Von Volker Stumpe
16. April 2008 Seit gut einer Woche ist die Eiszeit für die Frankfurt Lions vorüber. Wer kommt, wer bleibt, wer geht? Das sind die Fragen, die es nun zu beantworten gilt. Die spannendsten Antworten, nämlich die nach den Neuzugängen, mag Dwayne Norris noch nicht geben. Es gibt viele Gerüchte, aber noch keine einzige Unterschrift. Aber ich habe schon Zusagen“, sagt der Manager, der deswegen weder bestätigen noch dementieren mag, dass in der nächsten Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) der Iserlohner Pat Kavanagh und der Düsseldorf Jamie Wright für die Löwen stürmen werde.
Wer den Klub verlassen wird, darüber gibt Norris schon bereitwilliger Auskunft. Es sind insgesamt sieben Profis, die Frankfurt definitiv verlassen werden: die Stürmer Martin Reichel, Layne Ulmer, Jay Henderson, Gregg Johnson und Radek Krestan sowie Abwehrspieler Peter Smrek und Torwart Boris Ackers. Wahrscheinlich ist zudem der Abgang von Richie Regehr. Dem Star-Verteidiger liegt offenbar ein Angebot der Berliner Eisbären vor, die derzeit in der Play-off-Finalserie gegen die Kölner Haie spielen. Auch ein Wechsel zurück nach Übersee ist möglich. Die Lions haben Regehr jedenfalls ein Angebot unterbreitet. Der Kanadier hat noch zehn Tage Zeit, sich zu entscheiden. Es ist nicht wahrscheinlich, dass Regehr bleiben wird. Ebenso unwahrscheinlich ist eine weitere Zusammenarbeit mit Jason Marshall. Der Abwehrspieler wird seine Karriere wohl beenden. Sollte er es sich doch noch anders überlegen, könnte er Norris sofort anrufen.
Vier weitere Spieler, die Trainer Rich Chernomaz gerne behalten würde, sind noch Wackelkandidaten. Den Stürmern Jeff Heerema und Jason Ulmer liegen ebenso Angebote vor wie den beiden Verteidigern Chris Armstrong und Michael Bresagk. Würde er die Lions verlassen, wäre dies für die Fans gewöhnungsbedürftig. Er spielt schließlich schon seit elf Jahren in Frankfurt und ist der mit Abstand dienstälteste Löwe. Auf einen ihrer Liebsten müssen die Anhänger in den beiden ersten Spielen der neuen Saison auf jeden Fall verzichten: auf Stadionsprecher Rüdiger Storch. Er wurde für seinen Kommentar vor dem vierten Halbfinale gegen Köln, als er über das Mikrofon von den Schiedsrichtern der dritten Begegnung wegen ihrer schlechten Leistung und eines nicht anerkannten Tores eine Entschuldigung einforderte, für zwei Begegnungen von der DEL gesperrt.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa
