Uruguay

Abermals Model an Magersucht gestorben

14. Februar 2007 Zum wiederholten Mal ist ein Model vermutlich an den Folgen von Magersucht gestorben. Die 18 Jahre alte Uruguayerin Eliana Ramos sei verhungert, berichteten nationale Medien unter Berufung auf Ärzte in der Hauptstadt Montevideo. Ihre Schwester, ebenfalls Fotomodell, war im vergangenen August im Alter von 22 Jahren nach einer Modenschau in Montevideo tot zusammengebrochen. Todesursache war ein Herzinfarkt infolge von Mangelernährung.

Eine Autopsie soll die genaue Todesursache des Fotomodells klären. Ramos' Manager sowie Kolleginnen und Freundinnen bestritten, dass sich Ramos unzureichend ernährt habe. Das Model Erika Falken sagte, Eliana sei sogar zeitweise leicht übergewichtig gewesen. Aufschluss über die Todesursache soll nach Angaben der Behörden in Montevideo nun eine Autopsie bringen, die für diesen Mittwoch angesetzt war. Bekannte der Toten erklärten, es sei viel wahrscheinlicher, dass es sich um ein Erbleiden in der Familie handele.

Magersucht in Lateinamerika weit verbreitet

Magersucht ist ein in südamerikanischen Ländern wie Uruguay und Argentinien vor allem bei jungen Frauen weit verbreitetes Leiden. Studien zufolge stirbt jeder sechste an Magersucht erkrankte Patient an den Folgen. Nur etwa die Hälfte der Erkrankten kann dauerhaft geheilt werden.



Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: AFP

 
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