
Zunächst einmal ist Klinsmann Coach bei Bayern; sofern sie das nicht mitbekommen haben. Und Hiddink wird sicherlich nicht eine hungrige talentierte russische Mannschaft verlassen, sondern sich darauf freuen Deutschland bei der WM-Quali in die Relegation zu schicken.. Die Grumpelfußball der deutschen Nationalmannschaft während der EM war bis auf das Portugal-Spiel ein Kraus. Sich dann noch so euphorisch feiern zu lassen ist einfach unverständlich. Etwas mehr Realitätssinn und weniger Medieninzenierung täte dem deutschen Fußball wieder richtig gut. In diesem Sinne, kann ich Michael Ballack nur gratulieren..wenigstens jemand der nüchtern den Kopf bewahrt und sich von diesem unsinnigen Hype nicht beeinflussen lässt.

Meines Erachtens haben wir kein Spielerproblem, sondern ein Trainerproblem. Was veranlaßt Sie, juergen bitenc, zu der Einschätzung auf Löw würde der Funktionärsfavorit Sammer folgen und nicht ein führungsstarker Trainer wie Klinsmann oder Guus Hiddink? Warum glauben Sie, daß die DFB-Funktionäre sich wieder erdreisten, alles zu bestimmen, obwohl ihnen in der Zeit unter Klinsmann die Grenzen aufgezeigt wurden?

Dieses Team um Michael Ballack gehört nicht zu den besten im internationalen Fussball, denn es fehlt ihr an individueller Klasse. So wie die Bundesligaclubs, bei denen die meisten Nationalkicker ihr Geld verdienen, eben auch nicht zur Spitze Europas gehören. Der letzte WM Titel einer deutschen Nationalmannschaft liegt 18 Jahre zurück, die letzte EM wurde vor 12 Jahren gewonnen. Die nationale Fussbalbegeisterung, hochgeputscht durch deutsche TV-Medien, produzierte auch bei der EURO 2008 wieder ein Spaktakel, das uns glauben machen will, unsere Fussballer gehörten doch zur Spitze, und könnten als Beste ein internationales Turnier beenden. Doch es hat wieder nicht gereicht und wie schon bei der WM waren die Fans trotzdem begeistert und feiern jetzt noch. So baut sich eine Stimmung auf, in der sich alle als Gewinner fühlen, die Fans, die Fussballer mit ihren Funktionären und auch die Politiker. Dabei wird perfekt verdrängt, dass der deutsche Fussball international nicht zur Spitze aufschliessen kann, weil ihm dazu die Topspieler fehlen, die in den besten Vereinen der Fussball-Ligen Europas das Siegen lernen. Im Feiern aber, da sind wir Weltklasse, wir jubeln, auch wenn wir nur Zweiter oder Dritter sind, gewonnen haben aber die anderen

Vielen Dank für Ihre Erklärung. Ich sehe, dass ich Ihre Ausführungen richtig verstanden hatte und Sie meine eben nicht. Sehen Sie, die Türken haben die Koraten geschlagen, die Deutschen die Türken und die Kroaten die Deutschen. Aber die Siege müssen dann her wenn es zählt. England hätte vielleicht gegen ein paar Mannschaften eine gute Partie gespielt, sie hatten aber die Chance sich zu qualifizieren bereits nicht genutzt. Ebenso wie Holland nicht die Chance wahrnahm, sich für das Finale zu qualifizieren. Klar weiß ich nicht, ob Holland besser ist als Deutschland, aber nur deshalb den Titel des Vize zu diskreditieren ist ein bisschen zu billig. Fakt ist: die Deutschen sind Vize. Immerhin. Es soll ja auch nicht bedeuten, dass ohne Selbstkritik und Reflexion so weitergemacht werden soll, wie bisher. Aber davon sprechen auch nicht die Aktiven und die Trainer sondern nur ein paar notorische Spaßbremsen, die von natürlichem sportlichem Ehrgeiz und dem permanenten Antrieb sich zu verbessern keine Ahnung haben. Ich sehe das ganz unproblematisch. Kurz feiern und dann weiterarbeiten. Aber die Feier gönne ich ihnen und allen Fans von Herzen.

Lieber Herr Horeni, zugegebenermaßen verstehe ich nicht so viel von Fußball wie Sie. Woher Sie jedoch die anscheinend "schonungslose Kritik" Michael Ballacks an der Mannschaft ableiten, ist mir absolut schleierhaft! Ballack hat allein das gesagt, was wahr war: Die Mannschaft konnte nach einem kräftezehrenden Turnier einfach nicht mehr (leisten). Na und?! Die Spanier waren einfach besser, die Deutschen haben deshalb noch lange nicht schlecht gespielt! Wo liegt das Problem? Deutschland ist Zweiter bei der EM geworden. Und Sie werden es nicht glauben: Die Erde wird sich weiterdrehen und die Nationalmannschaft wird auch bei der WM wieder in der Endrunde dabei sein. Da ist keine Krise und schon gar kein Weltuntergang herbeizureden. Deutschland hat ein Spiel verloren. Tja, so was gibt´s tatsächlich. Das sollte die Fußballwelt einfach mal kapieren!

In den 70er, 80er Jahren wra der Bundstrainer eine Art Fußballbeamter, der aus einenm Fundus international erstklassiger deutscher Spieler wählen konnte. Im Turnier waren die Leitwölfe wie Beckenbauer, Breitner u.a. die die Strategie festlegten bzw. ihr Spiel dem Gegener aufdrückten. Diese Zeiten sind spätestens seit 2004 vorbei. Schon der Titel 96 wurde mehr errumpelt denn erspielt, da außer Sammer und mit Abstrichen Klinsmann, kein Feldspieler über den internationalen Durschschnitt herausragte. Somit war und ist der Weg richtig den Trainer nach Kompetenz und nicht nach Sitzfleisch in der Otto Fleck Schneise auszuwählen. Ich denke Löw ist ein moderner Trainer, der sicher bereits 2006 bewiesen hat, das er aus dem dürftigen Potential deutscher Spieler ein Optimum herausholen kann. Das nach den, ohnehin künstlich hochgejubelten, dürftigen Leistungen harte Worte gesprochen werden, ist zumindestens menschlicher, als der breiten Öffentlichkeit eine Pseudoharmonie mit einstudierten Dankeshuldigungen vorzuspielen. Der Empfang in Berlin für einen zweiten Platz ist maßlos, wie das ganze drumherum und stellt eher das Umfeld angeführt von Herrn Bierhoff als den Trainer in Frage. Fußball iss auf em Platz!!!!!

das problem ist nur wenn herr löw abdankt kommt vermutlich ein herr sammer. wer glaubt dann wird es besser wird sich vermutlich gewaltig täuschen das verrückte ist die spanier waren gut, sogar sehr gut, aber ohne die diversen fehler des herrn löw bei diesem endspiel hätten die deutschen gewinnen können.

Letztlich wurde aus dem pseudo-englischen Ausdruck "Public Viewing" wieder das, was es im angelsächsischen Bereich wirklich bedeutet: die öffentliche Aufbahrung einer nicht unbedingt lebendig wirkenden Deutschen Mannschaft - also "Public Viewing". Englische Ausdrücke im Deutschen Sprachraum sind eben häufig Glücksache - oder wer meinte damit wirklich zur Verblüffung von Engländern und Amerikanern eine Aufbahrung nicht mehr Lebender? Peter Malwitz

Ein normaler Durchschnittsverdiener hat montalich etwa 2400 € netto. Arbeitet er täglich 16 Stunden, könnte er es auf 4800 bringen. Wohlgemerkt werktäglich seine doppelte Leistung bringen. Ich habe den Eindruck, dass etwa 98% der Fussballfans in aller Welt der Meinung sind, dass die Nationalspieler dort kostenlos zur Verfügung stehen und eigentlich ganz tolle Nationalisten sind. Das ist aber NICHT so. Es sind Profis, die Geld dafür bekommen. Und nicht zu knapp. Nach meiner Quelle hat jeder Spieler jetzt für sechs Wochen 300.000€ bekommen und hätten 400.000 im Falle eines Sieges bekommen. Für die 300 Tsd. müsste ein Durchschnittsverdiener 5,2 Jahre täglich die doppelte Leistung erbringen. Jetzt verlangt man von den Herren Ballack und Co., dass Sie eine einfache Leistung erbringen und wird enttäuscht. Mein Vorschlag: Junge Leute spielen lassen, die noch keinen persönlichen Anlageberater im Gepäck haben, sondern noch motviert spielen. PS.: Wer bezahlt wohl diese Gehälter? Scharf nachdenken

ist nicht, daß wir verloren haben sondern warum wir verloren haben! Klinsmann hat eine junge Mannschaft neu zusammengestellt , trainiert und eine sehr flexible auf den jeweilige Gegner bezogene offensive Strategie gehabt. Wir wurden dritte, weil die Italiener ausgekochtre Profis waren, denen unser hoffnungsvoller Nachwuchs nicht ganz gewachsen war. Unsere Mannschaft hat schöner, kreativer und attraktiver gespielt.__________Gestern haben wir verdient verloren, weil die Spanier schöner, kreativer und attraktiver gespielt haben. Nach Klinsmann kam außer ein paar taktischen Finessen leider nichts Neues hinzu, als Löw die Mannschaft übernimmt. Löw hat keine Strategie, hat kein System! Im Gegenteil: gestern er wechselt einen schlechten Hitzelsberger viel zu spät aus, einen schlechten Gomes überflüßigerweise ein. In der Pause fiel ihm nichts ein, er entmutigt die Mannschaft. Wenn mehrere Gegner hintereinander die deutsche Mitte lahmlegen, fällt ihm dazu nichts ein. Er ist ein braver, altmodischer Vize, der sich jetzt hinter seinem Team versteckt, weil ihm zur Niederlage keine vernünftige Erklärung einfällt. Ich hoffe, daß es jetzt nicht Jahre dauert, bis ein besserer Trainer gesucht wird. Wer fragt K_l_i_n_s_m_a_n_n um seine Meinung?!

Das Problem ist allerdings, dass Sie meine "verquere" Logik gar nicht verstanden haben. Spanien hat entgegen Ihren Ausführungen selbst 7 Mannschaften bis zum Finale hinter sich gelassen und dann eine weitere Mannschaft besiegt, die ihrerseits 7 Mannschaften übertrumpft hatte. Von Spanien aus kann man das bis zum ersten Qualifikationsspiel herunterbrechen und erhält einen klaren Europameister. Für Deutschland gilt das einfach nicht. Wir haben die Mannschaft (Spanien) nicht bezwingen können, die sich gegen Russland, Niederlande etc. direkt oder indirekt durchgesetzt hat. Daher sind wir einfach nicht zweifelsfrei zweitbeste Mannschaft in Europa. Das Problem liegt hier auch in der Trennung der Gruppen A/B von C/D bis zum Finale. Sie sagten ganz richtig, dass es wichtig ist, dass die Mannschaft aus ihren Fehlern lernt. Eine allgemeine Stimmung, die uns nun an zweiter Stelle in Europa sieht, ist einfach gefährlich für die Entwicklung des dt. Fußballs, der einfach bisweilen etwas anfällig für Selbstgefälligkeit ist. Der erste Schritt zu einer konsequenten Weiterentwicklung muss jetzt eine realistische Einschätzung der Lage sein. Aber bevor Sie sich noch ärgern müssen: ich sehe uns unter den Top 5 in Europa und den Top 10 weltweit.

steht an; nicht die Nabelschau über das Innenleben der Mannschaft und des Trainer-/Betreuerstabes. Erst wenn glasklar beschrieben ist, welche Defizite einzelne Spieler und Mannschaft haben, kann man Ursachen suchen - und dann intern auch noch Verantwortliche. Bei den Defiziten gäbe es für sachkundige, aufklärerische Schreiber - leider - Ansätze in Hülle und Fülle. Wieso steht Kuranyi in so kurzer Zeit so oft im Abseits? Warum kann Friedrich immer noch keine vernünftigen Flanken schlagen? Was macht Metzelder so langsam und warum schickt Hitzlsperger keinen Fernschuss aufs Tor, sondern immer nur drüber? Warum stehen die Deutschen bei der Annahme eines Vertikalpasses so häufig mit dem Rücken zum Tor? Warum ist die Ballzirkulation oft so langsam? Und, und, und... . Und diese Arbeit hülfe uns wirklich weiter. Aber gleich ins sportlich unverbindliche, aber menschlich hochinteressante Beziehungsgeflecht zwischen einigen Haupt-Protagonisten einzusteigen, ist zu kurz gesprungen und für anspruchsvollen Sportjournalismus einfach zu wenig.

Nach einem verlorenen Finalspiel ist natürlich wieder alles am dt. Fussball fragwürdig und nicht annähernd mehr "Weltklasse". Wenn sie gestern dieses eine Spielchen gewonnen hätten, wäre alles überragend gewesen und wir wären mit "Löw-Powerpoint-Onetouch"-Fussball zum Massstab des Weltfussballs verklärt worden. Jungs, bleibt einfach mal ganz locker, die Wahrheit liegt in der Mitte. Bei der EM kann ( im Gegensatz zur Championsleague) mittlerweile jeder jeden schlagen, und das ist doch gerade der Reiz bei diesem Turnier...

Nach Ihrer verqueren Logik hat Spanien also auch nur 8 Mannschaften hinter sich gelassen, denn alle anderen KÖNNTEN ja auch besser sein als sie. Interessant. Hätte, wenn und aber: Fußball ist kein Spiel der Konjuktive. Fakt ist: JEDES europäische Land hatte die Chance sich (a) für die Endrunde und (b) für das Finale zu qualifizieren. Das haben aber nur (a) 16 und (b) 2 Mannschaften geschafft. Ob sie besser als Deutschland sein KÖNNTEN ist genauso egal wie die Frage ob Deutschland nicht Spanien an einem anderen Tag hätte schlagen KÖNNEN. Sie können ja Ihre Interpretation gerne vertreten, Fakt ist: Deutschland ist Vize. Ob das schöner Fußball war oder sich andere Nationen das gottgegebene Recht nehmen, den Fußball erfunden zu haben oder die Kunst, in welcher dieser zu spielen ist, ist vollkommen egal. Denn sie haben es nicht geschafft, sich für eben dieses Finale zu qualifizieren. Mich interessiert nicht, ob die deutsche Mannschaft, schön spielt. Hauptsache, sie gewinnt oder verliert fair und anständig und lernt aus ihren Fehlern. Wer Zauber-Fußball will, kann ja nach Holland auswandern. Mit Kritiklosigkeit hat das jedenfalls nichts zu tun.

Für Ballack, der seit seiner Genesung in der engl. Meisterschaft, CL und Euro2008 wahrscheinlich mehr gerackert hat als irgendein anderer europäischer Spieler und nach der Finalpleite entsprechend entsprechend enttäuscht war, muss ein glatter Anzugträger wie Bierhoff doch eine Reizfigur sein. Ich kann seine Reaktion jedenfalls völlig verstehen. Was der deutschen Mannschaft fehlte in diesem Turnier, sind Spieler, die neben Ballack, Lahm, Schweinsteiger und Podolski für offensive Momente sorgen konnten. Fritz und Jansen, die beide ein Spiel eröffnen können, wurden nicht nur aus dem Kroatienspiel sondern leider auch aus dem gesamten Turnier genommen. Die Innenverteidigung war in keiner Phase auf dem Niveau von 2006, wurde aber mangels Alternativen auch nicht umgestellt. Metzelders schwachsinnige, die Abwehr entblössende Sturmläufe waren völlig indiskutabel und hätten vom Trainer unterbunden werden müssen! Im Sturm hätte eine Gomez in Normalform als einzige Spitze besser als Klose funktionieren können, da er den Ball gegen mehrere Abwehrspieler gut abschirmt und Nachrücker bedient. Angriffe immer nur über dieselben 2-3 Schlüsselspieler vorzutragen, reicht eben nicht und laugt diese auch über die Dauer des Turniers körperlich aus.

es schleicht sich der Eindruck ein, dass die deutsche Mannschaft nach dem Portugal-Spiel zu platt war, um solches zu wiederholen. Sowohl gegen die Türkei als auch gegen Spanien reichte es nur zu 5Minuten-Fußball. Sowohl in der ersten als auch später in der zweiten Halbzeit konnte die Elf nur für 5 bis max. 10 Minuten Druck entfalten, dann war wieder Schicht. Das soll kein Vorwurf sein. Mit Frings und Ballack zwei angeschlagene Mittelfeldakteure zu bringen, war wohl im Hinblick auf ein spielstarkes Mittelfeld zu optimistisch von Löw. Auch Podolski war konditionell auf der für ihn ungewohnten laufstarken Position im dritten Spiel platt. Dass die Spanier den Ball so laufen lassen konnten, lag eben daran, dass das deutsche Mittelfeld nicht mehr die Laufarbeit leisten konnte, die nötig gewesen wäre, um den Spaniern bei Ballannahme auf die Füße zu treten. Die konnten in aller Ruhe annehmen und weiterleiten. Klose war dazu genauso außer Form, wie in der Bundesliga-Rückrunde. Oder könnte sich jemand vorstellen, Klose hätte den Ball von Torres im Tor untergebracht. Torres war gestern der bessere Klose. Da kann vieles wieder besser werden.

Er hat recht, wenn er in Ballacks Worte Enttäuschung über dessen Mitspieler interpretiert. In der Stimmung der frischen Niederlage wird die political correctness gelitten haben und Ballack hat sich über die bisweilen wirklich etwas limitierten Kollegen ausgelassen. Ist das denn so falsch/weit hergeholt? Und darf man jetzt nichts mannschaftskritisches mehr sagen, nur weil sich seit 2 Jahren jeder Depp, dem Deutschland, der Staat, überhaupt alles nicht passt, trotzdem eine kleine Fahne ans Auto hängt und den großen Patrioten macht? Das ist doch krank. Es fühlen sich wohl alle verpflichtet ihre schützenden Hände über das Team zu halten - fein! Aber die Wahrheit sollte man wohl auch nicht verdrängen. Wir stellen 3 von 23 Spielern des Turniers: Lahm, Podolski und Ballack. Das sagt über einen Finalisten wohl schon viel aus. Hinzu kommt dieser Quatsch von wegen Vizemeister: Wir sind nicht zweiter! Wir haben genaugenommen 7 Mannschaften hinter uns gelassen. Alle anderen KÖNNTEN besser sein, als Deutschland. Das sollte man immer bedenken, wenn man Deutschland zum Vize stilisiert. Endgültige Auskunft gibt nur das UEFA-Ranking oder eine Liga-nicht aber KO-Spiele. Wenn wir nun alle Kritiker zu Teufel jagen, mag ich nicht an die WM2010 denken.

Insgesamt 30 Minuten lang spielten die Deutschen das,was Portugiesen rauswarf.... Die Spieler kaempften nicht verzweifelt,sondern gaben weitgehend auf. Die beiden schoenen Spiele der Spanier gegen Russland kamen nach einer Fuehrung der Spanier und der Selbstaufgabe der Gegner zustande. Die Deutschen sahen lustlos aus. Die vielen Ballverluste waren nicht technische Unfaehigkeit,sondern Schlamperei. Massgeblich Lahm und Schweini zeigten in ihren besten Momenten ihre Ueberlegenheit. Und die Freistoesse waren unglaublich ungenau....

Ballack hat leider schon viele Finals verloren, aber nicht alleine !!! Für ihn ist diese Tatsache allerdings noch grausamer. Es wäre zu schön gewesen, wenn unsere Nationalelf sich nicht am Samstag VOR DEM FINALE via BILD bei den Fans bedankt, sondern geschlossen verkündet hätte: WIR SIEGEN FÜR UNSEREN CAPITANO !!!

Ich stimme Herrn Schwabe vollkommen zu: Löw ist und bleibt ein zweitklassiger Trainer. Er belibt was er von Anfang an nach dem Rücktritt Klinsmann war: Eine schlechte Notlösung. Er hat die falschen Spieler mitgenommen, die Spieler falsch trainiert (sie waren übertrainiert und hätten keine einzige Verlänergung überstanden), die falschen Spieler aufgestellt und bis auf das Spiel gegen Portugal - erst nachdem, der Kapitän auf den Tisch gehauen hat - mit der falschen Taktik gespielt. Genau wie Herr Breitner, kann ich kein System Löw erkennen. Ein einziges Durchgewurschtel bis ins Endspiel wie anno 2002 unter Völler. Und diejenigen, die die kritische Auseinandersetzung suchen - Peters und Ballack - werden weggemobt. Arme Nationalmannschaft: Mit Bierhoff und Löw an der Spitze - dann rumpelt mal schön weiter.

Hätte der Kommentator Horeni seine einjährige Fitnesskariere mal nicht beendet. Schließlich trainieren Ballack & Co. auf dem 15 fachen Niveau und unterliegen anderen physischen u. pysischen Belastungen. Horeni sollte dies mal ausprobieren. Er wird natürlich keine Zeit mehr für die FAZ haben. Die Sportredaktion sollte den wertvollsten deutschen Spieler (€ 24 Mio) nicht "bloßlegen".Ballack spielt innerhalb der deutschen Nationalmannschaft in einer Liga für sich. Horeni hätte besser erwähnen sollen, daß die siegreiche spanische Nationalmann- schaft 3 Ballacks a € 26 Mio besitzt. Unsere europäischen Freunde haben den Sieg hochverdient. Glückwunsch !!

Deutsche Jungen spielten sehr gut, ihre Technik ist besser als Spaniers, sie laufen schnell. Aber Taktik? Es gibt keine Taktik: die Mannschaft spielte Lernbuch nach. Nur eine Erfindung hat Podolski gemacht: ein Schuss parallel der Tor und zweiter Schuss von anderen (z.B. Klose)! Das hat vier oder fünf Mal gelungen: alle Tore wurden nur mit dieser Erfindung gemacht. Aber der Spaniertrainer hat es bemerkt und ein Gegenspiel hat erfunden! Keine andere Erfindungen hat Löw erdacht..

Mein "Vorschreiber" hat Recht. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass sich weder Fussballer, noch die Funktionäre und das über sie berichtende Volk von Schreiberlingen allzu wichtig nehmen sollten. Es geht um Fussball...Die EM sollte abgehackt werden. Die verehrten Journalisten sollten uns mit schöner Berichterstattung, beispielsweise der über die bevorstehende Bundesliga Saison, erfreuen.

"aus dem vorhanden Niveau das Beste gemacht - und trotzdem weit unterlegen" Genau das stimmt nicht. Die Mannschaft war in 15 Minuten der ersten Halbzeit, sowie 10 Minuten der zweiten Halbzeit nach der Einwechslung Kuranyis präsent, zweikampfstark, im Kombinationsspiel sicher. Das war das Niveau des Portugalspiels und hätte zu einem ausgeglichenen Spiel zwischen den Mannschaften geführt. Sie war weit unterlegen, weil sich offensichtlich, so scheint mir als einzige Erklärung, die Fitness bei weitem nicht so gut war, wie z.B. während der WM. Damals war auch mehr Vorbereitungszeit, was aber keine Entschuldigung sein kann, dass nicht mal die Hälfte des Spiels auf körperlich ansprechendem Niveau gegen die Spanier mitgehalten werden kann. Michael Ballacks Ausraster ist menschlich nur zu verständlich. Seine Verantwortung gegenüber den Fans mag wichtig sein. Nur sollte man sich, so denke ich, keine Gedanken zum Binnenklima der DFB-Elf machen, nur weil ein aufs Tiefste niedergeschlagener Kapitän um ein wenig Trauerzeit bittet - wenn auch lautstark. Lassen wir doch die Spieler Menschen sein und man wird verstehend erkennen, dass nicht tiefere Auseinandersetzungen, sondern die Enttäuschung eines Menschen sich eine Bahn schlug.

Wer den führungsstarken Klinsmann wegekelt und mit dem führungsschwachen, klassischem V_i_z_e und Stellvertreter Löw vorliebnimmt, darf sich über die V_i_z_e_weltmeisterschaft nicht beklagen. Sicher ist, daß von Löw gegen die DFB-Funktionärsclique noch nie ein Wort der Kritik zu hören war. Und wer mit den Bürokraten kuschelt, kuscht auch beim Gegner Spanien. Dessen Trainer ist von anderem Kaliber und deswegen hat Spanien hochverdient gewonnen. Wie war das noch mit dem Bildausfall für hunderte Millionen zahlender Zuschauer, weil die Fußball-Funktionäre das Notstromaggeregat "vergaßen"? Nicht der Rede wert, oder, Hauptsache ARD&ZDF&UEFA&DFB haben Kasse gemacht? In Deutschland gilt: Hauptsache den Beamten&Bürokraten geht es gut. Schade nur, daß die nicht Fußball spielen können. Oder tue ich da Mayer-Vorfelder&Co Unrecht?

Was der Herr Horeni wieder aus seiner Feder lässt, kann man nur unter dem Begriff "Schadenfreude" einstufen. Es ist immer wieder unglaublich, was sich Menschen unter dem Deckmantel der Pressefreiheit erlauben und wie sie über andere urteilen dürfen. Aus einem "Fliegenschiss" wird ein Riesenmisthaufen geredet. Warum könnt ihr Journalisten nicht ebenso anständig verlieren, wie das die gesamte deutsche Mannschaft einschließlich dem Trainer- und Betreuerstab im Ernst-Happel-Stadion getan hat. Natürlich gören zum Sport stets Sieger und Verlierer. Verloren hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft das Endspiel um die Europameisterschaft. Fällt da Herrn Horeni wirklich nichts besseres ein, als über die x. Endspielniederlage von Michael Ballack zu philosophieren? Äußerst schäbig! Im Show-Business "Fußball" werden die Sportler wie Waren gehandelt. Der Verbraucher "Publikum" hetzt die Spieler, getrieben von perfekt organisierten Journalisten zu Höchstleistungen, um sie anschließend von aller höchster Stufe bei ausbleibendem Erfolg wieder fallen zu lassen. So brauchen sich die Medien über die von ihnen selbst generierte Verrohung der Gesellschaft nicht zu wundern. Sie berichten von einer Fußball-EM gleichermaßen wie vom Terror im Irak!

Natürlich war Spanien besser, und natürlich wollte die Deutsche Mannschaft Europameister werden. Doch vielleicht kann auch ein Herr Horeni nachvollziehen, dass man nach einem solchen Turnier am Ende seiner Kraft angelangt ist. Und wenn man dann verliert, ist die Erschöpfung noch größer. Und dann gerät man eben auch mit Funktionären wie Herrn Bierhoff aneinander. Doch Herrn Ballack jetzt zu einer tragischen Verliererfigur machen zu wollen, erscheint mit eher der Stil des Boulevards zu sein. Und auf jemanden zu treten, der bereits am Boden liegt erscheint für ein Mitglied der Sportredaktion auch nicht unbedingt angemessen. Fußball ist ein Mannschaftssport, man spielt gemeinsam und man verliert gemeinsam. Ich glaube, niemand in der deutschen Mannschaft, oder in sonst einer teilnehmenden Mannschaft hat während des Turniers absichtlich schlecht gespielt. Aber so ist es nun einmal. Nur wer gar nicht arbeitet macht keine Fehler. Also immer schön den Ball flach halten.

Wie kann Ballack so unverständig sein und nicht das Primat des Events über den Sport anerkennen. Da reisst sich einer den A... auf und studiert 26 Semester international (oder wie heisst das, wenn die Skripten per Post aus Hagen kommen), nur um dem Publikum ein weichgespültes Eiteitei zu präsentieren - und dann das. Da hinterfragt ein (nur) sportlicher Leistungsträger den Sinn des Drumherum, wenn es auf dem Spielfeld nicht stimmt. Oder hat er gar den Sinn der Aufstellung - mit Spielern, deren einzige Berechtigung fürs Dabeisein das Tragen einer bestimmten Schuhmarke ist - der Marke, deren Interesse der Eventmanager noch in Diensten des DFB vertrat (natürlich gegen Provision, denn er ist ja ein erfolgreicher Eventmanager). Doch wer sich durch das Bekenntnis zu den alten Werten (ELF freunde) als gestrig outet, ist auch wirklich zu alt für das Team für Deutschland (kaufm. + sportliche Leiter sowie wechselnde Bühnendarsteller)!!!!