
Betriebswirtschaftlich gesehen mag ein Konkurs etwas "reinigendes" oder gutes haben.
Volkswirtschaftlich gesehen ist die Frage nicht so leicht zu beantworten. In einer an sich gesunden Volkswirtschaft, ist ein einzelner Konkurs wahrscheinlich auch eine Bereinigung wie im betriebswirtschaftlichen Sinne.
Wenn aber Konkurse an der Tagesordnung stehen, dann ist das nicht nur ein Problem des einzelnen Unternehmens, sondern längst ein Problem der gesamten Volkswirtschaft, nämlich einer kranken Volkswirtschaft. Die Krankheit unserer Volkswirtschaft heute heißt Meudalismus (moderner Feudalismus). Mehr dazu im Internet.

Wie sind Bankpleiten? Gut oder schlecht? Setzen wir voraus, eine Bank, um Geld zu gewinnen, lockt ahnungslose kleine Sparer in dubiöse Geschäfte, entläßt Mitarbeiter, leiht das knappe Geld leichtsinnig an großen Spekulanten anstatt produzierenden (aber lästigen) Firmen, spekuliert selbst, und irgenwann gerät in Zahlungsschwierigkeiten: soll diese Bank mit einem (mißbräuchlichen) Kredit der Notenbank auf Kosten des Eigentums einer annonymen Masse im Namen des öffentlichen und wirtschaftlichen Interesses diskret unterstützt werden? Bitte, wenn Sie, Herr Co-Direktor, nicht antworten können, fragen Sie den Präsidenten Ihres "Center for Financial Studies", Prof. Dr. Dr. hc. mult. Otmar Issing, oder die Sponsoren (in der Web-Seite des Centers zu sehen).
Nebenbei meine Meinung: Pleiten können viele Ursachen haben, am Schuldner, am Gläubiger, an der Währungs-, Kredit- und Wirtschaftspolitik. Es hängt von der eigentlichen Pleite ab, ein Pauschalurteil, daß Firmenpleiten gut seien und daß der heilige freie Markt mit seinem vorsorglichen Wettbewerb die Pleiten zum Bessten führen wird, ist parteiisch und ideologisch.