An den meisten Leser Kommentaren zeigt sich mal wieder deutlich, was den gemeinen deutschen Fußball Gucker ausmacht: ein unerträgliches Besserwissertum! Es wird geradezu auf eine Leistung wie gestern gewartet, um dann alle Beteiligten voreilig in die Pfanne hauen zu können. Ich dagegen sage: Löws Mannschaft hat das Zeug ins Finale zu kommen! Wieso steht die Öffentlichkeit denn nicht zumindest solange hinter diesem Team, das eine sehr sehr gute Qualifikation gespielt hat, bis es tatsächlich ausgeschieden ist. Alle die jetzt überzogene Kritik üben, machen den Wendehals, wenn die Elf in den nächsten Spielen wieder überzeugender spielt. Wo bleibt das Rückgrat?
Löw ist nun lange genug auf der Erfolgswelle von Klinsmann geschwommen. Nun zeigt er, dass er wohl doch nicht genug von Klinsmann gelernt hat. Die Deutsche Mannschaft kann sehr stark sein, wenn da nicht Bremser wie Fritz, Gomez, Jansen, Metzelder wieder aufgestellt werden, nachdem sie bereits beim vorherigen Spiel mehr als schwach waren. Das kann nur die ganze Mannschaft herunterziehen, und man hat das Gefühl die Mannschaft war mit der Aufstellung selbst mehr als unzufrieden und gefrustet! Fritz rennt ziellos durch die Gegend, Gomez rennt immer und immer wieder in die Abseitsfalle (wer bringt ihm das mal bei?), Metzelder hat den Ball wenige Meter vor dem Tor in den Himmel, und Jansen stellt sich als Abwehrspieler so vor das Tor, als ob er es schießen wolle. Warum müssen dann gute "Team-Spieler" wie Schweinsteiger, Odonkor erst spät eingewechselt werden und Kurani und Neuville nur auf der Bank sitzen?
Stimme absolut mit Gerald überein! Da hatte ich als deutsche Frau schon einen echten Horror, daß wir evtl. im Viertelfinale gegen die Türkei spielen müssen und ich mich in meinem eigenen Land dann lieber nicht zum Public Viewing oder auf die Straße trauen darf und nun so ein "unkontrolliertes / unsportliches Verhalten" von einem deutschen Spieler. Natürlich kann man in der Hitze des Gefechts mal etwas schubsen, aber dann auch unzivilisierte Gesten für die internationale Presse zu liefern - da hört dann auch mein Verständnis restlos auf. So einen Ruf möchten wir bitte nicht im internalionalen Kontext haben! Er sollte sich zumindest öffentlich für diese Geste entschuldigen!!!
Nach vorsätzlicher Tätlichkeit und Schiedsrichter-Beleidigung durch Vogelzeigen sollte der Spieler Sebastian Schweinsteiger - unabhängig vom UEFA-Entscheid (nur ein Spiel Sperre !?) - vom Bundestrainer nach Hause geschickt werden. In anderen Sportarten wäre der Spieler nach dieser groben Unsportlichkeit von der weiteren Teilnahme auszuschliessen bzw. zu disqualifizieren. So wäre nach diesem Spiel zumindest moralisch und in der Aussenwirkung etwas gewonnen.
Leider fand ich in ihrem Artikel kein Wort der Kritik am Bundestrainer. Dass ein Jansen schon seit misdestens drei Spielen hinten offen ist wie ein Scheunentor, hätte er doch bemerken müssen. Das ein Ballack auch seit einigen Spielen nur gelangweilt auf dem Spielfeld herumtrabt und keine Führungsrolle übernehmen kann, ebenso. Ebenso bringt auch ein Frings nicht die notwendige Leistung im Mittelfeld. Metzelder war eingentlich noch recht gut, obwohl er manchmal zu spät kam. Da vermisst man doch mit Wehmut die Eleganz und das Raumspiel eines Franz Beckenbauer. Peer Mertesacker ist leider schon immer ein sich unsicherer zögernder Spieler gewesen. Insgesamt krankte das deutsche Spiel an den altbekannten Krankheiten. Zu weit weg vom Gegener bei dessen Ballannahme, nicht wissen wohin mit dem Ball nach der eigenen Ballannnahme und kein Anbieten der anderen Spieler, für den Ballführenden, in den Lücken der Gegenmanschaft. Also zu wenig Bewegung. Das sind alles manschaftliche Mängel die ein Trainer in der Vorbereitung beheben kann. Auf der Torwartposition wurde ausser Lehman niemand ernsthaft in den Vorbereitungsspielen getestet.
Keine Bewegung... Kein Tempo.. Keinen Willen... Keinen Biss... gespielt. Liebe Leute, das ist nicht Bundesliga mit 34 Spielen, wo man „ vielleicht auch mal eins verpatzen kann“. Wir haben den Anspruch ins Finale zu kommen, oder irre ich? Da flösst man zukünftigen Gegnern mit jedem Sieg auch mehr Respekt ein. Wie sagte Lehmann danach so treffend: „Wir haben heute nicht mit vollem Herzen gespielt, waren zudem zu mutlos.“ Tja, da gibt’s nichts mehr zu sagen. Wie wahr. Hoffentlich war’s das nun mit „Ausrutschern“.
Ich frage mich, warum Sie sich mit Ihrem Artikel derart auf Christoph Metzelder eingeschossen haben. Mein Eindruck heute war, dass Metzelder noch deutlich über Mannschaftsniveau gespielt hat. Natürlich sah auch er nicht in jeder Situation besonders glücklich aus - große Patzer wie der sonst so zuverlässige Mertesacker, oder der bisher auch recht stabile Jansen - hat er sich jedenfalls nicht erlaubt. Und dass er als Innenverteidiger besagten Kopfball nicht in ein Tor verwandeln konnte, wollen Sie ihm doch nicht ernsthaft vorwerfen? Abgesehen davon war das Spiel heute sicher nicht repräsentativ und vorschnelle Schlüsse auf einzelne Positionen in der Stammelf halte ich für absolut unsinnig. Denn die Konsequenz wäre, die Mannschaft komplett auszutauschen. Von Lehmann bis Ballack. Natürlich muss die Mannschaft aus dem Spiel Konsequenzen ziehen, aber überbewerten sollte man die Partie auch nicht. Manchmal gibt es eben solche Tage, wo nichts funktioniert. Besser, das passiert jetzt, als im Halbfinale. Hauptsache ist, dass die Mannschaft am Montag konzentriert und mit freiem Kopf ins Spiel geht.