
Ich halte es mit der "maslowischen Bedürfnispyrademide". Individuelles Glück findet der Mensch in der Selbstverwirklichung frei von jedweden Zwängen und Ängsten. Für den einem kann das der Ferrari sein, für den anderen sind es die angesprochenen Sozialkontakte. Wieder andere sind im Kloster oder im Harem glücklich. Basis jeden Glück's ist sicher die Absicherung der Grundbedüfnisse = materielle Grundsicherung, wie Maslow es definiert. Ansonsten wünsche ich jedem sein Glück - frei nach einem abgewandelten Zitat von Friedrich Nietzsche: "Das ist mein Glück, welches ist dein Glück? DAS Glück gibt es nicht."

sind für mich in einem erstaunlich entspannten Zustand. Abgesehen von den jungen Heisspornen, welche von Zeit zu Zeit von sich reden machen... Wenn man bedenkt, das sie die Reste von Imperien darstellen. Wer will kann sich auch dort tod arbeiten aber von der Ferne betrachtet, sehen das die meisten Leute entspannter, glücklicher. Ob es nur am Wetter liegt oder haben sie das nach der von ihnen beherrschten, wahrscheinlich auch hochmütigen Zeitspanne erst wieder gelernt?!;-) Wo bleiben die Freys der Finanzwissenschaftler, welche uns jetzt z.B. über alternative Finanzierungs-, Steuermodelle aufklären?! Oder wird an Universitäten nur noch auswendig gelernt und zu wenig geforscht. Dabei gibt es wahrscheinlich keine bessere Zeit um die Dinge der BWL, VWL in Frage zu stellen. Gibt es auch noch Studenten, welche neue Wege gehen und finden wollen, oder wird auch hier nichts in Frage gestellt? Welche Professoren können dazu beitragen?! Wenn es eine Neuausrichtung geben soll, ist es gut über Alternativen zu reden ;-) Oder muss es erst richtig scheppern im Porzelanladen?!

Erst, wenn diese Erkenntnis gereift ist, wird Glück vielleicht begreifbar. Und es ist ein ganz eigentümliches Gefühl, wenn drum herum alles rennet, rettet, flüchtet, um dem Übel zu entgehen und das Glück zu finden, und sich dem entziehen zu können. Das könnte Glück sein, welches ohnehin nur einen Wimpernschlag währt mit anschließender Reminiszenz, die es vermeintlich andauern läßt.

Du triumphierst und jubelst laut: Jetzt hab' ich endlich Frieden. Ach Freundchen, rede nicht so wild, bezähme Deine Zunge. Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge. Wilhelm Busch Bruno Frey führt einige gute Punkte auf, insbesondere die Unterscheidung zwischen idealistischem und materialistischem Denken erklärt einiges. Der Seitenblick in amerikanische Seelenwelten spricht für sich. Genau deshalb ist die Lebenszufriedenheit in Ländern höher, in denen soziale Bindungen noch wichtiger sind als materielle Güter. Mexiko ist ein gutes Beispiel. Statt in Krisenzeiten den Kopf zu verlieren, macht man hier Krisenwitze, bastelt Heiligenfiguren in Lebensgröße und feiert --- erst die Parade der Alebrijes, dann die Tage der Toten und nun Weihnachten.

...passiert, wenn er z.B. nur rational, also eine Sache zerlegend, denkt, und wenn er sich sonst irrational nur mit angeblichen Helden identifiziert oder sich mit "Schönem" beschäftigt. Er wird schon in leicht problematischen Situationen überreagieren, besonders auf Texte, Bilder und Aussagen anderer. Wenn er jedoch irrational in seiner Vorstellung in eine Rolle begibt, in die er sich nicht gerne begeben möchte, weil er abergläubisch ist und davon ausgeht, daß wenn er sich nur vorstellt, Kinderschänder, Frauenvergewaltiger oder Terrorist zu sein- oder gar "Nazi", dann passiert es ihm auch wirklich. Wenn er sich das aber dennoch vorstellt (er muß es anderen ja nicht verklickern, denn diese sind, wie er, ebenso abergläubisch), dann wird er nach einiger, rein mentaler Übung, resistent und wird selbst in sehr problematischen Situationen nicht aus dem Gleichgewicht geraten. Fakt ist, daß die meisten Menschen heutzutage ihr inneres Gleichgewicht zu sehr oder zu wenig von der Aussenwelt abhängig machen. Selbst ihre Selbstaussagen treffen sie, um etwas zu veräußern und es quasi als eine Aussage von aussen aufzunehmen, die sie meist bestätigt (das andere Extrem ist, daß sie Aussagen treffen, die sie widerlegen).

Freundschaften machen glücklich, mich auch. Das ist wahr und politisch sehr korrekt, vor allem zu Weihnachten... Über meinen Roadster freue ich allerdings entgegen der Theorie von Herrn Frey heute auch noch, auch wenn ich ihn schon 8 Jahre habe. Und so geht es doch fast jedem. Menschen freuen sich jahrzehntelang über ihre Häuser, die Gegend, in der sie wohnen, ihre Gärten, ihre Motorräder, ihre Büchersammlungen usw. usw. Es nervt einfach, wie die "Glücksforscher" auftreten. Da wird offensichtlich falsches Zeug verbreitet. Ausserdem wird viel zu viel über einen Kamm geschoren. Wenn 80 Prozent der Menschen gerne Suppe essen, tun es 20 Prozent nicht. Macht also Suppe essen glücklich?