Höchst langweilig: Das Studium aus studentischer Sicht

Professor" definiert Goethes Schwager Christian August Vulpius in seinem spöttischen "Glossarium für das Achtzehnte Jahrhundert" als einen talentierten Wiederkäuer, der "immer auf den Beifall seiner Zuhörer Anspruch machen kann". Über den Stand der Universitätslehrer ist historisch weit mehr bekannt als über ihre zahlenden Zuhörer, die Studenten.

Gentechnikdebatte

Die Fortschritte in der Gentechnik bieten viele Chancen, verunsichern aber auch die Menschen. Der Hoffnung auf Heilung vieler Krankheiten stehen noch viele ungeklärte Risiken entgegen. Einen Überblick, auch für interessierte Laien, bietet der "Zweite Gentechnologiebericht" der gleichnamigen interdisziplinären Arbeitsgruppe.

China und Afrika: Wirtschaft mit Symbolik

Seit geraumer Zeit wächst im Westen die Sorge, China könnte sich bald ganz des afrikanischen Kontinents bemächtigen und europäische wie amerikanische Interessen dort verdrängen. Die Liste der wissenschaftlichen Studien und Presseberichte zu diesem Thema wird nicht nur immer länger, auch die Diskussion über ...

Hund in der Röhre

Epilepsien, deren Ursache sich nicht finden lässt, oder Bandscheibenvorfälle und andere Wirbelsäulenerkrankungen - das sind häufige Gründe, Hunde und Katzen in einen Magnetresonanztomographen zu schieben. Was noch vor wenigen Jahren undenkbar schien, ist heute fast Routine: Fachleute schätzen, dass ...

Die Welt der Codes

Codes sind nicht nur aus der Welt der Geheimdienste bekannt, deren Botschaften Unbefugten nicht zugänglich sein sollen. Die frühen Christen kannten Codes, und Forscher wandelten Sätze, in denen sie eine neue Entdeckung verkündeten, in einen Buchstabensalat um. Sie brauchten auf diese Weise eine Entdeckung noch nicht sofort offenzulegen, die Priorität blieb aber gewahrt.

Einer christlichen Frau steht Wissenschaft zu

Die Göttinger "Universitätsmamsellen" gehörten im Zeitalter der Aufklärung zu einer noch recht kleinen Gruppe gelehrter Frauen (F.A.Z. vom 18. Juli 2008). Dorothea Schlözer gelingt 1787 erstmals eine philosophische Promotion in Deutschland, doch nicht vor Ende des neunzehnten Jahrhunderts werden ...

Mit Vollgas durch die großen Ideologien

"Wir haben gespielt", notierte er auf einer der letzten Seiten seines Tagebuchs, "ich habe verloren, ich beantrage den Tod." Wenig später, am 16. März 1945, nahm sich der französische Schriftsteller Pierre Drieu La Rochelle das Leben. Gespielt hatte er nie, aber verzweifelt eine Alternative gesucht ...

Von A nach B

Die Zeiten sind vorbei, in denen sich Geisteswissenschaftler ein schlechtes Gewissen von der Wissenschaftstheorie machen ließen. Heute bestimmen pragmatische Einstellungen die Szene. Ob man so forschen darf, wie man forscht, wird nicht durch Rückfrage beim Methodenspezialisten ermittelt, sondern indem man es einfach macht und abwartet, ob man damit durchkommt.

Evolution aufgefrischt

Namen wie Richard Dawkins oder Stephen J. Gould sucht man in den klassischen Lehrbüchern zur Entwicklungsgeschichte des Lebens meist ebenso vergeblich wie die dazugehörigen evolutionsbiologischen Ideen und Argumente. Gleichzeitig streifen populäre Autoren wie Dawkins, Gould und ihre Anhänger in ihren ...

Für Hörer aller Fachbereiche

Das Wort "Philologie" ist anders gebildet als andere Disziplinenbegriffe wie "Biologie" oder "Archäologie". Geht es dort um die Sprache - oder auch: Logik, oder einfach nur: Lehre - des Lebens und der Anfänge, so hier in Vertauschung der Positionen von Subjekt und Objekt um die Liebe zur Sprache und nicht etwa um die Lehre von der Liebe.

Das Sternbüchlein

In Städten wird der Nachthimmel wegen der störenden künstlichen Beleuchtung im Allgemeinen weniger beachtet als auf dem Lande. Aber einige leicht zu beobachtende kosmische Ereignisse stoßen überall auf Interesse - sei es, dass sich die Sonne oder der Mond verfinstert, Kometen mit langen Schweifen am Himmel erscheinen oder Meteorschauer von sich reden machen.

Sprache des Körpers

Mimik und Körperhaltung verraten viel über die Befindlichkeit eines Menschen. Ist er in Eile oder hat er Zeit, ist er angespannt, erschöpft, traurig oder voller Tatendrang und Lebensfreude? Das lässt sich oft schon an der Stellung der Mundwinkel und der Augen, aber auch an der Gestik ablesen. Die vielen ...

Der Tanzmeister als Führer der Klassik

Die Aufklärung hatte es mit dem Bild der "nackten Wahrheit". Dass Kleider Leute machen, war für sie eine kritische Feststellung. "Ein Kleid, ein Schwert, ein Pferd - und einen Gott! Was brauch ich mehr?", ruft der Sultan in Lessings "Nathan der Weise" aus: In äußeren Dingen genügt das mindeste. Weder ...

Das Deutsch der Geschlechter

Das Problem hat schon manche Glosse auf sich gezogen, aber es ist zu ernst, als dass man es den Linguisten überlassen könnte. Die Sprache bevorzugt, haben Frauen entdeckt, auf hintergründige Weise den Mann. Das sollte, wird dann gefordert, sprachpolitisch korrigiert werden. Und wie immer bei Politik ...

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