Erklär mir die Welt (60)

Warum macht die Wirtschaft die Umwelt kaputt?

Die Unternehmen verschmutzen die Luft und vergiften das Wasser. Der Markt kann das verhindern. Wenn der Staat den Verbrauch von Luft und Wasser verteuert. Ulrich van Suntum erklärt, warum das sicher funktioniert.

Lesermeinungen zum Beitrag

14. August 2007 17:21

Freie Marktwirtschaft löst eben nicht alle Probleme

Bernhard Schmitz (DerKetzer)

Deshalb müssen von unabhängiger Stelle bestimmte Rahmenbedingungen gesetzt werden. Deshalb darf nicht jeder seinen Müll im Wald entsorgen oder im Garten verbrennen.

Natürlich sind Regeln unbeliebt. Die Maffia will auch keine Regeln, sondern "Freie Marktwirtschaft". Korrupteure auch nicht.

Adam Smith hat selbst auch schon gesagt, dass freie Märkte mehr Produktivität frei setzen, aber nicht alle negativen Effekte verhindern können. Er forderte selbst, dass die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt werden müssen. Das hat er allerdings nicht im Detail ausgebaut, weil es ihm damals mehr darum ging, die merkantilistischen Fesseln abzustreifen.

Und heutzutage kommt noch hinzu, dass die Produktivität selbst zum Problem wird (s. Club of Rome).

Heutzutage muss der Unfug der "Freien Marktwirtschaft" mal ein Ende haben. Die Wirtschaft macht nur dann die Umwelt kaputt, wenn die negativen Auswirkungen nicht durch effektive Regeln unterbunden werden. Die Überschrift des Artikels sagt, dass wir heute noch nicht so weit sind.

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11. August 2007 10:46

Unterstellung !

Reinhold Eysel (Eysel)

Wieso "die Wirtschaft" die Welt kaputt macht, das wird nun wirklich NICHT erklärt. Erklärt wird gagegen, dass Menschen eben nicht bereit sind Energiesparlampen oder besonders sparsame Autos zu kaufen. " Aber die Wirtschaft macht die Welt kaputt."
Die Verfügbarkeit eines Gutes bestimmt dessen Preis.
Wenigstens dieser "Satz" wird kaum bestritten. Offensichtlich kostet Energie zu wenig, sonst würde sparsamer damit umgegangen."Knappheits-, Katastrophenpropheten" erinnern mich immer an Nostradamus. Ihnen stehen die "Ewig-scheint-Sonne-Propheten" entgegen. Ich neige zur Ansicht, dass beide unrecht haben, sondern die Wirklichkeit mit einem gehörigen Abstand zu beiden Extremen dazwischen oszilliert.
Unverständlich ist mir,wieso eine Steuer nach Pigou das Problem lösen soll.Der Preis des Gutes wird dadurch vor dem Endvebraucher lediglich "versteckt" wird intransparent. Die "Schuld" für den hohen Preis wird einem Stomkonzern in die Schuhe geschoben, statt dem Verhalten des Verbrauchers oder dem künstlichen Verknapper des Angebots. Schulddelegation durch das alte "Schwarze-Peter-Spiel". Politisierung eines Problems durch eine Pseudolösung. An dieser Politisierung scheint vielen Akteuren gelegen zu sein.

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11. August 2007 09:18

wirtschaft umwelt kaputt/ SPARLAMPEN

erich hilbe (lilaba)

ich möchte aber darauf hinweisen, dass die SPARLAMPEN eine starke hochfrequente strahlung (elektrosmog) erzeugen und sehr schädlich sind bei beleuchtungen die nahe am körper gebraucht werden.(bei kindern, lese-lampen, stehlampen etc.,etc,). warum das so sein muss weiss ich auch nicht!!!
lilaba.

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10. August 2007 17:44

Staatlicher Zwang

Paul Schächterle (paulimausi)

Dieser Artikel ist aus meiner Sicht einer der erfreulicheren der "Erklär mir die Welt"-Reihe.

Die allen neoklassischen Ökonomen anerzogene latente Staatsfeindlichkeit führte jedoch auch hier zu einem kleinen Denkfehler.

Zitat: "All das passiert ganz ohne staatlichen Zwang, was schon alleine ein wesentlicher Vorzug solcher Marktlösungen ist."

Das ist natürlich nicht richtig. Denn wenn der Staat die Einhaltung der gesetzten Obergrenzen nicht überwacht, dann wird es sich für die im Wettbewerb stehenden Unternehmen lohnen, diese Obergrenzen nicht zu beachten.

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10. August 2007 16:56

Kritik und Lampe

Henriette Kaschulke (Wissibesser)

Man könnte auf einige der gemachten Aussagen in dem Artikel eingehen. Kurz aber nur zum Thema Energiesparlampe kontra Glühbirne (wie der Name schon sagt geht es bei ihr weniger um Licht als um das Glühen). In der EU sind Energiesparlampen mit heftigen Schutzzöllen belegt, da sie zumeist aus Asien improtiert werden. Das macht sie teuer. Raten sie mal warum? Damit wir hier auch weiterhin Glühbirnen von Siemens/Osram & Konsorten kaufen. Sehr schön, nicht war? Beid Lampen wären ansonsten im Einzelhandel geleichbillig und damit wohl klar, was die Stuben erhellen würde, zumal auch das Problem des "kalten" Lichtes gelöst ist.

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10. August 2007 16:37

Kontrolle der freien Märkte

Sebastian Arnoldt (sebumundo)

Ich stimme mit der Meinung des Autors überein. Allerdings wird nicht erwähnt, dass Märkte (künstliche Märkte inbegriffen) überwacht werden müssen. Passiert dies nicht, so sind Skandale unabwendbar. Die Buchhaltungsskandale der kürzeren Vergangenheit, Korruptionsvorwürfe (auch bei der CO2 Börse in Leipzig), lasche Kontrollen und Vetternwirtschaft wirken sich negativ auf das Vertrauen der Marktteilnehmer in den Markt aus.

Der Emissionshandel ist eine wirklich gute Idee. Allerdings muss er auch wirklich vom Staat kontrolliert und evtl "Straftäter" müssen hart bestraft werden.

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