Chipfabrikation

Die Meister der Miniatur

Von Stephan Finsterbusch

Auf dem daumennagelgroßen Chip liegen Strukturen, ein Bruchteil so groß wie ein Haar

Auf dem daumennagelgroßen Chip liegen Strukturen, ein Bruchteil so groß wie ein Haar

07. März 2009 Chips sind das Gehirn von Computern. Sie lenken Raketen, steuern Fabriken und führen Milliarden von Rechenoperationen in einer Sekunde aus. Je kleiner sie sind, desto größer ist der Aufwand, um sie zu bauen. Ein Ortsbesuch bei AMD in Dresden.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: Unternehmen

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Gerd Teepe

Der Designer

Gerd Teepe

Wie ein Architekt zunächst ein Haus entwerfen muss, hat der Chef des Chip-Design Centers mit seiner Mannschaft in einem ersten Schritt den Chip zu konzipieren, Literatur- und Patentrecherchen zu betreiben und den gesamten Plan auf seine Machbarkeit zu prüfen.

Karsten Wieczorek

Der Integrator

Karsten Wieczorek

Der Elektroingenieur macht aus den Plänen der Designer handfeste Tatsachen für die spätere Produktion. Verlangt doch jedes Gerät, jede Applikation, jeder Einsatz eine etwas andere Art von Chip.

Marc Staples

Der Lichtmeister

Marc Staples

Die Layout-Daten werden in Masken aus Glas und Chrom geschnitten. Mit Hilfe dieser Schablonen werden die winzigen Schaltstrukturen auf den Wafer aufgetragen - Schritt für Schritt durch ein fototechnisches Belichtungsverfahren.

Peter Goerigk

Der Fabrikant

Peer Goerigk

Für die etwa sechs Wochen währende Herstellung eines Chips sind knapp tausend Arbeitsschritte nötig - vollautomatisch und hochpräzise. Die Fabrik ist groß wie zwei Fußballfelder, tausendmal sauberer als jeder medizinische Operationsraum.

Ehrenfried Zschech

Der Kontrolleur

Ehrenfried Zschech

Der Physiker kontrolliert nicht nur Chips und Prozessoren bis in ihre atomaren Strukturen. Er überprüft auch ganze Fertigungsprozesse, analysiert Werkstoffe sowie die Eigenschaften neu eingesetzter Materialien. „Qualität ist entscheidend.“