Bis kurz vor dem ersten Weltkrieg war in Deutschland der Geldumlauf von Gold und Silber saturiert. Banknoten haten einen schlechten Ruf. Löhne sollten wöchentlich in Gold- und Silbermünzen bezahlt. Silber war nach der Abschaffung des Silbertalers besonders billig, nur für Scheidemünzen dann gebraucht, deren Nominalwert höher als deren Metallwert war. Engländer und Franzosen begannen zu erzählen, Deutschland sei für einen Krieg finanziell nicht gerüstet. Noten der Reichsbank wurden dann zu gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt, die Münzen durch Noten ersetzt. Während des Krieges wanderte das so gesammelte Gold in die neutralen Ländern, wo die Krieger kauften. Das billige Gold wurde da unerwünscht. Die schwedische Notenbank kaufte es nicht mehr, die Fed neutralisierte die Wirkung des Zuflusses mit illegalen Geschäften am offenen Markt, anstatt den Preis des Goldes fallen zu lassen. Danach versuchten sie, das unerwünschte Gold den Engländern zu verkaufen. Der Krieg von 1914 ist ein abrupter Wendepunkt im Währungssystem. Ich meine aber, ein Münzgesetz ist nicht nur leichter vollzuziehen als ein Bankgesetz, sondern auch eine Unterstützung für es. Heute ist leider sogar Nickel zu teuer für die Münzen.
"Etwa von 1870 bis zum Ersten Weltkrieg koppelten die Vereinigten Staaten und einige andere Länder ihre Währung direkt an Gold"
Zwar began die Goldwährung etwa 1870, aber die USA waren die letzten, die sich an das System anschlossen (etwa Anfang des 20. Jahrhunderts) und diejenigen, die das System mit ihren Offenmarktgeschäften fertig machten.