“Der Staat muss helfen und Geld ausgeben.“

Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert Solow

„Jetzt muss der Staat Schulden machen“

Wirtschafts-Nobelpreisträger Solow wurde berühmt, indem er gegen den Keynesianismus anschrieb. In der Finanzkrise springt er jedoch für die nachfrageorientierte Politik in die Bresche: „Man kann montags, mittwochs und freitags an das Angebot denken und dienstags, donnerstags und samstags an die Nachfrage.“

Lesermeinungen zum Beitrag

27. August 2008 23:41

Wer es nimmt ist egal

Kay Schmelzer (weitererfazleser)

aber das es genommen wird ist sicher. Die höchsten Einkommen waren es noch nie, doch sind es inzwischen schon sehr niedrige und dennoch sind die Einkommen weiter insgesamt hoch, aber die der Unternehmen, die der unteren und untersten Einkommen sind betrüblich tief geworden. Was aber an sich noch kein Problem ist, sondern, dass es nicht ausgegeben wird. Das Geld, dass die unteren Einkommen mehr bekämen würde sofort wieder in Umlauf gebracht, die hohen Einkommen geben nicht mehr aus, dadurch. Es scheint mir das die Unternehmensgewinne zu hoch sind. Und es einfach auf das Ausland oder die EU zu schieben scheint mir zu einfach, denn als Exportweltmeister brauche ich Ausland um zu verkaufen, wenn ich den Wechselkurs beachte oder Sorge trage das er mir nix tut, dann habe ich auch das im Sack. Und andere Staaten als Eu Gewinnlinge zu bezichtigen ist nicht nur nicht richtig, sondern geradezu lächerlich den meisten Leuten mit niedrigem Einkommen in der EU geht es schlechter durch den Euro da die Preise sehr angehoben wurden und die Einkommen sanken und nicht nur wegen den höheren Staatskosten. Aber um Deutschland zu bleiben, sollte einfach mehr Unternehmensgewinn an die Mitarbeiter gehen. Und damit schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe.

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27. August 2008 22:39

Das Reden um den heißen Brei...

Winfried Sobottka (Fritz-Deutscher)

Was heißt hier "Nachfrage-Ökonom" und was heißt hier "Angebots-Ökonom"? Was sollen solche offengestanden idiotischen Plaketten? Es wird so getan, als gäbe es unterschiedliche Heilslehren - als ob die Ökonomie esoterisch betrieben werden müsste! Angebot und Nachfrage gehören sinnvollerweise in ein Gleichgewicht, demnach kommt es auf die Situation an, ob man Angebots oder Nachfrage orientierte Politik machen sollte! Zunächst sollte man aber die wirtschaftspolitischen Ziele klar und ehrlich definieren! Solange im Grunde Umverteilung von unten nach oben und Wirtschaftswachstum am besten nur zu Gunsten der Reichen betrieben wird, erzielt man eben auch keine anderen Ergebnisse als Umverteilung von unten nach oben und Wirtschaftswachstum nur zu Gunsten der Reichen - alle anderen denkbaren Ziele werden dann eben aufgegeben! Es ist unerträglich, wie sich "Wirtschaftsexperten" nach dem Schema religiöser Gaukler aufführen: "Ich habe Gott gesehen und mit ihm gesprochen. Und darum sage ich Euch..." Mit bla-bla-bla sichern sie sich öffentliche Aufmerksamkeit und spiegeln dabei vor, es gäbe eine wirtschaftswissenschaftliche Diskussion in den Medien. Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka, ein Sprecher der Anarchistinnen und Anarchisten AUT+BRD. l

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26. August 2008 07:54

Die Deutschen müssen Tatsachen werten, nicht Thesen

Dieter Spethmann (dspeth)

Die Bonner Republik war noch 1989/90 im pro-Kopf-Einkommen in der Weltspitze. Die Berliner Republik ist nur noch Mittelmaß und verschlechtert sich immer weiter, unter anderem deshalb, weil sie ihre Aussenhandels-Überschüsse von derzeit jährlich rd €180.000.000.000 oder rd 7% unseres BIP anderen schenkt. Müssten die Defizit-Staaten der Eurozone ihren Import realwirtschaftlich bezahlen, beschränkten sich ihre Importe auf den Wert ihrer Exporte. Damit sänke das Sozialprodukt z.B. Spaniens um rd 10% pro Jahr. Die EU aber dient dem Ziel gleicher oder ähnlicher Lebensumstände. Man kann ruhig über seine Verhältnisse leben, solange jemand anders bezahlt.

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25. August 2008 18:33

korrekt wenn auch ein bischen unspezifisch

Thomas Schmidt (basick)

folgt man makro spezifischen theorien hat der man recht, deswegen verwundert mich dieser einwurf etwas. es ist in einer vielzahl von studien belegt das, dass eingreifen des staates in finanzkrisen einen positven effekt auf die wirtschaft hatte.

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25. August 2008 17:37

Autsch...

Harry Hain (zx10)

und wieder so ein Versuch der Betriebwirtschaft die Aura hoher Wissenschaftlichkeit zu verleihen. "Jetzt muß der Staat Schulden machen". Die Linke wird sich über diese Vorlage freuen. Am Ende zahlen diejenigen, die jetzt schon von der täglichen Mühsal wenig haben. Als erimitierte Prof. lebt sich´s bestimmt recht gut.

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