stellen. Nur oberflächlich gesehen ist es lediglich eine für den Spiegel ungewöhnlich positive Berichterstattung über einen CSU Spitzenpolitiker. Zuerst bot sich das Motiv, die Populärität und damit die hits bzw. die Auflage der Printversion zu steigern, in dem man mit den Wölfen (Mehrheitsmeinung) heult, an. Nicht völlig auszuschließen, wer aber seit Jahrzehnten die Publikation regelmäßig liest, wird zu einem anderen Schluß kommen. Merkel hat z. Zt. keine ernstzunehmenden, innerparteilichen Widersacher, muß sich aber vor dem Hoffnungsträger der Schwesterpartei CSU, dem es als einzigem je gelungen ist, in Umfragen bzgl. Popularität in ihr vorbeizuziehen, in acht nehmen. Selbst der zur Legende gewordene F.J. Strauß genoß in seinen besten Tagen keine derartige bundesweite Zustimmung unter der Bevölkerung. Indem der Spiegel v. Guttenberg medial unterstützt, treibt er einen Keil zwischen CDU und CSU und verbessert so die Chancen der ihm nahestehenden SPD, in absehbarer Zeit an der Macht beteiligt zu sein.

Wir haben einen weißen Obama! Zeit wirds, wir können uns ja nicht von den Amis die Presse klauen lassen.

Kann ich nur gut finden, wenn mal eine Zeitung über den Unsinn in anderen Zeitungen berichtet. Sollte viel öfter passieren. Vielleicht gibt es ja lernfähige Redaktionen.

ich lese spiegel und faz, manchmal online, manchmal gedruckt. Ich tue das nur in der unbegründeten Hoffnung, dass sich endlich mal die Presse besinnt auf 'unabhängig' und 'Recherche'. Und dass sie den Einfluss, den sie ausübt, zugunsten Aller ausüben will.
Online bevorzuge ich faz.net vor 'Spiegel Online', weil man bei faz.net in natürlicher Weise die Möglichkeit hat, etwas zu sagen und zu lesen, was die anderen sagen und zu sehen, wie die Lesenden die Kommentare bewerten. In Spiegel Online schreibe ich keinen Kommentar.
Trotzdem hat Spiegel Online häufig Beiträge zu aktuellen Themen, die der FAZ entgangen sind.
Sich gegenseitig in diesem traurigen Stadium der Berichtserstattung zu attakieren, macht die Sache nicht besser. Aus einem ähnlichen Grund versucht Gabriel gerade verzweifelt einen Neuanfang.

Den Spiegel lese ich schon lange fast gar nicht mehr. Nicht nur, da zu Aust Zeiten alles aufgebläht wurde, in der Berichterstattung über den Nationalsozialismus schwang zumindest manchmal auch eine unterschwellige Bewunderung für Glanz und Gloria der NS-Führer mit.

Es ist ja durchaus ungewöhnlich, dass von einem Journalisten ein Konkurrenzblatt kritisiert wird. Darum war ich gespannt, was denn Spiegel-Online angestellt hat. Als ich den Artikel gelesen hatte, war ich leider immer noch alleine mit meiner Frage. Kann es sein, dass da jemand ein persönliches Problem abarbeiten musste?
Tut mir leid, aber dieses Niveau von Artikel sollte nicht zum Standard von Faz.net werden, das ich ansonsten sehr schätze.

... wobei die Lesekombi FAZ und Spiegel nicht die gängigste sein wird, jedoch ...
Das Steckpferd Bundeswehr des (Online-)Spiegels hat durchaus seine Reize: Ich mag z. B. die zweimal jährlich "zufällig" erscheinenden Berichte rund um den Offiziernachwuchs ... da werden sogar ab und zu die Bilder ausgetauscht, leider jedoch nie der (naive) Tenor. Und trotz weit unter 15% Frauenquote in den Streitkräften sind da immer junge, ganz normale Damen in Wort und Bild dargestellt ... alle ähnlich zuversichtlich wie die männlichen Mitstreiter und mit dem Rezept "dafür habe ich unterschrieben" gewappnet, falls es mal ernst wird.
Nun echauffiert sich stellvertretend für die (Online-)FAZ jemand und wirft dem Konkurrenzangebot Hofberichterstattung vor. Zu Recht, wie ich finde. Der Vorwurf ist nicht haltlos, obwohl manch böse Zungen derzeit die Pharmaindustrie und ihre Impfprodukte gut beworben wissen, in der FAZ.
Tja, so verteilt sich dann die journalistische Objektivität hoffentlich zu gleichen Teilen und lässt dem Leser alle Deutungsfreiheiten.
Da braucht es meiner Meinung nach aber nicht einen empörten Artikel, sondern eher mal eine Überprüfung der Abhängigkeiten, bei allen Blättern.

Anders kann ein derart leerer und tendenziöser Artikel nicht zustande kommen. Lieber Herr Reents, ich hoffe Sie haben noch einige Talente! Das Kommentieren und das Schreiben von Artikeln ist jedenfalls nicht Ihre Stärke!

verfehlt den Anspruch, sonderlich ernstgenommen zu werden. Ein "suboptimales" journalistisches Gelegenheitsprodukt. ;)

Man kann doch wohl den Spiegel-Beitrag als geschichtliches Ereignis ansehen : das muss das erste Mal in der Geschichte der BRD sein , dass ein CSU-Politiker im Spiegel "positiv" abgehandelt wird !
Aber vielleicht ist es reine Perfidie mit Langzeit-Zuender : wer einmal im Spiegel so gut wegkommt , kann der jemals in Bayern Ministerpraesident werden ?

Gut, daß Herr Reents die Spiegel-Federn am Beispiel des Barons Guttenberg mal etwas aufs Korn nimmt. Man fragt sich als Leser schon, was wohl in Hamburg an der Brandstwiete passiert sein muß, wenn man dort plötzlich derartige Jubel-Arien auf einen noch ziemlich jungen und relativ unerfahrenen Politiker singt. Liegts daran, daß er ein ordentliches Englisch spicht? Liegts an seiner schönen Gattin aus dem nahen Sachsenwald? Oder sind beim Spiegel einige der kollektiven Bewusstlosigkeit anheim gefallen, weil hier alter Adel telegen und Diana-like in jungen Kleidern daherkommt und wie ein Model angehimmelt wird ? Ich neige nicht zum Fremdschämen, aber a bisserl peinlich is mir der Spiegel im Moment scho...

... es tut uns unheimlich Leid, dass sie ohne Adelstitel geboren wurden. Ich kann ihnen jedoch versichern: In unserer heutigen Gesellschaft ist ihr Neid unbegründet - Sie können also ruhig auch wieder stärker journalistisch tätig werden.

Könnte man ja fast Effizienz nennen - Spiegel + Guttenberg bashing in einem einzigen Artikel!
Nein meine liebe FAZ, sowas geht nun mal garnicht. Der Artikel besteht aus Sarkasmus pur und enthält ähnliche viel Informationsgehalt wie die dort kritisierte Stellungnahme des guten Freiherrn.

... mit der partiell wüsten Kritik an Herrn Redakteur R. .
Ich selbst staune, wie der einst linksliberale Spiegel mittlerweile zum Allerweltsgewäsch, mal lesbar, mal grausam, mutierte. Weil ich ihn täglich eine viertel Stunde "online" konsumiere, kauf ich mir aus wahrscheinlich falschem Anstandsgefühl die Druckausgabe ab und an wieder - und bereue es jedesmal.
Klugen Lesern rate ich zur (gedruckten) FAZ sowie der NZZ :-) .

Das Auftreten zu Guttenbergs tut vor allem dem Soldaten gut und vielleicht schaffter es damit, dass diese auch in der Bevölkerung mehr Rückhalt erlangen. Bisher wurde ja bei jeder sich bietenden Gelegenheit von allen auf sie eingedroschen. Es wäre schön, wenn das endlich vorbei wäre.

Mann merkt halt doch die Literaturredaktion. Edo Reents solte bei Thomas Mann bleiben, bei der Truppe kpmmen die Selbstverständlichkeiten des Herrn zu Guttenberg "gut" an.

Sehr schön. Und wenn nun noch jemand die Parallelen zwischen Guttenberg und Obama zieht, bekommt dieser vielleicht den Literaturnobelpreis.