Spanien

Die ehrenwerten Männer vom Club der Tagelöhner

Nur wenige Kilometer vom Zentrum Valencias entfernt liegt eine Wildnis voller Vögel, Fische und stiller Würde: die Albufera, eine riesige Lagune, die sich tapfer den Annäherungsversuchen der Zivilisation widersetzt - doch wie lange noch? Von Rolf Neuhaus

Lesermeinungen zum Beitrag

31. März 2008 15:28

wildromantisches Spanien

Alejandro Ramos Pedragosa (konigsberg)

Zweifellos ist diese von dem magischen Hauch des Abenteuers durchtränkte Inszenierung eine wahre Versuchung, sich in eine südländisch verklärte Schwärmerei zu versetzen. Trotzdem möchte ich als häufiger Besucher des Naturparks La Albufera einige Richtigstellungen wagen.
1. Die Existenz dieses Naturschutzgebietes ist - der Leser darf beruhigt aufatmen - durch eine sehr moderne, sowohl fallbezogene als auch umfassende spanische Gesetzgebung von den "Annäherungsversuchen der Zivilisation" gefeit.
2. Die Nähe von Siedlungsgebieten ist nur selbsverständlich. Wir befinden uns hier in einer grosstadtnahen, historisch industrialisierten und intensiv landwirtschaftlich genützten Gegend. Uns allen Europäern bleibt eben nichts anders übrig, als mehr oder weniger gut vernetzte "Naturschutzinseln" mitten in unserem komfortablen aber leider naturfeindlichen Milieu aufzubauen.
3. Die Lagune von La Albufera steht nicht alleine da. Sie ist auch ein unersetzbares Biotop im gesamteuropäischen System (Natura 2000, europäische Zugvögelverordnungen usw.)
4. Die Übersetzung dieses bedeutenden Werkes von Blasco Ibañez lautet "Schilf und Moor" und nicht "Sumpffieber". Auch romantisch, aber nicht so dramatisch.

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