Natürlich steht es jedem frei, seine Innovation zum Patent anzumelden oder nicht. Sollte auf den Patentschutz verzichtet werden, gestaltet sich jedoch die Verwertung deutlich schwieriger. Um mit möglichen Käufern oder Lizenznehmern in Verhandlung treten zu können, müssen Informationen über die Innovation herausgegeben werden. Besteht nun kein Schutz, ist es für Dritte einfach, diese Information legal zu verwenden. Wichtige Voraussetzung für den Handel mit Wissen ist deshalb der Transportcontainer „Patent“, der das Wissen „auf Reisen“ schützt.
Laut der Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln entgeht deutschen Unternehmen derzeit sogar ein Vermögenszuwachs in Höhe von mehr als 8 Mrd. Euro in Folge der bislang ausbleibenden Kommerzialisierung ungenutzter und umsetzungsreifer Patente. Vor allem bei KMU scheitert die Verwertung der Patente oftmals an der Finanzierungssituation, wie Frau Horn richtig bemerkte. Doch deshalb gleich den gesamten Patentschutz in Frage zu stellen, ist der falsche Ansatz. Für KMU bieten sich mittlerweile vielfältige Möglichkeiten, ihre Schutzrechte auch ohne eigenes Kapital und Know-how auszulizenzieren. Z.B. durch Patentverwertungsfonds, die sämtliche Investitionen für den Erfinder übernehmen.
