Zahlen nach Geschmack beim Mittagsbuffet in Frankfurt Bockenheim

Preise selbst bestimmen

Zahle, was du willst!

Es ist die totale Kundendemokratie: Gastwirte testen sie, Friseure, Kinobetreiber. Und die Popgruppe Radiohead. Sie überlassen den Kunden die Entscheidung über den Preis. Das Seltsame ist: Es funktioniert. Von Winand von Petersdorff

Lesermeinungen zum Beitrag

29. Januar 2008 19:40

Moral

Diana Müller (sunflower-rain)

Es ist schon sehr erstaunlich, dass Leute bezahlen, obwohl sie nicht MUESSEN!
Jedoch ist es einfach eine Moralfrage, dass man auch gibt, wenn man bekommt (Am Rande: dies sollte sich unsere Politik mal merken). Und ich denke, dass es selbstverständlich ist, dass anfangs (bei Stammgästen) geringfügig weniger geld fließt, als wie bekannt sonst gefordert wird. Interessant wäre, wie sich der Prozess nach einigen Monaten entwickelt. Was auf jeden fall sicher ist, das sind positive Empfehlungen (man wird schnell zum Stadtgespräch).

In jeder Branche lässt sich dies sicher nicht durchführen, wenn bspw. das risko höher ist als die chance oder auch bei seltenen investitionsgütern.

Aber gerad in zeitlich sehr begrenzten Dienstleistungssektoren ist es eine gute möglichkeit auf sich aufmerksam zu machen und auf die moral der Gäste zu hoffen.

Alles in allem jedoch ein Konzept was sich nicht durchsetzen wird, da jeder gern MEHR nimmt als er gibt!

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29. Januar 2008 16:50

Definition von "funktioniert"

Werner Grunewald (perplexo)

"Das Seltsame ist: Es funktioniert."

Hier kommt es ganz auf die Definition von "funktioniert" an, denn man sich den Artikel ganz durchliest, wird man erst bemerken, daß die Behauptung nicht ganz richtig ist: Im Schnitt wird - laut Artikel - der übliche Preis nämlich unterschritten, und man muß zudem noch etwas "nachhelfen" (z.B. durch die Präsenz des Gaststättenbetreibers), damit der Kunde überhaupt zahlt. Eine solche Aktion kann man also eher unter "Werbung" subsumieren. Die Werbung funktioniert. Ob man aber den gewünschten Preis erhält bzw. gar etwas an dem Produkt verdient, ist nicht so sicher.

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29. Januar 2008 13:57

Digitale Daten sind nicht das gleiche wie eine Pizza...

Florian Gottschling (straylight)


Die Radiohead-Dateien konnte man auch 1x bezahlen und auf seinem Rechner daheim, auf dem Notebook und noch einmal im Büro herunterladen. Man konnte sie auch erst herunterladen, anhören und anschließend kaufen (und nochmal herunterladen, diesmal eben für Geld...) oder es eben seinlassen.

Und warum? Weil sie digital vorlagen und die Mehrkosten für eine Kopie vernachlässigbar sind.

Bei einer Pizza (oder was auch immer man im Restaurant essen möchte) sieht das ganz anders aus. Einmal konsumiert ist es weg und der Wirt kann die selbe Pizza nicht dem nächsten Gast hinstellen...

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