Mode im Mittleren Osten

„Araberinnen kleiden sich superperfekt“

Majed Al Sabah stammt aus der königlichen Familie Kuweits. Der Scheich vertreibt westliche Mode im Mittleren Osten und kennt so ziemlich jeden in der Modeszene. Das zeigt sich auch während des Gesprächs mit F.A.Z.-Redakteur Alfons Kaiser.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. März 2008 22:37

Nicht Scharia konform!

Andreas Frick (Hephaistos)

Eine Frau, die in der Öffentlichkeit Make up trägt, verstößt ganz klar gegen die Scharia. Im Iran ist es ganz normal, daß Frauen deswegen hart bestraft werden.

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15. März 2008 18:49

Arabische Damenmode

lothar schiel (www-faz)

Ein witziger Artikel. Die Damen in arabischen Ländern, z.B. Saudi-Arabien wären froh, wenn die Religionspolizei etwas anderes als schwarze Pinguinenverkleidung erlauben würde. Na ja, Herr Al Sabah als Mitglied der königlichen Familie in Kuwait braucht auch ein Hobby, sonst würde er sich vielleicht noch zu Tode langweilen.

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15. März 2008 14:35

Ausnahmen bestätigen die Regel

Wolf Waschkuhn (wwaschkuhn)

Nun habe ich zufällig etliche Jahre in Genf gelebt, der Ort, an dem sich während der Sommermonate halb Arabien aufhält der Hitze in der Heimat wegen. Die Realität, die man von Mai bis September dort amusiert beobachten kann, sind Gruppen von schwarz verkleideten tonnenähnlichen Wesen, nach Schweiß riechend, die durch die Boutiquen der Rue du Rhone und ihrer Nebenstraßen schwadronieren. Zwar hat man selten im Leben eine einzige Mark mit Denken oder der Hände Arbeit verdient, des Lesens selten mächtig, doch spielt Geld keine Rolle, und so versucht man 120 kg Fleisch und Fett in edle Kostüme für schlanke Modelle zu zwängen.

Wie gesagt, Ausnahmen der Primitivität in Form der schicken, schlanke Dame aus Beirut gibt es natürlich, das Gros jedoch gibt jedes Jahr ein Schauspiel ab, bei dem zivilisierte und gebildete Zeitgenossen nur noch mit dem Kopf schütteln können.

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15. März 2008 13:28

Der Mann leidet an nationalistischer Verzerrung der Wahrnehmung

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Ein Spaziergang außerhalb der Shopping Mals in den Golfstaaten, sagen wir auf den Straßen von Kairo oder Damaskus, könnte Herrn as-Sabah sicherlich zu der trüblichen Einsicht bringen, dass, bei allem Respekt, Fingernägel, Schmuck, Haare auch bei arabischen Frauen oft nicht stimmen.
Die reaktionären islamischen Gesellschaften, deren sittenstrenge Kleidervorgaben zu ignorieren für Frauen auch schnell mit einem gewissen persönlichen Risiko einhergehen kann, verhindern zwar Geschmacksverirrungen wie Hot-Pants oder Mini-Röcke, mit Stil hat das aber nichts zu tun. Die durchschnittliche arabische Frau kleidet sich keinen Deut besser - oder schlechter - als Europäerinnen.

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