Erklär mir die Welt (66)

Warum sollen Erbschaften steuerfrei sein?

Zwar gibt es viele gute Gründe, Erbschaften zu besteuern. Es gibt aber noch bessere Gründe, auf eine Erbschaftsteuer ganz zu verzichten. Es ist eine Illusion, zu glauben, dass eine Schwächung der Starken den Schwachen stärkt. Von Thomas Straubhaar.

Lesermeinungen zum Beitrag

28. September 2007 17:46

Das Zitat..

Hannes Ehrmann (hans1066)

..."man staerkt die Schwachen nicht, indem man die Starken schwaecht" stammt uebrigens von Abraham Lincoln ;-). Recht hat er...

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
28. September 2007 17:38

Erbschaftssteuer...

Hannes Ehrmann (hans1066)

ist extrem ungerecht da die Einkommenssteuer, Kapitalertragssteuer usw., also die Steuern die auf das Geld erhoben werden das zur Anhaeufung eines Vermoegens benoetigt wird, in Deutschland schon extrem hoch sind. Der Staat kassiert also mindestens zweifach von der Mehrwertsteuer ganz zu schweigen...
Es wird immer auf Amerika geschimpft aber die sind in solchen Belangen sehr viel gerechter ...

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
18. September 2007 17:40

Erbschaften steuerfrei....?

wolf haupricht (emilgilels)

Es gibt genügend Beispiele in der EU, dass Erbschaften nicht oder nur gering besteuert werden.
US-Amerika ist daher als Beispiel ungeeignet, da es hier so gut wie kein Sozialwesen von Seiten des Staates gibt.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
18. September 2007 16:48

Erbfreiheit

Karsten Cascais (karstencascais)

Es ist eine Verkehrung der Grundlage unseres sozialen Zusammenlebens, wenn man danach fragt, was denn das Erben rechtfertigt. Rechtfertigt werden muss nicht das Erben, also das Weiterreichen des Erarbeiteten (und bereits genügend Versteuerten) an die nächste Generation, sondern der Rechtfertigung bedarf der Eingriff in das Vermögen und in die Freiheit des Einzelnen, mit dem von ihm Erworbenen nach freien Stücken zu verfahren (wobei nach Art. 2 GG die Grenzen durch allgemeine Gesetze bestimmt werden, indessen nicht die Möglichkeiten der Freiheit hierdurch erst eröffnet werden). Das Leben und damit die Freiheit bedürfen keiner Rechtfertigung, ihre Beschränkung indessen muss gerechtfertigt sein! Das ist Verfassungslage. Nicht das Erben sondern der Eingriff durch die Erbschaftsteuer steht am Pranger der Gerechtigkeit und dort erkennt man recht schnell, wie überall der Neid hervorlugt. Denn die Gerechtigkeit der Erbsteuer entpuppt sich als der Neid der Erben der Erfolglosen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
18. September 2007 14:47

..wer Erbschaften besteuert, enteignet Eigentum ??

Michael Hubrich (michael.hubrich)

Der Artikel zeigt Ungenauigkeiten: Erbschaften erhöhen das Vermögen des Erben und sind damit Einnahmen für den Erben. Die deutlich niedrigere Besteuerung von Erbschaften gegenüber anderen Einkunftsarten ist ein Steuerprivileg, welches durchaus gute Gründe hat. Dabei sollte man jedoch nicht vergessen, dass Erbschaften in Deutschland wesentlich niedriger besteuert werden, als z.B. in den USA.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
18. September 2007 13:52

Auf Umwegen dennoch zum Ziel.......

wolf haupricht (emilgilels)

.......ich frage mich auch nach der Legatimation des Staates, Eigentum im Erbfall mit Erbschaftssteuern zu bestrafen. Ein guter Artikel, der - wie Herr Büsing bemerkt hat - die Kürze und damit die Würze vernachlässigt.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
18. September 2007 12:58

Zureffend

Reinhold Eysel (Eysel)

Mehr kann man eigentlich zu diesem Artikel nicht sagen.
Gott sei Dank ÄUSSERT überhaupt noch ein Journalist diese Meinung. Wann - frage ich provakant - wird diese Meinung als "politically incorrect" bezeichnet in dieser Neidgesellschaft ? Wer sagte nur: "Schwarz, rot, gold; was übrig geblieben ist, ist gelb, die Farbe des Neides". Dinge "kosten" nichts mehr, die häufigste Standardfrage lautet ja inzwischen: "Wie TEUER ist das?"Ob ein Dind vielleicht seinen Preis "wert" ist, das ist unwichtig. "Teuer" suggeriert ZU teuer, aber die Abwägung das Geld wert oder nicht wert, wird schon fast nicht mehr getroffen. Wenn ein "Arbeitnehmer" spart - nein, SPAREN, das tut man ja nicht mehr, man gibt sich der Geiz-ist-geil-Mentalität hin, koste es auch, was es wolle - dann hat das den Nimbus von "den habgierigen Unternehmern keinen bösen Profit GÖNNEN", wenn ein Unternehmer, so klein er auch sein mag das GLEICHE tut, so ist dies - in der unterschwelligen Bewertung - sicher so etwas wie "unsozial", oder habgierig.
Da STIMMT doch was nicht im Wertesystem!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 7 von 7 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche