Karriere allein macht Frauen nicht glücklich: Hier Geraldine Pailhas in “Sky Fighters“

Zwischen Männern und Frauen klafft eine Glückslücke, das haben drei amerikanische Wirtschaftswissenschaftler festgestellt. Zwar steht die Welt den Frauen heute offen - zufriedener hat sie das nicht gemacht. Denn ihre Ansprüche wachsen schneller, als sich ihre Situation verbessert.

Lesermeinungen zum Beitrag

11. Oktober 2007 18:05
Platte Deutung  
Gabor von Zoltan (Putinras)

An der Vorstellung, dass es nur die böse Werbeindustrie, die Konzerne, also - wiedermal - das Grosskapital - ist, dass uns achsobedauernswerten Geschöpfen, die sich herumschieben lassen, einredet, was uns gefällt, greift mir zu kurz.
Denn auch ohne das "Grosskapital" hat jede Gesellschaft ihre Schönheitsideale. In einer globalisierten Welt gleichen die sich natürlich an, doch würden wir auch welchen folgen und "genügen" wollen, wenn das Idealbild ganz anders aussähe.
Nehmen Sie Gemeinschaften, in denen die Dickste als Schönste gilt. Oder Hälse, die es zu dehnen, Lippen die es nach vorne auszustülpen gilt.
Ganz abgesehen davon, dass sich unser eigenes Bild der Perfektion ja ständig wandelt. Millionen Frauen, die sich einst nach der Figur der schmalbrüstigen "Göttlichen" Garbo gesehnt haben, würden sich heute dicke Busen wünschen.
Die Werbe-, die Modeindustire und wir: Ein GEGENSEITIGES Bespiegeln.
Und dann mal ganz abgesehen davon, was mich als Mann mehr erregt und was nicht: Vielleicht sind die Ideale, denen man als Mann zu entsprechen hat (noch) nicht so klar äusserlich. Aber anzunehmen Männer würden deshalb unter den Ansprüchen, die an sie gestellt werden, nicht leiden können, ist blauäugig (oder diskriminierend ;-)

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11. Oktober 2007 16:15
Unglückliche Frauen  
Andreas Seidl (ASeidl)

werden auch von Werbeindustrie, Fernsehserien und Frauenzeitschriften wie Glamour systematisch produziert, indem man ihnen vorgaukelt, wie man auszusehen hat, wie man sich kleidet, welche Assesoirs man braucht, wo man Urlaub macht, daß man Karriere machen muß etc. In der Summe unerreichbare Ziel für die breite Mehrheit.

Männer sind in dieser Beziehung meiner Beobachtung nach weniger anfällig obwohl auch hier eine steigende Orientierung an solch externen "Maßstäben" beobachtbar ist.

Fatal sind die Auswirkungen auf die Jugendlichen, die sich im Gruppenzwang häufig gegenseiteig anstacheln.


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09. Oktober 2007 16:17
Das Unglück mit solchen Artikeln  
Christian Heier (albino_2004)

Objektiv hat sich die Lage der Frauen also wohl eher verbessert, subjektiv hingegen nicht. Die ständige Beeinflussung durch eine von Neid, Minderwertigkeitsgefühlen und krudem Materialismus genährte Ideologie hat also recht deutliche Spuren hinterlassen (wobei das erwähnte Beispiel mit dem Märchen die Frage aufwirft, ob es dazu überhaupt einer solchen Ideologie bedarf).

Wenn das Elend der Frauen also eigentlich gar keines ist: warum in aller Welt wird dieser Artikel dann wieder mit der üblichen "Frauen sind furchtbar arm dran"-Sauce garniert? Das fängt bei der Überschrift ("Das Unglück der Frauen") an, geht über unzutreffende Bildunterschriften ("Frauen verbringen mehr Zeit mit unerfreulichen Dingen" - eben nicht, sie empfinden sie nur als unerfreulich) und endet bei der leider üblichen Anbiederung an diese armen, bedauernswerten Geschöpfe („Es ist eine große Herausforderung, die Gründe für das gesunkene Glücksempfinden von Frauen besser verstehen zu wollen“). Nach dem objektiven oder subjektiven Glücksempfinden männlicher Frontkämpfer (wie hoch ist nochmal die Selbstmordrate von US-Soldaten im Irak?), Minenarbeiter oder mit 55 Jahren invalider Bauarbeiter fragt natürlich wieder mal niemand.

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08. Oktober 2007 22:26
Confusion  
Holger Sulz (H._Sulz)

Eine modernere Variante ist wohl realistischer: nachdem der Butje wirklich jeden Wunsch mit Leibeskräften zu erfüllen trachtete, das Finale Grande:
Fischer kommt to hus in den von Fru erwunschenen Palast und sie begrüßt ihn strahlend mit den Worten:
"Liebling, komm! Mach Dich fertig, wir müssen heut noch nach Sarajewo!"

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08. Oktober 2007 18:36
De Fischer un sin Fru !  
Karl-Heinz Andresen (khaproperty)


Das soll Plattdeutsch sein und der Titel eines vielsagenden Märchens vom Fischer und seiner Frau.
Die nämlich wollte immer mehr von allem bis sogar dem großen Fisch, der dem klagenden Fischer alle Wünsche seiner Frau erfüllte ( "Schall se hebben, wat se will, die Ilsebill" ) die Unersättlichkeit der Dame zuviel wurde und er ihr alles bislang gewährte auf einen Schlag aberkannte. Daraufhin ( erst ) lebten Fischer und seine Frau glücklich bis an ihr Ende.

Abgesehen von dem euphemistischen Ende - ein am Ende bescheiden glückliches Weib ist eher die Ausnahme - beschreibt der Erzähler das Problem der Frau ( nicht nur der vom Fischer ): die Ansprüche wachsen schneller als sie den vorangegangenen Erfolg genießen kann.


In einer anderen Überlieferung mag ein Grund dafür behandelt sein, dem Märchen von der Prinzessin auf der Erbse: Was auch immer man für sie tat, es half nicht. Es gab immer etwas auszusetzen.

Welcher Mann kennt sie nicht, die ( vormals vielleicht gar entzückende ) Prinzessin und Frau.

Wie man also sieht, ist - wieder einmal - die Überlieferung der Wissenschaft um Längen voraus.

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