...ja, wenn das mit dem angeblich so innovationshemmenden Staat und der innovationsfreundlichen Privatwirtschaft immer so einfach wäre!
Um mal bei den wichtigsten Innovationen der letzten 40 Jahre anzufangen: Das Internet(-Protokoll) / E-Mail wurde bekanntlich vom amerikanischen Militär bzw. Unis in dessen Auftrag in den 60er Jahren erfunden. Und der Dienst WWW wurde von einem englischen Physiker, der bei der internationalen staatlichen Großforschungseinrichtung CERN arbeitete, - zugegebenermaßen unautorisiert - entwickelt. Vor einem Monat wurden zwei deutsche Wissenschaftler mit dem Nobelpreis geehrt, einer beim Großforschungszentrum in Jülich, der andere, wenn ich nicht irre, an einem Berliner (staatlichen) Institut tätig.
Noch Fragen :-))
...beschreibt der Beitrag die Welt wie sie sein SOLLTE, das was jeder verstehen MÜSSTE. Mir fehlt ein deutlicher Bezug zur innovationshemmenden Mentalität der letzten Jahre, die ich sich immernoch verstärkend spüre.
Mein bescheidener Ansatz: Innovation entsteht aus dem Wunsch, die eigene Einflusssphäre, den Lebens-spielraum zu vergrössern. In einem Wort: Neugierde.
Der Gegenpol - den ich gegenwärtig so stark spüre - ist Furcht vor Ungewissheit, die jede Veränderung prinzipiell mit sich bringt. Beides gemeinsam - Furcht und Neugierde - ergeben die sinnvolle Dualität zwischen der sich das Leben abspielt. Was "Technik" angeht erleben wir zweifellos sogar eine gewisse "Innovations-Geilheit", fast bis zum Überdruss. In merkwürdigem Gegensatz dazu befindet sich die "Innovations-Lust" auf einem unglaublichen Tiefpunkt. Selbst kleinste Veränderungen - unabhängig davon, ob die Konsequenzen überhaupt überschaubar, dem Normalbürger verstehbar sind - treffen auf eine ausgeprägte "Ja-ABER-Memtalität". Der negative Einzelfall, den die "Änderung" produziert wird zum "Makel" eines Gesamtsystems politisch und medial hochstilisiert. Ein Freund drückt es so aus: Politik + Medien lösen keine Probleme, sie SIND das Problem.