
@ Herr Janssen
Ich glaube nicht, dass Europa in den USA ein Vorbild abgeben könnte und Deutschland schon gar nicht. Und gerade wie unser Land von einem Extrem ins andere gefallen ist und ein Teil des Nachwuchses möglicherweise wieder droht, gegen die von der Elterngeneration befohlene Verächtlichmachung des Nationalstolzes mit dessen ungesunder Übertreibung zu reagieren (die meisten NPD-Stimmen stammen von Jungwählern!), erntet man eher Misstrauen als Ansehen.
Man betrachte auch einmal jene Gruppen, in denen der Hass gegen die USA am Stärksten ausgeprägt ist: Da finden sich links- und rechtsextreme Utopisten, islamistische Terroristen und deren Anhänger sowie Leute, deren säkular-humanistischer Dogmatismus und dessen praktische Folgen von vielen Menschen hier, vor allem aber in den USA einfach als abschreckend empfunden werden. Dass in den USA nur wenige den Drang verspüren, es solchen Leuten recht machen zu wollen - was zum Teil auch faktisch unmöglich ist -, sollte einleuchten. Die USA verstehen es, Demokratie und Wohlstand mit gesundem Patriotismus und Wertebewusstsein zu vereinigen. Wie Europa, dem Letztere verloren gegangen sind, auf einen 11.September reagieren würde, möchte ich mir gar nicht erst ausmalen...

Es ist erstaunlich, daß über diesen Artikel immer noch disktuiert wird.
Mir ist aufgefallen, daß ich zu den Meinungen, die ich lese, fast immer ein Gegenbeispiel nennen kann, egal ob nun die Meinungen pro oder contra USA sind. Ich fürchte, daß erstens die USA ein sehr vielfältiges Land sind und zweitens daß Europa den USA allzu ähnlich ist. Europa und die USA sind ungleiche Geschwister, die sich gerne zanken und unglücklich darüber sind, daß der Rest der Welt weiß, daß sie aus einem Elternhaus stammen...
Und noch etwas: es ist wirklich bedenklich, wenn gesagt wird, daß ein Volk für seine Regierung verantwortlich ist. Das ist selbst für Demokratien gefährlicher Humbug. Auch hier könnte man wieder die europäische Geschichte mit ihren Ungestalten Revue passieren lassen.
Und noch etwas noch einmal: Deutsche, Franzosen, Engländer etc. haben alle ihren national begrenzten kulturellen Horizont, den sie aber als international empfinden. Wieviel der deutsche Tankstellenwart einem englischen Universitätsprofessor erzählen könnte, sei dahingestellt. Die europäische Muffeligkeit immerhin schützt alle davor, daß sie ihre (natürliche und unvermeidbare) Unkenntnis in allen möglichen Bereichen nicht ständig preisgeben müssen.

Was mich beim Lesen der Pro-USA-Leserbeiträge massiv stört, ist die Unterstellung, jeder kritische Beitrag entspringe einer Unkenntnis von Land und Leuten. Wenn man die entsprechenden Beiträge aber mal genauer liest, wird man schnell feststellen, dass die meisten über wesentlich mehr Erfahrung als nur einen zweiwöchigen Urlaub verfügen. Darüber hinaus möge man akzeptieren, dass das unbestritten miserable Image der USA Gründe haben muss. Fakt ist leider auch, dass die USA und die meisten ihrer Bewohner nicht sehr viel dafür tun, daran etwas zu ändern.
Sicher! Wir Deutschen und Europäer sind auch nicht frei von Fehlern. Aber werden wir deshalb regelrecht gehasst? Immerhin haben wir Deutschen es geschafft, uns nach Ende des 2. Weltkriegs mit Hilfe umsichtiger Außenpolitik und einem etwas bescheideneren Auftreten, das fast schon in eine Art Ächtung des Nationalstolzes mündete, eine nicht zu unterschätzende Position in der Welt zu schaffen. Auf diese Weise konnten wir sogar das schwierige Verhältnis zu Frankreich derart verbessern, dass man heute von Freundschaft spricht.

Die (im unfreundlichsten Sinne des Wortes gemeinte) "Abfertigung" Einreisender durch Beamte der Immigration Control war schon vor 9/11 und vor Inkrafttreten des Homeland Security Act zum Kotzen.
Ich selber habe mehrfach nachhaltig in Erinnerung bleibende schlechte Eindrücke sammeln können, ähnlich wie andere Kommentatoren dieses Artikels auch berichten.
Seit ich mich aber auch noch bei der Einreise wie ein Schwerverbrecher behandeln lassen soll (Abnahme der Fingerabdrücke und Fahndungsfoto), besuche ich diese Land nicht mehr.
Tut mir leid, aber hier ist meine Schmerzgrenze überschritten. Ganz egal, wie viel "Freundlichkeit" sich dann noch hinter der Grenze verbergen mag, mir reicht's !
Mißverstandene Weltmacht ? Image-Problem ?
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus ...

Sowohl der Autor alsauch Mr Reinhardt machen genau den Fehler, auf den die gesamte Verstimmung in der Welt über Amerika letzlich zurüchzuführen ist: Sie bleiben im amerikanischen Wertesystem gefangen.
Schon allein der Grundtenor: "Wie kann man die Amerikaner nur fürchten und hassen, wo sie doch an der Supermarkt-Kasse so freundlich sind?" zeigt die Naivität, mit der amerikanische Vorstellungen von "Freundlichkeit" hier der Welt als universeller Maßstab angedichtet werden. Da liegt der Irrtum, und deshalb wird eine Gastfreundschaftsoffensive mit "Disney in der Warteschlange" auch sicherlich nicht die Rehabilitation bringen.
Zugegeben, jeder halbwegs erfahrene Gast der USA wird für sowas dankbar sein, wie auch in der Mehrheit über den uneuropäisch freundlichen Umgangston. Aber auch der Aufgeklärteste kommt nicht drumherum, dass diese amerikanischen Tugenden eben auch von einem ziemlich durchgehenden Mangel an Interesse, Verständnis und Respekt für Alles begleitet sind, was nicht ins eigene Wertesystem passt.
"Der Europäer" sitzt in Sachen kulturelle Engstirnigkeit kaum weniger im Glashaus, aber er hat den USA voraus, dass seine Zeit des aggressiven Expansionismus bereits vorüber ist. Mal sehen, wer schneller lernt...

Dieser Artikel war sehr interessant, und so auch die Kommentare der Leser. Es ist interessant festzustellen, dass die zwei haeufigssten Worter "Amerikaner" und "oberflaechlich" sind. Ich lebe seit 15 Jahren in den USA und bin vor kurzem US Buerger geworden. Bis heute wissen weder meine Freunde oder Kollegen oder ich was ein Amerikaner eigentlich ist - es ist wohl ein Sammelsurium an motivierten Leuten, die was aus sich machen wollen, und die grosse Ziele im Leben haben (Heirat, Familie, etc. Werte eben, die es in Deutschland kaum noch gibt). Alle Leute dich ich hier kennen gelernt haben verabscheuen nichts mehr als ein soziales Netz wie in Deutschland, was einen voellig verblodet und die letzte Kreativitaet nimmt. Zum Thema "oberflaechlich": Unterhaltungen zwischen Amerikanern und Deutschen sind nun mal sehr kurz, da die meisten Deutschen kein Englisch sprechen koennen - der Deutsche glaubt nur, dass er Englisch spricht. So zum Beispiel die Floskel "how do you do" - das bedeutet "Schoen sie kennen zu lernen", und sollte nicht mit "Fine" beantwortet werden, wie es fast jeder Deutsche immer tut.

denn ich lebte und arbeitete dort für fast 10 Jahre in Californien, Nevada und den gesammten Südosten der USA.
Es gibt dort einige besondere Verhaltensregeln die bei Nichtbeachtung zu einer heftigen Reaktion führen kann. Wovon ich rede, ist das allseits bekannte Oberlehrersyndrome, welches bei Touristen mit "Ich habe dafür bezahlt!" begleitet wird. Dieses Verhalten konnte ich selbst in den entlegendsten Winkeln der Erde, in denen Touristen sich tummeln, beobachten können. Nur resultiert das in den USA in der Regel in einer prompten Reaktion. JEDER, egal ob er seinen Lebensunterhalt mit sammeln von Aluminiumdosen mit Einkaufswagen oder dem Vermehren seines Milliardenvermögen verdient, erwartet einen gewissen Respekt, den er in der Regel auch bekommt. Wenn ein Amerikaner schweigt, heisst das normalerweise, dass man ihn brüskiert hat oder er nicht einverstanden ist und dort bekommt jeder eine Chance und einen Vertrauensvorschuss. Nur wenige machen den Staat oder andere dafür verantwortlich, wenn es ihm einmal schlecht geht, er verschwendet keine Zeit zu jammern und krempelt die Arme hoch, denn er ist ein unverbesserlicher Optimist. Tugenden, die uns Deutschen anscheinend abhanden gekommen sind.

Viele Worte, doch eigentlich nur eine Auflistung alter Kischees. Der freundliche Tankwart? Meine Güte, den gibt es schon seit vielen Jahren nicht mehr! Es gibt nur noch "self service".
In meinen 52 Jahren hier, [d. h. in mehreren Staaten], hat niemand aus meinem Bekanntenkreis das Thema religion aufgegriffen. So etwa 2 oder 3 mal kam ein "Jehavas wWtness" oder mormonenmissionar an die Tür um mich zu bekehren.
Die Belehrungen dieses Artikels und die allgemein oft propagierten "Amerikaerfahrungen" erinnern mich an die "Besserwessies". Auch deuten sie auf die Existenz
einer deutschen Komponente von arrogantenten, grossmäuligen Menschen.

Mehr fällt einem zu den meisten Kommentaren leider nicht ein.
Wem Land und Leute nicht gefallen,der soll halt wegbleiben.
So einfach ist das !
Und das ist gut so!

Ach Gott, der Durchschnitts-Ami im Ausland, er ist halt ein wenig unbeholfen. Der will nur spielen. Wenn es denn so wär. Tatsache ist doch, daß ständig irgendwelche Amerikaner in irgendwelche Länder einmarschieren, um den Leuten dort die Hochachtung vor dem US-christlichen Abendland beizubringen.
Haben wir Deutschen denn schon vergessen, daß auch unser Land über Jahrzehnte eine beständige amerikanische Besatzung ertragen und bezahlen mußte? Zum Schutz vor den Russen? Genau das hat man dort genau umgekehrt gesehen.
Und daß die Amis in ihrem Land freundlich sind zu Fremden? Warum auch nicht, die werden ja alsbald auch wieder verschwinden. Wer bleiben will, der hats schon schwerer. Was ist mit Mexikanern, Schwarzen, Asiaten?
Der hier veröffentlichte Artikel hat mehr denn je den Eindruck einer finanzierten Werbe-Aktion. Da sollte man dann auch Anzeige darüberschreiben.
EG

Wenn man in den USA eine Reise tut, dann kann man viel erzählen. Leider nur eine einzige machte ich bisher vor 2 Jahren. Und meine Eindrücke werden durch den Beitrag bestätigt. Freundlich, aufgeschlossen, hilfsbereit aber auch unbekümmert im Anblick politischer und gesellschaftlicher Probleme. In meinen 56 Jahren ist es mir in der Bundesrepublik nicht passiert, daß ich beim Wandern am Strand einer deutschen Insel angesprochen in ein Gespräch verwickelt wurde und daß das ältere Ehepaar dann mit meiner Kamera ein Bild von unserer Familie gemacht hat. Diese sicher flüchtige Bekannschaft ist mir eingebrannt. Meine Heimat ist die BRD nicht mehr, ich halte den Neid auf den Erfolgreichen nicht mehr aus und genauso wenig bin ich bereit, finanzielle Solidarität mit denen zu üben, die sich ihrer Solidarität durch bewußtes Nichts- oder Wenigtun entziehen.

Ich glaube nicht, dass irgendjemand das Recht hat, den US-Amerikanern vorzuschreiben, welchen Präsidenten sie zu wählen haben. Das ist deren souveräne Entscheidung, ebenso wie es jene mancher Einheimischer ist, SED/PDS, Grüne oder NPD in die Parlamente zu wählen. Darüber hinaus würde ich mir auch für Europa mehr weitsichtige und moralisch integre Staatsmänner wünschen, die auch nur annähernd an das Format eines George W.Bush heranreichen. Ohne ihn wären in Afghanistan noch die Taliban an der Macht, der irakische Präsident würde immer noch Saddam Hussein heißen und es würden dort infolge des von der Administration Clinton/Albright forcierten Embargos immer noch mehr Zivilisten sterben als seit dem Einmarsch der US-geführten Truppen in Bagdad. Europa wäre gut beraten, vor der eigenen Türe zu kehren. Denn wer etwas über Gewalt, Sittenverfall, Willkür, Rechtsbruch und niedriges Bildungsniveau erfahren möchte, braucht nicht bis nach Amerika zu blicken, so etwas gibt es zu Hauf vor der eigenen Haustüre. Dass der Mann von der Straße in den USA möglicherweise auch noch angenehmere Umgangsformen hat als man es hier gewöhnt ist, deutet möglicherweise auch darauf hin, dass wir eher von drüben lernen könnten als umgekehrt...

Es mag schon stimmen, dass Menschen, die Amerika einmal besucht haben, durchaus begeistert zurückkehren. So ist es mir auch ergangen.
Aber wenn man häufiger und intensiver in den USA und mit den Menschen dort zu tun hat, entdeckt man eben auch die Schattenseiten: eine total verlogene "political corectness", oberflächliche Moral und eine erschreckend schlechte Informiertheit über das, was in der Welt tatsächlich passiert. So, und nur so ist auch zu erklären, weshalb Amerikaner Menschen anderer Kulturen und Länder meist als ignorant, laut und arrogant vorkommen.
Die Amerikaner interessiert es schlicht und ergreifend nicht die Bohne, wie es im Rest der Welt zugeht und was es im Umgang mit anderen Kulturen zu beachten gibt. US-Unternehmen scheitern regelmäßig an dieser Tatsache. Siehe Wal-Mart.
Andere Dinge, wie z. B. Todesstrafe, Rassismus, religiöser Fanatismus, Missachtung der Menschenrechte im eigenen Land usw. bringen das Fass nur noch zum Überlaufen. Und entscheidend ist dabei auch noch, dass diese Dinge vom Großteil der Bevölkerung gut geheißen werden!
Für dieses Bild der USA brauchte es kein Irak, Guantanamo und Abu Ghreib, sondern nur den Blick hinter die tollen Kulissen!

Freundlichkeit koinzidiert leider nicht immer mit Eigenschaften wie Toleranz und Einfühlungsvermögen.

Als weder Deutscher noch Amerikaner kann ich die Gutherzlichkeit der allgemeinen Bürger der USA bestätigen. Aber die Machthaber und Lenker der Außenpolitik der USA sind nicht die Menschen, die man auf der Straße in den USA trifft. In den Köpfen diese Politiker leuft die Uhr anders und diese Uhr ist nicht die, die wir kennen!

...mit einer ausgeglichenen Aussenpolitik, als einen super freundlichen Tankwart mit einer unzurechnungsfähigen Regierung.
Alle Amerika-Liebhaber sind vollkommen zu Recht stolz, dass sie es einmal über den Atlantik und wieder zurück geschafft haben. Schliesslich liegt dazwischen viel Wasser und manchmal landet man nicht genau dort wo man eigentlich hinwollte.
Alle Amerika-Hasser haben auch recht. Soooooooo toll sind die USA nun auch wieder nicht, wie es immer geschildert wird. Kanada, Australien, Neuseeland wären schon eher eine Urlaubsreise wert.
Wer beruflich mit Amerikanern zu tun hat, stellt bald fest, dass sie eigentlich ziemlich deutsch sein können. Formalistisch und bürokratisch bis zum abwinken und dabei ziemlich arrogant.
Also nur viel Lärm um nichts Substantielles.

betreiben einige der Diskutanten - meist diejenigen, die mit den USA und ihren Menschen vertrauter sind als die große Mehrheit.
Ich wünschte mir nur, die gleiche Bereitschaft zu genauerem Hinsehen, Differenzieren und Verstehen zeigte sich auch, wenn es um Muslime, ihre Religion und soziale Realitäten geht. Da kann man in den Blogs der FAZ Pauschalverdammungen lesen, die einem Schauer über den Rücken treiben. Es stellt sich mir dann übrigens auch die Frage nach der Rolle der Zensur durch die Redaktion. Die scheint auf dem islamophoben Auge deutlich kurzsichtiger als was Kritik an westlichen Gesellschaften und Staaten angeht, allen voran natürlich Amerikas einzigem echten Verbündeten im Mittleren Osten und dessen einziger Demokratie.

Die Leserkommentare im Online-Forum der F.A.Z. bestätigen den Inhalt des Artikels noch einmal: Das Image Amerikas ist ziemlich tief gesunken; alle Kommentare von Leuten, die schon einmal in Amerika waren oder dort arbeiteten haben jedoch ein weitaus positiveres und ressentimentfreieres Amerikabild. Man kann der Kampagne für mehr Urlauber nur Erfolg wünschen.
Die in den Kommentaren geäußerten Ressentiments wären jedenfalls größtenteils der Lächerlichkeit preisgegeben, würden sie nicht von so vielen Amerikahassern in Deutschland geteilt. Sie sind leicht als Projektionen des eigenen schlechten Selbst auf die Amerikaner zu erkennen. Während etwa ein Kommentator im Forum meint, 70% der Amerikaner würden angeblich noch an einen fiktiven Teufel glauben, halten doch tatsächlich weit mehr als 70% der Deutschen George Bush für einen „leibhaftigen gehörnten Teufel“. Soweit ist es mit der für sich selbst in Anspruch genommenen Aufgeklärtheit, die der Kommentator den Amerikanern abspricht, offenbar doch noch nicht.

Ich bin jetzt seit drei Jahren in den USA, und mir gefaellt es ueberhaupt nicht. Das erste Jahr war noch gut, das zweite eher weniger, und jetzt bin ich froh ab naechstem Jahr wieder nach Europa ziehen zu koennen.
Freundlich sind die Amerikaner allemals, das stimmt schon, das ist ja auch Teil der Kultur hier, Small Talk ist das A und O der Amerikanischen Gesellschaft. Nur beschraenkt sich das wirklich auf eine Zeitspanne von nur wenigen Minuten, und es ist ihnen meist doch wirklich egal woher man kommt, oder was man da auch immer erzaehlt. Auch wenn andere Studenten mit denen man redet z. B. einem sagen man solle doch mal anrufen, und dann koenne man mal Abends ausgehen, dann ist das meist nie ernst gemeint, und man verursacht Verwunderung wenn man dann wirklich anruft.
Es ist eine falsche Freundlichkeit, die ich gelernt habe zu hassen. So gut wie alle Freundschaften die ich hier geschlossen habe sind mit Leuten aus anderen Laendern, wie Ukraine, Bolivien, und auch Deutschland. Mit eigentlichen Amerikanern ist fuer mich, zumindest in meinem Alter einfach nichts anzufangen.Aber was das Imageproblem betrifft, das ist wahrlich nicht verwunderlich, so wie die Amerikanischen Regierungen sich in den letzten 50 Jahren verhalten haben

nun, ich teile zwar nicht die message des login-namens (amerikaistschlecht) von herrn hofele.
gleichwohl kann man seiner argumentation nur voll und ganz zustimmen. er hat die wesentliche problematik auf den punkt gebracht.
zu ihrem ausspruch:
'so sehr ich die amerikaner aus den Ost- und Westküste schätze, umso stärker verabscheue ich die politische handeln der us-regierung!'
beides kann man nicht trennen. in einer demokratischen grundordnung geht alle macht vom volke aus.
ich halte nichts davon, sich hinter einer regierung oder gar 'dem teufel' zu verstecken, wenn es darum geht verantwortung zu übernehmen.
dies gilt fuer jede damokratie.

@Huber und an alle pro-kontra usa
das ist leider das größte problem, viele menschen handeln genause, was sie eigentlich am heftigsten kritisieren.
Un wenn das im Westen bzw. bei den Menschen mit hohe Bildungstsand passiert ist es umso erschreckender.
wenn man meine beiträge liest, im ersten blick stellt fest, dass ich anti-amerikaner bin.
das denkt man auch hier im europa über nah-ost, dass die menchen da anti-amerikaner sind.
und genau das ist das größte irrtum.
Es geht nicht um die amerikaner.
im laufe meines berufsleben, lernnte ich viele amerikaner kennen und weiß deren freundschaft zu schätzen.
in vielen menschlichen breichen, werde ich sie anderen vorziehen.
und das ist leider die politik, die die menschen dazu bringt, böse und gute in einem topf zu schmeissen.
so sehr ich die amerikaner aus den Ost- und Westküste schätze, umso stärker verabscheue ich die politische handeln der us-regierung!

Amerika hat durch die Kriege in dem letzten Jahrzent so viel an Image verloren, dass es in absehbarer Zukunft nicht möglich sein wird diesen Imageverlust zu korrigieren. Solange Amerika nicht mit dem Blutvergiessen aufhört ist auch kein Anfang dieser Korrektur möglich. Dear American People: Great Thanks to Mr. Bush!!!

welcher zudem noch bis an die zaehne bewaffnet ist.

Ich habe viele Jahre in den USA gelebt und kann auch nur von sehr positiven Erfahrungen mit den Leuten da berichten. Der Rückschluss von einer momentan unfähigen Regierung auf das ganze Volk sollte doch gerade unter den ach-so-aufgeschlossenen Mitbürgern in unserem Land verpönt sein. Ist Bill Clinton nicht auch bei uns so ein Pop-Star gewesen? Die Amerikaner sind eben ein relativ unpolitisches Volk. Sind wir deswegen so viel besser? Wir schimpfen die ganze Zeit nur und sehen uns jede Sendung mit Christiansen & Co an, sind aber selber nicht einmal in der Lage eine richtige Regierung zu wählen (siehe Patt-Situation bei letzter Bundestagswahl). Liebe Beitragende hier, sie werfen an Amerikanern Oberflächlichkeit und Arroganz vor. Sind sie den so viel anders? Sind wir moralisch besser? Wir Europäer haben ja auch kein Problem damit, unseren Giftmüll nach Afrika zu schicken und unsere geliebten Fußball-Bälle durch Kinderarbeit in Pakistan herzustellen. Man kann das nicht mit Irak & Co vergleichen? Sehr schön, dann haben sie schon was verstanden, man sollte nämlich nie alles verallgemeinern.

Es ist völlig falsch die USA nach der Aussenpolitik Washingtons zu beurteilen. Aus ihrer geschichtlichen Tradition heraus liegt Aussenpolitik ausschliesslich beim gewählten Präsidenten und seit der fortschreitenden Globalisierung bei big corporations und der Wallstreet mittels Wahlkampfspenden ohne die man nicht einmal zum Sheriff gewählt werden kann.
Ansonsten kümmert sich Otto Normalverbraucher nur um Aussenpolitik, wenn GIs in Leichensäcken zurückkommen oder der Benzinpreis klettert.Es ist ihm viel wichtiger, das seine Nachkommen eine gute Ausbildung (die locker 100.000 USD pro Kind kosten kann) bekommen, dass das eigene Haus rechtzeitig abbezahlt ist u.s.w.
Da fast alles aus eigener Tasche bezahlt werden muss, ist Geld natürlich der Faktor schlechthin, weshalb Bush senior abgewählt wurde, da er trotz öffentlichem Schwur, keine Steuern zu erhöhen, genau das tun musste. Der gewonnene Golfkrieg half ihm da wenig.
Ansonsten ist der durchschnittliche US Bürger ein durchaus freundlicher, neugieriger, strebsamer und manchmal naiver Zeitgenosse, der nicht davor zurückschreckt, völlig Fremden aufgeschlossen zu sein und ihm seine Hilfe anzubieten, wenn Not am Mann ist, wie es seine meist christliche Grundüberzeugung ihm gebietet.

Ich hab ja auch nie behauptet, dass wir Deutschen uns im Ausland viel besser benehmen ;)

Egal, ob es schlechte ODER gute sind. Ein Land oder die Menschen eines Landes so allgemein zu beurteilen - ob es mit 'die sind alle blöd/arrogant', oder mit 'die sind alle ganz nett/behilflich' ist, ist einfach einfältig. In den USA (wie in anderen Ländern) wird es Orte geben, die den schlimmsten abwertendsten Klischees entsprechen, und andere Orte, die diesen Klischees völlig widersprechen. Wenn die Menschen beider Länder mehr miteinander zu tun hätten (und natürlich im positiven Sinne), würde es viele Vorurteile und Mißverständnisse aufklären. Aber ein Ausländer lernt Deutschland nicht richtig kennen nur indem er Schloßschwanstein mal besucht, und ich glaube kaum daß ein Deutscher Amerika viel besser verstehen würde nachdem er mal durch Central Park gebummelt ist und/oder weil er ein paar netten bzw schlechten Menschen dort begegnet war.

Dass man mit Amerikanern fast ueberall, wenn man irgendwo wartet z.B., ins Gespraech kommt, ist eher angenehm. Dass sie aber dann doch nur so wenig wissen ueber ihre eigene Geschichte und Gegenwart, ist es weniger, weil es a) vielen Menschen das Leben kostet, wenn man sich wieder einmal zum Verbessern der Welt aufschwingt und b) weil ihre Ignoranz es nicht ermoeglicht, frei zu sein. Waeren sie frei im Sinne Sokrates und wuerden verstehen, dass mit ihrer 'Gutmuetigkeit' Schindluder getrieben wird, waeren einige Millionen Menschen noch am Leben.
Die Antiamerikanismus-Keule hervorzuholen, wenn man auf die 3 (oder so) Milionen Toten verweisst, die die USA in Suedostasien auf dem Gewissen haben, ist billig. Letzten Sonntag war 'Veteran's Day' und dem ganzen Land wurde wieder einmal eingehaemmert, wie viele Amerikaner fuer das Gute (den Frieden, usw.) gefallen sind und dass man sie in guter Erinnerung behalten soll. Vielleicht trifft das ja im Falle des 2. Wks noch zu, aber danach haben die Kriege doch immer nur US-Businesinteressen genutzt und dem Ansehen der westlichen 'Zivilisation' doch eher geschadet, oder?!
P.S.: Pat Robertson hatte am 22.8.05 die Idee, Hugo Chavez ermorden zu lassen ... ein wahrhafter Christ ...

Freundlich mag der Ami ja wirken und sein. Aber an der geistigen und emptionalen Armut der Moderne, die in den USA ihre Wurzeln und tägliche Verstärkung findet, änderts nichts. Eine bessere Beschreibung der US-Amerikaner von jemanden, der da nicht nur in Urlaub fährt, wäre: Öffentlich immer lieb, innerlich emotional kalt und egoistisch, zu echter Liebe, tiefen GEdanken etc. kaum fähig (Ausnahmen bestätogen die Regel).
Hier im schönen Europa gibts natürlich genau dieselben Tendenzen, aber eben nicht so stark, wie an deren Quelle, den USAmis, wo GEld die einzig wahre Religion ist.

Zweifellos sind Amis gastfreundlicher als Westeuropäer, aber der Artikel übertreibt ein wenig. Es wäre nur sehr zu hoffen, daß das Marketingproblem der USA nicht in die Hände der Disney Corporation gelegt wird, denn dann ist der Marketing-GAU absolut sicher... Ich drücke Amerika aber die Daumen!

Wer wie ich einige Zeit in den USA gelebt und auch mit US-Bürgern zusammengearbeitet hat, weiss, dass dieser Staat und seine Bürger auf eine typische oberflächliche Weise positiv sind. So wie in allen Ländern der Welt bestehen selbstverständlich auch Unterschiede zwischen urbanen und ländlichen Gegenden. In ländlichen Gegenden ist die Allgemeinbildung besonders limitiert. Man kennt Statistiken, die aussagen, dass rund 70 % der US-Bürger noch an einen leibhaftigen gehörnten Teufel glauben. So war es auch möglich, dass eine Bush-Administration ihre Schwarz-weiss-Politik durchsetzen konnte. Trotz einer hervorragenden intellektuellen Schicht, die durchaus auf dem Niveau des "alten Europa" mithalten kann, habe ich fast überall feststellen müssen, dass offenbar die seit dem 17. und 18. Jh. emanzipierende Aufklärung an grossen Teilen der US-Bürger vorbeigegangen sein muss. Nur so können die teils noch archaischen, alttestamentischen Ansichten erklärt werden, die sich beispielsweise auch in der Beibehaltung der Todesstrafe manifestiert. Gnade Gott denjenigen armen Menschen die - unter Umständen auch schuldlos - in die Fänge der teils inkompetenten Jurisprudenz der USA geraten.

die amerikanische politik ist bekanntermassen desastroes, darueber muss man hier nicht mehr diskutieren.
ein "how do you do?" oder ein "how's it going?" hingegen ist meiner erfahrung nach mehr als eine floskel..: man gibt einem damit tatsaechlich die chance auf einen small-talk der sich, zu was auch immer, ausweiten kann - was mir als deutscher einwanderer in amerika das taegliche leben sehr angenehm macht.
auch meine erfahrung: beamte, speziell grenzbeamte, nerven auf der ganzen welt.
das selbst auf colleges auch mal gefragt wird, ob es denn in deutschland schon elektrischen strom gaebe und ein befreundeter (deutscher) professor das mit "nein, porsche und mercedes benz werden bei kerzenlicht gebaut" beantworten musste, zeugt natuerlich nicht von savoir vivre.

Es ist wirklich erschreckend, welch' dumpfe Ressentiments aus den schwammigen Untiefen der Seelen selbst von FAZ-Lesern hier hochgespült werden. Entgehen ihnen eigentlich bei der Lektüre dieser Zeitung, in was für einer grauenvollen Weltlage die USA zumindest handeln, wenngleich mal mehr, mal weniger geschickt, während die Deutschen an ihren Stammtischen unisono wider die Amerikaner beckmessern? Daß viele Amerikaner im Ausland durch idiotisches Verhalten auffallen, liegt an der Bevölkerungszahl. Es benehmen sich auch mehr Deutsche als Liechtensteiner jenseits ihrer Grenzen wie Schwachköpfe, einfach weil es mehr Deutsche als Liechtensteiner gibt. Und noch etwas: Als ein in Amerika lebender Deutscher freue ich mich jeden Tag aufs Neue über die allgemeine Freundlichkeit -- und mag sie manchen noch so oberflächlich vorkommen -- . so wie mir bei meinen vielen Heimatbesuchen die im Gleichschritt praktizierte Muffelei tüchtig auf die Nerven geht.
Dr. Uwe Siemon-Netto (St. Louis)

Haben nicht gerade auch Deutsche den Ruf, im Urlaub recht besserwisserisch zu sein und viel zu kritisieren? Man denke an Mallorca, deutsche Touristen in Badehosen in italienischen Kirchen, ...
Weiss jemand, wie unsere europäischen Nachbarn aus den typischen Touristenländern auf die deutschen Urlauber zu sprechen sind? (Ich ahne nichts Gutes... )

Meine Erfahrung nach einem Jahr Studium in den USA sind eigentlich durchweg positiv und decken sich mit den Aussagen des Artikels. Man wird persönlich vom Professor vom Flughafen abgeholt, die Sekretärinnen setzen sich für dich ein und helfen dir bei Problemen, die weit ausserhalb ihres Aufgabenbereichs liegen, meistens auch weiter, und die Komilitonen behandeln dich vom ersten Tag an als einen von ihnen.
Es interessiert niemanden wirklich wo du herkommst und welche komplizierten kulturellen Regeln es in deinem Land so gibt. Dort hat fast jeder ausländische Wurzeln und es gibt so viele Ausländer, die dort erfolgreich leben und arbeiten, dass es eigentlich jedem bekannt ist, dass die Herkunft absolut unwichtig ist. Das kann man Oberflächlichkeit nennen und sich drüber aufregen, oder man lernt es zu schätzen weil es von einer sehr offenen Kultur zeugt in der, im Gegensatz zu Europa, Xenophobie keine Chance hat.
Fragt mal Russlanddeutsche, Türken, Griechen, Italiener, usw., ob sie sich in unserem Land wirklich erwünscht fühlen. Und denkt darüber nach, wann ihr zuletzt einen Polenwitz erzählt habt oder ein Hakenkreuz an einer Hauswand gesehen habt.

Neben vielen anderen Verbrechen haben die USA beim noch andauernden Völkermord im Irak bisher bereits ca. 650.000 Menschen umgebracht und sollen jetzt mal eben nebenbei im Partystil mit ein paar Floskeln ihr Image verbessern? Auf was für einer verblendeten und menschenverachtenden Welt lebt der Autor eigentlich?

Es stimmt dass der Grossteil der Bevoelkerung freundlich und hilfsbereit ist, dass muss aber nicht davon ablenken dass die USA die Welt als die Ihre betrachten und erwarten dass die Welt begeistert zustimmt. Die USA waere am Rande des Abgrundes wenn die Welt sich von der Weltwaehrung Dollar verabschieden wuerde, wie der Iran mit seiner Euro Oelboerse den Anfang machen will. Seit diesen Bestrebungen ist das Land im Fokus des "goettlichen" GWB, Axis of evil. (Deutschland wurde auch schon in einem Atemzug mit dem Iran und Irak genannt und steht fuer das alte Europa (Rumsfeld) da nicht Mitglied der Koalition der Willigen. Die USA erkennen nicht den Internationalen Gerichtshof in Den Haag an (alle sind Kriegsverbrecher nur wir Amerikaner nicht, da wir ja von Gott beauftragt sind die Welt zu befrieden), Folter ist per Gesetz legalisiert (Genfer Konvention ade, aber alle andern Nationen bitte daran halten), Kriegsverbrecher erhalten Generalamnestie (aber nur Amerikaner) ebenfalls per Gesetz. Kyoto Protokoll= wie bitte? Nicht mit uns.
Der Platz reicht hier nicht aus um die Ignoranz und die Ueberheblichkeit zu dokumentieren.

An der Überschrift zeigt sich schon, daß dem Autor der bezug zur Realität fehlt.
Amerika ist die Bezeichnung für "den Kontinent". Ich bezweifele, daß die vielen Amerikaner (Kanadier, Mexicaner, Brasilianer oder auch Argentinier u.v.a.m.) sich als Angehörige einer "mißverstandenen Weltmacht" sehen.
Zu dem folgenden Satz des Autors möchte ich noch etwas anmerken:
"Denn jeder Urlauber kehrt von seiner Reise in die Vereinigten Staaten zurück mit dem Bild des freundlichsten Volkes der Welt."
Für jeden Reisenden in die Usa ist es doch schon ein Erfolgserlebnis, überhaupt heil zurückzukehren. Meines Wissens sind Ausländer in den USA weitgehend rechtlos. Es genügt ein einfacher "Terrorverdacht" und schon kann man mit dem Reisenden tun und lassen was man will.

Wie der Artikel schon andeutet, benehmen sich Amerikaner im Ausland nicht immer ganz so freundlich.
Da wird in einem kleinen Tokioter Laden der Angestellte angemotzt, wie es sein könnte, dass dort niemand Englisch spricht. In der Bahn pöbelt ein Geschäftsmann einen Jugendlichen an, und in der Jugendherberge macht die Segelgruppe auf der Durchreise bis spät in die Nacht Radau.
Zum Glück habe ich auch Amerikaner kennen gelernt, die sich besser benehmen konnten. Im Grossen und Ganzen lässt sich wohl aber sagen, dass Amerikaner vor allem an ihrem Auftreten im Ausland arbeiten sollten. Sowohl auf politischer wie auch auf privater Ebene. Dadurch würde das Image-Problem sicherlich schneller beseitigt.
Was allerdings die Freundlichkeit im Dienstleistungssektor angeht - ja, da können sich Deutsche wirklich eine Scheibe von anderen Ländern abschneiden. Eine freundliches Lächeln, und eine nette Verabschiedung hier und da heben mitunter die Stimmung. Und was interessiert es mich, ob dahinter ehrliches Interesse steckt - ich will die Angestellten doch nicht gleich heiraten. Ich will mich als Kunde oder Gast lediglich gut behandelt fühlen.

dann wird er erleben, die von USA als Böse bezeichnetes Land viel, viel freundlicher ist als die USA.Das ist nur ein Beispiel.Ich denke die Amerikaner sind arrogant, ignorant und selbstsüchtig.Wenn die Amerikaner so freundlich wären, würden sie keine unschuldigen Menschen bombardieren, foltern und verschleppen.Amerika?Nein danke!

Ein bekannter, ein Deutscher, dem es zwar nicht schlecht geht, aber wie ein Penner aussieht, machte mal Urlaub in Marroko, da brauchte er kaum eine Mahlzeit zu bezahlen. Ähnliches habe ich gehört über die Ukrainer gegenüber jemandem, der zu Fuß zum Heiligen Land pilgerte. Es hängt vom Auftritt ab. Amerikaner mögen anscheinend besonders gewöhnliche Turisten, die woanders Opfer von Taschendieben wären.

1. Der durchschnittliche US-Amerikaner als solcher ist weitaus offener und freundlicher als der durchschnittliche Europäer!
2. Jeder erste Kontakt ist oberflächlich!
3. Lieber oberflächlich und freundlich als oberflächlich und unfreundlich!

amerika kann machen, was es will, es wird immer angefeindet werden. das liegt überwiegend am neidfaktor, der kleine, und das sind die allermeisten, mag den großen nicht. großzügigkeit hilft da auch nicht viel weiter, im gegenteil. spendierhosen werden von übelwollenden ebenfalls gehaßt. was tun? ganz einfach über der sache stehen! amerika-kenner wissen, was die welt an diesem land hat. der rest ist nun einmal unbelehrbar, weil man es auch einfach nicht wissen will. unwissenheit ist eine form des glückszustandes! dieses glück muß man wohl jedem gönnen.

Ich war mehrmals in den USA und ein Teil meiner Großfamilie lebt auch dort und, beiläufig gesagt, spricht in der dritten Generation nur amerikanisches Englisch.
Die Freundlichkeit, die man allerdings bei Grenzkontrollen nicht spürt, ist doch eine Oberflächige, die es gibt, wenn sie nichts kostet. Der Rest ist ein übersteigertes Gefühl von Eigentum, nicht im Ansatz die Bereitschaft, etwas mit einem monetären Wert mit einem Fremden zu teilen.
Zum Verständnis der Amerikaner für Kultur verweise ich nicht nur auf meine eigene Erfahrung, die feststellen mußte, wie oft George Washingtom mit Adam (Evas Gatte) verwechselt wird, sondern auch auf Peter Handkes " Der kurze Brief zum langen Abschied", Suhrkamp, 1974, Seite 180 bis Ende.
Auf mich machen die US-Amerikaner, anders als z.b. die Kanadier, den Eindruck, sie seien im Grunde genommen austauschbar: Einheitsmeinung, Einheitssitten, Einheitssprüche...
Letztendlich auch Einheitspolitik bei Republikanern und Demokraten.

.... der Autor scheint tatsächlich noch nicht viel rumgekommen zu sein.....
Schon am Flughafen wird man im Befehlston hin und hergeschickt. Als mich dann eine Dame angeschrien hat, habe ich zurück geschrien, dass Sie Ihren Hund so behandeln kann. Hierfür erntete ich Applaus von weiteren nicht Amerikanern.
Schlimmer wird man sogar behandelt, wenn man sich mit lateinamerikanischen Personen nur auf der Durchreise befindet.
Für hochwertige Parfüms und weitere Utensilien die bei einer groben Untersuchung kaputt gingen gab es keine Entschuldigung, lediglich eine Belehrung, dass niemand haftet. Bei anderen Ländern, kann man sich dann wenigstens an ein Service-Telefon wenden und es wird um Verzeihung gebeten falls bei der Durchsund etwas beschädigt worden ist.

Dieser Artikel zeugt von großer Naivität und einer miserabler Menschenkenntnis des Autors. Zwar hat er recht, wenn er die amerikanische Freundlichkeit lobt, doch vergisst er zu erwähnen, wie unglaublich oberflächlich die Kultur jenseits des Atlantiks ist.
Wirklich gelebte Freundlichkeit hat der Autor wohl noch nicht erlebt, wie schade für ihn.

Das ich nciht lache, der Autor ist anscheinend noch nicht weit herumgekommen.
Was soll ich mit einer oberflächlichen Freundlichkeit anfangen?
Da sind mit die Finnen noch am liebsten: Maulfaul, aber sehr gastfreundlich und zuvorkommend. Und vor allem wirklich interessiert daran was man erzählt.
Die freuen sich sogar, dass man überhaupt zu ihnen kommt und sind deshalb stolz darauf.

Mich interessiert die Gastfreundschaft der US-Amerikaner dann, wenn sie aufhören, zum Beispiel den Völkermord in Vietnam als "noble war" (George W. Bush) zu bezeichnen.
Wen würde die Gastfreundschaft der Deutschen interessieren, würden die ihren Völkermord an den Juden immer noch leugnen? Litte Deutschland dann auch unter einem - Image-Problem?

Wenn sich die Amerikaner wundern, das sie ein schlechtes Image haben, so kommt es sicherlich auch und vor allem durch Menschen die das Land schon einmal betreten haben.
Allein die in den meisten Fällen unmögliche Art und Weise jeden Einreisenden wie einen Sträfling zu behandeln ist kein gutes Aushängeschild.
Wenn ich mir all die guten Vorsätze und das Mission Statement der Homeland Security ansehe und es damit vergleiche mit welcher Herablassenden, Unfreundlichen, Unflexiblen Art, die überstrapazierten und sicherlich unterbezahlten Beamten mit Menschen umgehen, dann muss ich immer wieder die Faust in der Tasche ballen.
Ich muss ca. 2 – 3 Mal pro Monat diese Prozedur über mich ergehen lassen. Was sich dabei an Szenen abspielt muss einfach abträglich für das Image sein und ich kenne hier in Kanada bereits einige (speziell Dunkelhäutige) Personen, die von einem Besuch in den USA aus diesem Grund Abstand nehmen.
Von Freundlichkeit, ob ehrlich oder nur Professionell keine Spur. Und dies sind ebenso bleibende Erinnerungen.

Als Deutscher der im Ausland lebt will ich meinen lieben daheimgebliebenen Landsleuten natürlich nicht Arroganz unterstellen wie es der vorhergegangene Leserbrief mit den Franzosen tut. Es ist aber schon erstaunlich wie schnell man sich als Deutscher in den USA an den sehr freundlichen Umgangston gewöhnt. Je länger man in den USA lebt desto mehr merkt man den Unterschied während seines jährlichen Heimaturlaubes und unterstelle den Amerikanern bloss niemand Oberflächlichkeit und einen Hang zum small talk. Mir ist jemand der mich fragt we es mir geht und nicht wirklich daran interessiert ist um einiges lieber als jemand der nicht mal ein freundliches "Guten Tag" hervorbringt. So long....

Pax Americana-Diskussionen hin oder her.
In jedem Fall würde es Deutschland gut stehen, sich von den USA sowie den angelsächsischen Staaten generell in Sachen Freundlichkeit eine Scheibe abzuschneiden.

- den kann ich gerne bestätigen - der die amerikanischen Immage-Probleme verursacht.
Meine Tochter 15 Jahre, wurde in der higschool in USA ernsthaft gefragt, ob sie sich nicht schäme in Hitler-Deutschland zu leben und ob es - ernsthaft, es war ein Schüler in einer regulären Schulstunde, bei der eine deutsche Gastschülerin vorgestellt wurde - also ob es denn in Deutschland schon elektrischen Strom gäbe.
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Die ungezwungene Offenheit, mit der die Amerikaner allen Fremden begegnen, erklärt die Verblüffung und Enttäuschung, die sie empfinden, wenn man ihre Freundlichkeit nicht erwidert. Ein US-Touristenpaar war schockiert von der französischen Arroganz. Ich fragte, "warum sind Sie so nett zu den Leuten, die das doch gar nicht anerkennen?" und sie erwiderten: "Wir sind doch Amerikaner."