
Die Misswirtchaft im Finanzsektor + die Ausgaben für den Irakkrieg haben zu einer zeitweise unsoliden Geldpolitik geführt. Die Scheichs aber geben das Öl am liebsten nur noch gegen Edelmetall ("Bullion") her. Der einfachste Ansatzpunkt zur Lösung der Krise liegt diesmal nicht im Zusammenbruch des Welthandels, sondern in einer raschen Verstaatlichung des Bankensektors.

Herr Crame hat völlig recht ! Globalisierung - das gab es schon immer ! Genauso,wie es die in und für die Globalisierung hochnotwendige Mobilität gab! Im Altertum und Mittelalter sind die Arbeitskräfte der Arbeit nachgezogen oder mit ihr mitgezogen.Als der Dom von Speyer gebaut wurde,kamen Steinmetze,Schreiner, Holzwerker,Maurer,Glaser,Schmiede,deren Gehilfen und Lehrlinge , Tagelöhner und Markettänder aus aller Herren Länder -aus Tschechien und Süditalien,aus der Schweiz und von der französischen Atlantikküste,von der Walisischen Insel und aus Schweden.Und als der Dom dann fertig war ,zogen die einen nach Augsburg,um dort die Stadtmauer zu erweitern ,die anderen nach London,um die "London Bridge" zu bauen und wieder andere gar nach Palästina,um am Bau einer Wehrburg der Kreuzritter beteiligt zu sein.Globalisierung und Mobilität sind bei Gott keine Erfindungen der Moderne und dem Dampfschiff und Flugzeug geschuldet ! Und die ,die das Ende der Globalisierung herbeijubeln,sollen -bitte schön- doch mal erklären,welche Arbeiten denn die Inder,Thailänder und Marrokaner so machen sollen - um sich zu ernähren und ihre Länder weiterzuentwickeln.Armut ,was macht's denn -wenn sie nur weit weg ist !

Welcher Idiot hat eigentlich als erster behauptet, daß 'Globalisierung' eine Erscheinung der Neuzeit sei? Wozu wurden das Rad und der Einbaum erfunden? Was haben die Phönizier in Europa, Asien und Afrika gesucht? Weshalb sind die Wikinger sämtliche Flüsse entlanggeschippert? Wofür haben die Römer Straßen und Viadukte gebaut? Was wollten die Hanseaten im Ausland? Weshalb haben Kolumbus, da Gama, Magellan, O'Polo Wege nach Asien gesucht? Was war die Aufgabe der Ostindiengesellschaft? Hat schonmal einer hier sein Gehirn benutzt, anstatt politische und mediale Allgemeinplätze nachzuplappern?! Diese ganzen Unternehmungen waren höchst gefährlich! Das waren keine Risikosportler! Die haben das nicht ausschließlich zu ihren Vergnügen betrieben! Nein, die haben die ganze Welt nach Rohstoffen und Waren durchsucht, um die Nachfrage zuhause zu decken! Und natürlich dabei im günstigen Fall und in der Masse viel Geld verdient. SCHON IMMER! Verbrennungskraftmaschinen waren nur Erfindungen, um diese Unternehmungen zu beschleunigen, zu verstetigen, berechenbarer und sicherer zu machen. Und nicht andersherum, daß die Globalisierung entstand, weil es Verbrennungskraftmaschinen gab!

Auch wenn die Umkehr der Warenströme zum aktuellen Zeitpunkt noch keine breitflächige Realität darstellt, spielen zunehmende Berichterstattung und die aktuellen Entwicklungen auf den Weltmärkten eine entscheidende Rolle. Zusätzlich zu den monetären Auswirkungen, spielt die Verknappung der Transportkapazitäten auf den Ost-West Handelswegen eine immer größeren Rolle. Lieferzeiten für Belieferungen aus der chinesischen Republik und die dort immer größere Binnennachfrage, zwingen importierenden Unternehmen zu einer Überprüfung ihrer Einkaufsstrategien. Auf die weltweite Situation insgesamt (aus ökologischen aber auch teilweise aus ökonomischen Perspektive) kann sich dieser langfristiger Trend positiv auswirken.

Die Globalisierung ist eine Erscheinung, die nur aufgrund billiger fossiler Brennstoffe möglich ist. Mit dem Ende billiger Erdöl-Energie durch peak oil, wird die Globalisierung deshalb innerhalb der nächsten 5 bis 10 Jahre mit großer Wahrscheinlichkeit zuende gehen. Es wird ein neues Zeitalter der Relokalisierung - also der Umkehrung der Globalisierung - beginnen, in dem die Menschheit wieder erheblich lokaler handeln und leben müssen wird. Die meisten Fluglinien werden schon bald ihren planmäßigen Flugverkehr aufgrund zu hoher Kerosinpreise einstellen müssen, denn mit Rußland hat im Frühjahr ein wichtiger globaler Öllieferant seinen Förderhöhepunkt für Erdöl durchschritten. Dieses Ereignis wird das Erdöl im nächsten Jahr sehr wahrscheinlich auf einen Durchschnittspreis von 200 bis 250 Dollar je Barrel bringen und damit das Ende vieler Flugverkehrsgesellschaften mit sich bringen, die bereits ab einem Erdölpreis von ca. 130 $ je Barrel nicht mehr billige Flüge für die breite Masse anbieten können. Ich empfehle zur Orientierung was wir für die Zukunft der Globalisierung erwarten dürfen Vorlesungen von Richard Heinberg und Robert Hirsch auf Google Video.

In den frühentwickelten Industrieländern herrscht das Wachstumzwang-Regime, und zwar - seit wann - deshalb, weil die 'Wirtschaft' im freien Spiel der Kräfte die 2%-BIP-Wachstumsrate nicht mehr generieren kann. Der evolutionsprozess-logische Fall der Wachstumsrate rief die Steuerungssystemexperten bei den Kapitalstock-/Energie- und Kreditanbieter und dann den Staat und auf den Plan. Mit welchen ökonomischen, psychologischen, siedlungsstrukturellen, sozialsysteme-immanenten Fehlanreizen kann die Verschwendung von Ressourcen und damit Wachstum erzwungen werden? Das war die Gestaltungsaufgabe für die Denker der Kapitalstock-und-Verschuldungs-Maximierer. Dieser Auftrag wurde bis heute erfüllt - mit immer größerem Blasenwirtschafts-Risiko realisiert: siehe Subprime-Hypotheken-Projekt in den USA. Alle Erscheinungen, die einen Verschwendungswahnsinn vermuten lassen, sind steuerungssystemisch herbeigeführt. Sie sind machtgierig gewollte (= Geschäftsführung hat die Siemens-IGM-Vorstände inne), kapitalstockmaximierende, d.h. nicht beschäftigungs-maximierende Leistungsprozesse. Mir ist es ein Rätsel, dass meine ökonomische Analyse und die evolutionsprozess-logische Exoduslösung hier auf Kannitverstand-Reaktionen stößt.

Das LKW Aufkommen, selbst in ländlichen Gegenden hat auch in Deutschland ein unerträglich hohes Maß erreicht, kein Politiker spricht dieses Problem der Luftverschmutzung an, die Kanzlerin fährt extra nach Grönland um die schmelzenden Gletscher zu betrachten, sie sollte mal hier aus dem Fenster sehen und riechen, das kann sie in Berlin und in ihrem kleinen Kaff, wo sie wohnt beobachten. Kein Tag vergeht, ohne dass eine neue Klimasau durch Dorf getrieben wird, heute sinniert der ehemalige Popbeauftragte Gabriel (SPD), jetzt Umweltminister, allen Ernstes über eine Co2 Steuer für Atomstrom, nein, wir müssen wieder zurückdrehen, vielleicht bin ich die einzige, die sich freut, wenn der Liter Benzin wieder hochgeklettert ist. Schluss mit dem teilweise sinnlosen Herumkarren der Waren!!! Ich bin seit langem überzeugt, dass die Globalisierung umkehrbar ist und freue mich, dass das jetzt öfter mal angesprochen wird.

Diesel ist noch viel zu billig, Kerosin sowieso.

Vor einigen Jahren bekam ich vom Chef den Auftrag, den gesamten IT-Bereich zu modernisieren. Nachdem ich im Internet einen passenden Anbieter in San Diego gefunden hatte und der Warenkorb überquoll, hatte ich die Wahl, die Ware vom Auslieferungslager in San Diego zu beziehen oder, falls ich als Kunde ebenfalls in Kalifornien meinen Wohnsitz habe, sie aus einem Auslieferungslager in Texas für eine zusätzliche Transportkostepauschale von $25 zu beziehen, um 8.25% Mehrwertsteuer (californian state tax) zu sparen, die im innerkalifornischen Handel fällig werden würde. Die bestellte Ware wurde, verglichen mit einer Lieferung von San Diego, ohne zusätzlichen Zeitverzögerung per Luftfracht aus Texas pünktlich ausgeliefert. Dieser ökologische und auch ökonomische Unfug hatte unserer Firma fast $5000 netto erspart.

Es waren meine Vorfahren, die unbedingt den ganzen Planeten besiedeln mussten. Zwischendurch sind die Kommunikationsstränge etwas überdehnt worden. Aber seit vor ein paar Augenblicken TV, Computer, Verbrennungsaggregate etc. einen ähnlichen Siegeszug begannen, rücken wir wieder enger zusammen, gefühlsmäßig. Auch Energie soll es eine ganze Menge geben im Universum, behaupten zumindest die Brüder von der Wissenschaft. Eine Ressource ist aber schon immer knapp gewesen. Auch wenn die Neandertaler noch viel mehr Ressourcen wie etwa Öl zur Verfügung hatten als wir heute, mangelte es ihnen an dem nötigen Gehrinschmalz. Ich bin ziemlich optimistisch, dass wir uns und unsere Umwelt nicht nicht selbst zerstören werden, weil wir schnell lernen, relativ.

Erstens ist immer Markt und zweitens hat der Kalupner Recht. Mag ja sein, daß er vorher was genommen hat, wenn er sich an die Tastatur setzt, aber noch davor hat er nachgedacht und ist zu einfachen, zwingenden Ergebnissen gekommen. Schade, daß er die in eine Sprache kleidet, die ein ganz kleines bißchen seltsam anmutet :-).

Dennoch war es von Anfangan Schwachsinn, "frische" Krabben in Marokko herstellen zu lassen. Zum Einen sind sie nicht mehr frisch, wenn sie vom Fangschiff längere Zeit nicht direkt zum Verzehr gelangen - wie es früher üblich war. Zum Krabbenessen fuhr man - wenn es frisch und gut sein sollte, an die Nordseeküste. Alles andere war halt "Dosenware" und um Vieles billiger. Zum Anderen gehörte immer schon zum wettbewerbsfähigen Preis frischer Ware die hemmungslose Selbstausbeutung der mit Fang, Verarbeitung und Vertrieb befaßten Familien an der Küste . Das war gut so und alle waren glücklich. Heute zahlt man für olle z.T. stinkende Krabben "frisch" aus Marokko oder Holland oder sonstwoher auf dem Markt das Kilo 10.- Euro und mehr - ungepult! Das Mehrfache ist für die mit Konservierungsstoffen verseuchte Supermarktware fällig. Wer will denn den Dreck essen und dafür auch noch horrend viel Geld ausgeben? Gesundheitsschäden und Ekelattacken sind vorprogrammiert. Nur, weil ein paar rücksichtslose Geschäftemacher sich hemmungslos die Taschen füllen wollen. Auch das macht der Markt leider möglich. Aber niemand ist gezwungen, diesen Unfug mit zu machen. Schade um die - ganz frisch - wohlschmeckenden Tierchen.

Wenn die hohen Ölpreise etwa Gutes haben: Es wird über Energie und Transport wieder mehr nachgedacht. Es war nie richtig, wenn auch preiswert, Rohprodukte durch halb Europa zu karren. Deshalb war die Lkw-Maut der erste richtige Schritt. Die hohen Ölkosten werden vielleicht auch zum Nachdenken darüber führen, ob auch die Energieversorgung wieder dezentral sinnvoll ist. Erzeugung von Strom und Nutzung von Strom sollten ebenso zusammengeführt werden wie Milch, ihre Veredelung und ihr Verbrauch. Die Stromverteilnetze sind das Übel. Was uns zu einem durchschlagenden Erfolg führen würde, wäre die Forschung, wie Strom besser gespeichert werden kann. Das ist der richtige Ansatz. Solarkraftwerke, Solar- und Wind-Anlagen in Deutschland sind ebenso falsch wie Solar-Anlagen in der Sahara. Dort hat man die Sonne, nicht aber die Nutzer. Damit ich nicht falsch verstanden werde: Die Globalisierung bringt viele Vorteile. Aber nur dann, wenn wir die Vielfalt dieser Erde nutzen. Bloßes Rumkutschieren ist kein Ausdruck von Globalisierung. Heinz Spelthahn, Rechtsanwalt, Jülich

Die Globalisation wurde ganz klar erst durch die niedrigen Transportkosten möglich. Nur dadurch war es möglich, die niedrigen Produktionskosten in anderen Ländern zu nutzen. Wie der Artikel ganz richtig schreibt, beginnt sich das nun zu ändern. Ein generelles Problem ist dabei, daß den Produkten nicht alle Kosten aufgebürdet werden. Ein LKW beansprucht eine Straße etwa so stark wie 10000 Autos. Der Straßengüterverkehr müßte also eigentlich noch viel teurer sein. Außerdem kommt noch hinzu, daß auf den Büsumer Krabben weder draufsteht, daß sie in Tunesien gepuhlt wurden, noch wann sie gefangen wurden, und schon gar nicht, wieviel Konservierungsstoff nötig war, damit sie zwischenzeitlich nicht vergammeln. Ökonomisch wäre es sicher besser, den Verursachern die Kosten vollständig aufzubürden. Würde man das konsequent weiterdenken, müßte man auch die Kraftfahrzeugsteuer in einen Pauschalbetrag und eine kilometerabhängige Komponente aufteilen, sprich den größten Teil auf den Spritpreis legen. Aber schon dagegen gibt es große Widerstände. Wenn es um den billigen Konsum geht, sind den Leuten auch die Arbeitsbedingungen in China oder sonst wo völlig egal.

Evolutionäre Fortschrittslogik läßt nur die Wahl zwischen zwei Akzelerationsordnungen: die kämpferische, ressourcenfressende Überwindung von Akzelerationswiderständen oder deren kreative, ressourcensparende Auflösung. Im bisherigen Verlauf der industriellen Revolution hat der konfliktkämpferische Akzelerationsweg seine Systemordnung installiert. Nun wird der kreative Wegeordnung folgen. Das geschieht über die systematische, steuerliche Verteuerung der nicht-kreativen Produktionsfaktoren: Energie und Kapitalstock. Die (einzig) kreative Arbeitsleistung der Menschen wird von allen Steuern und Abgaben befreit werden. Eine sog. ökosoziale Steuer- und Abgaben-Systemrevolution ist konkurrenzlogisch zwingend. Alle nationalen Standorte werden nach einer kreativen Gesellschaftsordnung suchen, in der Energie und Sachkapital stetig mit immer höheren Steuern künstlich-gesteuert verknappt werden kann. Die Globalisierung wird in diesem 'Ordnungsrahmen des Kreativen' ablaufen. Die herrschenden KAPITALSTOCKMAXIMIERER und die Profiteure der Energieverknappung und der Energiepreis-Explosion werden entmachtet werden. Die KREATIVE KLASSE wird ihre Vormachtordnung ausbilden. KREATIVE! Die Kapitalstomaximierer aller Länder zittern vor euch!

und der Finanzsektor verschleiern die Zurechenbarkeit von Wertschöpfungsbeiträgen bis zur Unkenntlichkeit. Transport- und Arbeitskosten sind nur Teilaspekte der Wertschöpfungskette und der Faktor Globalisierung sowieso. Letztere wird sich natürlich nicht umkehren im Sinne einer Rückkehr. Das wäre auch unsinnig. Jedoch wird der ökonomische Prozeß sich nicht nach den jetzigen Regeln fortführen lassen, einmal nicht aus moralischen Gründen, zum anderen schlicht nicht wegen der Begrenztheit der Ressourcen. Übrigens: von Umweltkosten findet sich in dem ganzen Beitrag nicht die Spur auch nur einer Andeutung. Vielleicht gibt es sie ja auch gar nicht.