Beäugen sie sich kritisch und gehen einander aus dem Weg ...

Der Trainer und sein Kapitän

Szenen einer Vernunftehe

In einem Werbespot wurden Joachim Löw und Michael Ballack vor der EM als harmonisches Bergführer-Duo dargestellt. Auf dem Weg zum Gipfel herrscht aber nicht mehr die heile Werbewelt. Vor dem Halbfinale loben sich der Bundestrainer und sein Kapitän einfach nicht mehr. Von Michael Horeni, Ascona

Lesermeinungen zum Beitrag

25. Juni 2008 08:59

Die deutsch-türikische Beziehungskiste

Karl Wilhelm Goebel (kwg1a)

Wir sind entwicklungsgeschichtlich wenigstens einen Schritt weiter, sollten die Türken gewinnen, die Deutschländer-Türken uns Deutsche dann wenigstens trösten und - natürlich (!) umgekehrt. So werden zwei (Fußball-) Schuhe daraus...

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
25. Juni 2008 07:53

Bilder zum Artikel

Rafael Xman (rafael7)

Der hoechst spekulative Artikel,der eine im Grunde normale Situation(Differenzen zwischen Meinung eines dominanten Kapitaens und seines Trainers) aufbauschen will,weist auch noch Bilder auf,deren Unterschriften "BILDartig" manipulieren wollen. Niemand kann das Aufnahmedatum nennen,aber die Bilder,auf denen Ballack&Jogi laecheln werden als "vor dem Turnier alles in Ordnung" betitelt;wenn sie ernst wirken,wird ueber einen internen Machstreit spekuliert. Zudem sind sie zwei Schritte von dem Gold entfernt,jeder glaubt wieder an die 11:Sollten sie da nicht etwas konzentrierter und disziplinierter rangehen?!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2008 23:08

Sportberichterstattung?

Matthias Reinbold (MatthiasReinbold64)

6 Wochen können ganz schön lang werden. Für Trainer, Betreuer, Spieler sowieso aber offensichtlich auch für Journalisten. Ständig interessante Themen finden zu müssen, ist wahrscheinlich eine schwierige Aufgabe. Gerade dann, wenn in der Endphase eines EM-Turniers nicht mehr jeden Tag gespielt wird, die klügsten Analysen bereits geschrieben sind (u.a. von Kollege Eichler "Schneller war der Ball noch nie", Respekt!), auch die ausgefallenste Verletzung beschrieben und das Rezept für das simpelste Mittagessen gewürdigt wurde - dann ist´s endgültig vorbei mit der Berichterstattung über das, was war und ist. Es schlägt die Stunde der Psychologie. Was sein könnte oder gewesen wäre, was Blicke nicht sagen und Worte verschleiern - das wird dann interessant. Für den Journalisten. Für den Leser wird´s freilich kompliziert. Er kann leider nicht selbst den Pressekonferenzen beiwohnen, Blicke oder das Zucken der Mundwinkel bewerten, den Tonfall hören, die Langeweile oder Spannung spüren. Der Leser kann kein Gefühl für das Gefühl des Journalisten entwickeln. Hat das Geschriebene Substanz oder ist das einfach alles nur noch überspannt? Hoffnung naht: Morgen und evtl. noch Sonntag; dann ist´s geschafft. Allen Beteiligten beste Erholung im Urlaub!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2008 21:03

Herr Klemme

Marco Zeino (Zeini)

Das Ganze nennt man die "GROßE ANGST DES JOURNALISTEN VOR DEM SOMMERLOCH". Die Journaille kann doch nicht zum hundertsten Mal die Fettnäpfchen eines Kurt Beck aufwärmen und die Linkspartei/Schwan-Kontroverse ist auch schon tot. Ich finds auch nicht gut, aber so lange die FAZ keine GEZ-Gebühren verlangt, kann man damit leben.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2008 21:01

Deutschland kann viel erreichen, muss aber nicht

Konstantin Schneider (bundesboy)

Nach den Überraschungen, die die EM bisher geboten hat, ist es gut, wenn sich Bundestrainer und Kapitän möglichst wortlos verständigen, denn jeder Wink wird heutzutage als Herrschaftsgeste interpretiert. Wahrscheinlich werden die Deutschen ja wieder alles richtig machen, notfalls eben nur knapp siegen und wenig glänzen. Und wenn es anders kommt, dann wird höchstwahrscheinlich das Hauptaugenmerk sofort auf den Jubel der Türken in Deutschland gerichtet, die sich unter Leitkultur was anderes vorstellen, als Herr Merz.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2008 19:54

.."wird alles von den Medien hochsterilisiert..."

Ingo Steinhaeuser (steinhaeuser_washington)

..dies trifft auch fuer diesen Artikel zu. Ob Vernunftehe hin oder her - sie scheint zu klappen. Falls Deutschland morgen ausscheiden wuerde, laege dies bestimmt nicht an der mangelnden Abstimmung zwischen Ballack und Loew.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2008 19:30

Welch Drama...

Alex Popa (apopa)

Man muss schon langsam Mitleid empfinden für den guten Herrn Horeni. Als fundamentalster Pauschalkritiker der deutschen Fußballnationalmannschaft musste er letzten Donnerstag-Abend zähneknirschend und von Wutanfällen geschüttelt eine Lobeshymne auf den Sieg gegen Portugal verfassen. Nun, entzürnt über diese gegen seine tiefsten Überzeugungen verstossende Pflichterfüllung, sucht er jetzt verzweifelt nach noch so kleinen Indizien die im Entferntesten seine Theorie bestätigen (deren Ausformulierung wohl "die deutsche Fußballnationalmannschaft ist Schuld an Hunger und Krieg auf der Welt" lauten müsste). Und jetzt hat er wie durch ein Geschenk Gottes im Unausgesprochenen zwischen zwei Hauptprotagonisten eine "heiße Spur" gefunden auf die er sich wie ein, nach dem lange erhofften Knochen hechelnder, hungriger Hund stürzt... Bemitleidenswert. Übrigends: Wenn man lange genug einen Goldfisch im Aquarium betrachtet könnte man meinen er hegt Welteroberungspläne... wär das nicht auch ein toller Artikel?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2008 19:22

Auf diesen Beitrag musste man lange warten!

Andreas Suhr (andreassuhr)

Woran hat das verzagte Spiel von Löws Mannschaft in der Vorrunde gelegen? Dieser Artikel zeigt eine Ursache auf. Wahrscheinlich ist es sogar die entscheidende. Zwischen der von Löw immer wieder geforderten Spielweise in die Offensive und der von der Mannschaft gezeigten besteht ein himmelweiter Unterschied. Ballack preist in Interwiews immer wieder die deutschen Tugenden. So spielt auch die Mannschaft. Abwartend. Ähnlich wie bei der WM 2002. Immerhin, ihre Chancen nutzt sie meist zur rechten Zeit eiskalt. Und sie scheint technisch etwas sicherer zu sein. Aber das bei der WM 2006 gezeigte Spiel, den Gegner vom Anpfiff weg in dessen Hälfte bedingungslos unter Druck zu setzen, findet nicht mehr statt. Ballack spielt so wie er in Interviews redet: Erst hinten dicht machen. So gibt es nur die Hoffnung, dass der Mannschaft das Turnierglück hold bleibt. Sollen die Chancen verbessert werden, muss Löw Ballack zu mehr Pressing und Offensive auf dem Spielfeld bringen. Wie es Klinsmann vermochte. Zur Erinnerung: Auch zwischen ihm und Ballack kriselte es vor der WM. Allein: Fußballdeutschland und seine Trainer sind auf Ballack angewiesen! Löw wird sich aber für die Zukunft Gedanken machen. Immerhin: das Erreichen des Halbfinals ist ein Erfolg

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2008 18:55

Unnötig

Markus Müller (Luke23)

Auch mein Eindruck ist, dass der Autor Michael Horeni hier versucht, eine Mißstimmung zwischen Ballack und Löw herbeizuschreiben. Mein Eindruck ist eher, dass Ballack nach den Gruppenspielen genau wie Löw erkannt hat, dass die deutsche Mannschaft im Spiel nach vorne Probleme hatte und Ballack zu sehr mit Defensivaufgaben belastet war. Vermutlich hat Ballack die Systemumstellung auch intern gefordert. Nach außen hin muss der Trainer natürlich sagen, dass er es war, der die Mannschaft umgestellt hat, da sonst seine Autorität in Frage gestellt werden könnte. Die beiden wirken momentan vielleicht momentan nicht mehr so herzlich und entspannt wie vor dem Turnier, aber dies ist sicherlich auf die hohe Anspannung während eines solch wichtigen Turniers zurückzuführen. Es wäre meiner Ansicht nach völlig falsch, zu einem so wichtigen Zeitpunkt eine Krise zwischen Kapitän und Trainer herbeizuschreiben. Aus den Äußerungen der beiden wird für mich genug Wertschätzung füreinander deutlich, auch ohne dass sie sich direkt gegenseitig loben.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2008 18:13

Interessant

Harry Hain (zx10)

was man so alles hineininterpretieren kann. Grausam so ein fußballfreies Loch. Grausam für die schreibende Zunft. :-)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2008 18:07

Überflüssig wie ein Kropf

Robert Klemme (rklemme)

Dieser Artikel erinnert mich unangenehm an die Regenbogenpresse. Was geht es uns an, wie die beiden intern miteinander umgehen? Wir könnten es sowieso nicht ändern und die Zusammenarbeit scheint doch gut zu klappen. Beide sind sowieso keine Typen, die ihr Herz auf der Zunge tragen, und da muss man in unterlassene Aussagen nicht immer neues hineingeheimnissen. Man könnte meinen, die klugen Köpfe hinter der FAZ sind auch schon von EURO-Hysterie ergriffen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. Juni 2008 17:42

Machtspiele

Michael Sextro (mixxxi)

Ballack kommt aus dem Haifischbecken Chelsea. Ohne Titel. Er ist sehr ehrgeizig. Löw ist auch ehrgeizig, aber auch vorsichtig. Er pflegt einen kooperativeren Führungsstil und läßt sich doch nicht hereinreden in seine Entscheidungen. Er möchte, daß sich die Mannschaft entwickelt und seiner Linie folgt. Er gibt auch die Leute scheinbar nicht so leicht auf (M. Gomez) oder gibt ihnen wieder Erwarten doch noch eine kleine Chance, sich zu rehabilitieren (M. Jansen). Kein Trainer liegt immer richtig. Da soll man sich einmal die Niederländer oder Italiener ansehen. Löw setzt auf die Dynamik des Teams. Die Nationalmannschft soll schon von Konkurrenz geprägt sein, aber noch mehr von Kooperation. Kein Haifischbecken. Die Mannschaft hat, wenn nötig Dinge untereinander zu klären. So sieht es zumindest von außen aus. Was wer gesagt oder vorgeschlagen hat, weiß niemand. Ob Ballack die "besseren" Ideen hatte, oder Löw oder Flick. Am Ende wird zählen, ob unere "großen Jungs" die Spannung kreativ und positiv umgesetzt wird. Für Löw ist der Titel wichtig. Es ist auch ein Baustein auf dem Weg zum WM-Titel 2010. Es ist ein Zeugnis für die Entwicklung der Mannschaft. Wie glücklich für Deutschland.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 12 von 12 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche