Internet-Tipps

www.flugzeuge

Von Jakob Strobel y Serra

02. November 2007 Im Grunde sind alle Passagierflugzeuge gleich: Sie fliegen, jedenfalls im besten Fall, sind wasserdicht, länglich, hinten eng und vorne verlockend großzügig bestuhlt. Und trotzdem hat jeder, der oft fliegt, sein Lieblingsmodell, das er sofort an der besonderen Aura erkennt. Woran das liegen mag, kann man auf vielen fabelhaften Internet-Seiten über Flugzeugmodelle herausfinden. Die riesige Website www.airliners.de zum Beispiel, eine Fundgrube für jeden Luftfahrt-Freak, stellt in ihrem „Flugzeuglexikon“ sämtliche Maschinen vor, die kommerziell am Himmel unterwegs sind. Neue Typen wie der Airbus A380 oder die Boeing 787 werden in epischer Breite gewürdigt, aber auch Nischenproduzenten wie Britten-Norman, Shorts, Tupolew oder Jakowlew fehlen nicht. Genauso gut ist die Seite www.airliners.net, die auch Propellerflugzeuge präsentiert und unter Kennern für ihre phantastischen Flugzeugfotogallerien bekannt ist.

Das Geheimnis der Sieben

Hunderte Passagierflugzeuge, Militärmaschinen und Hubschrauber vom „Mehrzweckkampfflugzeug Aermacchi AMX“ bis zum „kunstflugtaugliches Schul- und Sportflugzeug Zlin Z 526 AFS Akrobat“ samt technischer Steckbriefe, Flügelpfeilung und Flächenbelastung, allen Varianten und einer kurzen Geschichte findet man bei www.flugzeuge.de. Deutlich knapper fassen sich die Seiten www.luftfahrt.net, www.matuschik.de und www.verkehrs-flugzeuge.de, die sich auf die wichtigsten Passagierjets beschränken.

Die beiden Weltmarktführer hingegen lassen sich nicht lumpen. Airbus (www.airbus.com) präsentiert seine Modellpalette mit allerhand virtuellem Schnickschnack. Die Homepage von Boeing (www.boeing.de) ist sogar noch opulenter, hier werden auch ganz beiläufig wie an der Wursttheke die Preise genannt; eine 747-8 gibt es schon für 300 Millionen Dollar. Und selbst einen „History Reading Room“ gibt es, in dem eine der am häufigsten gestellten Fragen unter Luftfahrtfreunden beantwortet wird: Warum tragen alle Boeing-Flugzeuge die Zahl sieben als Typenbezeichnung? Nicht, weil es eine Glückszahl ist, nein, es ist ganz prosaisch: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Sparten von Boeing nach Zahlen eingeteilt - und für die zivile Luftfahrt fiel die Sieben ab.



Text: F.A.Z., 25.10.2007, Nr. 248 / Seite R4
Bildmaterial: dpa

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