Schrumpfende Mittelschicht

Was treibt ein Single in der Armutsstatistik?

Jetzt kennen wir den wahren Grund dafür, warum die Mittelschicht schrumpft. Es gibt mehr Singles. Weil sich die deutschen Familien auflösen, weil sich Paare trennen oder weil junge Menschen erst gar nicht zusammenziehen, wächst die Armut. Zumindest relativ. Von Carsten Germis

Lesermeinungen zum Beitrag

20. Juli 2008 20:40

@ John Doe

Johanna Geisel (Jea.nne)

Ich verstehe nicht, worauf Sie mit Ihrem Beitrag hinauswollen.

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17. Juli 2008 13:32

@Geisel

Sven Michaelsen (Der_kleine_Amrumer)

<<Ironie an:Um die Atraktivität Ihrer Töchter zu steigern gaben die Eltern früher gern eine Mitgift. Denn diese sollte dem standesgemässen Lebensunterhalt der dann "Ehe"frau dienen. (Und bevor es hier heisst oh finsteres Mittelalter: Es war sehr wohl so dass eine Frau über Ihre Mitgift sehr wohl verfügungsrecht hatte als auch diese wieder mitnahm, wenn die Ehe auseinander brach (Auch wenn es Scheidungen im heutigen Sinne fast nie gab)Also klasklare Gütertrennung !!!) Ironie aus>> Vielleicht packen Ihre Eltern Ihnen ja die eine oder andere Truhe voll, und schwups kommen die Heiratswilligen aus den Löchern... Ich denke die Statistik enthält viele, die vollmundig mit 16 von zu Hause auszogen um auf "eigenen" Beinen zu stehen und seitdem schön Sozialhilfe/Harz IV bekommen, weil sie vieles können, aber nicht aus eigener Kraft für Ihr Leben aufj´kommen. Wunderbar sah man das kurz vor Harz IV als die Bedarfsgemeinschaften definiert wurden. Und dann gibt es noch die geschiedenen (vornehmlich Männer) denen nach Abzug von Unterhalt eben auch nicht mehr viel zum Leben bleibt, eigentlich eher gar nichts....

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16. Juli 2008 20:34

Was heißt hier,

Johanna Geisel (Jea.nne)

die jungen Leute würden lieber allein bleiben!? Ich würde gern heiraten! Aber ich finde ja niemanden. Und viele meiner Freundinnen auch nicht. Vielleicht sollte der Staat mal eine kostenlose Partnerbörse eröffnen um den Singleproblem und den sinkenden Geburtenraten Herr zu werden...

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15. Juli 2008 11:27

Steuerklassen nicht vergessen...

Andreas Spengler (a.spengler)

Denn ein Single ist ja auch im Regelfall in Steuerklasse I und damit kriegt er auch vom Brutto mehr abgenommen als Verheiratete. Aber da arbeiten unsere Politiker auch schon dran - denn angeblich sind ja das Ehegattensplitting und die Kinderfreibeträge "sozial ungerecht"...

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15. Juli 2008 08:35

Arm durch Egoismus!?

Sebastian S. (sejose)

Wenn ich es also recht interpretiere rechnen unsere Statistiker unsere immer noch Wohlstandsgesellschaft wegen des Individualismus' und der Beziehungsunfähigkeit, bzw. des Unwillens sich dauerhaft zu binden, arm. Dass man bei Menschen mit fließend Wasser und Strom in der Wohnung, und in vielen Fällen auch noch TV mit Sat und DVD-Player, von Armut spricht, ist außerdem mehr als unangebracht. Wie wäre es mit "Unterdurchschnittlich Wohlhabend" oder "Statistisch Armgerechnet"? Wirklich arm ist von den Statistisch Armgerechneten doch nur ein Bruchteil...

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15. Juli 2008 08:17

Das Leben der Singles ist teurer.

werner hess (heswer)

Alleinstehende - das rechnen die Statistiker akribisch vor - brauchen nämlich mehr Geld zum Leben als Paare. Jetzt wissen wir endlich, warum es das Ehegattensplitting gibt.

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14. Juli 2008 23:58

Das dümmste was ich je gelesen habe,

J voelzing (lazarus06)

komplett an der Realität vorbei. Fragen Sie mal eine Familie mit 2 Kindern,wie sich's lebt im moment in Deutschland. Fragen sie einen Vermieter wehn er lieber nimmt, fragen sie wer das größere Auto braucht, die meisten Lebensmittel ,wer mehr für Urlaub zahlt...u.s.w. sebst wenn beide arbeiten hat die Familie keinen finanziellen Vorteil gegen den Single.

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14. Juli 2008 20:38

Endlich wird das mal klargestellt! Danke!

Bernd Michalski (michalski2)

Wohltuend, dass dieser Zusammenhang mal plausibel öffentlich erklärt wird. Eigentlich konnte darauf jeder kommen - namentlich jeder Journalist -, der in den letzten Monaten an diesem Thema herumschwadroniert hat - aber da hätte man ja mehrere Seiten Text vom DIW lesen müssen, und wer tut das schon freiwillig? Wo man sein Engagement doch lieber in die gekonnte Formulierung von Abscheu und Empörung über die wachsende Armut investiert... Insofern: höchste Zeit, dass die FAZ das mal aufklärt. Gut gemacht!

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14. Juli 2008 16:36

Was treibt einen Single in die Armutsstatistik?

Chi Tamago (tamago)

Einzig und allein eine unsinnige Definition von Armut. Aber die Umverteilungspolitiker brauchen ja Argumente für mehr Umverteilung. Die Statistik hilft, ist ja nur eine „Hilfswissenschaft“. So erhält man nach Vorgabe die Aussagen, die zur Verfolgung von politischen Zielen benötigt werden.

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14. Juli 2008 16:14

Gewichtung der Kinder

harald schneider (asklepion)

eine gewichtung der kinder mit je 0.3 im vergleich zu den erwachsenen (1,0 und 0,5) widerspricht jeder lebenswirklichkeit. die meisten eltern dürften ihre ausgaben deutlich einschränken im vergleich zu den ausgaben für ihre kinder. dies ist nicht nur den preisen für entsprechenden produkte geschuldet, sondern auch der tatsache, das erwachsene anschaffungen nur zusätzlich zu ihren bereits vorhandenen besitztümern tätigen, kinder diese jedoch erst aufbauen und zudem aus einem teil derselben herauswachsen. Das gilt für besitztümer (sportgeräte, spielzeug ectr.) im selben mass wie für kleidung und schuhwerk. die ernährung von kindern kostengünstiger zu gestalten dürfte ebenfalls schwierig sein auch wenn einige unrühmliche gegenbeispiele die justiz und öffentlichkeit beschäftigen. diese seien daher vielleicht einmal ausgenommen. Das problem ist erneut, statistiken mit realitäten zu verwechseln. statistik kann dies definitionsgemäß nicht leisten. Hr. Karl Lauterbach lässt grüssen. der weiss das ja auch nicht. das gefährliche daran zeigt unsere arbeitslosenstatistik. da haben schlaue politiker der letzten 30 jahre ja auch gedacht die problematik durchs schönen der statistik zu lösen.

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