
physisch, technisch und taktisch so überfordert gewirkt hat. Spielerfrauen (ohne joke), tut nicht gut. Löw war feige (Odonkor/Marin). Hand aufs Herz -- bis auf die erste Halbzeit gegen Portugal war es weitestgehend Rumpelfußfall Völlerscher Art (immerhin nicht: Ribbeckscher Art, was ja auch ausgiebig abgefeiert wurde). Nee also echt, so'n Tor wie 1:0 Port und das reloaded ./. Türkei! Mit Jancker? Nein, ssie waren nicht Völlersch. Wie würde wohl ein Guus Hiddink mit unserem wirklich großartigen Spielermaterial arbeiten. Nicht auszudenken! Nein, nicht auszudenken. Danke, aber danke nein. Trainer-Hype. Was immer der Bundestrainer Löw getan hat, um die Mannschaft weiter zu entwickeln, es hat bislang nicht wirklich funktioniert. Er hat die alte Garde rausgespielt. Ob wissentlich...? Schön, dass er sich jetzt mal wirklich beweisen muss. Dumm gelaufen, dass er jetzt einen René Adler ohne jegliche L-Spielerfahrung nehmen muss, hätte er durchaus schon mal üben können. Seine Leistung bei der Euro hat mich nicht überzeugt. Zumindest steht der Beweis nach dieser fußballerisch armseligen EM weiterhin aus. Klingt jetzt blöd. Ist aber so. Nöö, gar nicht blöd! Kann nur besser werden Greetz

Aus der FAZ-Bilderstrecke "Die schonsten EM-Bilder": "Tore bringen Geld „Wir sind das Haus des Fußballs. Der Fußball ist ein gefragtes Produkt, natürlich verdienen wir Geld„, erklärte Uefa-Boss Michel Platini auf der Bilanz-Pressekonferenz am Samstag. Der Gewinn bei der Euro 2008 betrug bei einer EM-Rekord-Einnahme von 1,3 Milliarden Euro rund 700 Millionen Euro. " Aus den Ticketverkäufen kommt bestimmt der geringere Anteil...

Freude und feiern sollte glaubwürdig und ehrlich sein. Herr Löw ist maßgeblich für die WM-2006-Mannschaft verantwortlich gewesen. Zur EM 2008 gab es m.W.n. ganze 6 Spieleränderungen. Trotzdem hört man immer noch, dass wir im Aufbau sind, etc.! Wie lange noch? Jetzt ist Zeit zum Umbruch!!! Das Bild der Deutschen im Ausland wurde am nachhaltigsten "umgeprägt" durch die WM 2006. Jetzt wird jedesmal eine Party inszeniert. Die Vermarktung vor, während und nach dem Spiel ist mittlerweile unerträglich. Vermarktung ist im heutigen Profisport eine wichtige Einnahmequelle, allerdings sollte dies dezenter stattfinden. Vor dem Spiel wird von der Journaille gefachsimpelt, nach dem Spiel jede Szene 5x wiederholt und kommentiert. Typisch US-Amerikanisch! Spielern wird unmittelbar nach dem Spiel das Mikro hingehalten um zu den immer gleichen Fragen noch monotonere Antworten zu geben. Die dt. EM-Kicker erhielten jeder 150.000 € +++ dafür, das Nationaltrikot mehr oder weniger gut über den Platz getragen zu haben. Satte Millionäre, denen durch das ganze Drumherum und Betüttelei die Bodenhaftung verloren gegangen ist und die keinen wirklichen Bezug mehr zur Realität haben. Warum stellen die sich nicht mal zu den Fans anstatt in die VIP-Bereiche?

Mit einigem zeitlichem Abstand drängt sich doch die Frage auf, warum die deutsche Mannschaft bei dieser EM über weite Strecken physisch, technisch und taktisch so überfordert gewirkt hat. Hand aufs Herz -- bis auf die erste Halbzeit gegen Portugal war es weitestgehend Rumpelfußfall Völlerscher Art (immerhin nicht: Ribbeckscher Art, was ja auch ausgiebig abgefeiert wurde). Wie würde wohl ein Guus Hiddink mit unserem wirklich großartigen Spielermaterial arbeiten. Nicht auszudenken! Was immer der Bundestrainer Löw getan hat, um die Mannschaft weiter zu entwickeln, es hat bislang nicht wirklich funktioniert. Zumindest steht der Beweis nach dieser fußballerisch armseligen EM weiterhin aus. Klingt jetzt blöd. Ist aber so.

...moechte mich vielen der vorredner anschliessen: danke fuer den beitrag. trauriger tiefpunkt des gesamten turniers war nicht die sportliche niederlage im finale - nochmal gratulation an die mannschaft für die leistung. der tiefpunkt war der berliner empfang. ard-"journalisten", drittklassige bands, sachertorte und der peinliche pocher innerhalb kurzer zeit: mir taten die fussballer leid, die irgendwie auch vorkamen in dieser seltsamen inszenierung. schoen die antwort metzelders auf die frage, wie er sich ohne bart fühle - "so wie vorher". wer haette das gedacht. detlef weise

Wenn man sich tatsächlich für Fußball und die Kultur des Fußball,s interessiert muß es einen befremdem wie dieser schöne Sport durch totalen Medienkommerz immer weiter in den Hintergrund rückt. Leute wie Bierhoff gehören auf die andere Seite des Zaunes, wenn sie versuche jedwede Emotion von Spielern auch noch kanalisieren zu wollen. Leute wie Pocher und Kerner machen mit ihren Aktionen die ganze Sache zu einer schlechten Witzveranstaltung. Das die Spieler angesichts der Hofschranzenmentalität der Medien dann tatsächlich glauben sie wären "Eine große Manschaft"...Kommentar Metzelder, erinnert frapierend an des Kaisers neue Kleider. Allerdings sehe ich diese Party,s, ähnlich wie z.B. die Love Parade als reine Zeiterscheinung.

Peinlich, peinlich was sich da am Brandenburger Tor abgespielt hat. Teenies die, weil grad keine Boybrand zur Hand, kurzerhand für die jungen Herren der Nationalmannschaft ihre Stimmchen erhoben, aber andererseits noch nicht mal deren Namen kannten, von Prinz Poldi abgesehen. Dieses ganze "Event um jeden Preis Sche...ss" ist unerträglich und hat mit Fusi nix zu tun. Obendrauf unsäglich präsiges Gelaber des Gespanns Lierhaus und Kerner, Bands die keiner braucht und keiner will, obendrauf der unterirdische Pocher, danke fürs Gespräch. Verstehe ja, das Herr Bierhoff die Nationalmannschaft zu einer Marke machen will, aber Leute, das geht auch subtiler und glaubwürdiger. Alles was sich aus der Dramatik der WM 2006, organisch ergeben hat, wie z.B. der Song von Xavier Naidoo, der noch nicht mal wusste, daß der Titel als Motivationsstütze in der Kabine gespielt wurde. Auch das Gefühl, das damals 1,5 Mio (wenn ich richtig informiert bin) ans Tor gelockt hat, war echt und glaubwürdig, die Fans wollten etwas zurückgeben und es war tatsächlich einer der wenigen Augenblicke im deutschen Sport, in denen es keinen gestört hat, nicht Erster zu sein. Man war stolz auf Platz 3. Wenn das nun die Zukunft von Fussballveranstaltungen ist, gute Nacht !

Dass Sie Herrn Kerner, Frau Lierhaus etc. noch als "Journalisten" einstufen, darf ja wohl nicht wahr sein. Es wird allerhöchste Zeit, dass Sie und andere noch verbliebene "Seriöse" zwei Gänge höher schalten und diese trommelnden Fussball-Productmanager, aber auch die Gehirnamputierten des Boulevard inklusiv DSF öffentlich dort anprangern, wo sie bereits sind und sich offensichtlich am wohlsten fühlen - in der Gosse!!! Es wird immer unerträglicher, was sich diese Leute unter dem Deckmantel "Pressefreiheit" erlauben...

Wenn ich die Kommentare lese, dann geht mir fast der Hut hoch. Ja, die deutsche Mannschaft hat nicht immer überzeugt. Nebenbei: das hat keine Mannschaft bei diesem Turnier, selbst die hochgelobten Spanier haben gegen Italien im Viertelfinale ziemlich grottig gespielt. Dafür hat die Mannschaft großes geleistet und ist Zweiter geworden. Wenn ich schon so dumme Sprüche wie "der Zweite ist der erste Verlierer" höre - hallo, mal bitte aufwachen und nachdenken!!! Etliche Nationen wären sehr froh, wenn sie dieser erste Verlierer wären. Zum Beispiel die Holländer. Oder die Engländer. Oder die Franzosen. Oder die Italiener. Oder die Griechen. Oder die Türken. Immer diese ewige Rumnörgelei - das muss einfach nicht sein. Ein bisschen mehr Dankbarkeit täte uns gut. Anstatt gleich wieder alles schlecht zu reden.

1. Es ist doch nichts dagegen einzuwenden, dass man Fussballer gut findet bzw. das Kinder diese gutfinden und auch erfolgreiche Fussballer werden wollen. Es geht darum, das es nicht sein kann dass das langsam die "einzigen" Vorbilder" in unserer Welt sind. Und wenn wir beim "Leistungsprinzip bleiben wollen muss man eben feststellen: 2. Platz, nicht schlecht, respektabel, aber mehr nicht! Der 2. IST DER 1. Verlierer!! Was für ne Show hätte denn beim Gewinn abgezogen werden sollen?Eine Woche Staatsfrei?2. Meiner Meinung nach ist relativ früh ersichtlich, ob jemand ausser Fussball noch was im Köpfchen hat oder nicht.Das traf auf die "alten Helden" ebenfalls zu u. auf einige wenige der letzten"Heldengeneration"auch. Muss/kann nicht jeder Bundestrainer werden. (Bsp. Schwarzenbek, sehr kluger und vernünftiger Mann). Aber überspitzt formuliert: Von den gestern gefeierten wird KEINER ERFOLGREICHER Bundestrainer,Fussballmanager,erfolgreicher Unternehmer (Netzer) oder bodenständiger Ladenbesitzer(Schwarzenbek) oder ähnliches. Matthäus war der Beginn vom Abstieg.(nach seiner Spielerzeit, hätte lieber Schwarzenbek den Laden abkaufen sollen).3. Eben es gibt kein Abkommen fürs Aufräumen!!Also Stadtreinigung!4.Couchpotatoes: da haben Sie recht!!

Herr Doe, warum spielen Sie den nicht mehr, wenn Sie früher dasselbe gemacht haben wie die DFB-Elf? Ich denke der Fußballer von Heute hat noch einige andere Aufgaben als auf dem Platz die Buden zu machen. Man bemerken, dass Fußballer neben Leistung, für die Position als Werbeträger und Zugpferd für Marketing bezahlt werden und im Dienste von Wirtschaftsunternehmen stehen. Natürlich werden Sie in dieser Position hochstilisiert, durch Fan-Meilen, -Feste, TV-Spots, Internetseiten, Bravo-Starschnitten etc... Aber auch nur so können Fußballer heute bei 5-10jährigen mit Spongebob, Playstation und DSDS mithalten und Kinder animieren auf den Platz zu gehen, bzw. wieder ganze Familien in die Stadien locken. Ich denke, dass die Helden aus der Zeit, als Sie auf dem Platz waren 1. heute ohne Marketing sang und klanglos untergehen würden und 2. auch Franz Beckenbauer Fußball gespielt hat und erst später fleissig gelernt hat. Noch ein kurzer Einwurf zum Thema Berlin: Ich kenne kein Abkommen für die Beseitigung der EM-Müllberge, weiss aber, dass 2003 das größte Straßenfest Deutschlands dafür selbst aufkommen sollte. Und seien Sie ehrlich: Ist es nicht egal ob 100.000 in der Hypestadt auf der Couch sitzen oder auf der Fanmeile Helden feiern?

Ich muss ihrem Artikel leider voll und ganz zustimmen. Es tut mir weh wenn ich erleben muss was aus unserer Mannschaft und unserer (Fußball-)Tradition gemacht wird. Dieses Kuttenartige Verhalten sogennanter "Fans" finde ich genauso unmöglich wie das Verhalten einer Spieler, Funktionäre, ... Hervorragend das sie dies auch so sehen und diesen Artikel veröffentlicht haben. ich hoffe in zukunft häufiiger solche Artikel lesen zu dürfen.

Ich bitte die zahlosen Schreibfehler meinerseits zu entschuldigen. Ob das am schleichenden Assimilierungsprozess liegt, damit man nicht mehr so auffällt? Werd ich gleich mal ausprobieren, vielleicht klingt die Stimme ja auch schon anders und es kommen wieder mehr kurze abgehackte kehlige Laute statt "Sprache"...Olé, olè, olé...

Wow, erstmal ein dickes DANKE für diesen Artikel. Sehr bitter fand ich allerdings während der EM zu sehen wie zu jedem Spiel, zu beginn der Partie, eine Choreographie zu sehen war. Ich finde es eine Frechheit, wie der DFB solche, im Ligaalltag von Ultras aufwendig hergestellte Choreographien, von Firmen machen lässt um eine Pseudofankultur im Stadion hochzuzüchten. Was mich dabei aber stört, ist weniger die Tatsache das der DFB diese Choreographien machen lässt, sondern das er im Ligaalltag den Ultras, mit Beschränkungen und Schikanen erschwert, Choreographien durchzuführen, aber bei ihrer Nationalmannschaft es als Teil des Events dastellen. Auch Sauer aufgestoßen ist mir die Fersehberichterstattung über jubelnde deutsche Fans. In fast jedem Beitrag über die gute Stimmung wurden Bengalische Fakeln gezeigt, welche von irgendwelchen Deutschlanddidis gezündet wurden. Sieht man so etwas in der Fußballbundesliga ist sofort von Ausschreitungen und Randale die Rede, außerdem werden Fußballfans, welche sich nicht nur für 3 Wochen für Fußball interessieren, dafür oft für bis zu 5 Jahre aus dem Stadion gesperrt. Die ARD zeigte Beispielsweise auch Feuerwerkskörper im Kroatischenblock mit den eigenen Kameras alsTeil "kroatischer Fußballkultur

Na Her Teuber es wird ja auch "hart" daran gearbeitet, dass wir auch sonst die gleichen Umstände und Zustände wie in Brasilien und Palermo haben... Es lebe der Fussball... Und insofern ist Berlin auch ein klares Signal:wo sonst haben zig hundertausende "Zeit" am hellichtigen Tage den 1. Verlierer (ist ja prinzipiell schon nicht schlecht der 2. Platz, aber man kann die Freude auch übertreiben!) zu feiern. Und welche "Kommune" hätte Zeit und Geld seine Mitarbeiter mit den Aufräumarbeiten zu belasten... Wer leere Taschen hat, gibt gern Geld anderer Leute... ja arm ist sexy.. Und wärend der gleiche "Ottonormalverbraucher" und kleinhiernträger ohne mit der Wimper zu zucken erwartet, dass Manager auch Topleistungen erbringen, wenn sie nur das 10fache seines Gehhaltes bekommen. Winkt er Millionären zu, die nicht mal die Lust hatten, sich wenigstens bis zum Schluss die Lunge aus dem Leib zu laufen.Und was machen diese Herren?`Sie spielen Fussball, das hab ich auch mal als kind, bevor ich fleissig gelernt habe... Ja das sind Vorbilder !!!

die Hasser der Spaßgesellschaft sind wieder da.Wer verliert,hat nicht zu feiern,sondern sich im tiefdunklen,schaurig-traurigen deutschen Wald zu verlaufen.Auf daß er nimmer mehr gesehen wird! Komisch nur,daß just dieselben Typen ähnliche Fan-Szenarien wie in den vergangenen Wochen gesehen -spielen sich diese nur in Brasilien,Argentinien oder meinetwegen Bilbao oder Palermo ab- als spontane Lebens- und Sportfan-Freude südlichen Couleurs zur Bewunderung freigeben,zu der der Deutsche aufgrund seiner grüblerischen Natur nie zu finden bereit sei.

Hoffentlich liest auch der Präsident des DFB diesen Artikel und greift ein bzw. durch. Der Budenzauber, der um eine durchschnittliche Nationalamnnschaft veranstaltet wird ist mehr als peinlich und extrem unseriös. Es geht nicht mehr um den Sport sondern nur noch um eine Eventveranstaltung. Dazu kommt noch die Selbstdarstellung von Lierhaus, Kerner und "Blöd-Pocher". Auf diesen "Fan-Meilen" wissen wirklich die wenigstens um was es bei dem Sport geht, und wie dieser Sport funktioniert. Hundertausend brüllen, angeführt von Poldolski, "Humba Humba Tätärätätä". Aber keiner hat auch nur die geringste Ahnung, daß es ein schönes Fastnachtslied aus Mainz ist. Bitte Herr Dr. Zwanziger, bremsen Sie Ihre "durchgeknallten" Marketingexperten. Das Produkt Nationalmannschaft wird auf diesem Weg ganz fett aufgeblasen und wird schnell platzen.

Daniel Meuren möchte ich zustimmen. Schön, dass ein Journalist auch einmal kritisch den ganzen Medienhype hinterfragt.

Ich fand es wirlich erschreckend und habe selten so eine tumbe Veranstaltung, wie vor dem Brandenburger Tor gesehen. Eine Mannschaft, die geschlossen und spontan sich auf dem "Catwalk" präsentiert, wäre etwas gewesen, wo sich die Mannschaft in Interaktion mit dem Publikum dem Jubelgesang für 5 spontane Minuten vereinigen und verabschieden hätte könnnen. Ein erbämlicher Abschluss für so ein schönes Turnier. Man kann nur hoffen, dass der Direktflug nächstes Jahr aus Südafrika wieder in Frankfurt landet ...

dieser Artikel. Ich konnte die Berliner Veranstaltung heute verfolgen und ich fand es unsäglich, kreischende Teenies mit Bärchen fürs Team zu sehen, die - wie Sie sicherlich ganz richtig vermuten - mit Namen jenseits von Poldi und Schweini nicht dienen können. Ich ahne, dass selbst ein Vorrunden-KO ähnliche Szenen hervorgerufen hätte, ich muss noch überzeugt werden, dass Herr Bierhoff und Co. den Anstand einer mehr oder weniger gelungenen Marketing-Inszenierung vorgezogen hätten. Bravo Michael Ballack, der Sport noch von unangemessenem Bohay unterscheiden kann. Den Tiefpunkt der Sause bildete Oliver Pocher, der mit peinlichen Anti-Torres-Spanien-Tänzchen aufwartete. Die Berichterstattung mit Bildern von (falschen) Flugzeugen war an Pathos nicht zu überbieten. Einfach lachhaft. Mit Sport hat das alles recht wenig zu tun. Ein kleiner gehaltener Empfang auf dem Römer wie 2002 hätte es auch getan. Auch damals gab es übrigens nach dem Finale deutsche Autokorsos. Das "Sommermärchen" wird ausgeschlachtet bis zum geht nicht mehr, sprich bis zu dem Punkt, an dem sich wahre Fußballfans von dem Getöse abwenden und mal wieder eine überzeugende Leistung fordern. Ich will niemanden verbieten zu feiern aber bitte ohne überzogene Hype.

Das ist alles, was zählt. Mich wundert es, dass es nur so wenige Journalisten gibt, die das auch einmal schreiben. Umso mehr freut es mich, dass Herr Meuren hier einmal Klartext schreibt. Marketing-Fähnchen, vom Sponsor gestellte Transparente, feiern auf Teufel-komm-raus, egal, wie die Mannschaft spielt. Hysterie von Leuten, die heute Fußballinteresse haben und morgen dann halt auf Handyweitwurf stehen. Es nervt! Der Bundestrainer als Erotik-Ikone, Modestrecken und Home-Stories von Fußballern. Dazu noch inhaltslose Dauersendungen mit Interviews der Kategorie "Wie fühlen Sie sich gerade?" - einer Frage, die man Minuten nach einem Spiel sicher ehrlich und differenziert beantworten wird... Der Fußball ist so weit zum Showgeschäft verkommen, dass ein zum Star erkorener Spieler auf dem Platz treiben kann, was er will. Gefeiert wird trotzdem, alles ist super und sei es noch so miserabel. Als Beispiele könnten hier die unzähligen "Mega-Stars" aufgezählt werden, die nach zwei guten Spielen gottähnlichen Status zugesprochen bekommen. Vielleicht ist es zu kurz gegriffen, aber als noch nicht jeder gefeiert wurde, der nicht bei Drei auf dem Baum war, hat die deutsche Nationalmannschaft mehr Titel gewonnen.