Wenn man weiss, dass ein derartiger Bericht mittels demokratischer Abstimmung zustandekommt, das heisst, die Mehrheit sagt was richtig ist, dann weiss man auch, dass diesem Bericht zwar eine Methode zugrundeliegt, nicht aber zwingend Wissenschaft.
Ich halte diese Klimahysterie fuer ueberzogen und begruesse es, wenn jemand den Mut hat, gegen die Mehrheit seine Meinung zu sagen. Denn wie hat schon Schiller gesagt: Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.
Die FAZ mag ja nicht die glaubwürdigste Zeugin sein, wenn es um Skepsis gegen die vorherrschende Meinung in der Klimaforschung geht - nachdem sie vor ein paar Wochen "Sonderbeilagen für Schulklassen" gedruckt hat, die die - angeblich allein menschengemachte - Klimaerwärmung thematisierte.
Berechtigt ist die Skepsis aber allemal. Größte Vorsicht ist geboten, wenn selbsternannte Klimaschützer von der "Bewahrung der Schöpfung" sprechen. "Für wie klein haltet ihr die Schöpfung, dass ihr euch anheischig macht, sie bewahren zu können?", frug schon vor vielen Jahren der Jaspers-Schüler Hans Saner - und zeigte die Gefahren auf, die von nicht geringen Teilen der aufkommenden Klimaschutzbewegung für die Freiheiten des Einzelnen ausgingen. Und immer noch ausgehen, jetzt sogar medial tausendfach verstärkt durch Leute wie Al Gore und seinen Film.
Mangini liefert mit seinen Analysen erheblich bessere Ergebnisse als seine Kollegen von der Baumring-Fraktion, bei deren Analysen man nicht weiß ob die Baumringe nun Temperaturen oder Feuchtigkeit anzeigen oder ob das Wachstum bei zu großer Kälte oder zu großer Wärme stagnierte.
Das Tragische ist, dass man versucht, Mangini in eine Ecke zu rücken und ihn als unbedeutend zu deklarieren, nur, um die angebliche Dominanz des CO2 auf Temperaturveränderungen nicht zu gefährden.
Es ist aber auch ein Beispiel dafür, dass von einer Einheit der wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht die Rede sein kann. Ganz im Gegenteil. Manginis Erkenntnisse zeigen deutlich, dass ein Großteil der Klimarekonstruktionen mit großen Fehlern behaftet ist.
Die wissenschaftliche Diskussion ist noch längst nicht erledigt, selbst wenn das einige Wissenschaftler, aber vor allem auch Politiker, gerne hätten.
Milliarden von Fliegen ebensowenig! Die Schlußfolgerung ist bekannt - jedenfalls, was die Fliegen betrifft.
Gegenwärtig bietet sich für Klimawissenschaftler in der Tat eine bestechend günstige Gelegenheit, den eigenen Beritt in das Licht des öffentlichen Interesses zu stellen.
Das "ceterum censeo" jeder Wissenschaft verspricht geneigte Aufmerksamkeit: der abschließende Hinweis nämlich auf das unbedingte und äußerst dringliche Erfordernis, die Prioritäten der Verteilung öffentlicher Mittel grundsätzlich neu zu definieren.
Dramatisierung der Verhältnisse ist in diesem Zusammenhang eine notwendige Kunst. Und dann - in der Unkenntnis der tatsächlichen Dimensionen seines Wissens - glaubt er allzugern den Apellen an das zuvor erzeugte schlechte Gewissen.
Das läßt sich erzeugen mit der Behauptung, der Mensch sei - nicht nur unwesentlich ( welch eine Wissenschaft! ) - ursächlich an globalen Klimaveränderungen.
Nur dann läßt sich die Überzeugung verkaufen, es könne durch individuelles und globales Verhalten eine wesentliche Klimabeeinflussung herbeiführen.
Da keiner so genau weiß, wie, muß - selbstverständlich - mit erheblichem finanziellem Aufwand geforscht werden.
Na, also - geht doch!
Nachdem die FAZ monatelang in den Chor der dumpfbackigen Klimawandel-Hysteriker eingestimmt hat; nun eine mässigende Stimme? Der Anfang von Zurückrudern ans Ufer der Vernunft? Abwarten und weiterlesen...