Die Einkommenseinbußen nach einem Jobverlust sind nachhaltig

Arbeitsmarkt

Entlassene verdienen noch nach 15 Jahren weniger

Wer in einer Wirtschaftskrise arbeitslos wird, bekommt die finanziellen Folgen noch Jahrzehnte später zu spüren. Diese Ergebnisse gehen aus Langzeitstudien zu Deutschland und den Vereinigten Staaten hervor, die der F.A.Z. vorliegen. Von Corinna Budras und Sven Astheimer

 
Amerikas Wirtschaft wächst wiederDie Arbeitslosenzahl sinkt überraschend stark
Ein lässiger Nobelpreisträger: George Akerlof bei einem Deutschland-Besuch in der Lobby des Hotels Steigenberger Metropolitan in Frankfurt

Ökonom George Akerlof

Die meisten Ökonomen nutzen simple Mathematik

Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler George Akerlof ist einer der wenigen Ökonomen, der die Finanzkrise vorhergesehen hat. Im Interview lobt er Deutschland dafür, mit der Kurzarbeit vorbildlich auf die Krise reagiert zu haben. Für die Zukunft fordert er: Die Ökonomie muss noch mathematischer werden.

Steuerpolitik

Wann Steuersenkungen sich selbst finanzieren

Die neue schwarz-gelbe Regierung startet mit Milliardenentlastungen in ihre Amtszeit. Gleichzeitig macht sie mit dem Schuldenmachen weiter. Wie ist das zu bewerten? Wichtig ist dabei vor allem die Frage: Finanzieren sich Steuersenkungen zum Teil selbst? Und wie soll das funktionieren? Von Philip Plickert

Im 16. Jahrhundert galt die Gemeinschafts-Weide („Allmende”) als Auslaufmodell. In den Alpen gibt es sie heute immer noch

Wirtschafts-Nobelpreis

Die klugen Almbauern

Spezial Wenn alle Bauern ihre Kühe auf eine Wiese schicken, wächst dort bald kein Gras mehr. Passen die Bauern ein bisschen auf, dann muss es nicht so schlimm kommen. Für diese Einsicht erhielt Elinor Ostrom den Nobelpreis. Daraus lässt sich auch etwas für den Schutz von Luft, Wasser und dem Weltraum lernen. Von Alexander Armbruster und Christian Siedenbiedel

Unternehmen

Die Aktionäre mobilisieren gegen die Vorstände

Vorstände suchen sich ihre Aufsichtsräte am liebsten selbst aus. Es wird gemauschelt und getrickst. Jetzt schlagen die Eigentümer Alarm. Und fordern mehr Mitbestimmung. Von Georg Meck und Melanie Amann

Ökonomie

Wofür es 2009 den Nobelpreis gab

In diesem Jahr erhielten die Ökonomen Elinor Ostrom und Oliver Williamson den Wirtschafts-Nobelpreis. Wofür eigentlich? Wir haben zwei Wissenschaftler gebeten, uns die wichtigsten Forschungsergebnisse der Preisträger zu erläutern. Von Theresia Theurl und Hartmut Kliemt

„Ich weiß die Ehre zu schätzen, die erste Frau zu sein - aber ich werde nicht die letzte sein“: Elinor Ostrom

Wirtschafts-Nobelpreis

Erstmals eine Frau ausgezeichnet

Der Nobelpreis für Wirtschaft geht in diesem Jahr an Elinor Ostrom und Oliver E. Williamson. Das teilte das Preiskomitee am Montag in Stockholm mit. Mit der Umweltökonomin Ostrom gewinnt erstmals in der Geschichte des Wirtschafts-Nobelpreises eine Frau die Auszeichnung.

Im Labor nachgewiesen: Der “Kollegen-Effekt“.

Arbeiten

Der Unsinn des Home Office

Der Traum vom Arbeitsplatz daheim ist so alt wie die moderne Bürowelt. Viele glauben, dass man zu Hause effizienter arbeitet. Nur Lehrer wissen, dass das ein Irrtum ist - und mittlerweile sind auch die Ökonomen informiert. In Teams arbeiten Menschen produktiver als allein. Die Guten ziehen die Schlechten mit.

Ökonomie

Was uns glücklich macht

Geld macht glücklich - aber nur die Armen. Wenn wir alle mehr verdienen, werden wir nicht zufriedener. Was die Ökonomen von der Glücksforschung lernen können. Von Bruno Frey

„Die Krise wirkt egalisierend”: Klaus Zimmermann

Im Gespräch: DIW-Chef Zimmermann

„Die meisten sind nicht von der Krise betroffen“

Trotz Krise keine Panik, lautet die Devise des Wirtschaftsforschers Klaus Zimmermann. Auch die Ökonomen haben Fehler gemacht, sagt er selbstkritisch. Ein Gespräch über Milliardenprogramme, Prognosen und die Mathematisierung der Ökonomie.

Ökonomie

Verrückte Gesundheit

Amerika gibt mehr Geld für die Gesundheit seiner Einwohner aus als andere Nationen. Tatsächlich werden die Menschen immer gesünder. Gleichzeitig steigen die Kosten für das Gesundheitswesen seit Jahren. Was Ökonomen dazu herausgefunden haben, ist nur bedingt hilfreich. Von Claus Tigges

Die „Irrelevanztheoreme“ der Ökonomen

Ist doch alles ganz egal

In der ökonomischen Theorie existiert seit rund 50 Jahren das berühmt-berüchtigte „Modigliani-Miller-Theorem“ - benannt nach den beiden späteren Nobelpreisträgern. Danach ist es unter bestimmten Annahmen völlig irrelevant, ob ein Unternehmen viel oder wenig Eigenkapital hat. Ist das weltfremd? Von Gerald Braunberger

Pro und Contra

Sind Spekulanten gut für die Wirtschaft?

Den Spekulanten wird ein gehöriges Maß Mitschuld an der Finanzkrise gegeben: Maßlos mit Geld auf die Zukunft zu wetten, halten viele Leute für ungehörig. Doch kaum ist das Schlimmste überstanden, sind die Spekulanten schon wieder unterwegs. Soll man sie gewähren lassen? Von Paul Kirchhof und Konrad Hummler

Der Schutz des Regenwaldes wäre weit wirksamer als die Förderung von Solarenergie

Umweltschutz

Wie man Milliarden für das Klima verbrennt

Die Sonne schickt keine Rechnung - die Solarförderung schon. Denn dort werden Milliarden für unsinnige Projekte vergeudet, die keine einzige Tonne CO2 einsparen. Dabei könnte Klimaschutz viel billiger sein, sagen Ökonomen. Von Philip Plickert

06.11.2009 | 23:59
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