Wissensplattform „Knol“

Hat Google den „Wikipedia-Killer“?

Google greift Wikipedia an: Mit „Knol“ hat der Internet-Gigant jetzt eine Wissensplattform bereit gestellt, die eine Alternative zu Wikipedia sein könnte. Die Online-Enzyklopädie wird Marktführer bleiben, wenn sie auf ihre bisherigen Stärken setzt. Von Marco Dettweiler

Lesermeinungen zum Beitrag

25. Juli 2008 11:20

Wikipedia vs. Google

Thomas Schmitt (redfish)

Dass beim "google"-Portal der Autor entscheidet, welche Veränderungen in den Artikel eingebaut werden und welche nicht, ist ein großer Vorteil gegenüber der Wikipedia. Bei Wiki halten mir mittlerweile bei den politischen Artikeln viel zu sehr die Linken das Ruder in der Hand. Da werden Terroristen schnell mal verharmlosend als Aktivisten oder Widerstandskämpfer bezeichnet - und wer es wagt, das zu berichtigen, hat schnell einen linken Blockwart mit Mod-Berechtigung am Hals. Der auch arrogant und unverschämt genug ist, willkürlich ihm unliebsame Wiki-Autoren zu sperren. Gut, wenn das bei Google anders läuft.

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25. Juli 2008 09:52

Warum eigentlich Konkurrenz oder gar "Killer"?

Marvin Parsons (mapar)

Mehr als ein solches Angebot im Internet zu haben ist kein Fehler, so wie es gut ist daß es nicht nur eine Nachrichtenseite im Netz gibt. Wikipedia ist in vielen Fällen hilfreich, doch wenn es in die Tiefe geht trifft man auf viel Halbwissen in den Artikeln, und die politischen oder sonst umstrittenen Themen sind in der Hand von Ideologen, Hütern der Political Correctness und Gutmenschen, die offenbar die Zeit und die Ausdauer besitzen, jede andere Sicht der Dinge als ihre eigene auszumerzen. Außerdem läßt die sprachliche Qualität öfter an bemühte Sozialkundereferate von Oberschülern denken. Einige dieser Nachteile könnte der Google-Ansatz vermeiden oder das wenigstens versuchen.

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25. Juli 2008 08:22

Die Wissenskrake Google...

thomas Lehmann (thyceomx)

..will alles wissen und Wissen vermitteln. Knol ist dazu ein guter Ansatz, der zum Googleerfolg verdammt ist und ihn sicher auch haben wird. Anmerkung: Microsoft will mit einem IE-Marktanteil von mehr zwei Drittel sicher nichts "in die Knie zwingen", denn da gibt es nichts zu bezwingen. Wenn überhaupt, dann haben sie etwas Konkurrenz bekommen - mehr aber auch nicht. PS: Opera rules!

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25. Juli 2008 00:44

schade...

Leon Hartner (l.hartner)

...dass die bastion wikipedia zu wankt! Wikipedia war zwar vielleicht nicht perfekt, aber doch schon überraschend gut; Studien (von der FAZ veröffentlicht?) zufolge nicht schlechter als die Encyclopedia Brittanica. Das werbungsfreie Wikipedia war ein Meilenstein des Prinzips kostenlose Bildung + mündiger User. Es graut mir vor der Vorstellung dass google womöglich bald Lexikonartikel herausgibt, je nach Herkunftsland zensiert.

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24. Juli 2008 21:32

Eine gute Idee

Matthias Rüttgen (MRuettgen)

Da Wikipedia inzwischen arg unter PR-Abteilungen, machtsüchtigen Administratoren, verrückten Dauerusern und Vandalen leidet und eine ernsthafte Nutzung nur unter genauer Lektüre der zugehörigen "Diskussion" in Frage kommt, hat das Google-Projekt definitiv eine Chance. Ich werde es im Auge behalten!

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24. Juli 2008 19:54

Vorteile für Autoren

Franz Müller (Franzy)

Einen vielleicht gewichtigen Vorteil hat m.E. "Knol", nämlich die finanzielle Entlohnung der Autoren, was für manchen Wikischreiber Anreiz sein könnte, sich bei Knol zu bewerben und die bisher bei Wiki geopferte ehrenamtliche Zeit in Bezahlzeit umzutauschen. Außerdem pfuscht nicht jedermann in den Beiträgen herum oder löscht diese gar. Bei Knol wird der "Team"-Gedanke durch "persönliche Zuständigkeit" abgelöst. Das hat auch Vorteile, da im Team Einzelleistungen und damit auch die mit ihnen verbundene Ehre weitgehend untergehen.

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24. Juli 2008 18:41

Hurra!

Thomas Berger (tberger)

Endlich Links bei faz.net!

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24. Juli 2008 18:18

In extremistischer Hand

Hans Meier (Schwanzhund)

Das statische Element ist ein großer Vorteil. Man muß bei sozialwissenschaftlichen oder politischen Themen keinen Konsens mit politischen Extremisten mehr erzielen, die durch bloße Präsenz, durch ihr bloßes Mobilisierungspotential ihre Meinungen überall durchdrücken. Das versaut die ganze Wikipedia, daß politische Extremisten dort einfach den Artikel solange immer wieder verändern, bis sie einen parteiischen Moderator gefunden haben, der ihn dann "einfriert". Manche Extremistengruppen zeigen eine solch massive Umtriebigkeit beim Herstellen virtueller "Wahrheit", daß man glauben könnte, da sitzen staatlich finanzierte Aktivisten dahinter. Dann soll der Leser lieber Gelegenheit haben, zu kontroversen Themen unterschiedliche, aber jeweils in sich stimmige Artikel miteinander zu vergleichen und selönst zu urteilen.

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24. Juli 2008 18:00

Konkurrenz belebt das Geschäft

Dominik Förderer (fruddi)

und der Nutznießer ist unterm Strich der Kunde bzw. User. So wenig man die Wikipedia von einem kommzerziellen Informationsmonopol zurückgedrängt sehen will, so sehr weiß man auch um ihre Schwächen. Ein zweites Wissensportal, würde ich wie eine zweite Meinung erachten und kann ich daher nur befürworten. Wobei die beiden Motivationstreiber hie ideologisch da monetär sich krasser nicht gegenüber stehen könnten. Man darf gespannt sein wer das Rennen auf Dauer macht.

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