Am Tatort im “Tatort“: Simone Thomalla und Martin Wuttke

„Tatort“ mit neuem Team

Das leise Lächeln am Ohr der Kommissarin

Die siebenhundertste Folge des „Tatorts“ präsentiert ein neues Ermittlerpaar: Simone Thomalla und Martin Wuttke spielen geschiedene Leute, die sich bei der gemeinsamen Arbeit einander behutsam wieder nähern. Von Jochen Hieber

Neu am “Tatort“: Martin Wuttke

„Tatort“-Novize Martin Wuttke

Er schlägt den Kragen hoch

Die Theaterbühne war Martin Wuttkes Biotop. Jetzt wagt sich der Schauspieler ins Fernsehen: Als eine Hälfte des neuen Leipziger „Tatort“-Teams gibt er den introvertierten Sonderling neben der quirlig-strahlenden Simone Thomalla. Von Jan Freitag

Die Frau hinter Batic und Leitmayr: Silvia Koller

Fernsehen

Sie machen den „Tatort“, sagte ihr Chef

Die Kommissare des „Tatorts“ aus München kennt jeder. Kaum einer aber Silvia Koller, die beim Bayerischen Rundfunk die Fäden zieht, das Erfolgsteam zusammenstellte und einen großen Traum hat: einen „Tatort“ beim FC Bayern. Von Michael Seewald

Die „Tatort“-Ermittler

Chaoten, Karrieristen und Choleriker

Einsame Wölfe und Gruppendynamiker, starke Frauen und sensible Männer, alte Hasen und junge Hüpfer und demnächst ein geschiedenes Ehepaar: Aus Anlass der 700. „Tatort“-Folge präsentieren wir alle aktuellen Ermittlerteams in Kurzporträts.

Hannelore Elsner und Karin Anselm in der “Tatort“-Folge “Peggy hat Angst“ (1983)

Tatort-Kommissarinnen

Und die Erkenntnis kam beim Bügeln

Es war ein langer, beschwerlicher Weg, bis die weiblichen Kommissarinnen zum „Tatort“ vorgelassen wurden. Inzwischen sieht man sie öfter: starke, einfühlsame, blitzgescheite Frauen, die jedoch ihr Privatleben allein und kinderlos bestreiten müssen. Von Heike Hupertz

Eine Figur, die den “Tatort“ ein Jahrzehnt lang geprägt hat: Götz George als Horst Schimanski

„Tatort“ als Ideengeschichtsschreibung

Und Schimanski warf zwei rohe Eier ein

Die Leiber der Kommissare wurden leichter, ihre Dienstwagen schwerer und ihr Privatleben zum Problem: Warum man nicht Habermas lesen, sondern „Tatort“ schauen sollte, um die Ideengeschichte der Bundesrepublik zu studieren. Von Jürgen Kaube

Rekordhalter: Miroslav Nemec (l.) und Udo Wachtveitl 1991 in ihrem ersten Fall “Animals“

700 Folgen „Tatort“

Alle Wege führen nach Leipzig

Am 29. November 1970 lief der erste „Tatort“. Die Episode „Taxi nach Leipzig“ gilt heute als Meisterstück. Seither wurde die Reihe viele Male totgesagt, doch sie ist vitaler und besser als je zuvor. Von Michael Hanfeld

Am Anfang war “M“ - und der Ermittler Lohmann

Fünfundzwanzig Jahre „Tatort“ (1994)

Das allmähliche Verschwinden der Aufklärer

Landmarken des deutschen Kriminalgenres: Ein Essay über Ermittler und ihre Eigenheiten in Film und Fernsehen, von Fritz Langs Film „M - Eine Stadt sucht einen Mörder“ bis zu den „Tatort“-Folgen der Gegenwart (1994). Von Lorenz Engell und Wolfgang Kissel

Wie alles begann: “Taxi nach Leipzig“ (1970) mit Paul Albert Krumm und Walter Richter (r.) als Trimmel

Der allererste „Tatort“

Da könnte etwas ganz Neues herauskommen

Viele Probleme, scharfe Schnitte und ein Kommissar, der geistig der Sohn vom „Kommissar“ des ZDF und somit der Enkel von Maigret ist: Was Clara Menck in der F.A.Z. vom 1. Dezember 1970 über den allerersten „Tatort“ schrieb.

Seit 1989 im Einsatz: Ulrike Folkerts als Lena Odenthal

Ulrike Folkerts als Lena Odenthal

Die Katze als Kampfhund

Kleider und Röcke trägt sie nicht, Privatleben findet kaum statt, bleibt nur noch die Profession: Als Kommissarin Lena Odenthal ist Ulrike Folkerts stets bissig im Einsatz. Eine Würdigung zum zehnjährigen Dienstjubiläum 1999. Von Hubert Spiegel

In “Schwarzer Advent“ bleiben sie im Hintergrund: Die Kommissare Batic (Miroslav Nemec, hinten) und Leitmayr (Udo Wachtveitl)

„Tatort“-Folge 400: „Schwarzer Advent“ (1998)

Einmal werden wir noch wach

Batic und Leitmayr sind nur Randfiguren: In der vierhundertsten „Tatort“-Folge „Schwarzer Advent“ gibt Christian Berkel einen psychisch labilen Versicherungsvertreter, der seinem Vater eine intakte Familie vorspielen will. Die F.A.Z.-Kritik aus dem Jahr 1998. Von Jörg Thomann

Endlich frei: Götz George in “Tatort: Der Fall Schimanski“

Schimanskis Abgang (1991)

Kein Bock mehr

Die Schimanski-Saga als Entwicklungsroman: Der Mensch ist zur Freiheit geboren, muss aber erst genug gelitten haben, um tun zu dürfen, was er will. Dirk Schümer über den Tag, an dem Götz George den „Tatort“-Dienst quittierte.

Verbotene Liebe: Nastassja Kinski und Christian Quadflieg

„Tatort“-Klassiker „Reifezeugnis“ (1977)

Vergeblicher Gang ins Wasser

Ein Studienrat beginnt eine Liaison mit einer siebzehnjährigen Schülerin, die mit einem Totschlag endet: Wolfgang Petersens „Reifezeugnis“ mit der jungen Nastassja Kinski gilt als eine der besten aller „Tatort“-Folgen. Die F.A.Z.-Kritik aus dem Jahr 1977. Von Michael Schwarze

Rückblende in Schwarz-Weiß: Die Stadtpolizisten Hubi (Thomas Unger) und Bernie (Christoph Bach) auf Streife

„Tatort“ in Schwarz-Weiß

Herausgefallen aus Zeit und Farbe

Der Münchner „Tatort“ geht einen Schritt zurück und lässt seine Kommissare in Schwarz-Weiß-Bildern im Prostituiertenmilieu ermitteln. Gegen die Anordnung des Programmdirektors, doch mit einem brillanten Ensemble und einem sehenswerten Ergebnis. Von Michael Seewald

Das neue Stuttgarter Duo startet temporeich in die Nach-Bienzle-Zeit

Neuer „Tatort“ aus Stuttgart

So stellt man sich Männerfreunde vor

Was für eine Premiere: Mit den Kommissaren Lannert und Bootz bricht im Stuttgarter „Tatort“ die Nach-Bienzle-Zeit an. Es wird mächtig aufs Tempo gedrückt, und das Beste dabei ist: Keiner schwäbelt. Von Heike Hupertz

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09.11.2009 | 11:23
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