London Fashion Week

Farbenfroh und verspielt

Ein Abendkleid, das weder Gold und Farbe scheut

Ein Abendkleid, das weder Gold und Farbe scheut

21. September 2004 Beschwingt, salopp und farbenfroh soll die Mode des nächsten Sommers sein. Pastellfarben, fließende Stoffe, Chiffon und üppige Verzierungen dominierten den Eröffnungsschauen der London Fashion Week. Nur der gebürtige Däne Jens
Laugesen blieb seinem androgynen Stil treu, mischte aber sommerliche Farben in seine ansonsten schwarz-weißen Entwürfe.

Ausschließlich dunkelhäutige Models

Besonders fröhlich und mit fast kindlich unbefangenem Charme kam Jessica Ogden daher. Die gebürtige Jamaikanerin hatte sich für ihre Kollektion von einem Straßenfest in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston inspirieren lassen. Zu Reggae-Musik präsentierten ausschließlich dunkelhäutige Models ihre farbenfrohe Kollektion. Weit geschnittene, knielange Kleider und Röcke sowie Baumwolljacken im Patchwork-Stil waren dabei ein Hauptelement.

Das Designer-Duo von Schauspielerin Sadie Frost und ihrer Freundin Jemima French entdeckt in dieser Saison die Welt des Glamours: „Bisher waren wir nicht so sehr für Glamour bekannt“, sagte French, „aber die Lücke haben wir jetzt geschlossen.“ Glitzer und durchschimmernde Stoffe bestimmten die Entwürfe vom leichten Oberteil bis zum bodenlangen Abendkleid.

Sitzplätze waren rar

Promi-Präsenz durfte bei dem Eröffnungsspektakel nicht fehlen: Bei der Frostfrench-Schau in einem Club im Londoner Westend drängte sich Model Kate Moss neben BritArt-Künstlerin Tracey Emin und Designer Matthew Williamson. Jude Law, ehemaliger Ehemann von Sadie Frost, und seine neue Freundin Sienna Miller fanden keinen Sitzplatz mehr und mußten an der Bar stehen.

Der Chef der Fashion Week, Stuart Rose, sieht die Zukunft der Londoner Modewoche allerdings weniger exklusiv. Als Chef der Bekleidungskette Marks & Spencer legt Rose die Betonung eher auf kommerzielle Aspekte. Gegenwärtig mache die Modewoche keinen Gewinn, sagte Rose. Mit Hilfe von Warenhäusern als Sponsoren könne dem abgeholfen werden. Die Rolle der Fashion Week sei nicht, „einen einzelnen Designer zum Megastar zu machen“, sagte Rose.

Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: AP, dpa/dpaweb, REUTERS

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Ein Entwurf von Frost French, dem Label der britischen Schauspielerin Sadie Frost und Jemima FrenchGlitzer und durchschimmernde Stoffe bestimmen die Designs von Frost FrenchDie Jamaicanerin Jessica Ogden hat sich für ihre Kollektion von einem Straßenfest in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston inspirieren lassenEin Design von Ben de LisiDer britische Designer Ben de Lisi verbindet klassische Elemente mit GlitzerDieses Model gewährt in ihrem Abendkleid tiefe EinblickePaul Smith hat für seine Show den Laufsteg in ein grünes Paradies verwandeltDer türkische Designer Bora Aksu liebt es Einflüsse aus seinem Heimatland zu benutzen Knapp, bunt und sexy - die Bikini-Mode fürs nächste JahrJemima French garniert ihre Entwürfe gerne mit AccessoiresWas bleibt: Schwarz, weiß und äußert durchsichtigKleider mit Spaghetti-Trägern lassen sich mit Schmuck ins rechte Licht setzenDas Haar muß für die Show perfekt sitzenBeschwingt, salopp und farbenfroh soll die Mode des nächsten Sommers seinNach seiner Show bedankt er sich bei den Zuschauern