Krisen gehören einfach dazu

Finanzkrise

Marx hat recht

Die Geschichte des Kapitalismus ist die Geschichte seiner Krisen. Da hat Karl Marx vollkommen recht. Er hat nur die falschen Schlüsse daraus gezogen: Denn die Krisenanfälligkeit der Märkte ist kein Systemfehler, sondern der Kern des Systems. Von Rainer Hank

Lesermeinungen zum Beitrag

22. September 2008 12:21

Soziale Markwirtschaft, Gisbert,

Willibald Papesh (lonetal)

heißt bei mir Viehzucht, Nutz- und Haustiere - und ich meine, diese Aufgabe wäre noch zu lösen. Bisher scheint sie mir nur ein Versprechen:-(

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21. September 2008 22:05

Moderne Finanzwirtschaft hat mit Marktwirtschaft nichts mehr zu tun!

Uwe Paulsen (Wohlmeinender)

man sollte das Finanzdesaster nicht zur Kapitalismuskritik überhöhen! Mit Ideologie kommt man in der Sache nicht weiter. Solange nicht begriffen wird, dass das Geschehen in der Finanzwirtschaft nichts mit marktwirtschaftlichem Handeln zu tun hat, werden sich die Exzesse immer wiederholen, inklusive der Sozialisierung der Verluste. Ich empfehle immer wieder das Buch "Geld arbeitet nicht" zu lesen. Darin wird aufgezeigt, dass die Finanzwirtschaft zu einem Spielcasino verkommen ist. Es werden nur Glücksspiele getätigt, getarnt als "Finanzinnovation". Die Berichte über das erneute Verbot (verboten war es schon immer, aber keiner hat sich drum gekümmert!) von "naked short selling" zeigen beispielhaft auf, was hier geschieht: gehandelt werden nicht existente "Werte"! Gleiches gilt für all die schönen "Produkte" wie ABS, CDS, CDO etc. Das Perverse ist, dass bei diesem Glücksspiel erzielte "Renditen" den Unternehmen der Realwirtschaft als Sollrenditen vorgegeben werden. So kommen die berühmt-berüchtigten 25%+ zu Stande. Dagegen muss vorgegangen werden. Auf die Selbstheilungskräfte eines Marktes zu hoffen, wo es keinen Markt gibt sondern Glücksspiel betrieben wird, ist illusorisch. Dieses Casino muss geschlossen werden!

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21. September 2008 18:42

Freiheit!

Peter Paul (petepaul)

Sicher, Märkte sind krisenanfällig. Wenn allerdings der Autor des Berichts die Krisenanfälligkeit der Märkte zum Kern des Systems erhebt, dann trifft diese These des Pudels Kern nicht. Denn Kern des Systems ist schlicht die Freiheit. Bezogen auf die Finanzmärkte nämlich die freiheitliche Chance, als Kapitalanleger selbst zu entscheiden, ob und wie investiert wird. Freiheit birgt aber auch Risiken. Chance und Risiko gehen grdstl. Hand in Hand. Und wenn sich Investoren für eine Kapitalanlage entscheiden, dann müssen sie eben mit deren Risiken leben. Mehr noch: falls Investoren Fehlentscheidungen treffen und sogar eine Blase erzeugen, so ist eine groß angelegte Krise unvermeidbare, "richtige" Folge. Gleichwohl möchte ich betonen, daß Freiheit jedoch einen gewissen geordneten Rahmen (also Spielregeln) sowie transparente Verhältnisse erfordert. Daran fehlt(e) es. Darauf ist ein funktionierender Markt aber angewiesen. Andernfalls kann der Investor nicht wirklich Freiheit leben und er kann keine selbstbestimmte, fundierte Entscheidung treffen. Dennoch geht es schlicht fehl, die Freiheit der Märkte per sé zu verteufeln. Schließlich ist Freiheit eine dankenswerte und hart erkämpfte Errungenschaft! Nur der Rahmen muß halt stimmen.

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21. September 2008 16:16

Soziale Marktwirtschaft, Willibald

gisbert heimes (gisbert4)

Scheint Dir entgangen zu sein ;-)

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21. September 2008 14:52

Völlig richtig. Dem wäre nur noch die rhetorische Frage anzufügen:

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

Warum in Dreiteufelsnamen ist diese Erkenntnis nicht lange Allgemeingut? Zwar ist die Qualität der Aus- und Weiterbildung jährlich potenziert gesunken. Aber ein paar mehr sollten es doch begriffen haben, mein Gott!

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21. September 2008 14:50

Hopp oder Topp und nichts dazwischen?

Willibald Papesh (lonetal)

Es ist immer dasselbe Elend mit Gläubigen jeder Couleur: Sie kennen nur ihr ödes und immer gleiches "Entweder - Oder": Etnweder Raubtier in freier Natur und das Spiel evolutionärer Kräfte (Kapitalismus), oder ein Dahinfristen im Zoo-Gehege (Sozialismus). Dass es auch Viehzüchtung, Nutz- und Haustierhaltung gibt, scheint ihnen entgangen. Aber genau das wäre die zu lösende Aufgabe.

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21. September 2008 14:02

Man lernt dazu

Magnus Heinen (magnus54)

wie war das: Die Marktwirtschaft sorgt für die richtige Ressuorcenallokation, den Ausgleich von Angebot und Nachfrage usw. usw.. Deshalb ist sie allen anderen Wirtschaftssystemen überlegen. Und wenn das dann doch nicht so ist, dann liegt es an den "Rahmenbedingungen" speziell überregulierungen, staatlichen Marktverzerrungen usw.. Und nun: "Denn die Krisenanfälligkeit der Märkte ist kein Systemfehler, sondern ein Kern des Systems. ... der Fortschritt hat etwas Sprunghaftes." tja, was macht man, wenn man sich mit dem üblichen Lobpreis angesichts des Geschehens schwer tut und auch noch ein bekannter Gegner der Marktwirtschaft genau die Krisenhaftigheit der Entwicklung als ihr zugehörig analysiert hat? Genau, man sagt jetzt, das ist ja gerade ihr Vorteil! "Sprunghaftigheit" ist natürlich ein netter Euphemismus. Der Sprung jezt geht ja wohl ziemlich in die Tiefe. Wieviel Vermögen geht verloren? Was wird aus den Renten die über den Kapitalmarkt laufen, geworben von allen Medien und Experten? Was ist mit der Staatsverschuldung, sonst doch Raub an den Folgegenerationen? Welche Folgen wird das für die "Realwirtschaft" haben? Inflation? Egal, irgendwann wird es wieder zu lichten Wohlstandshöhen führen, natürlich nach vielen Opfern!

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21. September 2008 12:37

@ Rainer Hank: Die Volte mußte ja kommen

gisbert heimes (gisbert4)

Auf die Menschen kommt es der 'reinen Lehre' nicht an. Das wußten wir allerdings auch vorher schon. Trotzdem danke, daß Sie es nochmal klargestellt haben.

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21. September 2008 12:11

Demokratieversagen (und kein Marktversagen)

Hans Meier (HansMeier555)

In der heutigen WashingtonPost weist Eric Hovde, selber Banker, auf einen weiteren interessanten Aspekt hin. Er beschuldigt die Investmentbanken, die Spekulation wieder besseres Wissen befördert zu haben: Im gleichen Moment, in dem sie ihren Kunden die vergifteten Kreditpapiere aufschwatzten, spekulierten sie bereits auf deren baldigen Kurssturz. Das funktionierte schon bei der Dotcom-Blase so und jetzt auch wieder. Andere Unternehmer kämen mit solchen Praxis in den Knast, aber nicht die Wallstreet-Banker: Diese gehören zu den größten Wahlkampfspendern und genießen daher politische Protektion durch die Abgeordneten beider Parteien. (Fanny-und-Freddie funktionierten lange Zeit als Gelddruckmaschine für die Demokraten). Was hier versagt hat, ist also nicht der "Markt" oder die "Finanzaufsicht", sondern schlicht und einfach die DEMOKRATIE. Die USA sind längst eine Bananenrepublik auf dem besten Weg nach Lateinamerika. Und ob es bei uns wirklich besser ausschaut, ist eine offene Frage (siehe Landesbanken). Fazit: Wir müssen zuerst unsere westliche Demokratie wieder funktionsfähig machen. In einer Filz-Republik werden alle Instrumente der Finanzaufsicht versagen.

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21. September 2008 12:09

Wachstum und Wohlstand

Karl Mielke (karo02)

sind die Begriffe, die in wirtschaftsliberalen Theorien für Konsistenz sorgen sollen. Tatsächlich sind diese Begriffe eine Black Box. Oder etwa nicht? Dann bitte einem bedürftigen Bürger mal die Sinnhaftigkeit von Wachstum erklären. Ansonsten stellt der Kommentar ein Abbild des Zynismus der Mächtigen dar.

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21. September 2008 11:44

Karl Marx hatte nicht recht aber der Kapitalismus macht es Marx recht!

Rüdiger Drischel (rudyguy)

Das von Karl Marx benannte Ziel "Kommunismus" beschreibt dieser sehr vage mit "Jeder nach seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen", "Verträge freier Menschen mit anderen Freien", sowie Vergesellschaftung (nicht Verstaatlichung!) von Produktionsmitteln. Was ist das anders als freie Berufsausübung, freier Handel, Aktienbörsen ("going public") etc.? Himmel - besser lässt sich Marktwirtschaft kaum beschreiben, trotz aller Krisen, oder? Das Werk von Karl Marx zeigt sich in mancher Hinsicht - gemessen auch an damaligen Kriterien - wenig wissenschaftlich. Die "Diktatur der Bourgeoise" gab es nicht (der historische Materialismus ist eine erschreckend schwache, einseitige Interpretation). Das Überstülpen der "Negation der Negation" des dialektischen Materialismus über komplexe, nicht mit einfacher Logik zu erfassende menschliche Systeme fordert allen Ernstes eine weitere Diktatur. Das ist schon ein eigner Witz: die kapitalistische Marktwirtschaft erfüllt bereits heute viele Kriterien des Marx'schen Kommunismus. Nur von einem Übel erlöst sie uns nicht: von der menschlichen Arbeit. Aber vielleicht ist die ja gar nicht von so großem Übel ...

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21. September 2008 11:40

bravo! Wer zieht aber die evolutionsprozess-logischen Lehren?

Rüdiger Kalupner (Ruediger_Kalupner)

Endlich ordnet jemand die Ereignisse dieser Woche und ihre Anreiz-Vorgeschichte in den evolutionsprozess-logischen Zusammenhang ein. Es geht um die Frage, mit welchen Mitteln generiere ich welches Wachstum? Doch hier sollte man hinzufügen, dass es neben dem Wachstumstrick-mit-eingeplanten- Wachstumscrash auch die sog. evolutionäre S-Kurve des Wachstums gibt, die ohne Crashende auskommt. Wahr ist, dass man mit dieser S-Kurve weniger verdienen kann. Für Kapitalstockmaximierungs-Strategen ist das keine vorzuziehende Option. Aufgabe der Ordnungstheoretiker und -politiker wäre es, einen ORDOliberalismus zu entwickeln, der das Crash-/Absturz-Ende verhindert. Doch wer hat schon an diesem evolutionsprozess-logisch zu Ende gedachten ORDOliberalismus ein solch hohes Interesse, dass er sich mit allen Machtstrukturen anlegt. Allein Thomas de Maiziére bildet eine Ausnahme. Er nennt diese Machtstruktur, die den Wachstumscrash eingeplant hat, eine 'Fachbruderschaft', 'die das Denken in Zusammenhängen in Deutschland systematisch zerstört' habe (ZEIT v. 1.12.2005 'Der Entschleierer'). Selbst die FAZ verweigert sich der ordnungspolitischen Aufgabe, den ORDOliberalismus evolutionsprozess-logisch zu Ende zu denken, seit Jahrzehnten.

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21. September 2008 10:58

Alberne Vereinfachungen

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

<Denn die Krisenanfälligkeit der Märkte ist kein Systemfehler, sondern ein Kern des Systems.> Das System hat keinen Fehler, das System i s t der Fehler (geworden). Der Verfasser unterstellt hier faelschlicherweise, dass wir es ueberhaupt noch mit Marktgeschehen zu tuen haben. Doch dieses setzt Wettbewerb und Kontrollmechanismen voraus (Verbraucherschutz). Beides ist jedoch faktisch ausser Kraft gesetzt worden durch die Bildung von Kartellen und Machtkonzentration schlechthin. Der amerikanische Immobilienmarkt ist ein Musterbeispiel fuer diese Perversion. Die Immobilie als Spekulationsobjekt - und nicht mehr als erschwingliche Unterkunft. <In der Summe zahlt sich das Risiko aus> Ja gewiss, naemlich fuer die Geschaeftemacher, also diejenigen, die sich in den lukrativen Winkeln der Hank'schen Maerkte eingerichtet haben und in ihren Schnitt machen koennen - waehrend Dr. Hank von den Segnungen der Maerkte predigt.

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21. September 2008 10:48

Dieser Beitrag spricht mir aus der Seele,

Melita Zimmermann (melitaz)

denn er versucht das Pro und Contra gegeneinander aufzurechnen! Bisher hat sich leider noch niemand die Mühe gemacht aufzurechnen, wie sieht es aus, wenn die erzielten Gewinne gegen die eingetretenen Verluste saldiert werden. Ich bin mir sicher, das Ergebnis ist, über die Jahre, noch immer positiv! Die amerikanische Regierung hat zu einem Zeitpunkt ihre "soziale Ader" entdeckt wohlwissend, das geht eines Tages schief.Jeder konnte sich ausrechnen, dass mit einem geringen Einkommen keine Immobilie auf Pump gekauft werden kann. Aber JEDER sollte die Möglichkeit haben, es war doch zu verführerisch. Nun liegt das Kind im Brunnen und da ist es nur gerecht, dass die Regierung alles tut, um die Banken zu retten. Eigentlich hätte sie das Geld viel früher aufwenden müssen, um den Häuserkauf für zweitklassige Schuldner zu finanzieren. Die Banken konnten dieses gigantische Belastung nicht stemmen und begannen mit der Verbriefung, die auch jahrelang funktionierte. Mit der Verbriefung kamen die Gewinne, und die Analysten heizten die Spirale weiter an, denn wer nicht von Quartal zu Quartal die Gewinne steigern konnte wurde gnadenlos abgestraft. So funktioniert Kapitalismus, aber Sozialismus lässt keinem die Chance!

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21. September 2008 10:36

Danke! Endlich!

Marc Rieger (rieger74)

Danke für diesen Artikel! In letzter Zeit hatte man das Gefühl, dass der Kapitalismus und insbesondere die Finanzmärkte nur als allesverschlingende Monster betrachtet werden - sogar in einigen FAZ-Kommentaren! Es ist gut, nicht zu vergessen, dass die betroffenen Banken nur so viele Milliarden in den Sand setzen konnten, weil sie diese vorher verdient hatten - und dabei auch einiges an Steuern abgeführt hatten... - Davon unbenommen muß man das System sicher optimieren und von dem jetzigen Desaster lernen. Nur Marx sollte man dalassen, wo er hingehört: im Geschichtsbuch.

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21. September 2008 10:28

Kapitaler Unsinn

Ingo Lange (Ingoatwork)

"Wo globale Maerkte sich frei (unreglementiert) entfalten, waechst der Wohlstand" - das Ergebnis ist grossartig: 100 mehr Millionaere mit zig BMWs, die sie nicht wirklich brauchen (abgesehen vom eigenen EGO) resultieren in Millionen von Armen, die zwar 1 $ mehr verdienen, aber sich ein normales Leben angesichts der dramatisch steigenden Preise fuer das LEBENSNOTWENDIGE nicht mehr leisten koennen ! Marx lag doch nicht so falsch - nur woher die "Proletarier aller Laender" die Bildung und den gesunden Menschenverstand herbekommen sollen, denselben Mist nicht gleich wieder selbst anzufangen, das ist wohl die Gretchenfrage. Dies schaffen ja nicht mal die gut ausgebildeten Journalisten, die ueber das Thema schreiben. Markt hat am Ende eben doch auch etwas mit Moral zu tun (nach Kriegen und Boersenabstuerzen weiss man das) - Moral jedoch scheint den allermeisten (besonders auch den Eliten in DE) abhanden gekommen zu sein (und um das zu bemerken, braucht man wirklich nicht neunmalklug zu sein!).

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21. September 2008 10:19

Oswald Spengler vs. Carl Marx - wer hat wohl recht?

Bernhard Sorg (Bernhard.Sorg)

Lassen wir doch bitte den seligen Carl Marx aus dem Spiel - was wir jetzt erleben, ist ja nur scheinbar ein vorübergehender und sozusagen irrelevanter finanzieller Kollaps innerhalb des naturgemäß immer phantastisch funktionierenden Anglo-Kapitalismus. Es ist primär ein gewaltiger Schub in der Geschichte vom Niedergang der Vereinigten Staaten. Nichts anderes. Die USA sind bankrott, und alles, was die Herren der Wall Street jetzt von den Herren in Washington D.C. verlangen (: die Übernahme aller ihrer monströsen Schulden), beschleunigt den Untergang. Schon seit dreißig Jahren deuten alle Indikatoren Amerikas nach unten, aber der unselige George Bush hat mit seinem (?) Irak-Krieg alle Dämme eingerissen, die Büchse der Pandora geöffnet und den Verfall rasend beschleunigt. Die Mittelklasse der USA wird es sehr bald nicht mehr geben, und mit ihr wird die Demokratie verschwinden. Und ob die Super-Reichen, deren Repräsentanten die Bush-Präsidenten (gewesen) sind, sich dann noch ihres aberwitzigen Reichtums erfreuen können, darf man doch wohl bezweifeln. Die Redakteure der FAZ sollten anstelle von Carl Marx lieber Oswald Spengler lesen - lohnt immer und ganz besonders jetzt.

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21. September 2008 10:11

Marx hat recht

Gerhard Leipert (Trepiel)

Die Analyse am Anfang des Artikels ist gut; im Schlußabsatz leider Zensur im Hirn; schade.

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