
...deshalb hängen die Gewerkschaften ja so an der Mitbestimmung. Ihre Funktionäre, die in den Aufsichtsrat geschickt werden, müssen ja den grössten Teil der Tantiemen an die Gewerkschaft abführen. Da kommt es dann weniger auf Sachverstand oder Vertretung der Interessen der Unternehmensmitarbeiter an. Gerade in Zeiten sinkender Mitgliederzahlen ist das eine wichtige Finanzierungsquelle. Ob das auch ein Grund ist, weshalb überzogene Vergütungen ohne Gegenstimme durchgewunken werden?

...aber leider nicht glaubhaft! Ich habe viele Jahre für einen amerikanischen Konzern gearbeitet und die deutschen Unternehmen werden diesbezüglich nicht dümmer sein.
Wenn die Ausgaben für den Vorstand im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit sind, dann werden halt mittelfristige Umlagerungen vertraglich vereinbart und auf spätere Perioden verlagert. Da braucht man nur mal in die Bilanzen der börsennotierten Unternehmen zu schauen unter dem Kapitel Rücklagen...

Wie "belastend" Aufsichtsratsmandate wahrgenommen werden , zeigt ein Blick auf die Akteure des Jahres 2005:
- Manfred Schneider - Aufsichtsratmandate ( davon 2 als Vorsitz ):
Allianz, Bayer, Daimler-Chrysler,Linde, Metro,RWE, TUI
- Gerhard Cromme- Aufsichtsratmandate :
Allianz, Lufthansa, E.On,Hochtief, Volkswagen, Siemens,Thyssen-Krupp
Dazu 12 Posten in Aufsichtsratsausschüssen : Manfred Schneider
Dazu 10 Posten in Aufsichtsratsausschüssen : Gerhard Cromme
Als Anzahl der Posten wird angegeben für
Ex-EON CEO Ulrich Hartmann: 15
EX-Coba CEO Kohlhaussen : 14
Ex-Siemens CEO Pierer : 10
Ex-BASF CEO Max Heinrich Kley: 10
( Quelle: Focus / Towers-Perrin )
Wahrscheinlich treibt bittere Armut manchen EX-CEO in die Aufsichtsratfalle.
Höhere Vergütungen wären da sicher ein Ausweg.
Im Finanzbereich dürften die Aufsichtsräte bereit sein, ohne Entgelt zu arbeiten.
Zu profitabel ist allein schon der Nutzen der Kumpanei zwischen Vorstand und Scheinkontrolleur bei überkreuzender Begünstigung.

Denn es geht hier NUR um die Aufsichtsräte,nicht um die Manager/Vorstände ! Und deren Arbeit ist nun nicht so hochwertig oder war es bisher selten.Wie sonst hätten gerade Banken und Versicherungen durch eindeutiges Fehlmanagement in diese Finanzkrise schlidern und den Rest der Wirtschaft gleich mitreißen können .Im Übrigen sind "die Herren" auch nicht nur Aufsichtsrat in einem einzigen Unternehmen,sondern in dere meherer (wie machen die das bloß?) und vervielfachen ihr Gehalt auf diesem Weg schon gehörig. Auch Herr Lafontaine war ja Aufsichtsrat ,etwa bei der KfW/IkB ! Und den Wert seiner "Aufsichtsleistung" (wie auch anderer) hat man ja während der beiden zurückliegenden Jahre bewundern können.

dann sind die Bezüge der Manager und Vorstände nicht so hoch.....
die nach Jahre lange Studium und knallharte Arbeit das erreicht haben, was sie sind....
Allerdings, ob das okay ist, wie es ist, ist eine andere Frage?
Aber wichtig ist, dass die Vorstände, Aufsichtsräte..... auch für ihre Fehler bezahlen müssen.
Die Politiker auch!