die sich verspekuliert hat, herauszuhauen." -- Und desto weniger, mit geschlossenen Augen Geld für mehrere solche Banken zu verteilen. Wenn die Fed keine illiquide Hypothekenbank ist, kann sie immerhin etwas tun.
Ein sachdienliches Interview. Uhlig gibt nicht vor, ein "Superökonom" zu sein wie Karl Schiller, oder ein "Globalökonom" wie Helmut Schmidt. Solche Deklarierungen gehören ans kalte Büffet sind von ernsthafter Seite als Verspottung eingesetzt worden. Uhlig hätte aber doch etwas zum Immobilienmarkt sagen dürfen und auch zur entstandenen Zinsdifferenz bei Unternehmens- und Staatsanleihen:
"For instance, the differential (spread) between the yield on the 90-day AA financial corporate paper and the 3-month Treasury Bill jumped to 1.224% in March from 1.177% at the end of February — in January last year the differential stood at 0.1%. The differential between the 90-day AA corporate asset backed paper and the 3-month Treasury bill rose to 1.484% from 1.357% at the end of last month. In February last year the differential stood at 0.08%. ..." Why the Fed Can't Do What It Wants to Do, 4/3/2008 by Frank Shostak, http://mises.org/story/2934
Natuerlich kann man schlimmere und weniger wahre berichte ueber die
Wirtschaftsprobleme der USA lesen. Denn man will immer zuerst auf die USA einschlagen. Diesmal war das etwas besser. Natuerlich ist nicht alles Gold, das glaenzt in den USA.
Aber zuviele Deutsche vergessen, dass sie im Glashaus sitzen, wenn sie mit Steinen schmeissen. Als Helmut Schmidt deutscher Superminister war sagte er, dass 5% Inflation besser sind als 5% Arbeitslose. Bald danach hatten wir beides mehr, und ich musste weit weg von daheim, um eine Arbeit zu finden.
Heute hat unser Land immer noch mehr als 8% Arbeitslose, Amerika hat weniger als 5% Arbeitslose.
Man vergisst immer (gerne), dass die USA die Weltwirtschaft oft aus dem Dreck gezogen hat.
...warum ist Harald Uhlig denn ein Top(!)-Ökonom?
Ich will ja gar nicht partout bestreiten, dass Uhlig ein sehr guter Ökonom ist, das kann ich gar nicht wissen. Aber wenn mir jemand als Top-Ökonom vorgestellt wird dann möchte ich als Leser auch gerne wissen, warum er als Top-Ökonom gilt. Ich möchte als Leser gerne "wissen" und nicht "glauben".
Dieser journalistische Stil, einfach irgendwelche Menschen unbegründet als Top-"was auch immer" vorzustellen erinnert mich an die Bild-Zeitung. Da werden irgendwelche Wirtschaftsfachleute plötzlich als "Deutschlands klügster Professor" vorgestellt, und der Leser soll das dann auch unterwürfig glauben.
Ich persönlich beurteile Menschen nach dem was sie sagen und nicht nach dem, wie sie vorgestellt werden. Ohne Begründuing halte ich das für einen schlechten journalistischen Stil.